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Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude Bildinformationen anzeigen
Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011) Bildinformationen anzeigen
Kupferstich von Matthäus Merian (1647) Bildinformationen anzeigen

Foto: CC BY SA Hans Weingartz/Wikicommons

Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude

Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011)

Kupferstich von Matthäus Merian (1647)

Masterstudiengang Kulturerbe

Kurzbeschreibung

Der nicht-konsekutive Masterstudiengang stellt ausgehend vom Kernfach Kunstgeschichte eine wissenschaftliche Qualifikation im Bereich des Kulturerbes dar. Das Lehrangebot umfasst Module aus den Bereichen Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Erinnerungskultur, Museums- und Ausstellungswesen, Kulturrecht und Kulturmanagement, Internationale Organisationen, Interkulturalität. Wissenschaftliche Veranstaltungen aus dem gesamten Lehrangebot der Universität (Studium Generale) treten hinzu. Zusätzlich absolvieren die Studierenden ein Auslandssemester an einer Universität mit ähnlichem Kursangebot sowie eine kurze Projektphase.
Der Masterstudiengang hat die vielfältigen Aspekte des kulturellen Erbes zum Gegenstand, entwickelt praktische Handlungsstrategien beim Schutz von Kulturdenkmälern und damit auch zukunftsweisende Ansätze hinsichtlich der Denkmalpflege, und zeigt Grundsätze, Techniken und Medien zur vergleichenden Auseinandersetzung mit dem vielfältigen internationalen Kulturerbe auf. Neben diesen insbesondere das materielle Kulturerbe betreffenden Bereichen werden aber auch neue Ansätze zur Dokumentation und Erforschung des immateriellen Kulturerbes erarbeitet und vermittelt.
Trotz des praxisorientierten Bestandteils des Curriculums handelt es sich um einen forschungsorientierten Studiengang, der den Studierenden ggf. den Zugang zur Promotion ermöglichen soll. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs „Kulturerbe“ wird der akademische Grad „Master of Arts“ (M.A.) erworben. Angestrebt ist die Ausbildung von Spezialisten, die historisch informiert und mit internationalen Prozessen der Erforschung, Aufarbeitung, Vermittlung und Verwaltung des Kulturerbes vertraut sind.
Der Masterstudiengang „Kulturerbe“ an der Universität Paderborn qualifiziert Absolventinnen und Absolventen für internationale Karrieren in der Wissenschaft, im Museums- und Ausstellungswesen, in der Denkmalpflege, an Kulturinstituten, bei Internationalen Organisationen, an Welterbestätten.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs „Kulturerbe“ wird der akademische Grad „Master of Arts“ erworben.

Studienvoraussetzung/Zulassung

Zum Masterstudiengang „Kulturerbe“ kann nur zugelassen werden, wer einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss in Kunstgeschichte oder in einem der kulturwissenschaftlichen Fächer Geschichte, Ethnologie, Soziologie und/oder Architektur im Rahmen eines Zwei-Fach-Bachelor-Studiengangs oder in einem gleichwertigen oder einschlägigen Studiengang erworben hat. Den üblichen Unterlagen sind ein Motivationsschreiben (nicht länger als 3 Seiten) mit Darstellung der weiteren Berufs- und wissenschaftlichen Forschungsperspektive beizufügen. Die Feststellung über die Gleichwertigkeit trifft der Prüfungsausschuss. Für Absolventen einschlägiger Studiengänge werden als Einschreibungsvoraussetzungen eventuell erforderliche zusätzliche Prüfungsleistungen als weitere Voraussetzungen für die Zulassung im Einvernehmen mit der Kandidatin / dem Kandidaten festgelegt.
Der Zugang zum MA „Kulturerbe“ ist durch ein hochschulinternes Auswahlverfahren mit Numerus Clausus beschränkt. Die Auswahl erfolgt nach der Abschlussnote des BA bzw. des entsprechenden Abschlusszeugnisses in Relation zu den jährlich vorhandenen 14 Studienplätzen.

Interessierte Absolventen bewerben sich bitte sowohl direkt bei Frau Prof. Dr. Eva-Maria Seng als auch im Service Center bzw. nehmen am Online-Verfahren der Universität Paderborn teil (siehe http://www.uni-paderborn.de).
Bitte beachten Sie, dass nur die doppelte Bewerbung registriert und berücksichtigt werden kann.

Sprachkenntnisse

Sprachkenntnisse sind in zwei modernen Fremdsprachen gefordert, und zwar auf Oberstufenniveau bzw. dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens in Englisch und zusätzlich in Wort und Schrift in Französisch oder Spanisch oder alternativ in einer weiteren Sprache wie zum Beispiel Türkisch.

Studienstruktur

Innerhalb der Regelstudienzeit von vier Semestern setzt sich der Masterstudiengang aus 12 Pflicht- und Wahlpflichtmodulen zusammen, wobei die Abschlussphase aus zwei Abschnitten besteht: Einem Projektmodul und den Studienabschlussleistungen. Darüber hinaus ist ein Optionalbereich (Studium Generale) im Umfang von 12 LP vorgesehen, dessen Ergebnisse nicht endnotenrelevant sind.
Im Masterstudiengang sollen zunächst zur vertieften Auseinandersetzung mit Aspekten des Materiellen und Immateriellen Kulturerbes die verschiedenen Methoden der Kunst-, der Geschichts- und Sozialwissenschaften, der kulturwissenschaftlich orientierten Soziologie, der Ethnologie sowie der kunsthistorischen und ethnologischen Objekt- und Sachkulturforschung in Vorlesungen und Seminaren kennengelernt und an zentralen Beispielen erörtert werden. Das Modul stellt die Begriffe materielles und immaterielles Kulturerbe vor, gibt einen thematischen und methodischen Überblick über die Inhalte des Masterstudiengangs und stellt zentrale Forschungsansätze vor. In einer Verknüpfung von Mikro- und Makroperspektive sollen Phänomene der eigenen Vergangenheit, die sich häufig als ebenso fremd darstellt wie die Verhaltensweisen differenter ethnischer Gruppen auf entfernten Kontinenten zur Neuperspektivierung der „eigenen“ Geschichte und ihrer Zeugnisse als auch der „Fremden“ in ihrer Handlung und Struktur diskutiert werden. Durch diese Vernetzung von Methoden und Theorien verschiedener Disziplinen soll ausgehend vom Kernfach Kunstgeschichte ein bewusster, produktiver und kreativer kulturgeschichtlicher Ansatz entwickelt werden, der auf der Höhe der „Neueren Kulturgeschichte“ ansetzt, wie sie sich seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts herausgebildet hat.
Die genannten Aspekte sind Gegenstand des Basismoduls 1 „Überblicke“ mit einem Gesamtumfang von 12 LP.
Im zweiten Basismodul erfolgt eine Fokussierung auf die verschiedenen historischen und theoretischen Aspekte der Anschauung, Vermittlung und Dokumentation. Unter diesen  Aspekten werden sowohl das materielle Kulturerbe vom künstlerischen Meisterwerk bis hin zum Denkmal menschlicher Siedlungsform (Malerei, Plastik, Architektur, Städtebau) als auch das immaterielle Kulturerbe wie mündliche Traditionen und Überlieferungen,  Sprachen als Träger kulturellen Erbes, die darstellenden Künste, kulturelle Praktiken und Bräuche, Rituale, Festzeremonien und Handwerkstechniken betrachtet. Das Modul beinhaltet daher zum einen die Geschichte und Entwicklung des Museums und seiner verschiedenen Konzeptionen, Sammlungsgebiete und Präsentationsformen, darüber hinaus die Geschichte der Denkmalpflege und ihrer unterschiedlichen Ansätze. Zum anderen soll die aktuelle Gedächtnis- und Erinnerungsforschung unter dem Stichwort „kulturelles Gedächtnis“ vorgestellt werden. Die unterschiedlichen Konzeptionen und deren Vertreter mit ihren Hauptwerken sollen kennengelernt werden, wobei auch die Institutionen, die zur Rückbesinnung auf die eigene Vergangenheit ins Leben gerufen wurden – wie Museen, Denkmal- und Wallfahrtsorte –, darüber hinaus Symbole und Feiertage behandelt werden sollen. Das Modul wird abgeschlossen mit der verpflichtenden Teilnahme am Masterkolloquium am Ende des 2. Semesters. Diese Teilnahme dient der frühzeitigen Kenntnisnahme der Anforderungen der Masterarbeit und des Ablaufs der Studienabschlussphase. Damit wird zugleich eine rechtzeitige Orientierung auf die eigene Masterarbeit und Studienabschlussphase ermöglicht und initiiert (Fokussierung der eigenen Forschungsinteressen, Ausrichtung der weiteren Studienplanung darauf, u. U. Wahl des Themas, Bewusstwerdung über Recherche- und Präsentationsanforderungen).
Die genannten Aspekte sind Gegenstand des Moduls 2 „Anschauung, Vermittlung und Dokumentation“, Gesamtumfang 15 LP.
Das dritte Basismodul widmet sich der Betrachtung der institutionellen, ökonomischen und juristischen Dimensionen des kulturellen Erbes und der damit befassten  nationalen und internationalen Verwaltung. Zum einen sollen hierbei Aspekte des nationalen und internationalen Kulturschutzes und Kulturrechts, zum anderen in Aufbau und Management von kulturellen Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene thematisiert werden. Das Basismodul „Kulturrecht und Kulturmanagement“ hat einen Gesamtumfang von 6 LP.
Neben der Vermittlung in Wort und Bild ist die Anschauung vor Ort vorgesehen. Daher ist die Teilnahme an zwei Exkursionen mit einem Gesamtumfang von je 6 LP begleitend zu Veranstaltungen der Basismodule 1 und 2 in den ersten beiden Semestern obligatorisch und in der Gesamtpunktzahl der beiden Basismodule enthalten.
Insgesamt beträgt der Umfang der Basismodule 33 LP.
Im weiteren Verlauf des Masterstudiengangs erfolgt eine Spezialisierung der Studierenden durch Vertiefungsmodule aus dem Bereich "Materielles Kulturerbe", „Immaterielles Kulturerbe“, „Ausstellungswesen“, "Erinnerungskulturen", „Kulturschutz und -management/ Internationale Organisationen“, „Interkulturalität“. In den Wahlpflichtmodulen werden die Kenntnisse auf dem Gebiet der Kunstgeschichte, der Sachkulturforschung, der Museologie und der Expositorik, der Denkmalpflege, Erinnerungskultur und der internationalen Organisationen vertieft und auf Einzelfälle bezogen. Die Vertiefungsmodule 4 bis 6 "Materielles Kulturerbe", "Immaterielles Kulturerbe", "Ausstellungswesen" bestehen jeweils aus einem weiterführenden Seminar sowie einer begleitenden Exkursion und umfassen insgesamt jeweils 12 LP. Die Vertiefungsmodule 7 bis 9 bestehen jeweils aus zwei weiterführenden Veranstaltungen und umfassen insgesamt jeweils 6 LP. Die Studierenden haben die Möglichkeit zur Schwerpunktsetzung ihrer Studien eines der Vertiefungsmodule 4 bis 6 mit einem der Vertiefungsmodule 7 bis 9 zu kombinieren. Die insgesamt in den Vertiefungsmodulen zu erreichende Leistung hat somit einen Gesamtumfang von 18 LP.
Das Studium sieht einen Auslandsaufenthalt als festen Bestandteil der Ausbildung vor. Der Austausch findet mit Universitäten und Instituten statt, die über ähnliche  Studienprogramme verfügen und daher Kurse anbieten können, die im Rahmen des Masterstudiengangs an der Universität Paderborn anerkannt werden können, weil sie die Spezialisierung der Masterstudierenden vorantreiben. Dies sind zurzeit die Universität Paris, Sorbonne 1, Institut für Kunstgeschichte und Archäologie, mit dem Studiengang Master Recherche „Histoire et politique des musées et du patrimoine“; die Universität Le Mans, Institut für Geschichte, mit dem Studiengang "Valorisation du patrimoine culturel et développement local"; die Universität Istanbul, Institut für Türkische und Islamische Kunst, mit dem Studiengang "Master Degree Program". Je nach individuellen Studienschwerpunkten können sich die Studierenden auf die freien Plätze in Paris, Le Mans und Istanbul bewerben. In Paris werden weiterführende Kenntnisse auf dem Gebiet der Geschichte und Politik der Museen und des Kulturerbes im internationalen Vergleich vermittelt; in Le Mans wird der Schwerpunkt regionales Kulturerbe und Kulturlandschaften vertieft; in Istanbul erfolgt eine Spezialisierung im Bereich der islamischen Kunst und des Euro-Islamischen Dialogs. In diesem Zusammenhang ist die Beherrschung von mindestens zwei „klassischen“ modernen Fremdsprachen gefordert. Das Auslandssemester umfasst zwei Wahlpflichtmodule (Modul AM 10 „Vertiefung Kulturvergleich und Wissenschaftskulturen", Modul MA 11 „Internationale Kompetenzen und Exkursion") sowie einen Optionalbereich im Umfang von 3 LP zu insgesamt 30 LP.
Im Rahmen des daran anschließenden Projektmoduls sollen die Studierenden durch Vermittlung unserer außeruniversitären Partner anhand eines Gegenstandes oder eines Gegenstandsbereichs aus der Praxis, unter Anwendung der gelernten Methoden und unter Verwendung der Recherche-, Dokumentations- und Präsentationsmöglichkeiten, den selbständigen Umgang mit den Lernzielen des Studiengangs Kulturerbe darlegen.  Die entsprechende Projektleitung lernen die Studierenden im Rahmen von Lehraufträgen bereits während ihrer ersten beiden Studiensemester kennen. Es wird angestrebt, dass die während des Auslandssemesters vertieften individuellen Studienschwerpunkte in der Projektphase weiter geführt werden. Die im Studienprojekt zu leistenden Recherchearbeiten fließen in die Masterarbeit ein. Das Projektmodul ist ein Wahlpflichtmodul und umfasst 6 LP.
Die Studienabschlussleistungen bestehen aus der schriftlichen Masterarbeit, deren Kurzpräsentation im Masterkolloquium sowie der mündlichen Masterprüfung. Das Masterkolloquium, begleitend zur Masterarbeit, ist ein Forum, auf dem Studierende ihre in Abfassung befindlichen Abschlussarbeiten präsentieren und ihre methodische Vorgehensweise und die Probleme bei der Bearbeitung des Themas zur Diskussion stellen. Mit der Master-Arbeit wird nicht nur das Studium beendet, sondern gleichzeitig die wissenschaftliche Spezialisierung der oder des Studierenden formuliert. Die Abschlussphase umfasst insgesamt 24 LP.
Alle Veranstaltungen, die innerhalb des Studiengangs angeboten werden, dienen auch dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen. Zusätzlich werden diese im Studium Generale / Optionalbereich im Gesamtumfang von 12 LP vertieft. Neben der inhaltlichen Ausbildung soll das MA-Studium fachübergreifende Kompetenzen befördern.


Einen detaillierten Vorschlag für einen Studienverlaufsplan finden Sie auch in der Prüfungsordnung.

Prüfungsordnung

Alle relevanten Informationen zum Studiengang finden Sie auch in der Prüfungsordnung.

Die Prüfungsordnung ist Grundlage Ihres Studiums und hilft Ihnen bei der Planung Ihres Studiums und der Stundenplanerstellung. Sie enthält Modulbeschreibungen sowie Studienverlaufspläne.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass Sie die Prüfungsordnung in der für Sie relevanten Fassung von Beginn an im Blick haben!

Ansprechpartner

Prof. Dr. Eva- Maria Seng

Fakultät für Kulturwissenschaften > Historisches Institut > Materielles und Immaterielles Kulturerbe ...

Inhaberin des Lehrstuhls für Materielles und Immaterielles Kulturerbe

Eva- Maria Seng
Telefon:
+49 5251 60-5488
Fax:
+49 5251 60-5461
Büro:
W1.111
Web:

Sprechzeiten:

Dienstags, 16.00-17.00 Uhr

Die Universität der Informationsgesellschaft