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Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude Bildinformationen anzeigen
Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011) Bildinformationen anzeigen
Kupferstich von Matthäus Merian (1647) Bildinformationen anzeigen

Foto: CC BY SA Hans Weingartz/Wikicommons

Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude

Foto: Privat

Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011)

Foto: Privat

Kupferstich von Matthäus Merian (1647)

Foto: http://www.zeno.org - Contumax GmbH & Co. KG

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Dr. Martin Dröge

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Fakultät für Kulturwissenschaften > Historisches Institut > Neueste Geschichte

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Am Mittwoch, den 12. Juli 2017 fällt meine Sprechstunde aus.

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aktuelles Forschungsprojekt

Teufelsglauben, Höllenstrafen und Jenseitsvorsorge. Religiöse Angst und politische Kultur im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland

Das vorgesehene Forschungsprojekt will den Breitendiskurs sowie die Reichweite und die Formen von Teufelsvorstellungen und Höllenangst für die Epoche des gesellschaftlichen Auf­bruchs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts beschreiben und erklären. Die zentrale Fragestellung des Projekts ist, wie Teufelsglaube, Höllenangst und die aus diesen Gründen betriebene Jenseitsvorsorge die politische Kultur im 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts beeinflussten.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte
  • Politik- und Religionsgeschichte
  • Digitale Geschichtswissenschaft
  • Männlichkeiten-/Geschlechtergeschichte
  • Regionalgeschichte des Nationalsozialismus
  • Umweltgeschichte
  • Mediengeschichte
  • Historische Biographieforschung
  • Nationalismusgeschichte und Bürgertumsforschung
Dissertationsprojekt (abgeschlossen)

Karl Friedrich Kolbow (1899-1945) - Männlichkeitsideal und 'Volksgemeinschafts'-Vorstellungen eines NS-Täters: eine biographische Studie

Kurzbeschreibung des Projekts:

Karl Friedrich Kolbow – Mitglied der NSDAP seit 1921 – war von 1933 bis 1944 Landeshauptmann der Provinz Westfalen. Der völkisch geprägte Nationalsozialist verfolgte das Ziel, die ‚Volksgemeinschaft‘ der Deutschen durch die ‚Erneuerung des Volkstums‘ zu stärken, um im ‚Kampf ums Dasein‘ bestehen zu können. Zugleich verkörperte er den Typ des idealistischen ‚Alten Kämpfers‘, der einige Entwicklungen des Nationalsozialismus kritisch bewertete. Dennoch blieb er Anhänger der nationalsozialistischen Weltanschauung, die den rassischen Wert der Menschen in den Mittelpunkt rückte. Bereitwillig übernahm er daher die Verantwortung für die Durchführung des NS-‚Euthanasie‘-Programms in Westfalen. Er wurde damit zu einem der zahlreichen Schreibtischtäter des ‚Dritten Reichs‘.

Die biographische Studie nutzt den Ansatz der Männlichkeitengeschichte sowie neuere Forschungen zur nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, um das Handeln und Verhalten dieses NS-Täters auf eine breitere Erklärungsgrundlage zu stellen. Beide Perspektiven werden durch das gesellschaftliche Leitbild der Kameradschaft zusammengeführt.

Dröge, Martin, Männlichkeit und ‚Volksgemeinschaft‘. Der westfälische Landeshauptmann Karl Friedrich Kolbow (1899-1945): Biographie eines NS-Täters, (Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 78), Paderborn 2015.

rezensiert von Matthew Stibbe,German History. The Journal of the German History Society 34 (2016), 3. [doi:10.1093/gerhis/ghw040]

Lehre
  • Teufel, Dämonen und Wunder. Aberglauben im 19. Jahrhundert (WiSe 2015/16)
  • Wissenschaftliches Schreiben in der Neuesten Geschichte (SoSe 2016)
  • Politischer Katholizismus im 19. Jahrhundert (WiSe 2015/16)
  • Männlichkeiten in der Moderne (SoSe 2015)
  • Fallstudien zur Politikgeschichte: Deutsches Kaiserreich 1871-1918 (WiSe 2014/15)
  • NS-Machtergreifung in Westfalen (SoSe 2014)
  • Fallstudien zur Politikgeschichte: Reichsgründungsära und Deutsches Kaiserreich (WiSe 2013/14)
  • Karikaturen als Quelle: Vom Beginn der ‚Neuen Ära‘ 1858 bis zur Reichsgründung 1871 (SoSe 2013)
  • Politikgeschichtliche Fallstudien in der Neuesten Geschichte (WiSe 2012/13 )
  • Karikaturen als Quelle: Die Reichsgründungsära zwischen 1859 und 1880 – Quellenseminar (SoSe 2012)
  • Die NS-Volksgemeinschaft in Westfalen (SoSe 2012)
  • Einführung in das Studium der Neuesten Geschichte Zeitgeschichte (WiSe 2011/12)
  • Wann ist der Mann ein Mann? Männlichkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (WiSe 2011/12)
  • Die biographische Methode in der Regionalgeschichte (WiSe 2009/10 an der Universität Münster zusammen mit Julia Paulus)
  • Die Frühphase der NSDAP – Anfangsjahre einer völkisch-antisemitischen Splitterpartei (1919-1923) (WiSe 2009/10)
  • Biografische Zugänge zur NS-Täterforschung (WiSe 2008/09)
Vorträge (Auswahl)
  • Die NS-‚Machtergreifung‘ in Westfalen: Herrschaftssicherung durch Personalpolitik, Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg e.V. am 6. September 2016 in Tecklenburg
  • Ökonomie und Ökologie. Natur und Umwelt in Westfalen, Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „200 Jahre Westfalen. Die Region in der Moderne seit 1815“ am 10. November 2015 in Münster
  • Ökonomischer Gewinn – ökologische Kosten. Natur und Umwelt in Westfalen
  • im 19. und 20. Jahrhundert, Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V. am 3. November 2015 in Bielefeld.
  • Eine Provinz, zwei Gaue, ein Drittel der Wählerstimmen für die NSDAP. Zur Konsolidierung der NS-Herrschaft in der Provinz Westfalen, Vortrag auf der Tagung „Machtergreifung“ in Preußen, 1932-1934. Die Etablierung der NS-Herrschaft in den Provinzen am 9./10. April 2014 in Magdeburg.
  • Zur biographischen und editorischen Arbeit mit Selbstzeugnissen: Der frühe Freiberger Nationalsozialist Karl Friedrich Kolbow im Spiegel seiner Tagebücher, Vortrag im Kolloquium des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) der TU Bergakademie Freiberg am 16. April 2012 in Freiberg.
  • Zur Rekonstruktion von Männlichkeiten in Biographien: narrating gender in Selbstzeugnissen eines Nationalsozialisten, Vortrag auf dem Doktorandenworkshop „Biographie und Geschlecht“ des Lehrstuhls für Geschlechtergeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 4. Juli 2011 in Jena.
  • Karl Friedrich Kolbow (1899-1945) – Landeshauptmann der Provinz Westfalen und Nationalsozialist der ersten Stunde, Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am 22. Februar 2011 in Münster.
  • Nationalsozialistische Beamten- und Angestelltenschulung in der Provinz Westfalen 1933/34, Vortrag auf dem Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden „Menschen und öffentliche Verwaltung im 20. Jahrhundert“ des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte vom 25.-26. November 2010 in Münster.
  • Karl Friedrich Kolbow (1899-1945) – Landeshauptmann der Provinz Westfalen während der NS-Zeit: Biografie und Weltbild eines Nationalsozialisten der ersten Stunde, Vortrag im Rahmen des Siegener Forums – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte, Vortragsreihe des Stadtarchivs Siegen am 19. November 2009 in Siegen.
  • Das Konzept der landsmannschaftlich geschlossenen Ansiedlung: Initiativen und Planungen zur Umsiedlung westfälischer Bauern in den „Reichsgau Wartheland“ (1940-1942); Vortrag auf der Tagung „Umsiedlung und Vertreibung in Europa 1939-1955: Zum 70. Jahrestag der Südtiroler ‚Option’ veranstaltet vom Südtiroler Landesarchiv und der Arbeitsgruppe ‚Geschichte und Region’ vom 6.-7. Februar 2009 in Bozen.
  • Karl Friedrich Kolbow und die „Euthanasie“– eine Biographie zwischen öffentlicher und familiärer Erinnerung; Vortrag auf der Tagung „In meiner Familie war niemand Nazi! – oder etwa doch“ veranstaltet von der Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg, der Forschungs- und Informationsstelle beim Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt am 19. September 2008 in Bernburg.
  • Karl Friedrich Kolbow. Landeshauptmann der Provinz Westfalen während der NS-Zeit – eine Lebensgeschichte und deren Lesarten nach 1945; Vortrag auf der 29. Jahrestagung des Brauweiler Kreises für Landes- und Zeitgeschichte am 7. März 2008 in Düsseldorf.
  • Das katholische Milieu und die politischen Lager in Arnsberg in den 1860er und 1870er Jahren; Vortrag auf der 20. Tagung des Schwerter Arbeitskreis Katholizismusforschung am 11. November 2006 in Schwerte.
  • „Nach Canossa gehen wir ...?“ Bismarcks Gang nach Canossa in den Karikaturen des Kulturkampfes; Vortrag im Rahmen der Werkstattgespräche der Ausstellung „Canossa 1077 – Erschütterung der Welt“ am 4. Oktober 2006 in Paderborn.
  • „Deutschland frei und groß durch und für sich selbst.“ Die nationalistische Seite der „Westfälischen Zeitung“ im Revolutionsjahr 1848; Vortrag vor dem Historischen Gesprächskreis Paderborn am 16. November 2005 in Paderborn.
09/2012 - heute

Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Universität Paderborn

06/2012 - 08/2012

Förderung durch die Universität Paderborn mit einem Abschlussstipendium

04/2009 - 03/2012

Stipendiat des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, gefördert durch die LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe

04/2007 - 03/2009

Wissenschaftlicher Volontär am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster

10/2000 - 03/2007

Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Medienwissenschaft und Erziehungswissenschaft an der Universität Paderborn

02/2005 - 07/2006

Mitarbeiter der Abteilung Canossa Rezeption der Ausstellung Canossa 1077 Erschütterung der Welt in Paderborn

I. Monographie

Männlichkeit und 'Volksgemeinschaft'. Der westfälische Landeshauptmann Karl Friedrich Kolbow (1899-1945): Biographie eines NS-Täters, (Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 78), Paderborn 2015.

II. Herausgeberschaften

Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899-1945) – Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann der Provinz Westfalen, (Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 63), Paderborn 2009.

Die biographische Methode in der Regionalgeschichte, (Forum Regionalgeschichte, Bd. 17), Münster 2011.

(zus. mit Matthias Frölich) Die Verwaltung des Individuums. (Nebenschwerpunkt Westfälische Forschungen), in: Westfälische Forschungen 61 (2011), S. 365-432.

III. Aufsätze und Artikel

Natur und Umwelt zwischen Ökonomie und Ökologie, in: Ditt, Karl u.a. (Hg.), Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region, Münster 2015, S. 643-661.

Männlichkeiten im Ruhrbergbau. Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows als Zeugnisse männlicher Identität, in: Geschichte im Westen 29 (2014), S. 75-91.

Männlichkeit – Kameradschaft – Volksgemeinschaft: Zur Biographie eines Nationalsozialisten, in: Dietrich, Anette/Heise, Ljiljana (Hg.), Männlichkeitskonstruktionen im Nationalsozialismus. Formen, Funktionen und Wirkungsmacht von Geschlechterkonstruktionen im Nationalsozialismus und ihre Reflexion in der pädagogischen Praxis, Frankfurt a.M. 2013, S. 121-138.

(zus. mit Matthias Frölich), Die Verwaltung des Individuums. Menschen und öffentliche Verwaltung im 20. Jahrhundert, in: Westfälische Forschungen 61 (2011), S. 365-368.

Einleitung: Die biographische Methode in der Regionalgeschichte, in: Dröge, Martin, Die biographische Methode in der Regionalgeschichte, Münster 2011, S. 1-14.

Die Rezeption des Buches ‚Mein Kampf‘, (S. 177); Der Agitator im völkischen Milieu, (S. 182); Die NS-Führungsriege, (S. 185), in: Thamer, Hans-Ulrich/Erpel, Simone (Hg.), Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen. Katalog zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, Dresden 2010.

Einleitung: Karl Friedrich Kolbow im Spiegel seiner Tagebücher, in: Dröge, Martin (Hg.), Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899-1945). Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann der Provinz Westfalen, Paderborn 2009, S. 1-31.

„An der Neubesiedlung des Ostens ist Westfalen stärkstens interessiert.“ Initiativen und Planungen zur landsmannschaftlich geschlossenen Ansiedlung westfälischer Bauern im Reichsgau Wartheland 1940-1942, in: Geschichte und Region/storia e regione 18 (2009), S. 48-70.

Karl Friedrich Kolbow. Landeshauptmann der Provinz Westfalen während der NS-Zeit – eine Lebensgeschichte und deren Lesarten nach 1945, in: Geschichte im Westen 23 (2008), S. 205-219.

6. April 1848 – Gründung der Westfälischen Zeitung, Ereignis des Monats April 2008 im Internet Portal ‚Westfälische Geschichte‘, online unter: www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php (letzter Zugriff: 4.1.2012).

Der Weg zur rationellen Landwirtschaft. Aspekte der Agrargeschichte im 19. Jahr-hundert, in: Wemhoff, Matthias (Hg.), Säkularisation und Neubeginn. Die Kultur der Klöster in Westfalen, Regensburg 2007, S. 153-167.

Karikaturen aus der Zeit des Kulturkampfes; Die Canossa-Säule auf dem Burg-berg bei Bad Harzburg; Der 800. Gedenktag des Canossa-Gangs 1077 in der deutschen Presse; Heinrich IV. in Canossa, Entwurf für den Kaisersaal in Goslar, in: Stiegemann, Christoph/Wemhoff, Matthias (Hg.), Canossa 1077 – Erschütte-rung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik. Bd. 2: Katalog, München 2006, S. 506-512.

„Deutschland frei und groß durch und für sich selbst.“ Die nationalistische Seite der ‚Westfälischen Zeitung‘ im Revolutionsjahr 1848, in: Paderborner Historische Mitteilungen 18 (2005), S. 148-169.

Die Universität der Informationsgesellschaft