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Willkommen am Belgienzentrum (BELZ)

Belgien mit seinen Regionen und Gemeinschaften gilt als Laboratorium Europas. Viele der Widersprüche und Konflikte trägt es im Kleinen in sich und hat dabei immer wieder Wege gewiesen, den Zusammenhalt in aller Vielfalt zu bewahren. Zugleich kreuzen sich hier seit Jahrhunderten die Lebensadern Europas, wie Belgiens aktuelle Bedeutung für die Europäische Union beweist. Ein wichtiger Partner für Deutschland und insbesondere für Nordrhein-Westfalen, ist es dennoch für viele ein wenig bekannter Nachbar.

Belgiens besondere Verfasstheit, sein Umgang mit der eigenen Vielfalt und die Vielfalt seiner Kultur vor einem weiten, aktuellen und historischen Horizont zu erforschen und bekannt zu machen, das sind die Anliegen des Belgienzentrums. Umgesetzt werden sollen sie in enger Kooperation mit belgischen Wissenschaftlern und Institutionen und im Austausch mit Partnern aus der Universität, der Stadt Paderborn und der Wirtschaft der Region. Nicht zuletzt durch die Präsenz von belgischen und internationalen Wissenschaftlern, aber auch Künstlern will das Belgienzentrum die Reflektion über die Geschichte und Kultur Belgiens fördern und den Sinn für seine Vielfalt in Wort, Musik, Theater, Tanz, Literatur und Kino schärfen.

 

 

BELZ on tour

Möchten Sie über Aktivitäten des BELZ außerhalb der Universität Paderborn stets informiert sein? Unter "BELZ on tour" finden Sie Berichte unserer Mitarbeitenden.

Link zu "BELZ on tour"

 

 

Einladung zur Lesung von Jacques De Decker und Stéphane Lambert am 27.06.2018

Kennen Sie zeitgenössische belgische Literatur? Dann haben Sie die Möglichkeit, am 27.06.2018 zwei bekannte und brandaktuelle Autoren kennenzulernen. Jacques De Decker und Stéphane Lambert besuchen auf ihrer diesjährigen Deutschlandtournee nach Köln und Düsseldorf auch Paderborn und lesen Auszüge aus ihren Romanen, welche nun aktuell in deutscher Sprache erschienen sind.

Jacques De Decker (*1945) ist ständiger Sekretär der Académie royale de langue et de littérature françaises de Belgique und entwirft mit seinem Roman Riesenrad (Original: La grande roue, 1985) ein facettenreiches Bild der Stadt Brüssel, während Stéphane Lambert (*1974), Romancier, Poet und Essayist, mit Die Farben der Nacht (Original: Les Couleurs de la nuit, 2010) uns in ein Labyrinth einer schmerzhaften Erfahrung wandeln lässt.

Die Lesung in Paderborn findet am 27.06.2018 im Deelenhaus (Krämerstraße 8-10, 33098 Paderborn) statt. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr.

Diese Veranstaltung wird durch die Vertretung von Ostbelgien, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Berlin sowie vom Belgienzentrum am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Romanistik der RWTH Aachen organisiert. Weitere Informationen entnehmen Sie folgendem Flyer.



Der zweite Belgientag – ein Rückblick

S.E. Ghislain D'hoop (Botschafter des Königreichs Belgien in Berlin) während seines Vortrags "NEXUS: Belgien und seine Nachbarn". Foto: (c) J. Brandes
Ton Lansink (Generalkonsul des Königreichs der Niederlande) während seines Vortrags "Belgien und die Niederlande". Foto: (c) J.-L. Soriano Hernandez
Diskussion über Wechselbeziehungen zwischen Belgien und seinen Nachbarn: (v.l.n.r.) Dirk Rochtus, Geert van Istendael, Luc Devoldere, Walter Moens. Foto: (c) J.-L. Soriano Hernandez
Im Vordergrund: die Museumskoffer von Marie Weyrich und Anna Kaup. Im Hintergrund: einige der Poster des Wettbewerbs, Foto: (c) J. Brandes
Resul Karaca (r.) mit den Studierenden der Universität Paderborn und der Université catholique de Louvain, die am Posterwettbewerb und Museumskofferprojekt mitgewirkt haben. Foto: (c) J. Brandes
"König Lindwurm oder Wie schreibt man einen Brief?" des AGORA-Theaters im Stadtcampus Paderborn. Foto: (c) J.-L. Soriano Hernandez

Am 15.05.2018 wurde an der Universität Paderborn der zweite Belgientag des BELZ ausgerichtet. Mit dem Motto "Belgien und seine Nachbarn" wurde an die Thematik des ersten Belgientags am 09.05.2017, "Belgien und Europa", angeknüpft, wobei nun der Fokus auf die Beziehungen Belgiens zu seinen unmittelbaren Nachbarn lag. Die Veranstaltung begann laut Programm um 10.30 Uhr im Hörsaal Q 0.101 und wurde durch Grußworte von Prof. Dr. Birgit Riegraf (Präsidentin der Universität), Koen Haverbeke (Generaldelegierter der Regierung Flanderns), Alexander Homann (Vertreter von Ostbelgien, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie) sowie von Prof. Dr. Sabine Schmitz und Prof. Dr. Hermann Kamp (Vorstand des BELZ) eröffnet.

Eine inhaltliche Einleitung hatte S.E. Ghislain D'hoop (Botschafter des Königreichs Belgien in Berlin) in seinem Vortrag "NEXUS: Belgien und seine Nachbarn" gegeben, bevor durch Ton Lansink (Generalkonsul des Königreichs der Niederlande) speziell die belgisch-niederländischen Beziehungen betrachtet wurden. Wichtig war hierbei nicht nur der historische Kontext, auch aktuelle Perspektiven für eine nachbarschaftliche Zusammenarbeit sollten aufgezeigt werden. In einer Diskussion zu den Wechselbeziehungen zwischen Belgien und seinen Nachbarn mit Luc Devoldere, Geert van Istendael und Dirk Rochtus, die Walter Moens kenntnisreich moderierte, wurde die Thematik noch weiter vertieft. Insgesamt waren zu den obigen Programmpunkten viele externe Gäste sowie Angehörige der Universität Paderborn der Einladung gefolgt, um in einen anregenden Gedankenaustausch mit den Diskutanten und ihrem Moderator zu treten.

In der Mittagspause servierten die Mensa, die Mensula und die neue Cafébar "Nova Vista" der Universität belgische Spezialitäten. Die Nachfrage an boulets à la liégeoise in der Mensa war so groß, dass sie nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Belgische Fritten und belgischer Cidre standen ebenfalls auf der Speisekarte. Aus der Cafébar "Nova Vista" lockte zudem auch der Duft warmer Waffeln à la liégeoise.

Um 14.15 Uhr wurde das Programm des Belgientags im Foyer des Q-Gebäudes fortgesetzt. Hierbei wurde das deutsch-belgische Museumskofferprojekt vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit dem Museum der Belgischen Streitkräfte in Soest, der Université catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve ermöglicht wurde. Anna Kaup und Marie Weyrich stellten eigene Museums- bzw. Themenkoffer vor.
In dem Projekt erstellen Studierende der Universität Paderborn und der Université catholique de Louvain gemeinsam Museumskoffer zu Themen der belgischen Geschichte seit dem Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Die in den Seminaren erstellten Museumskoffer werden an verschiedenen Standorten in Deutschland und Belgiens ausgestellt werden. Ein informativer Beitrag hierzu erfolgte zudem am 17.05.2018 in der Lokalzeit des WDR Bielefeld. Anschließend wurde ein von Resul Karaca moderierter Posterwettbewerb ausgerichtet. Dieses Jahr sind sieben Poster von Paderborner Studierenden zu verschiedenen Themen entstanden, die sich in erster Linie im Umfeld des Museumskofferprojekt angesiedelt waren, insbesondere die Zeit der Stationierung der belgische Streitkräfte in Nordrhein-Westfalen war Gegenstand von mehreren Postern. Die drei besten Poster wurden mit einem Preisgeld honoriert.

Nach dem Wettbewerb fand der Comicworkshop "Paderborn s'invite à Melvile" statt, bei dem Studierende Einblicke in die Gestaltung eines Comics bekamen und selbst kreativ werden durften. Leider hatte der eingeladene Comiczeichner Romain Renard kurzfristig absagen müssen, doch dank des Engagements von Marie Weyrich sowie der Französischlektorinnen Amélie Charvet und Élise Rynkowski konnte der Workshop erfolgreich durchgeführt werden.

Der letzte Programmpunkt fand schließlich im Stadtcampus statt, den der AStA der Universität Paderborn dem BELZ zur Verfügung gestellt hatte. Das AGORA-Theater aus St.-Vith (Ostbelgien) führte das Stück "König Lindwurm oder Wie schreibt man einen Brief" in deutscher Sprache auf. Auch diese Veranstaltung wurde gut besucht und es bedurfte nicht einmal einer großen Bühne, um das Publikum zu begeistern. Mit Humor, Raffinesse und Kreativität konnte das AGORA-Theater mit dem innovativen Märchen um einen Lindwurmprinzen nicht nur die anwesenden Kinder begeistern, sondern auch die Erwachsenen erfolgreich unterhalten. Nach dem Stück konnten die Gäste den Belgientag bei einem Buffet mit belgischem Cidre und Spezialitäten, das von der belgischen Botschaft ausgerichtet wurde, gemütlich ausklingen lassen.

Das BELZ blickt insgesamt auf einen erfolgreichen und unvergesslichen Belgientag zurück und dankt an dieser Stelle der Botschaft des Königreichs Belgiens, die Regierung Flandern, Ostbelgien, die Föderation Wallonie-Brüssel und die Wallonie sowie all unseren KooperationspartnerInnen und Gästen aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg, aber auch der Universität Paderborn mit dem Studierendenwerk, dem AStA, allen Mitarbeitenden, Studierenden und Gästen für ihre Unterstützung.



Museumskofferprojekt im Sommersemester 2018

Im Sommersemester 2018 haben Prof. Sabine Schmitz und Marie Weyrich an der Universität Paderborn ein einzigartiges Projekt ins Leben gerufen. Das Museumskofferprojekt bietet den Studierenden der Universität Paderborn sowie der Université catholique de Louvain (UCL) in Belgien die Möglichkeit, Museumskoffer zu erstellen, welche anschaulich die Geschichte des Königreichs Belgien vermitteln. In entsprechenden Seminaren von Prof. Sabine Schmitz und Frau Weyrich werden die Paderborner Studierenden hierzu auch theoretisch vorbereitet. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Dr. Geneviève Warland von der UCL, dem Institut für Kunst/Musik/Textil der Universität Paderborn (Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender, Claudia Nießen), dem Museum der belgischen Streitkräfte in Soest (Burkhard Schnettler) und dem C²DH der Universität Luxemburg (Dr. Christoph Brüll). Erste Ergebnisse werden im Rahmen des zweiten Belgientags des BELZ am 15.05.2018 vorgestellt. Weitere Informationen können Sie dem Flyer (s.u.) entnehmen.

Informationen zum Museumskofferprojekt (PDF)



Vielfalt macht stark!
Diversiteit maakt sterk!
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Veranstaltungen
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Kontakt

Universität Paderborn
Fakultät für Kulturwissenschaften
Belgienzentrum/BELZ
Warburger Straße 100
D-33098 Paderborn

Raum: H 2.247
Tel.: +49 (0) 5251 60 2885
E-Mail: belz[at]uni-paderborn.de

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