Kommentierte Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012
Alle Raumangaben unter Vorbehalt!
Lehre Sommersemester 2012: Prof. Dr. Eva-Maria Seng
VL: „Museum und Ausstellungswesen“
„The museum and the different exhibition practices“
Veranstaltungsnummer: L.068.14070
Do 11.00-13.00 c.t.
Raum: L1
Beginn: 12.04.2012
Module:
Geschichte: LHRG Modul B2-IV / A2-II/III / 3-II/III, GymGes alt Modul B3-III / 5-IV/V / A2-IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, GymGes neu Modul B2-III / 3- III / 5-IV/V / A2-III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, L-Grunds Modul B.1 / G-E.2, 2-Fach-BA v1 Modul Optionalbereich: Modul C; Studium generale, 2-Fach-BA v2 Modul B3-II/III Optionalbereich: Modul C; Studium Generale, 2-Fach-BA v3 Modul B3-I Optionalbereich: Modul C; Studium Generale, BA-Hist. Modul B2-III / 4-III/IV / A3-III/IV, MA-Hist. Modul B8-II / A7-IV / 8-I/II, MA-Kulturerbe Modul B2, LSI/II;M G/H A4/5 / B1/2/3, LpGes G/H A2 / B1/4
weitere: siehe PAUL
Die Veranstaltung ist geöffnet für: Studium für Ältere, für Anfänger, Studium Generale und Hörer aller Fakultäten.
Das Museum gehört seit dem Museumsboom der 1980er Jahre zu der am stärksten expandierenden Institution im nordatlantischen Kulturkreis. Nach zuvor diagnostizierten Jahren der Krise lässt sich seither eine sogenannte new museology konstatieren, die nicht zuletzt einer neuen Zuwendung zur Geschichte einerseits und andererseits einer neuen Zuwendung zu authentischen Dingwelten geschuldet ist. Museen wandelten sich von Musentempeln über Lernorte hin zu den publikumswirksamen Institutionen einer neuen Kulturpolitik. Im Zuge des Museums- und Ausstellungsbooms wurde auch die Selbst- und Fremddefinition neu bestimmt, so sind Museen heute nicht mehr normativen Bestimmungen verpflichtet, die sinnliche Vermittlungs- und Erkenntnisebene wurde deutlich profiliert und nicht zuletzt das Museum als Ort der Wissenschaften neu entdeckt.
Die Vorlesung möchte der Geschichte des Ausstellungswesens und der Museen nachgehen. Dabei sollen Entwicklungen, Strategien, Präsentationsformen, Fragen zur Ding- und Sachkulturforschung, zur Aura des Objekts, zum Sammeln, zu Dingbewahr- und Zeigeanstalten ebenso wie zu Bildungsintentionen, politischer Identitätsstiftung oder Formen der Wissenspopularisierung vorgestellt und diskutiert werden. Ein Aspekt wird dabei auch die Fortschreibung der Geschichte des Museums sein, wo in den letzten zehn Jahren aufgrund der Welterbekonventionen und globaler Einflüsse neben der Präsentation materieller Objekte auch das immaterielle Erbe thematisiert wird.
Literatur:
Ballé, Catherine/ Poulot, Dominique: Musées en Europe. Une mutation inachevée, Paris 2004.
Korff, Gottfried: Museumsdinge deponieren - exponieren, 2. Aufl. Köln, Weimar, Wien 2007.
Kratz-Kessemeier, Kristina; Meyer, Andrea; Savoy, Bénédicte: Museumsgeschichte. Kommentierte Quellentexte 1750-1950.
Vieregg, Hildegard: Geschichte des Museums. Eine Einführung, München 2008.
HS: „Architektonisches Kulturerbe: Wiederaufbaudebatten von Städten und Denkmalen, Rekonstruktion, Neubau und Transformation von Innenstädten. (Mit einwöchiger Exkursion)“
„Architecture as Cultural Heritage: Urban development, reconstruction, transformation, preservation, cultural heritage. Field trip included“
Veranstaltungsnummer: L.068.14850
Di 11.00-13.00 c.t.
Raum: W 1.101
Beginn: 10.04.2012
Module:
Geschichte: GymGes alt Modul A1-II/III / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, GymGes neu Modul A1-II/III / 2-III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, MA-Hist. Modul B8-I/III / 9-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II, MA-Kulturerbe Modul B2, VM 4
weitere: siehe PAUL
Kaum ein Bereich hat die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft über mehr als 60 Jahre so bewegt wie die unterschiedlichen Wellen der Debatten um Wiederaufbau, Neubau oder Rekonstruktion. Dabei spielten zunächst die städtebaulichen Vorstellungen der CIAM (Congrès Internationaux D’Architecture Moderne) wie sie in der Charta von Athen formuliert worden waren, die zentralen Leitbilder wie Entflechtung und Ordnung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr. Sie wurden auch auf alte Stadtdenkmale übertragen und führten im Ergebnis zu zahlreichen Straßenweitungen bis hin zur autogerechten Stadt, zum Häuschen im Grünen in den zahlreich um die Städte angelegten Siedlungen und „Wohnparks“ bis hin zu den Trabantensiedlungen des industrialisierten Bauens . Die Kritik an den Verfehlungen oder Fehlentwicklungen des Städtebaus machte sich schlagwortartig an Alexander Mitscherlichs Buchtitel von der „Unwirtlichkeit der Städte“ 1965 fest. Im Gefolge kam es zum Umdenken im Städtebau, zur Aufwertung und Wiederentdeckung gründerzeitlicher Architektur und nicht zuletzt zur Etablierung der Denkmalpflege in den einzelnen deutschen Bundesländern. Die neuen Leitbilder waren nun „neue Urbanität“ und „Stadtreparatur“, die durch Verdichtung erreicht werden sollte. Eine zweite Wiederaufbau- und Rekonstruktionswelle begleitete diese Vorstellungen. Inzwischen – angesichts der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft – dem weithin faßbaren Phänomen der „schrumpfenden Städte“ auf der einen und dem Wachstum der Großstädte auf der anderen Seite sind neuerdings zahlreiche Projekte innerstädtischer Transformationsprozesse zu verzeichnen, die häufig mit dem Namen „Neue Mitte“ verbunden werden. Parallel dazu verläuft erneut eine dritte Rekonstruktionswelle. Anhand einschlägiger Beispiele soll im Seminar dieser Prozess an Städten und Denkmälern diskutiert werden.
Literatur:
Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Geschichte der Rekonstruktion. Konstruktion der Geschichte. Publikation und Ausstellungskatalog, Pinakothek der Moderne, München 2010.
Seng, Eva-Maria: Rekonstruktionen von Kontinuität zwischen 1600 und 1800: Überbrückung der durch Politik, Religion und Krieg verursachten Zäsuren, in: Winfried Nerdinger (Hrsg.), Geschichte der
Rekonstruktion. Konstruktion der Geschichte. Publikation und Ausstellungskatalog, Pinakothek der Moderne, München 2010. S. 78-95 und S. 225-232.
"Denkmalpflege und kulturelles Erbe. Speyer - Braunschweig - Berlin", in: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte Nr. 497, Januar 2009, S. 68-84.
Beseler, Hartwig/ Gutschow, Nils (Hrsg.): Kriegsschicksale deutscher Architektur. Verluste - Schäden - Wiederaufbau ; eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Wiesbaden, 2000, Bd. 1, 2.
Meier, Hans-Rudolf/ Wohlleben, Marion (Hrsg.): Bauten und Orte als Träger.
Hassler, Uta / Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Das Prinzip Rekonstruktion. Denkmalpflege, Wiederaufbau, historische Bauten, Zürich 2010.
Bundesministerium für Verkehr Bau und Wohnungswesen: Dokumentation von Fachveranstaltungen zur Stadtentwicklung. URBAN 21, Berlin, Bonn 2000.
Oswalt, Philipp (Hrsg.): Schrumpfende Städte. Ostfildern-Ruit, 2004, Bd.1, 2.
Nerdinger, Winfried (Hrsg.): Architektur der Wunderkinder. Aufbruch und Verdrängung in Bayern 1945-1960, Salzburg, München 2005.
HS: „Geschichte der Kunstgeschichte“
„ History of Art History “
Veranstaltungsnummer: L.068.14840
Di 14.00-16.00 c.t.
Raum: W 1.101
Beginn: 10.04.2012
Dozent: Prof. Dr. Eva-Maria Seng, Laura Gieser M.A.
Module:
Geschichte: LHRG Modul A2-II/III / 3-II/III, GymGes alt Modul A1-II/III / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, GymGes neu Modul A1- II/III / 2-II/III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, MA-Hist. Modul B8-I/III / 9-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II, MA-Kulturerbe Vertiefungsmodul 5, 7, LSI/II;M G/H A4/5 / B1/2/3, LpGes G/H A2 / B1/4
weitere: siehe PAUL
Zwei unterschiedliche Wurzeln führten zur Herausbildung der Disziplin „Kunstgeschichte“, nämlich einerseits die philosophische Ästhetik und anderseits eine auf Quellenlektüre und Quellenkritik basierende Kunstgeschichtsschreibung. Ästhetische Erfahrung und Anleitung zum ästhetischen Urteil, die topographisch, chronologisch und gattungsspezifisch gegliederte Untersuchungen hervorbrachte stehen einer querschnitthaften kulturhistorischen Darstellung eines Epochenbildes gegenüber. Nirgendwo werden beide Stränge und Sichtweisen zwischen Betrachtung und Teilhabe am „Wert“ der Kunst und einer kulturgeschichtlich geprägten Kunstgeschichtsschreibung deutlicher als im Werk Jacob Burckhardts: der „Cicerone“ als Anleitung zum ästhetischen Urteil auf der einen Seite und die „Kultur der Renaissance“ als Epochenbild auf der anderen Seite. Um 1900 bestimmen dann neben einer eher materialistischen empiriegesättigten Kunstgeschichte die Suche nach einer wissenschaftlichen Formerklärung die Theoriedebatten der Kunstgeschichte, die sich mit den Namen Alois Riegl, August Schmarsow und Heinrich Wölfflin verbinden lassen. Im Mittelpunkt von Wölfflins Studien stand der Versuch die Erklärung der Formgeschichte in einer Verbindung von Ästhetik und Kulturgeschichte mittels einfühlungsspychologischer Erkenntnisse zu erreichen. Nach dieser Wendung des Faches hin zu formgeschichtlichen Methoden vollzog sich unter dem Einfluss des Philosophen Wilhelm Dilthey eine auf hermeneutischen Begründungen fußende Neuorientierung der Kunstgeschichte als Geistesgeschichte. Heute steht das Fach zwischen Bild- und Medienwissenschaften einerseits und Visuals Studies andererseits wieder an einem Scheidewege, wobei die alten Wurzeln und Ausgangspositionen wieder deutlich sichtbar werden. Das Seminar behandelt die historische Entstehung und Entwicklung des Faches Kunstgeschichte am Beispiel Deutschlands und im internationalen Vergleich. Zum einen werden prägende Persönlichkeiten der Kunstgeschichte und deren wichtigsten Werke vorgestellt, dabei kunsthistorische Gegenstandsbereiche und Fragestellungen eruiert sowie die bedeutendsten methodischen und theoretischen Ansätze erarbeitet. Zum anderen wird die Geschichte der kunsthistorischen Institutionen seit dem 19. Jahrhundert rekonstruiert. Dies beinhaltet auch die Frage nach den Verstrickungen der Kunstgeschichte im Nationalsozialismus und, damit verbunden, nach den politisch bedingten Brüchen, Kontinuitäten und dem Neubeginn, die das Fach in der Nachkriegszeit geprägt haben. Abschließend sollen Möglichkeiten und Grenzen einer global erweiterten Kunstgeschichtsschreibung diskutiert werden.
Literatur:
Kultermann, Udo: Die Geschichte der Kunstgeschichte. Frankfurt, Berlin, Wien 1981.
Prange, Regine: Die Geburt der Kunstgeschichte. Philosophische Ästhetik und empirische Wissenschaft. Köln 2004.
Locher, Hubert: Kunstgeschichte als historische Theorie der Kunst: 1750–1950. München 2001.
Pfisterer, Ulrich (Hrsg.): Klassiker der Kunstgeschichte. 2 Bde. München 2007 und 2008.
K: „Kolloquium für fortgeschrittene Studierende, Magistranden, Masterstudierende und Doktoranden“
„Colloquium for Advanced Students, Master- and Ph.D.-Students“
Veranstaltungsnummer: L.068.14910
Blockveranstaltung:
15.06.2012-16.06.2012
Raum: W 1.101
Module:
Geschichte: GymGes alt Modul A2-V, GymGes neu Modul A2-V, 2-Fach-BA v1, v2, v3 Modul Optionalbereich: Modul A / C, BA-Hist. Modul A4-II, MA-Hist. Modul A6-I/II / 7-III / 8-III/IV, MA-Kulturerbe Modul Kolloquium
Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung in der Sprechstunde.
Wie in jedem Semester sollen in einem mehrtägigen Kolloquium die Fortschritte und Entwicklungen der Abschluss- und Qualifizierungsarbeiten vorgestellt und besprochen werden. Zudem werden Gastredner zu relevanten Themen der Forschungsgebiete eingeladen.
Lehre Sommersemester 2012: wissenschaftliche Mitarbeiter
(Dr. des. Susanne König)
ES: „Einführung in die Kunst- und Kulturwissenschaften: Die Griechische Mythologie in der Kunst“
„Introduction to European History of Art and Culture: Greek mythology in Art“
Veranstaltungsnummer: L.068.14400
Mi 14.00-16.00 c.t.
Raum: C5.206
Beginn: 04.04.2012
Module:
Geschichte: GymGes neu Modul B3-I; BA-GymGes Modul B3-I; 2-Fach-BA v2 Modul B1-III; 2-Fach-BA v3 Modul B1-II; BA-Hist. Modul B4-I/II; MA-Kulturerbe Studium Generale
Das Erkennen und Interpretieren von Bildern mit Darstellungen der griechischen Mythologie sind Grundvoraussetzungen für die kunsthistorische Tätigkeit. Die Entstehung des griechischen Olymps mit den wichtigsten Göttinnen und Göttern wie Zeus, Hera und Aphrodite sowie die Heldentaten von Herkules und Odysseus stehen dabei im Mittelpunkt unserer Betrachtung. Die einzelnen Protagonistinnen und Protagonisten und ihre Handlungen sollen im Bild erkannt werden. Dabei interessiert uns, wie sich die über Jahrhunderte wandelnden Darstellungsweisen in einen gesellschaftlichen Kontext einordnen Bildthemen und -kompositionen beherrschten mit welchem Interesse wann und warum den allgemeinen Zeitgeschmack?
Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren des Seminars sind die aktive Mitarbeit, die Übernahme eines Referats und das Bestehen einer Abschlussklausur.
Der gleichzeitige Besuch des Grundseminars/Projektseminars von Dr. des. Susanne König „Deutsche Malerei im 19. Jahrhundert" wird dringend empfohlen.
Literatur:
Aghion, Irène: Reclams Lexikon der antiken Götter und Heroen in der Kunst, Stuttgart 2000 (JXN2147)
Buxton, Richard G. A.: Das große Buch der griechischen Mythologie, Darmstadt 2005 (ILP4156)
Fink, Gerhard: Who’s who in der antiken Mythologie. - Orig.-Ausg., 6. Aufl., München 1997 (ILO2581(6)
Impelluso, Lucia: Götter und Helden der Antike, Berlin 2003 (KBK1303-1
Krauss, Heinrich: Was Bilder erzählen. - 3. Aufl., München 1993 (KBK1191(3))
Larsson, Lars Olof : Antike Mythen in der Kunst, Stuttgart 2009 (K4041)
Walter, Hans: Mythen aus dem alten Griechenland, München 1991 (GTUM1009)
Walther, Angelo: Von Göttern, Nymphen und Heroen, Leipzig 1993 (WQ632)
GS/PjS: „Deutsche Malerei im 19. Jahrhundert“
„German Painting in the 19th Century“
Veranstaltungsnummer: L.068.14430
Do 09.00-11.00 c.t.
Raum: C 4.216
Beginn: 05.04.2011
Module:
Geschichte: LHRG B2-V, GymGes alt B3-III / 5-V, GymGes neu Modul B3-II/III / 5-III/V, BA-HRG B2-III, BA-GymGes B3-II, Zwei-Fach-BA v1 B2-III, Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / 3-III, Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-II / 3-I/II/III, BA-Hist. Modul B3-III / 4-I/II
Mit der Romantik beginnt die historische Moderne, die sich von den festen Normen des traditionellen, akademischen Kanons verabschiedet und nun freie, subjektive Umsetzungen sowie mehrdeutige Interpretationsebenen ermöglicht. Das ist der Beginn eines Stilpluralismus, der sich dann durch das 19. und 20. Jahrhundert zieht. Romantik, Realismus, Naturalismus, Impressionismus sowie der Historismus stehen in diesem Seminar im Mittelpunkt. Neben der kunsthistorischen Betrachtung der einzelnen Werke zeichnen wir die geschichtliche Entwicklung in Deutschland im 19. Jahrhundert nach und versuchen, an den Werken den gesellschaftlichen Wandel erkennbar zu machen.
Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren des Seminars sind die aktive Mitarbeit und die Übernahme eines Referats.
Literatur:
Buberl, Brigitte: Die Kleine Nationalgalerie, Köln 2005 (KFFB1830)
Busch, Werner/Beyrodt, Wolfgang: Kunsttheorie und Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Kunsttheorie und Malerei, Kunstwissenschaft, Stuttgart 1986 (KDB1063-1)
Heilmann, Christoph: Deutsche Malerei des 19. [neunzehnten] Jahrhunderts, Regensburg 1986 (KBAD1113)
Locher, Hubert: Deutsche Malerei im 19. Jahrhundert, Darmstadt 2005 (KBAD1210)
Neidhardt, Hans Joachim: Deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts. - 1. Aufl., Leipzig 1990 (WQ741)
Maaz, Bernhard: Blicke auf Europa - Europa und die deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts, Ostfildern 2007 (KBAD1228)
Wolf, Norbert: Kunst-Epochen. 19. Jahrhundert, Stuttgart 2002.
Zimmermann, Michael F.: Die Kunst des 19. Jahrhunderts. Realismus, Impressionismus, Symbolismus, München 2011.
ES: „Einführung in die Kunst- und Kulturwissenschaften: Kunst in Westfalen (mit Exkursion)“
„Introduction to European History of Art and Culture: Art in Westphalia, field trip to Paderborn and Muenster included“
Veranstaltungsnummer: L.068.14420
Do 16.00-18.00 c.t.
Raum: O 1.258
Beginn: 05.04.2012
Module:
Geschichte: GymGes neu Modul B3-I; BA-GymGes Modul B3-I; Zwei-Fach-BA v2 Modul B1-III; Zwei-Fach-BA v3 Modul B1-II; BA-Hist. Modul B4-I/II
Dieses Seminar widmet sich der Kunst- und Architekturgeschichte in Westfalen. An Beispielen aus Paderborn und Münster versuchen wir, einen Überblick über die unterschiedlichen Epochen und Stile zu bekommen. Anhand von architektonischen, skulpturalen und malerischen Werken zeichnen wir dabei nicht nur eine kunstimmanente Entwicklung nach, sondern setzen uns auch mit den gesellschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen der Region Westfalen auseinander.
Den Inhalt dieses Seminars vertiefen wir dann bei unserer Dreitagesexkursion in Paderborn und Münster. Dabei besuchen wir beide Domanlagen, Klöster und Kirchen sowie einige Museen, in denen wir einen Überblick über die wichtigsten Künstler und Bildhauer aus Westfalen bekommen. Auch zeitgenössische Kunst in lokalen Ausstellungshäusern findet dabei Berücksichtigung.
Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren des Seminars sind die aktive Mitarbeit, die Übernahme eines Referats und das Bestehen einer Abschlussklausur.
Von allen Teilnehmern wird die Vorbereitung der für die Sitzungen vorgesehenen Grundlagentexte, regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit erwartet.
GS/PjS: „Bauhaus“
„Bauhaus“
Veranstaltungsnummer: 014410
Mi 16.00-18.00 c.t.
Raum: L 1.210
Beginn: 04.04.2012
Module:
Geschichte: LHRG B2-V, GymGes alt B3-III / 5-V, GymGes neu Modul B3-II/III / 5-III/V, BA-HRG B2-III, BA-GymGes B3-II, Zwei-Fach-BA v1 B2-III, Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / 3-III, Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-II / 3-I/II/III, BA-Hist. Modul B3-III / 4-I/II
Im Jahr 1919 gründete Walter Gropius das Bauhaus in Weimar. Gropius’ Anliegen war, eine neue Einheit von Handwerk, Kunst und Technik zu erreichen, die dann die Bedingung für ein Gesamtkunstwerk ermöglichen sollte. Für die Realisierung seiner Idee gründete er eine interdisziplinär arbeitende und international ausgerichtete Schule, an der eine Kombination aus Forschung, Lehre und Praxis im Fokus stand. Im Seminar interessieren uns dann vor allem die Architektur der drei Direktoren Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe, die Objekte von Wilhelm Wagenfeld und Marcel Breuer, die Malereien von Johannes Itten, Paul Klee, Lyonel Feininger und Wassily Kandinsky sowie die Fotografien von László Moholy-Nagy und Erich Consemüller.
Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren des Seminars sind die aktive Mitarbeit und die Übernahme eines Referats.
Literatur:
Droste, Magdalena: Bauhaus 1919 - 1933. - Orig.-Ausg., Köln 1998 (MQ9781)
Droste, Magdalena: Experiment Bauhaus, Berlin 1988 (KDR1128)
Fiedler, Jeannine: Bauhaus, Köln 1999 (KDJ1762)
Wick, Rainer K.: Bauhaus - Kunstschule der Moderne, Ostfildern 2000 (KDJ1746).
HS: „Zeitgenössische Kunst“
„Contemporary Art“
Veranstaltungsnummer: L.068.14640
Do 14.00-16.00 c.t.
Raum: O 1.224
Beginn: 05.04.2012
Module:
Geschichte: Zwei-Fach-BA v1 Modul A1-I/II/III / 2-I/II/III / 3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v2 Modul A1-I/II/III / 2-I/II/III / 3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v3 Modul A1-I/II/III / 2-I/II/III / 3-I/II/III; BA-Hist. Modul A2-I/II/III / 3-I/II / 4-I / 5-I/II
In diesem Seminar legen wir den Fokus auf die Kunst nach 1945. Uns interessieren die unterschiedlichen Kunstströmungen, die teilweise zeitgleich den Kunstmarkt beherrschten, sowie die gegenseitige Beeinflussung von amerikanischer und europäischer Kunst – abstrakter Expressionismus versus informelle Kunst, Pop-Art versus Nouveau Réalisme, Land Art versus Arte Povera. Ferner wollen wir wissen, wodurch sich die Minimal Art von der Concept Art unterscheidet oder Performances von Happenings unterscheiden.
Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren des Seminars sind die aktive Mitarbeit und die Übernahme eines Referats.
Literatur:
Walther, Ingo F.: Kunst des 20. Jahrhunderts, Köln 2005.
Reißer, Ulrich/Wolf, Norbert: Kunst-Epochen. 20. Jahrhundert II, Bd. 12, Stuttgart 2003.
Lehre Sommersemester 2012: Lehrbeauftragte
(Dr. Jan Carstensen, Dr. David Gropp)
HS/ Eü: „Momentaufnahmen. Die Geschichte der Fotografie als Phänomen und Dokumentationsform der Alltagskultur“
„Snapshots. The History of Photography and Everyday Life Phenomena“
Veranstaltungsnummer: L.068.14800
Blockveranstaltung:
Vorbesprechung: Mittwoch, 18.04.2012, 18-20 Uhr, Raum W 1.101
Fr/Sa 10.00-17.00 (11.05./12.05.2012)
Fr/Sa 10.00-17.00 (22.06./23.06.2011)
Abschlusspräsentation (Termin wird noch bekannt gegeben)
Raum: W 1.101
Beginn: 18.04.2012
Dozent: Dr. Jan Carstensen (Museumsleiter des LWL-Freilichtmuseums Detmold - Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde)
Module:
Geschichte: LHRG Modul A1-I/II/III; GymGes alt Modul A1-I/II/III / A3-I/II /III/IV/ 4-I/II/III/IV; GymGes neu Modul A1-I/II/III / A2-II/IV / 3-I/II/III/IV / 4-III/IV; BA-LHRG A1-I /2-I; BA-GymGes A1-I / 2-I; Zwei-Fach-BA v1 A1-II/III / 2-I/II/III; Zwei-Fach-BA v2 A1-II/III / 2-I/II/III; Zwei-Fach-BA v3 A1-I/II / 2-I/II/III; BA-Hist. Modul A4-III; MA-Hist. Modul B8-I/III / 9-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II; MA-Kulturerbe Modul B2 / VM 4/5/6/7
Was bedeutet die Fotografie für die Erforschung und Dokumentation der Alltagskultur in kulturhistorischen Museen? Am Beispiel des LWL-Freilichtmuseums Detmold in seiner Funktion als Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde bietet die Veranstaltung einen allgemeinen Einblick in museale und historische Fotografie. Zu einzelnen Fragen der Sammlung und zu kulturhistorischen Themen werden praktische Übungen durchgeführt, die den Teilnehmenden ermöglichen, kulturwissenschaftliche Techniken der museologisch-wissenschaftlichen Forschung und Dokumentation kennenzulernen. Die Bedeutung der Fotografie im praktischen und wissenschaftlichen Kontext wird durch systematische Referate sowie praktische Felderforschung erläutert. Den Teilnehmenden soll die Funktion der Fotografie zur Erhaltung des materiellen und immateriellen Kulturerbes deutlich werden.
Literatur:
Carstensen, Jan: Martin Rosswog, Fotograf. In: FREILICHTmagazin (Heft 1) 2006, S. 87-99.
Carstensen, Jan: Im Fokus – Bilder vom Menschen. In: FREILICHTmagazin (Heft 5) 2011, S. 18-21.
Carstensen, Jan: „Starke Männer“ Making of. In: FREILICHTmagazin (Heft 5) 2011, S. 34-39.
Carstensen, Jan: Amateur kontra Profi? Zum Forschungsprojekt „Fotografiegeschichte“ im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold am Beispiel des Großbauern Ewald Schulze Brexel aus Wadersloh/Westfalen (1877-1922). In: Fotografien vom Alltag – Fotografieren im Alltag. Tagung der Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde und der Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin vom 15. bis 17. November 2002. Berlin 2004, S. 95-115.
Eggert, Alexander: „Bitte recht freundlich!“ Das Fotoporträt. In: FREILICHTmagazin (Heft 5) 2011, S. 22-34.
HS/ EÜ : „Kulturrecht“
„Cultural Policy“
Veranstaltungsnummer: L.068.14830
Blockveranstaltung:
Fr/Sa 10.00-18.00 (20.04./21.04.2012)
Fr/Sa 10.00-18.00 (18.05./19.05.2012)
Raum: W 1.101
Beginn: 21.04.2012
Dozent: Prof. Dr. Jörn Axel Kämmerer, Dr. Christian Ernst (Bucerius Law School, Hamburg)
Module:
Geschichte: LHRG A1-II, GymGes alt Modul A1-II/III / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, GymGes neu Modul A1-II/III / 2-III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, MA-Hist. Modul B8-I/III / 9-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II, MA-Kulturerbe Modul B3 / Vertiefungsmodul 8
Der Streit um den Bau der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal führte nicht nur zur Aberkennung des Welterbe-Status durch die UNESCO, die damit zum zweiten Mal in ihrer Geschichte ein Gebiet von der Liste der Stätten des Welterbes strich, sondern rückte den Schutz kulturell bedeutender Gebiete, Einrichtungen und Güter auch in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Sowohl auf völker- und europarechtlicher Ebene als auch im nationalen Recht finden sich einerseits besondere Normen zum Schutz von Kultur und kulturellen Gütern, andererseits sind auch kulturelle Einrichtungen rechtlichen Beschränkungen und vor allem kulturelle Waren und Dienstleistungen den Mechanismen eines weitgehend liberalisierten Marktes unterworfen.
Ziel der Vorlesung ist es, in einer ersten Schwerpunkteinheit den Kulturschutz und kulturrelevante Normen auf nationaler Ebene zu erarbeiten, wobei neben öffentlich-rechtlichen Normen im Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kunstfreiheit, Baurecht, Denkmalschutz u.a.) auch privatrechtliche kulturrelevante Rechtsgebiete wie der Schutz von Immaterialgüterrechten, rechtliche Regelungen zur Rückführung von Kunstwerken, das Recht des Kunsthandels sowie das Stiftungsrecht behandelt werden.
Eine zweite Einheit befasst sich mit den internationalen Rahmenbedingungen für den Schutz der Kultur durch internationale Abkommen und Verträge in Kriegs- und Friedenszeiten. Schwerpunkte sind hierbei das Regelwerk der UNESCO, der internationale Kulturgüterschutz sowie kulturrelevante Normen des europäischen Primär- und Sekundärrechts.
Literatur:
Scheytt, Oliver, Kommunales Kulturrecht. Kultureinrichtungen, Kulturförderung und Kulturveranstaltungen, Nomos 2008.
Hoeren, Thomas/Holznagel, Bernd/Ernstschneider, Thomas (Hrsg.), Handbuch Kunst und Recht, Lang 2008.
Schack, Heimo/Schmidt, Karsten (Hrsg.), Rechtsfragen der internationalen Museumspraxis. Kunstrechtssymposium in der Bucerius Law School am 21. und 22. Oktober 2005, Heymanns 2006.
Schack, Heimo, Kunst und Recht: Bildende Kunst, Architektur, Design und Fotografie im deutschen und internationalen Recht, Heymanns 2004.
Weller, Matthias/Kemle, Nicolai u.a. (Hrsg.): Des Künstlers Rechte - die Kunst des Rechts. Tagungsband des Ersten Heidelberger Kunstrechtstags am 8. September 2007 in Heidelberg, Nomos 2008.
HS/ EÜ : „Museum und Denkmalpflege. Zwei Disziplinen der Kunstgeschichte, die sich ergänzen?“
„Museum and preservation of monuments. Two complementary disciplines of art history?“
Veranstaltungsnummer: L.068.14810
Blockveranstaltung:
Vorbesprechung: Do, 26.04.2012, 18.00-20.00 Uhr, Raum W1.101
Fr/Sa 10.00-18.00 (08.06./09.06.2012)
Fr/Sa 10.00-18.00 (22.06./23.06.2012)
Raum: W 1.101
Beginn: 26.04.2012
Dozent: Dr. David Gropp (Wissenschaftlicher Referent am LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen, Münster)
Module:
Geschichte: GymGes alt Modul A1-II/III / A3-I/II /III/IV / 4-I/II/III/IV; GymGes neu Modul A1- II/III / 2-III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV; MA-Hist. Modul B8-I/III / 9-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II; MA-Kulturerbe Modul B2 / VM 4/8
Die Geschichte der Denkmalpflege zeigt sowohl im 19. Jahrhundert als auch am Anfang des 20. Jahrhunderts Parallelen zur Sammlungsgeschichte von Museen; diese sollen herausgearbeitet werden.
Gemeinsam ist Museum und Denkmalpflege weiterhin ein von der Gesellschaft übertragener konservatorischer Auftrag. Übereinstimmungen und Unterschiede bei der Erfüllung dieses Auftrages werden hier thematisiert.
Schließlich gelten Museumsnutzungen in Baudenkmalen allgemeinhin als besonders wünschenswert und denkmalverträglich. Anhand von westfälischen Beispielen soll diese Vorstellung überprüft werden.
In der Einführungsveranstaltung wird ein Überblick über das Thema gegeben und Referatsthemen verteilt. Das Seminar dient der gemeinsamen Erarbeitung des Themas. Eine Exkursion soll dazu dienen, die erarbeiteten Erkenntnisse an ausgesuchten Beispielen zu vertiefen.
Mit eintägiger Exkursion.
Literatur:
Gisela Weiß, Sinnstiftung in der Provinz. Westfälische Museen im Kaiserreich, Paderborn/München/Wien/Zürich 2005.
Europäisches Haus der Stadtkultur e.V./LWL/LVR (Hg.), Vom Nutzen des Umnutzens, Bönen 2009.
Holger Reimers/Jürgen Scheffler (Hg.) Das Hexenbürgermeisterhaus Lemgo. Bürgerhaus- Baudenkmal-Museum, Bielefeld 2005.
Regina Fritsch/Jürgen Scheffler (Hg.), Karl Junker und das Junkerhaus. Beiträge des Symposiums vom 21. März 1998, Bielefeld 2000.
Carolin Mischer, Das Junkerhaus in Lemgo und der Künstler Karl Junker. Künstlerisches Manifest oder Außenseiterkunst?, Köln 2011.
Fred Kaspar/Laurenz Sandmann, Westfälische Kunststätten, Heft 94, Der Zuckertimpen – bei Schulze Zumloh am Osttor. Eine Gasse am Rande der Altstadt Warendorf, Greven 2002.
Dagmar Kift, Musterzeche Zollern II/IV. Museum für Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus, Essen 1999.
Rouven Lotz, Der Hagener Hohenhof. Das Landhaus für Karl Ernst Osthaus von Henry van de Velde, Hagen 2009.
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