Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Info-Icon This content is only available in German
Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Foto Lisa Kuntze-Fechner. Show image information
Treppenaufgang Silogebäude Foto: S. Henning Show image information
Schloss Corvey, karolingische Wandmalereifragmente Foto: R. Wakup. Show image information
Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Foto Lisa Kuntze-Fechner. Show image information
Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Foto Lisa Kuntze-Fechner. Show image information

Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Foto Lisa Kuntze-Fechner.

Treppenaufgang Silogebäude Foto: S. Henning

Schloss Corvey, karolingische Wandmalereifragmente Foto: R. Wakup.

Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Foto Lisa Kuntze-Fechner.

Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Foto Lisa Kuntze-Fechner.

Förderung und Preise

Dr. Käthe Sander-Wietfeld Förderpreis des Kunstvereins und der Universität Paderborn

Alle zwei Jahre verleiht der Kunstverein Paderborn e. V. im Wechsel zum einen in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn den Dr.-Käthe-Sander-Wietfeld-Förderpreis an Kunststudentinnen oder -studenten, zum anderen in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Paderborn den Kunstpreis an Künstler oder Künstlerinnen, die das Bild Paderborns maßgeblich prägen und nach außen tragen.

http://kunstverein-paderborn.de/dr-kaethe-sander-wietfeld-foerderpreis/

Molino-Winkler-Stipendium

Jährlich können drei bis sechs Studierende, die von jeweils einem Dozenten der Fächer Kunst und Textilgestaltung der Universität Paderborn ausgewählt werden, Preis und Aufenthalt in einem Atelierhaus in den Andalusischen Bergen zwischen Málaga und Granada, wahrnehmen.

Bewerbungsmappe SS 2018 bitte bei Frau Scheffner (Sekretariat) abgeben. Letzter Abgabetermin: Mi., 31.01.2018

Was muss in der Mappe enthalten sein?!?

- Ein kurzer Lebenslauf mit Foto
- Einige Fotos euer Bilder/Objekte…
- Eure Vorstellungen, wie ihr die Molino nutzen könntet

Der Woldemar-Winkler-Preis

Der Preis wurde 1990 ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich an drei bis sechs Studierende vergeben, die von jeweils einem Dozenten der Fächer Kunst und Textilgestaltung der Universität Paderborn ausgewählt werden. Das Vorschlagsrecht wechselt jährlich unter den Dozierenden der Fächer.
Jeder Stipendiat erhält erstens freien Aufenthalt in der Molino, der sich im Zeitraum der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters über vier bis sechs Wochen erstreckt und zweitens erhalten drei Stipendiaten einen Geldpreis in Höhe von 750,- €, gestiftet von der Sparkasse Gütersloh. Dieser Betrag dient dazu, die Kosten für die Anreise, für das Material und für die Lebenshaltung zu bestreiten.
Der Aufenthalt in der Molino ermöglicht den Stipendiaten, in relativer Abgeschiedenheit und dementsprechender Ruhe eigene künstlerische Projekte weiter zu entwickeln und intensiv zu bearbeiten.
Die Region Andalusien mit ihrer maurischen Vergangenheit, den städtebaulichen und architektonischen Spuren aus dieser Zeit, die Landschaft zwischen Meer und Hochgebirge wie auch die Mühle selbst bieten im Zusammenhang mit künstlerischer Arbeit vielfältige Anregungen und Möglichkeiten ästhetische Auseinandersetzungen voranzutreiben.

DIE MOLINO WINKLER

Seit 1977 befindet sich die Mühle im Besitz des Gütersloher Künstlers Woldemar Winkler und seiner Familie. Er renovierte sie und nutzte sie bis 1997 als Atelier. Schon seit 1990 stellt die Familie Winkler die Molino Studierenden zur Verfügung und hat vor Ort Workshops mit Studierenden abgehalten. Seit Anfang 1998 hat die Universität Paderborn die Molino gemietet und stellt sie den Stipendiaten, ausgezeichneten Studierenden und Exkursionsgruppen verschiedener Fächer zur Verfügung.
Herr Winkler war der Universität Paderborn durch mehrere Lehraufträge im Fach Kunst verbunden und erhielt 1992 eine Honorarprofessur.
Die Molino ist eine alte Wassermühle aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs. Sie liegt circa zwanzig Kilometer von der Costa del sol, in den Bergen Andalusiens in der Nähe des Dorfes Archez, in einem Bachtal. Dieses „typische“ andalusische Bergdorf, maurischen Ursprungs, mit seinen etwa 500 Einwohnern liegt inmitten einer von Terrassenbau geprägten Kulturlandschaft, in der auf kleinsten Flächen Wein, Oliven, Orangen, Avocados und verschiedenste Gemüsearten kultiviert werden.
Im Archez findet man alle wichtigen Institutionen des dörflichen Lebens. Vom Lebensmittelladen über das Tabakgeschäft, in dem auch Unerwartetes vorhanden ist, bis zum wöchentlichen Besuch des Fischverkäufers der Küste, erscheint alles mit der dazugehörigen Geruhsamkeit des spanischen Südens.
Mittlerweile dringt aber auch der Tourismus in die Bergregion nahe der Küste ein und die Anwesenheit von Fremden beginnt das Leben zu verändern. Von dieser Veränderung schon eingenommen zeigt sich das acht Kilometer entfernt im Vorgebirge liegende Competa. Hier findet man eine größere Anzahl von Geschäften, Supermärkten, Restaurants und Hotels.
Um an die Küste oder nach Competa zu gelangen kann man die regelmäßig verkehrende Buslinie benutzen. Es bietet sich allerdings an, so man nicht mit dem eigenen Fahrzeug angereist ist, sich einen Leihwagen zu mieten, mit dem man ungleich mobiler und unabhängiger ist.
In den Bergen um Archez herrscht ein mildes Mittelmeerklima. In den Sommermonaten, Juli, August und September ist es im Allgemeinen sehr heiß. Im Herbst und Frühling, Oktober bis Mitte März, ist die Wetterlage zumeist angenehm sonnig. Zudem besitzt die Mühle durch ihre Lage und den Alten Baumbestand auf den Terrassen ein äußerst günstiges Mikroklima, das von der Hitze des Tages im Hochsommer wenig merken lässt. So kann man sich auch zu dieser Zeit während des Tages draußen aufhalten und arbeiten.
Zum Meer, in eines der größten Zentren des Badetourismus, Torre del Mar, fährt man im allgemeinen eine halbe Stunde die gut befahrbare Serpentinenstraße herab. Eine solche Fahrt bietet sich an um groß und günstig Lebensmittel einzukaufen. Von dort gelangt man über die 1997 gebaute Autobahn sehr schnell nach Malaga, in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Als Ausflugsziele bieten sich unter anderem die Städte Cordoba, Sevilla oder Ronda an.
Eine weitere Stadt, die man unbedingt besuchen sollte ist Granada. Die Paläste der maurischen Alhambra sollte man sich einen zumindest zweitägigen Ausflug wert sein lassen. So man noch mehr Zeit investieren möchte kann man des weiteren Gibraltar und Marokko oder auch Madrid einen Besuch abstatten.
Die Wege von Paderborn nach Archez zur Molino sind vielgestaltig. Zum einen kann man mit dem eigenen Pkw anreisen. Die Strecke beträgt je nach Route zwischen 2400 und 2700 Kilometern. Es empfiehlt sich die Route über Belgien, dann weiter an Paris vorbei Richtung Bilbao einzuschlagen und Madrid zur rechten den Weg weiter durchs Inland auf Malaga zu, zu nehmen. Ein paar Kilometer mehr. Dem stehen aber gegenüber die geringeren Mautgebühren, in Frankreich und eine Menge an Landschaftseindrücken.
Die oft frequentierte Autobahn über Mulhouse, Besançon, Lyon, Perpignon und dann an der gesamten spanische Küste herunter ist gerade in Frankreich durch die hohen Mautgebühren sehr teuer. Möchte man aber doch über Lyon fahren, so sollte man über Koblenz und Luxemburg, Richtung Metz, Nancy in den Süden Frankreichs steuern. Es entsteht so die Möglichkeit kurz hinter der französisch-spanischen Grenze einen Abstecher nach Figuerres zu machen, wo ein Besuch im schon an der Autobahn angekündigten Dali-Museum lohnt.
Wenn mehrere Personen in einem Auto den Führerschein besitzen, lässt sich die Strecke gut in zwei Tagen bewältigen. Möchte man lieber nur kürzere Tagesetappen fahren, so kann man in Frankreich günstig in den Formula One Motels übernachten. Ist man mit Zelt unterwegs, finden sich in der Nähe der Autobahn, schnell Campingplätze. Will man nur kurz während einer Rast schlafen, nimmt man eine Unterlage und legt sich, auf der Route in Spanien durchaus üblich, neben sein Fahrzeug.
Mit dem Flugzeug reist man unkomplizierter in gut 4 Stunden von Paderborn-Lippstadt nach Malaga. Von dort dann mit Mietwagen, Bus oder auch Taxi, das in Spanien gar nicht so teuer ist, nach Archez.

Kleine Führung durch das Grundstück und die Gebäude der Molino
Hat man den Bach bei Niedrigwasser trockenen Fußes überquert, gelangt man vor die untere von einer Mauer umgebene große Sonnenterrasse. Hier führen drei Stufen durch ein weinüberwachsenes Tor auf einen ersten kleinen Innenhof, von dem aus man in das untere Appartement mit zwei Räumen, einer Küche und Duschbad und WC und in die Kellerräume des großen Mühlenhauses gelangt. Weitere Stufen empor befindet man sich auf einer durch einen hohen Walnussbaum überschatteten Terrasse, an die sich das kleinere Gebäude anschließt. Man betritt es durch eine doppelflügige türkis-blaue Holztür und steht in einem länglichen Atelierraum. Linker Hand schließt sich eine Nische mit Kamin an. Hält man sich links, so geht man auf eine schmale Tür zu, die in einen Küchenraum führt. Hier befindet sich eine hölzerne Treppe, über die man auf die Empore über dem Kaminraum gelangt und ins Atelier schauen kann. Steigt man die Treppe wieder herunter, erblickt man eine weitere schmale Tür, hinter der noch ein Schlafraum und ein kleines Duschbad mit WC liegen. Denselben Weg zurück erscheint man wieder vor dem Haus im kühlen Schatten des großen Walnussbaumes. Geht man nun rechts weiter, bilden die beiden Gebäude einen engen Durchgang. Durch ihn gelangt man zum Eingang in die obere Etage des Mühlenhauses. Die alte hölzerne Flügeltür aufgezogen. betritt man einen sehr großen Raum. Links führen zwei Stufen zu einem gemauerten Rundbogen hinter dem ein runder Raum liegt, der früher als großer Backofen diente und der sich gut als Schlafgehäuse eignet. Rechts teilt ein Mauervorsprung den Raum. Hinter diesem, an einer Sitzgruppe vorbei gelangt man in den WC-Bereich. Dusche, Waschbecken und WC sind baulich voneinander abgetrennt.
Bewegt man sich gleich weiter nach rechts, so steht man in der Küche des oberen Gebäudes.
Von hier führt eine Tür nach draußen, zum alten Mühlstuhl. Ein unüberdachter Raum, der sich auch als Atelierraum nutzen lässt. Geht man aus der Küche nach rechts oben die Treppe herauf, so gelangt man auf die größte Terrasse.
Am Anfang noch von einem Feigenbaum überschattet, weitet sie sich über die gesamte Breite des Grundstücks vom Gebäude weg, nach hinten bis zu einer Mauer. Über diese Terrasse führt der Weg wieder zurück durch den Engpass der Häuser auf die untere „Walnuss-Terrasse“, und von dort vor das Eingangstor. Steht man vor diesem Tor, so gelangt man durch einen Freiraum in der Steinmauer, rechts, auf die untere Terrasse vor das Mühlenhaus. Hier befindet sich ein weiterer Eingang in das oben beschriebene Appartement. Ein länglicher Raum mit Kamin, dahinter knickt der Raum nach rechts ab und wird zur Küche. Geradeaus gelangt man durch eine Tür  in ein Badezimmer mit Dusche und WC.

Nutzung der Molino Winkler

Die Vergabe des Stipendiums „Woldemar Winkler Preis“ der Sparkasse Gütersloh hat mittlerweile eine gewisse Tradition in den Fächern erlangt.
Seit 1998 ist die Mühle nun von der Universität Paderborn angemietet. Bis zum April 1999 wurde die Molino gründlich renoviert. Alle Gebäude stehen jetzt zur Nutzung bereit.
Die Ergebnisse der künstlerischen Tätigkeit, welche während der Aufenthalte entstanden sind, zeigen deutlich, wie fruchtbar die Situation der Molino für alle Projekte gewesen ist. Ein Arbeiten ohne von äußeren Zwängen eingeengt und bestimmt zu sein und das südliche Land mit seiner Lebenskultur eröffnet ein weites, neues Feld an Erfahrungswerten, die jedweder Arbeit zuträglich zu seien scheint.
In diesem Sinne kann man nur hoffen, das dieses Gebäude und die Tradition des „Woldemar-Winkler-Preis“ allen voran dem Institut Kunst, Musik, Textil aber auch anderen Fächern durch die Universität, die Sparkasse Gütersloh und die Familie Winkler lange erhalten bleibt.

Weitere Informationen zur Anmietung unter: http://groups.uni-paderborn.de/molinowinkler

The University for the Information Society