Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Arbeitsgebiete/ Forschungsschwerpunkte

Die Vernetzung künstlerisch-gestalterischer, kunstwissenschaftlicher und kunstpädagogischer Aspekte steht in den Forschungs- und Lehrvorhaben im Vordergrund.
Ich arbeite an verschiedenen Forschungsvorhaben, die an den Schnittstellen von Kunst und Pädagogik, skulpturalem Denken und Handeln, Artistic Research und künstlerischer Bildung angesiedelt sind.

Derzeitige Arbeitschwerpunkte

Entwicklung des plastischen und räumlichen Gestaltens bei Kindern und Jugendlichen
Überlegungen zur Entwicklung und zu den Ausdrucksformen bildnerischer Gestaltung von Kindern und Jugendlichen beschränken sich häufig auf die Kinderzeichnung. Mein besonderes Anliegen besteht darin, darüber hinaus auch die Bedeutung und Entwicklung plastischen und räumlichen Gestaltens bei Kindern und Jugendlichen zu erforschen.

Skulpturales Handeln – Skulptur Lehren
Anknüpfend an ein 2014 von mir herausgegebenes Kunst + Unterricht Heft, werden zurzeit weitere Felder bildhauerischer Lehrtätigkeit in einer Publikation zusammengetragen und als Grundlage für die Lehre im Bereich der Bildhauerei an Hochschulen und Schulen erkundet. Unter dem Titel „Skulptur lehren – Künstlerische, kunstwissenschaftliche und kunstpädagogische Perspektiven auf Skulptur im erweiterten Feld“ wurde in diesem Kontext 2016 eine interdisziplinäre Tagung konzipiert.

Theorien künstlerischer Praxis
Kunst lehren? Lehrangebote sind zu erforschen, in denen eigene künstlerische Tätigkeit initiiert und durch das Herstellen von Bezügen und Abgrenzungen zu historischen und zeitgenössischen Positionen der Plastik verortet wird. Erst aus der eigenen künstlerischen Praxis können didaktische Konzepte erwachsen.

Artistic Research – Künstlerische und Kunstpädagogische Forschung
Die künstlerische Praxis auf ihr Forschungspotential hin zu untersuchen und dabei die Verhältnisbestimmung von Wissenschaft und Kunst in den Blick zu rücken, bildet das Ziel dieses Forschungsprojektes.

Kunst und Material
Künstlerisches Handeln wird angeregt durch die Auseinandersetzung mit spezifischer Materialität. Die kulturelle Bedeutung und Symbolik von Materialien stellen den Bezugspunkt vieler Kunstwerke dar, ephemere, instabile, arme, triviale, alltägliche stehen neben traditionellen, ewigen, edlen, klassischen Materialien. Die Arbeit am Material entspricht einem Prozess, der selbst Werkcharakter erlangen kann. Experimenteller Umgang mit verschiedenen Werkstoffen führt zu verschiedenartigen künstlerischen Formfindungsprozessen. Die Ergebnisse der über mehrere Semester gemeinsam mit Prof. Dr. Sabiene Autsch durchgeführten SILOGESPRÄCHE zum Thema "MATERIAL UND KÜNSTLERISCHES HANDELN. Positionen und Perspektiven in der Gegenwartskunst" werden 2017 in einer Publikation im transcript-Verlag erscheinen.

Zur Bedeutung bildhauerischer Techniken – 3D Druck als Erweiterung des skulpturalen Methodenrepertoires
In ihrem künstlerischen Studium machen die Studierenden Erfahrungen in der künstlerischen Praxis und gewinnen dabei Einblicke in künstlerische Prozesse, künstlerische Strategien, Methoden, Verfahren und Techniken, um diese später in schulischen oder außerschulischen Kontexten adäquat vermitteln zu können und Zugänge zu Kunst zu eröffnen. Dabei erweitert sich das skulpturale Material und Methodenrepertoire beständig. Für die enge Kooperation mit den Werkstätten des DMRCs haben wir 2014 den Lehrpreis der Universität Paderborn gewonnen.

Raumdiskurse in kunstwissenschaftlichen und kunstpädagogischen Kontexten
Zu diesem Forschungsschwerpunkt wurden die SILOGESPRÄCHE vom SoSe 2008 an einige Semester lang durchgeführt: Ein interdisziplinär orientiertes Projekt, das aktuelle Forschungsdiskurse in Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Medienästhetik, Kunstpädagogik und Bildender Kunst zusammenführt und in die Lehre einbindet.

Ästhetische Grundlegung der Kunstpädagogik
Um zu einem differenzierten Bild- und Kunstbegriff zu gelangen, der für die Reflexion der eigenen künstlerischen Arbeit sowie für die spätere Arbeit als Kunstpädagogin oder Kunstpädagoge unabdingbar ist, stehen neben der bildnerischen Tätigkeit und der kunsthistorischen Auseinandersetzung mit Kunstwerken und anderen ästhetischen Phänomenen in meiner Forschung und Lehre die philosophischen Fragen danach, was, wie, wo oder wann Kunst ist bzw. sein kann, worin das Skulpturale besteht, welches Erkenntnispotential künstlerische Handlungen besitzen, welche Wege es gibt, anschauliches oder künstlerisches Denken auszubilden oder wie künstlerische Schaffensprozesse ablaufen.
Prozesse künstlerischer Forschung und Produktion besitzen dabei ein hohes Anregungspotential für Methoden forschenden Lernens, die während des Studiums zu entdecken und auszubilden sind.

Kunstpädagogik und Inklusion
Da die Künste dem differenten Denken und dem Blick auf das Andere, das Unbekannte und Ungewisse häufig nahe stehen, sind der Kunst und der sie betreffenden Kunstpädagogik Aspekte von Heterogenität und Inklusion immer schon vertraut. Zur Zeit existiert ein gemeinsames Herausgabeprojekt mit den Universitäten Flensburg (Prof. Dr. Manfred Blohm) und Osnabrück (Prof. Dr. Andreas Brenne) und mir zu einem Handbuch „Stichworte zur Inklusion. Inklusionsaspekte in den künstlerischen Fächern und der ästhetischen Bildung“. Im WS 2016/17 habe ich gemeinsam mit  Kolleg/innen aus der Theologie und Sonderpädagogik eine Ringvorlesung „irgendwie anders denken. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf beHinderung“ (Prof. Dr. Harald Schroeter Wittke, Prof. Dr. Désirée Laubenstein) konzipiert und ein angebundenes Seminar mit Prof. Dr. Rebekka Schmidt durchgeführt. Aus kunstpädagogischer Sicht liegt mein Interesse dabei insbesondere auf dem Gebrauch von Gebärde, Symbol und Bild als ästhetischen Kommunikationsformen jenseits von Laut- und Schriftsprache, die eigene Formen von Abstraktion verwenden und verschiedene Wahrnehmungsweisen erfordern.

 

 

Die Universität der Informationsgesellschaft