Wintersemester 2002 / 2003

Fernsehtheorien

Diskussion historischer und zeitgenössischer Ansätze und Forschungsrichtungen, die sich mit dem Fernsehen - von der Massenkommunikationsforschung bis zu cultural studies – auseinandersetzen.


Frauen und Film: Feministische Filmtheorie und Geschichte

Anhand der Entwicklung der 1974 von Helke Sander gegründeten Zeitschrift Frauen und Film – bis heute die einzige feministische Filmtheoriezeitschrift Europas – werden Entwicklungen innerhalb der feministischen Filmtheoriebildung – von soziologischen Ansätzen zu psychoanalytischen – ebenso verfolgt, wie der kulturelle Theorietransfer zwischen Frankreich, England, Amerika und Deutschland. Zunehmend wurden in Frauen und Film neben filmpolitischen Stellungnahmen und filmkritischen Kommentaren zum Hollywoodkino wie zum ‚Autorenfilm’ auch „Schlüsseltexte“ der anglo-amerikanischen Theorieproduktion in Übersetzung einem deutschen Publikum zugänglich gemacht. Wir werden die Texte selbst, sowie ihre Auswahl und Stellung im Rahmen feministischer Filmtheorie diskutieren.


Big Bad Wolves? Männlichkeit im Film

Erst in den 80er Jahren rückte nicht nur Weiblichkeit als inszenierte in den Blick der Theorie, sondern auch Männlichkeit: Von „Staging“, „Sceening“, „Unmasking“, „Dislocating“, „Fashioning“ und „Constructing“ (alle Begriffe Anfänge von Buchtiteln der 90er Jahre) Masculinity ist die Rede. Die theoretischen Ansätze zum filmästhetische Status von Männlichkeit als Konstruktion entwickelten sich einerseits innerhalb und andererseits als Antwort auf die feministische Filmtheorie. Sie reflektieren Konstruktionen von Männlichkeit im Verhältnis zu filmischer Narration, Blickstrategien, Starimages, Genre (Western Kriegsfilm, Komödie) und bieten kulturhistorische, soziologische und psychoanalytische Deutungsmuster.

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