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Word Cloud of the Topics of Cognitive Psychology

Foto: Ingrid Scharlau

Illustration of salience research

Foto: Alexander Krüger

salience

Foto: Ingrid Scharlau

Abschlussarbeiten

Sie können bei mir Bachelor- und Masterarbeiten mit psychologischen Themen aus den Bereichen Motivation, Lernen, Gender, Digitalisierung oder (wissenschaftliches) Schreiben und Lesen verfassen.

Es handelt sich dabei um theoriebasierte qualitative Arbeiten oder reine Literaturarbeiten (auf Wunsch sind quantitative Arbeiten möglich).

Literaturarbeiten: Sie beantworten hier eine Frage literaturbasiert. Dazu müssen Sie vor allem empirische Originalarbeiten in deutscher und englischer Sprache lesen können.

Qualitative empirische Arbeiten: Sie nehmen hier direkt an der Forschung an meiner Professur teil. Eine Beispielfrage ist „Welche Vorstellungen verbinden Studierende mit wissenschaftlichem Schreiben, und wie passen diese Vorstellungen zu psychologischen Schreibtheorien?“ Ein mögliches anderes Thema ist die Analyse von Metaphern des Schreibens in Schreibratgebern (Schreiben als Handwerk, Schreiben als Kunst ...).

Vertrautheit mit qualitativen Methoden wie zum Beispiel der qualitativen Inhaltsanalyse ist eine gute Voraussetzung, kann aber während der Bachelor- oder Masterarbeit erworben werden. Bei dem zu analysierenden Material handelt es sich in der Regel um kurze schriftliche Texte, ggf. auch Interviewmaterial. Einen Teil davon kann ich zur Verfügung stellen, einen anderen Teil erheben Sie selbst.

Aktuelle Themen für empirische Bachelor- und Masterarbeiten

  • Metaphern des Schreibens in Schreibratgebern (vergeben)
  • Metaphern des Lesens in Schreibratgebern
  • Motiviere ich mich oder werde ich motiviert? Agency in Motivationsmetaphern Studierender
  • Eintauchen oder Konstruieren? Vorstellungen vom wissenschaftlichen Lesen

Für die Zeitplanung beachten Sie bitte, dass ich 8 Wochen benötige, um das Gutachten zu erstellen. Rechnen Sie also von dem Zeitpunkt, zu dem Sie die Eintragung Ihrer Note in PAUL benötigen, zunächst 8 Wochen rückwärts (= Abgabetermin). Von dort planen Sie Ihre eigene Arbeit rückwärts. Planen Sie bitte nicht knapp.

Voraussetzung für die Anmeldung Ihrer Arbeit ist, dass mir ein Exposé vorliegt. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Zur Unterstützung bei der Vorbereitung der Arbeiten bietet das Fach Psychologie Workshops zu 1) Literatursuche, 2) Fragestellung und 3) Exposé an. Diese finden Sie hier.

Arbeitschritte bei einer Abschlussarbeit

Entscheidung für ein Thema

Voraussetzung:  Überblickshafte Literaturkenntnis, z.B. aus vorherigen Veranstaltungen oder einer ersten Literatursuche

Produkt: Eine Themenbeschreibung von etwa einer halben Seite

Festlegung der Forschungsfrage

 

Voraussetzung: Umfangreiche Literatursuche in Fachdatenbanken (psyINFO, psycArticles, Psyndex)

Produkt: Eine konkret formulierte Fragestellung - oder mehrere, aus denen wir in einer Sprechstunde die geeignetste heraussuchen. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Eine gute Vorübung ist folgenden Satz zu ergänzen: „Ich untersuche ..., weil ich herausfinden möchte, ob/wie/warum/wer/..., und zwar um .... zu ...“. Also: ein Thema, ein Interesse und ein Ziel. Dies sind drei zentrale „moves“, mit denen Sie sich wie eine Forscherin bzw. ein Forscher verhalten.

Verfassen des Exposés

Genauere Information finden Sie hier.

In empirischen Arbeiten müssen Sie sich hier die jeweilige Methode gründlich erarbeiten. Sowohl bei empirischen als auch bei Literaturarbeiten müssen Sie die psychologischen Grundlagen Ihres Themas zumindest grob erarbeitet haben.

Voraussetzung: Einarbeitung in die Literatur 

Produkt: Exposé

Ggf. empirische Analyse

In diesem Schritt führen Sie die empirische Analyse durch. Nachdem Sie einen Teil des Materials erarbeitet haben, besprechen wir die Analyse in der Sprechstunde.

Voraussetzung: eigenständige qualitative Analyse des Materials

Produkt: z.B. Kodierleitfaden, Kategoriensystem, Metaphernliste, exemplarische Interpretation ...

Literaturhinweise

Booth, W. C., Colomb, G. G., Williams, J. M., Bizup, J. & FitzGerald, W. T. (2016). The craft of research (4. Aufl.). Chicago: Chicago University Press. Ein Buch, das eine Fundgrube für Einsichten in und über Forschung ist, auch wenn es sich nicht speziell an Psycholog_innen richtet. Es enthält eine gute Mischung aus konkreten Tipps und Hinweisen, die es erlauben, Forschungshandeln zu reflektieren und damit besser zu verstehen.

Rost, D. H. (2007). Interpretation und Bewertung pädagogisch-psychologischer Studien: Eine Einführung (2., überarb. und erweiterte Aufl.). Stuttgart: utb. Sehr hilfreich für die kritische Lektüre von Originalartikeln – und damit indirekt auch für die sorgfältige Planung der eigenen Arbeit. Stellenweise recht polemisch, aber immer gut begründet.

 

Sternberg, R. J. (2005). The psychologist’s companion: A guide to scientific writing for students and researchers. 4th ed. Cambridge: Cambridge University Press. In diesem hilfreichen Buch kommt alles vor, von der Literatursuche über verbreitete Fehler im wissenschaftlichen Englisch bis zu Fehlvorstellungen über psychologische Artikel. Einige Kapitel sind veraltet (z.B. Literatursuche, Erstellung von Grafiken, Nutzung des Internets), andere aber hilfreicher als die vergleichbaren Kapitel der Neuauflage von Sternberg und Sternberg (z.B. Schritte beim Schreiben von Texten, Tipps für besseres Schreiben).

Sternberg, R. J. & Sternberg, K. (2011). The psychologist’s companion: A guide to scientific writing for students and researchers. 5th ed. Cambridge: Cambridge University Press. Das Buch eckt dieselben Themen ab wie die vorherige Auflage. Angereichert ist es mit anekdotischen Erzählungen aus der wissenschaftlichen Biographie hauptsächlich des Erstautors, was auf Dauer etwas penetrant wirkt. Die Tipps sind stark auf das Studium an amerikanischen Colleges und Graduate Schools ausgerichtet und nur teilweise auf das deutsche System übertragbar. Die inzwischen verfügbare 6. Auflage ist noch etwas breiter im Anspruch (z.B. enthält sie Informationen zum Schreiben eines Posters und für Bewerbungsgespräche und Interviews mit Medien), und die Beispiele sowie APA-Richtlinien wurden aktualisiert. Zudem gibt es Reflexionshinweise und Aufgaben.

Sword, H. (2012). Stylish academic writing. Harvard: Harvard University Press. Geeignet für Personen, die gutes wissenschaftliches Englisch schreiben möchten oder sich für stilistische und rhetorische Merkmale psychologischer Texte interessieren. Zwar steht die Psychologie hier nicht allein im Fokus, Sword erklärt aber sehr anschaulich und verständlich das Besondere psychologischer Forschungsartikel, und sie zeigt, dass man beim Schreiben durchaus stilistische Freiräume hat.

Wolfsberger, J. (2007). frei geschrieben: Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Wien: Böhlau. Viele hilfreiche Anregungen und Erläute­rungen zum Schreibprozess. Das Buch ist persönlich, direkt und anschaulich geschrieben. Jedes Kapitel schließt mit einer Praxisübung ab, die sich leicht umsetzen lässt. Sie können auch eine neuere Ausgabe nutzen.

 

Und Schreiben ... ???

Schreiben ist kein einzelner Arbeitsschritt. Sie schreiben von der ersten Ideenfindung bis zur Interpretation stetig weiter. Planen Sie also in allen Phasen genügend Zeit ein, Ihre Ideen auszuformulieren, Literatur zusammenzufassen und Methoden und Ergebnisse zu beschreiben.

Planen Sie unbedingt auch Zeit für die inhaltliche und strukturelle Überarbeitung sowie die Endkorrektur ein.

Falls Sie Rückmeldung zu Fragen von Wissenschaftssprache/Stil und Gliederung haben, kommen Sie mit einem exemplarischen Textabschnitt oder einer Gliederung in meine Sprechstunde.

Formales

Für die Verwendung von Literatur sowie die Gliederung der Arbeit gelten die Richtlinien zur Manuskriptgestaltung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Die Arbeit wird nach dem Beispiel psychologischer Forschungsartikel gegliedert. Als Illustration für Gliederung, Argumentationsweise und Stil können Sie die folgenden Texte nutzen:

empirische Arbeit: deutsch Wegner, E. & Nückles, M. (2013). Kompetenzerwerb oder Enkulturation? Lehrende und ihre Metaphern des Lernens. Zeitschrift für  Hochschulentwicklung, 8 (1), 15-29. englisch: Wegner, E. & Nückles, M. (2015). From eating to discovering: How metaphors of learning change during students' enculturation. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 10, 145-166.

Literaturarbeit: Hofer, M. (2004). Schüler wollen für die Schule lernen, aber auch anderes tun. Theorien der Lernmotivation in der Pädagogischen Psychologie. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 18, 79-92.

 

 

 

Beispiele betreuter Abschlussarbeiten

  • Lerntagebuch und Selbstregulation
  • Analyse der in Schreibratgebern verwendeten Metaphern vom Schreiben
  • Schreibkompetenzen im Übergang Schule-Hochschule: Theoretischer Rahmen und Fördermaßnahmen
  • Zur Entwicklung der Lese- und Schreibkonzepte Studierender der Fachrichtungen Germanistik und Informatik: Eine Metaphernanalyse
  • Charakterdesign: Stereotype als Standard? Visuelle Stereotypisierung in digitalen Spiele
  • Gender und Spielpräferenzen: Zum Einfluss von Stereotypen auf die Entwicklung digitaler Spiele
  • Konzeption, Umsetzung und Evaluierung eines Serious Game in der Experimentalpsychologie
Informationen des Bereichs Kognitive Psychologie

Die Universität der Informationsgesellschaft