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Forschung

Auf der Grundlage der folgenden von Mitgliedern des Belgienzentrums bearbeiteten Einzelprojekte werden derzeit neue Forschungsverbünde des Zentrums erarbeitet:

Kriegsziel Belgien. Annexionsdebatten und nationale Feindbilder in der deutschen Öffentlichkeit, 1914-1918

Dr. des. Sebastian Bischoff
Mitglied des Vorstands
(Vertreter des akademischen Mittelbaus)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Historisches Institut Neuere und Neueste Geschichte / Schwerpunkt Zeitgeschichte
Mitgründer und im Vorstand des Arbeitskreises Historische Belgienforschung
Forschungsschwerpunkt: Geschichte des Deutschen Kaiserreichs und des Ersten Weltkriegs in Hinblick auf die deutsch-belgischen Beziehungen

Projektbeschreibung
Aus der abgeschlossenen Dissertation, die in Bälde erscheint, entstehen derzeit zwei Folgeprojekte: Einmal ein Text mit dem Titel: Furies, Spies and Fallen Women. Gender in the German public discourse about Belgium, 1914-1918, außerdem möchte ich eine kleine Studie zum anti-katholischen Feindbild im Ersten Weltkrieg in der deutschen Öffentlichkeit und der Ausfechtung im belgischen Kontext schreiben.

Organisation des Vierten Workshop des Arbeitskreises Historische Belgienforschung am 4./5. November 2016 an der Universität Paderborn

Das belgische Französisch: Von der Sprechsprache zur Sprechkompetenz

Prof. Dr. Christoph Bürgel
Professor für die Didaktik des Französischen und Spanischen
Institut für Romanistik
Forschung über die Sprechdidaktik: Dialogforschung – Dialogschulung des Französischen in Frankreich und Belgien

Projektbeschreibung
Ausgehend von der Annahme, dass die kompetente Bewältigung interkultureller Kontakt- und Begegnungssituationen eine solide mündliche Kommunikationsfähigkeit voraussetzt, erscheint es aus didaktischer Sicht unabdingbar, der Entwicklung von Sprechkompetenz im Französischunterricht
gebührend Raum zu geben. Dabei sollten Varietäten des Französischen, wie beispielsweise dem gesprochenen Französisch Belgiens, wohldosiert Rechnung getragen werden.  Deshalb sollen auf der Grundlage eines Korpus zur Sprechsprache frequente Phraseme des gesprochenen Gegenwartsfranzösischen Belgiens ermittelt und in didaktischer Hinsicht für die Anbahnung einer varietätenorientierten Sprechkompetenz behutsam nutzbar gemacht werden.

„The Look Across“: Der kulturelle Einfluss der südlichen und nördlichen Niederlanden in London

Prof. Dr. Christoph Ehland
Professor für englische Literatur- und Kulturwissenschaft
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Forschung zu England und den Niederlanden in der Frühen Neuzeit

 

Projektbeschreibung

Die Verflechtungen zwischen den sog. Low Countries (heutige Niederlanden und Belgien) und den britischen Inseln sind historisch eng und gehen weit über Handelsbeziehungen und gegenseitige politische Einflussnahme hinaus. 

In vielen Feldern hatten die kulturellen, künstlerischen und ökonomischen Errungenschaften der stadtbürgerlich geprägten Gesellschaften der nördlichen wie südlichen Niederlanden Vorbildcharakter für die Entwicklung englischer Institutionen.

Das Projekt richtet seine Aufmerksamkeit den modelhaften Einfluss niederländischer Kulturpraktiken auf die semi-autonome Stadtbürgerschaft in der City of London. Denn die Kaufmannschaften und Gilden dieser Stadtrepublik im Herzen des englischen Machtzentrums übernahmen und adaptierten vieler Aspekte der Kultur ihrer progressiven Nachbarn in Antwerpen, Brüssel und anderen städtischen Zentren. Neben Institutionen wie der Börse, die in London im 16. Jahrhundert nach Vorbild der Antwerpener Börse in London gegründet wurde, sind insbesondere die institutionalisierten Selbstbehauptungspraktiken der niederländischen Stadtbürgerschaften zu nennen.

Neben dem beobachtenden Blick auf die Entfaltung städtischem Gemeinsinns im niederländischen  Raum sicherte vor allem der stete Zustrom von Glaubensflüchtlingen aus den Gebieten der südlichen Niederlanden nach London im späteren 16. Jahrhundert Zugang zu deren kulturellen Praktiken und Innovationskraft.

Das Projekt sucht nach den Spuren niederländischer Kultur im Rahmen der Emanzipationsbewegung der stadtbürgerschaftlichen Institutionen im London des 17. Jahrhunderts. Neben dem Einfluss niederländischen Kunstschaffens in London soll vor allem die Bedeutung niederländischer stadtbürgerlicher Selbstvergewisserungspraktiken von Ritualen bis hin zur architektonischen Ausgestaltung des städtischen Raums in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt werden.    

Mittelalterliche Urkunden der Picardie und Wallonie/Der Wandel von Primär- zum Tertiärdialekt im frankophonen Belgien

Prof. Dr. Paul Gévaudan
Professor für romanische Sprachwissenschaft
Institut für Romanistik
Forschung zur Entwicklung des Französischen in Belgien

 

Arbeitstitel: Mittelalterliche Urkunden der Picardie und Wallonie

Projektbeschreibung

Ab dem 13. Jahrhundert tauchen im französischsprachigen Gebiet (langues d’oïl) die ersten Urkunden auf, die nicht auf Latein, sondern auf romanisch verfasst sind. Die Verschriftlichung des Romanischen erfolgt dabei chronologisch zuerst im Pikardischen und anderen Dialektgebieten und erst recht spät im Gebiet der Ile-de-France, deren Mundart schließlich zur Grundlage des späteren Standardfranzösischen wird. Durch Urkundenstudium sollte zum Vorschein kommen, wie zunächst Latein durch Pikardisch und Wallonisch als Urkundensprache abgelöst wird und später, ab dem 14 Jahrhundert die franzisch basierte Schriftsprache die Vorherrschaft erlangt.

 

Arbeitstitel: Der Wandel von Primär- zum Tertiärdialekt im frankophonen Belgien

Projektbeschreibung

Die ursprünglichen französischen Dialekte Belgiens, das Pikardische, Wallonische, Lothringische (Gaumais) und Champagnische gab es bereits im Mittelalter. Sie sind sehr stark ausgeprägt und für Sprecher des Standardfranzösischen nicht ohne weiteres verständlich. In den letzten 50 Jahren hat jedoch das Standardfranzösische die Primärdialekte des frankophonen Belgiens zurückgedrängt. Gleichzeitig hat das Französische jedoch in Belgien einige typische Ausprägungen; man spricht in diesem Zusammenhang von Tertiärdialekten. Durch empirische Untersuchungen soll dieser Übergang von den Primär- zu Tertiärdialekten näher untersucht werden. Damit kann auch ein Beitrag zur allgemeinen Dialekttheorie geliefert werden, die das Phänomen der Tertiärdialekte bisher auch begrifflich noch kaum erfasst hat.

What role does language play in enhancing trade and investment activities in Belgium and the rest of the world?

Prof. Dr. Bernard Michael Gilroy
Department 4: Economics
Professor für Makrotheorie & Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Networking in Multinational Enterprises

Dr. Volker Seiler
Department 4: Economics
Mitarbeiter am Lehrstuhl für Makrotheorie & Internationale Wirtschaftsbeziehungen
The influence of socio-demographic variables on customer satisfaction and loyalty in the private banking industry

Projektbeschreibung

Belgium is a major trade gateway to the European Union’s member states, but in particular to the three countries with which it shares a border – Germany, France, and the Netherlands. These three countries are Belgium’s principal export destinations and import sources. More than two-thirds of Belgium's GDP is derived from foreign sales, one of the highest percentages among industrialized nations. Brussels is the capital of Europe, the site of the headquarters of the European Commission, the Council of Ministers and the European Parliament. Other major international organizations, such as NATO, are also located in Brussels.

Belgium is a very open economy. While language plays a big role in economic gravity models, there has been little attention to the channels through which a common language promotes bilateral trade. Furthermore, the small open Belgian economy is extremely sensitive to FDI (in R&D). Close to sixty percent of business R&D in Belgium is foreign-controlled and is subject to the location decisions for R&D by increasingly footloose and global multinational enterprises. The activities of the “BELZ Forschungs-Zentrum Belgien” will thus hopefully offer a fruitful platform to interdisciplinary research with the colleagues of BELZ and Belgium Institutions in the context of language and cultural based trade and investment regimes.

Interkulturelle Perspektiven des Selbstverständnisses und der kulturellen Aktivitäten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft untersuchen

Prof. Dr. Michael Hofmann
Professor für germanistische Literaturdidaktik und für neuere deutsche Literatur
Institut für Germanistik und für vergleichende Literaturwissenschaft
Forschung zur deutschsprachigen Literatur Belgiens nach einem längeren Arbeitsaufenthalt in Lüttich

 

 

Widerstand gegen fremde Herren um 1300

Prof. Dr. Hermann Kamp (Mitglied des Vorstands)
Professor für mittelalterliche Geschichte
Historisches Institut
Forschungsschwerpunkt Burgund

Projektbeschreibung
In dem Projekt wird u.a. der Aufstand in Flandern, der 1301 gegen den französischen König ausbrach, auf die Bedeutung hin untersucht, die Identitätsbehauptungen im Verlauf der gewalttätigen Auseinandersetzung besaßen. Um besser bestimmen zu können, warum der Konflikt um 1300 fremdenfeindliche Züge aufwies und zumindest ein Teil der Zeitgenossen ihn ethnisch deutete, werden die ähnlich gelagerten Konflikte zwischen dem französischen König und dem Grafen von Flandern um 1200 vergleichend hinzugezogen. Im  Kern geht es um die Frage, unter welchen Bedingungen ein fremder Herrscher im Mittelalter als Problem empfunden wurde und zu Widerstandshandlungen führte, in denen ansatzweise frühnationales  Gedankengut fassbar wird.

Kooperation zur tomographischen Untersuchung der Fluiddynamik von viskosen Systemen in Packungskolonnen

Prof. Dr.-Ing. Eugeny Y. Kenig
Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik
Fakultät für Maschinenbau

Projektbeschreibung
Im Zuge des DFG Kooperationsprojektes mit dem Thema „Theoretische und experimentelle Untersuchung der Rektifikation viskoser Systeme in Packungskolonnen“ wurde eine Zusammenarbeit mit dem Department of Applied Chemistry an der Université de Liège etabliert. Im Fokus standen Strömungen von Gas-flüssig-Systemen mit erhöhter Viskosität der flüssigen Phase durch speziell gestaltete geometrische  Strukturen (Packungen) in Trennapparaten. Mit Hilfe von modernsten tomographischen Messinstrumenten wurden dabei Packungskolonnen mit Röntgenstrahlen „durchleuchtet“ und die vorherrschenden Strömungsformen in den Apparaten quantifiziert. Die gewonnenen Erkenntnisse erlauben bessere Aussagen über das Benetzungs- und Fließverhalten im Inneren der Apparate und damit auch über deren Effizienz.
Die Kooperation erfasste u.a. den Austausch von Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universitäten sowie eingeladene Vorträge in Paderborn und Liège und resultierte in mehreren gemeinsamen wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Konferenzbeiträgen.

Belgische Comics im Fremdsprachenunterricht

Jun.-Prof. Dr. Corinna Koch
Juniorprofessorin für die Didaktik des Französischen und Spanischen
Institut für Romanistik
Forschung zum Einsatz von belgischen Comics im Französischunterricht 

Projektbeschreibung
Im Zentrum meiner romanistisch-fachdidaktischen Arbeit steht die Herausarbeitung des fremdsprachendidaktischen Potenzials von Comics anhand ihrer gattungsspezifischen Merkmale und dessen Exemplifizierung im Rahmen konkreter Unterrichtsvorschläge zu bestimmten Comics. Dies impliziert auch Schwerpunktsetzungen auf einzelnen Kompetenzen, Themen und Genres. Eine quantitative Fragebogenstudie mit 932 Gymnasiasten, die sich gerade in der Phase der Ergebnisinterpretation befindet, soll zudem Aufschluss darüber geben, inwiefern Comics heute (noch) Teil der Lebenswelt der Lernenden sind, wie häufig sie im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden, was sich die Lernenden diesbezüglich wünschen und wie es um die Comickompetenz der Lernenden bestellt ist.

Komparative Institutionen-Ökonomik – Ein Rechtsvergleich der politisch/wirtschaftlichen Institute Belgiens und Deutschlands

Prof. Dr. Dieter Krimphove (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
Professor für Wirtschaftsrecht
Jean Monnet Lehrstuhl ad personam für Europäisches Wirtschaftsrecht
Forschungsschwerpunkt Europarecht

Christoph Lüke, M.Sc.

Wissenschaftliche Hilfskraft
Lehrstuhl für Wirtschaftsrecht und Europäisches Wirtschaftsrecht
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Projektbeschreibung
Der Lehrstuhl Europäisches Wirtschaftsrecht, insbesondere in seiner Verbindung mit dem Dr. Krimphove verliehenen Jean Monnet-Lehrstuhl "ad personam", erforscht die Möglichkeiten des wirtschaftlichen Austausches zwischen Belgien und Deutschland. Hier stehen im Vordergrund rechtsvergleichende Untersuchungen zum grenzüberschreitenden Unternehmens-, Gesellschaft- und Kartellrecht, aber auch zu aktuellen Fragen des nationalen und europäischen Arbeitsrechts.

•        Die politische Ökonomie ermöglicht einen Effizienz-Nachweis staatlicher Einrichtungen und Institute. Mithilfe dieses Ansatzes lassen sich insbesondere staatliche Eigenheiten des belgischen und deutschen Staates – wie etwa deren Aufteilung in Regionen und Länder – rechtsvergleichend untersuchen.
•        Die Methodik der „Neuen Institutionenökonomik“ lässt sich auf außerrechtliche Institution erweitern. Dadurch ist ein enormes Operationsfeld interdisziplinärer Forschung etwa zur Ökonomik von Recht und Sprache oder dem Einsatz von Scham als Verhaltenssteuerung in verschiedenen Kulturen eröffnet.

Les capitulations épiscopales en Allemagne“ (Bischöfliche Wahlkapitulationen in Deutschland)/„Piété et politique : Les ducs de Bourgogne et l’Église“

Prof. Dr. Malte Prietzel
Professor für mittelalterliche Geschichte
Historisches Institut
Forschungsschwerpunkt Burgund

Arbeitstitel

Les capitulations épiscopales en Allemagne“ (Bischöfliche Wahlkapitulationen in Deutschland)

Ein Vortrag erfolgt hierzu auf der Tagung zum 700jährigen Jubiläum der „Paix de Fexhe“, Lüttich, 15.-16. Sept. 2016.
Die Tagung gilt einer Vereinbarung des Fürstbischofs von Lüttich mit seinen Ständen, die bis zum Ende des Fürstbistums eine Art Grundgesetz darstellte. Der Vortrag untersucht Vergleichsfälle im deutschsprachigen Teil des Heiligen Römischen Reichs.

 

Arbeitstitel
„Piété et politique : Les ducs de Bourgogne et l’Église“:

Ein Vortrag erfolgt hierzu im „Séminaire de recherche pluridisciplinaire – Les rouages de l’État bourguignon“ , Lüttich, 22.
Nov. 2016
Das Forschungsseminar lädt im Jahr 2016 fünf Erforscher des burgundischen Staats zu Vorträgen ein, in denen sie den Wissensstand und die Perspektiven hinsichtlich der Erforschung einzelner Aspekte des burgundischen Staats vorstellen. Ich beschäftige mich mit der Kirchenpolitik und der Frömmigkeit am Hof.

Entstehungszusammenhänge und Bedeutung des polyphonen Theaters der Habsburgischen Niederlande und des Erzbistums Lüttich im 17. Jahrhundert

Prof. Dr. Sabine Schmitz (Vorstandsvorsitzende)
Professorin für romanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Forschung zur Literatur und Kultur der Habsburgischen Niederlande sowie zur französischsprachigen Literatur und Kultur Belgiens seit 1830

 

Projektbeschreibung
Entstehungszusammenhänge und Bedeutung des polyphonen Theaters der Habsburgischen Niederlande und des Erzbistums Lüttich im 17. Jahrhundert

(Teilprojekt im Forschungsverbund „Barock im Norden“)

Das Theater der Habsburgischen Niederlande und des Erzbistums Lüttich des 17. Jahrhunderts ist bis heute ein weißer Fleck auf der sehr gut kartierten Landkarte der europäischen Literaturen. Seit ein paar Jahren finden sich jedoch in ersten Studien Belege, dass es in jener Zeit in den Provinzen Brabant und Flandern durchaus noch aktive  Rederijkerskamers  gegeben hat, die eine bedeutende Tradition des religiösen und politischen Volkstheaters fortgeführt haben und zudem zugleich auch höfisches und religiöses Theater sowohl in Brüssel als auch in Lüttich zur Aufführung kam. Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, dieses Theater in einem ersten Schritt zu sichten, um dann seine Verortung einerseits in Zusammenhänge des europäischen Barocks und andererseits in die Traditionszusammenhänge des seit dem 14. Jahrhunderts in diesem Kulturraum bestehenden Theaters der Rederijkers vorzunehmen. 

Im Anschluss wird nach der medialen Gerichtetheit eines Theaters zu fragen sein, das auf einem der politischen und religiösen Kreuzungspunkte der europäischen Politik des 17. Jahrhunderts entstand. Denn diesen polyphonen Bühnenwerken ist die Verhandlung vielfältiger Diskurse eingeschrieben, zu denen ein Abgrenzungsimpetus zu Frankreich, der Vereinigten Republik der Niederlande, England, dem Heiligen Römischen Reich, aber auch zu Spanien ebenso zählt, wie der singuläre Entwurf eines in Teilen antispanischen Katholizismus sowie einer ihn vermittelnden Rhetorik und Poetik, dem ‚flämischen Barock’.

Im Mittelpunkt der Studie steht das Theater von Denis Coppé und François Passerat.

Muslimische Identitäten in Belgien: Voraussetzungen, Entwicklungen und literarische Narrative

Prof. Dr. Sabine Schmitz
Professorin für romanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Forschung zur Literatur und Kultur der Habsburgischen Niederlande sowie zur französischsprachigen Literatur und Kultur Belgiens seit 1830

Resul Karaca
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Institut für Romanistik
Romanistische Kultur- und Literaturwissenschaft

Projektbeschreibung
Muslimische Identitäten in Belgien: Voraussetzungen, Entwicklungen und literarische Narrative

In Belgien weist der Islam in Hinblick auf seine Institutionalisierung und räumliche Situierung viele Parallelen mit anderen katholisch geprägten europäischen Staaten wie Frankreich und Spanien auf. Jedoch zeichnen sich einerseits aufgrund der föderalen Entwicklungen Belgiens und andererseits aufgrund der Tatsache, dass das Land in seiner Geschichte kaum intensive Verbindungen zu Ländern hatte, in denen der muslimische Glaube die Religion einer Mehrheit war, deutliche Unterschiede in der Debatte über muslimische Identitäten in Belgien in Vergleich zu Frankreich und Spanien, aber auch zu anderen Ländern wie Deutschland und England, ab.

Vor diesem Hintergrund soll erforscht werden, wie die Konfiguration muslimischer Identitäten in Belgien sich in den letzten zwanzig Jahren im Kontext der zunehmenden Föderalisierung, aber auch vor dem der jüngsten politischen Ereignisse verändert hat. Hierzu wird es einerseits notwendig sein, den Stellenwert der Diskurse der Muslime und ihr Ringen um eine Identität als Bürger Belgiens muslimischen Glaubens in dem sehr komplexen Feld der belgischen Identitätsdebatte zu bestimmen und andererseits aktuelle Verhandlungen muslimischer Identitäten in der Literatur zu betrachten. Denn hierzu leisten Autoren wie Ismaël Saidi einen von Politik und Kultur viel beachteten Beitrag.

Barock im Norden. Die (südlichen) Niederlande als Drehscheibe des europäischen Barocktransfers

Prof. Dr. Johannes Süßmann (Mitglied des Vorstands)
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit
Historisches Institut
Forschung zu den Habsburgischen Niederlanden

Arbeitstitel

Barock im Norden. Die (südlichen) Niederlande als Drehscheibe des europäischen Barocktransfers
Die Alte Universität Paderborn. Personal- und Wissenstranfer innerhalb der niederrheinischen Jesuitenprovinz

Macht, Massaker und Repräsentation. Darstellungen asymmetrischer Gewalt in der Bildpublizistik Franz Hogenbergs

Ramon Voges, M.A.
Historisches Institut
Geschichte der frühen Neuzeit
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Projektbeschreibung
Die Ereignisblätter Franz Hogenbergs (ca. 1530 bis 1590) haben maßgeblich unser Bild vom Aufstand der Niederlande geprägt. Im Rahmen meines Dissertationsprojektes untersuche ich Hogenbergs Bildberichte als historisches Narrativ. Im Zentrum des Interesses stehen die visuellen Motive, Deutungsangebote und Argumentationsstrategien, die Hogenberg und seine Mitarbeiter in Anschlag brachten, um denk- und erinnerungswürdige Geschehnisse bildlich darzustellen. Die Arbeit zeigt auf, welche politische Wirksamkeit von frühneuzeitlichen Medien der Zeitgeschichtsschreibung ausging. Sie leistet insofern einen Beitrag zur Kulturgeschichte des Politischen.

Industrial Optimal Design using Adjoint CFD" (EU ITN Projekt)

Prof. Dr. Andrea Walther
Institut für Mathematik
Universität Paderborn

Projektbeschreibung
Ziel dieser Kooperation ist es, für Anwendungen in der
Strömungsmechanik Sensitivitätsinformationen exakt
und effizient zur Verfügung zu stellen. Als Beispiele können hier
die Umströmung eines Autos oder die Kühlung eines Motors genannt werden.
Basierend auf den dann nutzbaren Sensitivitäten kann die Form des
Autos oder auch das zur Kühlung genutzte Rohrsystem systematisch,
d.h., mit mathematischen Methoden, optimiert werden.  Dabei spielen
Aspekte wie Energieverbrauch oder Lebensdauer eine wichtige Rolle.

Sur la narrativité en bande dessinée

Marie Weyrich
Diplom Hispanistin mit Nebenfächer Französisch und Wirtschaftswissenschaften (belg. Staatsbürgerin)
Institut für Romanistik
Romanistische Kultur- und Literaturwissenschaft
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Mitarbeit an der Ausarbeitung des Konzepts für das Belgienzentrum
Forschung zum belgischen Comic und zu Charles de Costers Ulenspiegel

Projektbeschreibung
Meine Forschungsarbeit über die franko-belgische bande dessinée weist eine narratologische Ausrichtung auf. Die Beziehungen zwischen die eng aufeinander bezogenen Text, Bild, Raum und Zeit, sollen aufgeschlüsselt und analysiert werden. Dabei soll der Fokus auf der Narrativität in der bande dessinée liegen.

Vielfalt macht stark!
Diversiteit maakt sterk!
La force de la différence!

Die Universität der Informationsgesellschaft