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Projekte

Laufende Projekte

Paderborner Studie zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2017

Hintergrund
 
Vom 1.-8. Juni 2017 fand in Paderborn der 54. Bundeswettbewerb Jugend musiziert statt, bei dem junge Musikerinnen und Musiker, die aus den Regional- und Landeswettbewerben als Preisträger hervorgegangen sind, ihr Können erneut auf höchster Ebene unter Beweis gestellt haben. Das Institut für Begabungsforschung in der Musik (IBFM) hat den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2017 Paderborn zum Anlass genommen, in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr. Claudia Bullerjahn) eine Befragung von Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs durchzuführen. In der Befragung, die von der Projektleitung „Jugend musiziert“ unterstützt wird, geht es vor allem darum, mehr über die Lebenswelt, die Motivationen, die Interessen und Ziele der jungen Musikerinnen und Musiker zu erfahren.
 
Das IBFM (1992 durch Hans Günther Bastian als „Institut für Begabungsforschung und Begabungsförderung in der Musik“ gegründet) ist seit seinen Anfängen eng mit der Begabungsforschung, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Wettbewerb Jugend musiziert verbunden. Die in den Büchern Jugend musiziert. Der Wettbewerb in der Sicht von Teilnehmern und Verantwortlichen (1987), Leben für Musik. Eine Biographie-Studie über musikalische (Hoch-)Begabungen (1989) sowie Jugend am Instrument. Eine Repräsentativstudie (1991) veröffentlichten Studien des Institutsgründers waren zweifellos bahnbrechend, weil sie erstmals den Wettbewerb Jugend musiziert in diesem Umfang in den Blickpunkt der Forschung gestellt haben und weil sie bildungspolitisch die Bedeutung der Begabungsförderung in der Musik untermauert haben. Gegenstand der Forschungen waren u.a. soziale Hintergründe und Lebenswelten der Wettbewerbsteilnehmenden, instrumentale Werdegänge, Funktionen der Musik, Erfahrungen mit dem Wettbewerb und vieles andere mehr.
 
Wenngleich in den Jahrzehnten nach diesen Publikationen bis heute gelegentlich einige Publikationen mit Bezug auf Jugend musiziert erschienen sind, ist der Wettbewerb bis auf wenige Ausnahmen fast vollständig aus dem Blickpunkt der Forschung verschwunden. Linzenkirchner & Eger-Harsch (1995) veröffentlichten eine umfängliche Wirkungsanalyse der Wettbewerbe über die Jahre zwischen 1984 und 1993. Mund (2007) hat in ihrer Dissertation kognitive Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale von erfolgreichen Teilnehmenden der Wettbewerbe Jugend musiziert und Jugend forscht untersucht. In einem kürzlich abgeschlossenen Projekt haben Bullerjahn, Hantschel & Hirchenheim (2017) die Motivation von Teilnehmenden am Hessischen Regionalwettbewerb Jugend musiziert untersucht.
In den fast 40 Jahren, die seit den Forschungen von Bastian vergangen sind, hat es einschneidende Veränderungen in der Musikkultur, in der Lebenswelt von Jugendlichen, in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und nicht zuletzt beim Wettbewerb Jugend musiziert selbst gegeben. Zu nennen sind Stichworte wie der Wandel musikalischer Jugendkulturen sowie des Freizeitverhaltens durch Digitalisierung, Internet und neue Medien, die Entstehung neuer Musikgenres, die Veränderung des Stellenwerts Klassischer Musik, der Wandel gesellschaftlicher, schulischer und außerschulischer Rahmenbedingungen musikalischen Lernens, Globalisierung, Migration etc.  Diese und weitere Themen (wie Gesundheit und Wohlbefinden) fließen ebenfalls in die Fragestellungen der Studie ein. Die zu erwartenden Ergebnisse sind einerseits für die Begabungs- und Bildungsforschung interessant, indem sie frühere Erkenntnisse aktualisieren und neue Entwicklungen darstellen. Sie können auch dazu beitragen, die musikalische Begabungsförderung auf der Basis empirisch fundierter Erkenntnisse zu gestalten.
 
Fragestellungen und Ziele
 
Folgende Fragen stehen im Vordergrund der Studie:

  • Wer sind die TeilnehmerInnen am Bundeswettbewerb?

(Persönlichkeit, Motivationen für das Musizieren und die Wettbewerbsteilnahme/Interessen, musikalische Vorlieben/Mediennutzung/Vorbilder und Zukunftspläne/Soziales und familiäres Umfeld etc.)

  • Rolle der Musik / des Wettbewerbs im Leben der TeilnehmerInnen

(Bedeutung, Rolle und Funktion der Musik; Wohlbefinden, Gesundheit und Belastungen im Zusammenhang mit Musizieren etc.)
 
Ziele:

  • Generierung grundlegender Erkenntnisse über die TeilnehmerInnen des ?Bundeswettbewerbs
  • Aktualisierung und Erweiterung früherer Erkenntnisse
  • Berücksichtigung neuer Themenfelder (z.B. Gesundheit, digitale Medien)
  • Anpassung an Stand der Forschung / Methodik

 
Methode und Datenerhebung
 
Während des Bundeswettbewerbs 2017 in Paderborn wurde vom 1.-7. Juni 2017 eine Befragung von fast allen 2.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bundeswettbewerbs durchgeführt (Fragebogen, 17 Seiten). In dieser Befragung vor Ort unter Mitwirkung von Studierenden konnte mit 1.143 ausgefüllten Fragebögen eine bemerkenswerte Rücklaufquote von ca. 50% erzielt werden.
 
Bisherige Ergebnisse
 
Erste Ergebnisse aus diesem umfangreichen Datensatz wurden auf der vom IBFM veranstalteten Tagung „Jugend musiziert – musikkulturelle Vielfalt im Diskurs“ vom 28.-29. September 2017 in Paderborn (Gembris & Bullerjahn 2017; Bullerjahn & Gembris) sowie bei der Mitgliederversammlung des Landesmusikrats NRW (Gembris 2017) vorgestellt. Der umfangreiche Datensatz befindet sich gegenwärtig in der Auswertung. Die Ergebnisse sollen ab 2018 in nationalen und internationalen Publikationen sowie in Vorträgen sowohl für Fachpublikum als auch für die breitere Öffentlichkeit publiziert werden. Weiterhin ist eine Buchpublikationen mit allen Ergebnisse geplant.
 
Literatur

  • Bastian, H. G. (1987). Jugend musiziert. Der Wettbewerb in der Sicht von Teilnehmern und Verantwortlichen. Mainz u.a.: Schott.
  • Bastian, H. G. (1989). Leben für Musik. Eine Biographie-Studie über musikalische (Hoch-)Begabungen. Mainz u.a.: Schott.
  • Bastian, H. G. (1991). Jugend am Instrument. Eine Repräsentativstudie. Mainz u.a.: Schott.
  • Bullerjahn, C. & Gembris, H.  (2017). Erste Ergebnisse der Paderborner Studie zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2017. Vortrag auf der interdisziplinären Fachtagung des Instituts für Begabungsforschung in der Musik (IBFM) 2017 in Paderborn zum Thema "Jugend musiziert - musikkulturelle Vielfalt im Diskurs", 28. September 2017
  • Bullerjahn, C.; Hantschel, F. & Hirchenhein, Th. (2017). Anreize für die Teilnahme am mittelhessischen Regionalwettbewerb »Jugend musiziert«. Eine Fragebogenstudie. In W. Auhagen, C. Bullerjahn & Chr. Louven (Hrsg.), Musikpsychologie – Akustik und musikalische Hörwahrnehmung. Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie, Bd. 27, Göttingen: Hogrefe, 153-186.
  • Gembris, H. (2017). Die Paderborner Studie zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2017. Hintergrund – Konzeption – vorläufige Ergebnisse. Vortrag auf der Mitgliederversammlung des Landesmusikrat NRW, Düsseldorf, 16. September 2017 
  • Gembris; H. & Bullerjahn, C.  (2017). Die Paderborner Studie zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2017: Ausgangspunkte, Fragestellungen und Konzeption. Vortrag auf der interdisziplinären Fachtagung des Instituts für Begabungsforschung in der Musik (IBFM) 2017 in Paderborn zum Thema "Jugend musiziert - musikkulturelle Vielfalt im Diskurs", 28. September 2017.
  • Linzenkirchner, P. & Eger-Harsch, G. (1995). Gute Noten mit kritischen Anmerkungen. Wirkungsanalyse der Wettwerbe "Jugend musiziert" 1984 bis 1993. Dokumentation und Kommentierung. Bonn: Deutscher Musikrat.
  • Mund, W. (2007). Jugend forscht und Jugend musiziert: Kognitive Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale erfolgreicher Teilnehmer. Unveröffentlichte Dissertation am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg. Online verfügbar unter archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0750/pdf/dwm.pdf, zuletzt geprüft am 05.12.2016.
Nachklang - die langfristige Rolle des Landesjugendorchesters (LJO) Berlin im Lebensverlauf ehemaliger Mitglieder

(Online-Befragung ehemaliger Mitglieder des LJO in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin)

Hintergrund und Projekt-Idee
 
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des LJO Berlin sollen (soweit erreichbar) ehemalige Mitglieder unterschiedlicher Generationen zu einem Jubiläumskonzert und Jubiläumsfeier eingeladen werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, mit der Kontaktierung der Mitglieder eine Befragung ehemaliger Mitglieder zu den langfristigen Einflüssen und Wirkungen des LJO im Lebensverlauf zu verbinden. Es wäre m. W. das erste Mal, dass die Langzeitwirkungen der Mitwirkung im LJO retrospektiv über mehrere Jahrzehnte untersucht werden können. Die Erkenntnisse, die dadurch generiert werden könnten, wären nicht nur für das LJO von Interesse, sondern auch ein bislang einmaliger wissenschaftlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit musikalischer Bildung und Begabungsförderung.
 
Ziele und Fragestellungen
 
Das übergeordnete Ziel der vorgeschlagenen Fragebogenstudie besteht darin, Informationen über die langfristigen Wirkungen des LJO aus der Perspektive ehemaliger Mitglieder zu gewinnen. Dies beinhaltet u. a. Einflüsse des LJO auf (nicht nur musikalischen) Lebenswegen und ein Langzeit-Feedback auf die Arbeit LJO, sondern stellt allgemein auch einen wichtigen Beitrag zur Erforschung musikalischer Begabungen in der Lebenszeitperspektive dar.
Die Abstimmung der Fragstellungen soll in Kooperation mit Fachleuten des LJO erfolgen.
Folgende Fragestellungen / Themenkomplexe könnten untersucht werden (Beispiele):

  • In welchen lebensweltlichen Kontexten befinden sich ehemalige Mitglieder des LJO heute (beruflich, sozial, familär)? Unterscheiden sich ehemalige Mitglieder des LJO in sozialen und ökonomischen Parametern vom vergleichbaren Durchschnitt der Bevölkerung?
  • Welche Einflüsse hat die Mitgliedschaft im LJO aus der Sicht ihrer ehemaligen Mitglieder auf ihre weitere musikalische Karriere sowie auf außermusikalische Lebensbereiche ausgeübt? In welcher Form werden musikalische Aktivitäten heute weitergepflegt? Welche Impulse für die musikalische (Weiter-) Entwicklung sind vom LJO ausgegangen?
  • Inwieweit hat das LJO dazu beitragen, Freundschaften, Kontakte und musikalische Netzwerke zu entwickeln, inwieweit spielen diese heute noch eine Rolle? Welche Rolle spielt das Musizieren für die Lebensqualität? Inwieweit werden Erfahrungen aus dem LJO an nachfolgende Generationen (eigene Kinder, Schülerinnen und Schüler etc.) weitergegeben?

Durchführung und Methode

Die Entwicklung eines entsprechenden Fragebogens erfolgt durch das IBFM der Universität Paderborn in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin / Fachleuten des LJO. Die Datenerhebung soll als Online-Befragung über einen Link auf der Homepage des Landesmusikrats zur Befragung erfolgen. Mit den Einladungen zur Festveranstaltung des LJO wird auch eine Einladung zur Befragung verschickt. Der Online-Fragebogen ist am 5. November 2017 freigeschaltet worden. Die Datenerbung läuft bis zum 15.1.2018.

Expertise-Erwerb bei Rock- und Popmusikerinnen und -musikern

Dem Expertise-Ansatz folgend können (Höchst-)Leistungen und Unterschiede in (musikalischen) Leistungen durch Unterschiede in der Dauer zielgerichteter Übung („Deliberate Practice“) erklärt werden. Vor dem Hintergrund empirischer Befunde gehen die Verfechter dieses Ansatzes von der sogenannten „Zehnjahresregel“ aus: 10.000 Stunden zielgerichteten Übens (üblicherweise verteilt über einen Zeitraum von rund zehn Jahren) gelten als erforderlich, um ein Experte in einer Domäne zu werden. Doch die musikalische Expertise-Forschung basiert ausschließlich auf Studien im Bereich der Klassischen Musik. Der für das Konzept zentrale Begriff des zielgerichteten Übens („Deliberate Practice“) – wie auch fast alle anderen Übebegriffe / Theorien zum Üben – orientieren sich an Erfordernissen der westeuropäischen Klassischen Musik. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich das Üben und damit „Deliberate Practice“ im Bereich der Populären Musik von der Klassischen Musik unterscheiden. Daher geht das Forschungsprojekt mithilfe einer quantitativen Fragebogenstudie der Frage nach, was genau Expertisierung im Bereich der Rock- und Popmusik bedeutet und auf welche Weise sich Rock- und Pop-MusikerInnen die Fähigkeiten aneignen, die sie für ihre Musik brauchen.

Expertiseerwerb bei DJs/DJ-Producern
Musizieren und Gesundheit in Kindheit und Jugend

Projektbeginn: Frühjahr 2012

Projektpartner:

  • PD Dr. Friedrich Ebinger (Chefarzt der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin des St. Vincenz-Krankenhauses Paderborn);
  • Sebastian Schua (Assistenzarzt, s.o.);
  • Jürgen Boelsen (Leiter Städtische Musikschule Paderborn)

Empirische Studien zeigen,  dass das Üben und Musizieren bereits in jungen Jahren mit körperlichen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen verbunden sein kann. Nach verschiedenen Studien leiden drei Viertel und mehr der musizierenden Jugendlichen unter Schmerzen, insbesondere des Bewegungsapparates (z. B. Kazcmarek, 2012; Ranelli et al., 2006). Allerdings gibt es nur wenige nationale/internationale Studien zu diesem Thema. Vor diesem Hintergrund wird in Kooperation mit der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin des St. Vincenz-Krankenhauses Paderborn [Chefarzt PD Dr. Friedrich Ebinger] und der Städtischen Schule für Musik eine explorative Befragung von Musikschülerinnen und -schülern, Eltern sowie Instrumentallehrerinnen und -lehrern zu diesem Thema durchgeführt. Das Ziel besteht darin herauszufinden, inwieweit körperliche Beschwerden im Zusammenhang mit Üben und Musizieren vorkommen. Es wurden ca. 970 Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern sowie ca. 33 Instrumentallehrerinnen und -lehrer per Fragebogen befragt. Gegenwärtig befinden sich die Daten in der Phase der Auswertung. Mit ersten Ergebnissen ist im Frühjahr 2013 zu rechnen. Das Projekt wird durch Mittel der Fakultät für Kulturwissenschaften gefördert (Anschubfinanzierung).

Wissenschaftliche Begleitung des Hochbegabtenzentrums der Hochschule für Musik Detmold

Projektbeginn: ab 2007

Weitere Informationen: siehe Dissertationsprojekte Andreas Heye und Stella Kaczmarek

Abgeschlossene Projekte

MiKA - Musik im Kita-Alltag in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung

Projektzeitraum: Oktober 2012 - April 2014

Evaluation der Weiterbildung Musikalische Bildung in der Frühpädagogik für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen

MiKA – Musik im Kita-Alltag ist ein Förderprojekt der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld und der Peter Gläsel Stiftung für die Stärkung der musikalischen Bildung in der Frühpädagogik in Ostwestfalen-Lippe. In diesem Rahmen wurde eine modellhafte Weiterbildung für Erzieherinnen in der Kita-Praxis konzipiert. Das IBFM führt eine Evaluation der Weiterbildung durch, in der die Wirkung bei den Erzieherinnen sowie die Umsetzbarkeit / bzw. die Umsetzung der Weiterbildungsinhalte und – konzepte in der pädagogischen Praxis überprüft werden.

Die Evaluation verfolgt das Ziel, insbesondere folgende Aspekte zu untersuchen:

  • die individuelle Effektivität der Weiterbildung auf Seiten der Erzieherinnen vor dem Hintergrund heterogener (musikalischer) Voraussetzungen,
  • die Umsetzung bzw. Umsetzbarkeit der musikalischen Weiterbildungsinhalte und –methoden in der pädagogischen Praxis,
  • den Transfer auf die kollegiale Beratung (Multiplikatorenfunktion) und die Gestaltung der räumlich-organisatorischen Bedingungen in den Kitas.

Weitere Links: Publikationen Bertelsmann

Evaluationsbericht kurz

Evaluationsbericht lang

Singen im Gottesdienst - Teil II

Projektlaufzeit: Herbst 2011 - Oktober 2013

Projektpartner:

  • Liturgische Konferenz in der EKD (Klaus Danzeglocke)
  • Institut für Begabungsforschung in der Musik IBFM (Prof. Dr. Heiner Gembris)
  • Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn (Prof. Dr. Harald Schröter-Wittke)

In einer ersten Befragung wurden über 4.600 Gottesdienstbesucher hinsichtlich ihrer Einstellungen zum Singen und den Singgewohnheiten im Gottesdienst befragt. Die gegenwärtig durchgeführte zweite Befragung hat das Ziel, diese Studie in Hinblick auf die bislang unterrepräsentierten Bundesländer zu erweitern. Dadurch können zum einen bundesweit repräsentative Aussagen über das Singverhalten von Gottesdienstbesuchern getroffen werden, zum anderen sind Vergleiche wie bspw. zwischen west- und ostdeutschen Bundesländern möglich. In den Adventsgottesdiensten im Nov./Dez. 2011 füllten insgesamt 3.018 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher den Fragebogen aus. Erste Ergebnisse wurden 2014 veröffentlicht.

Publikation zur Studie:

Gembris, Heiner & Heye, Andreas (2014). Bericht über eine Replikationsstudie zum Singverhalten in evangelischen Gemeinden. Liturgie und Kultur (Singen im Gottesdienst II). 5. Jahrgang 01-2014, 5-41.

Publikation zur ersten Studie:

Danzeglocke, Klaus; Heye, Andreas; Reinke, Stephan A. & Schroeter-Wittke, Harald (Hrsg.). (2011). Singen im Gottesdienst. Ergebnisse und Deutungen einer empirischen Untersuchung in evangelischen Gemeinden. (Im Auftrag der Liturgischen Konferenz).

Älter werden im Orchester

Projektzeitraum: Anfang 2010 bis April 2012  

Drittmittelprojekt in Kooperation mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) 

Thema
Das Thema „Alter(n)“ spielt in fast allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft eine zunehmend wichtige Rolle. Im Bereich der professionellen Musikausübung sind das Alter(n) und seine Konsequenzen für die professionelle Musikausübung bislang wenig thematisiert worden. Diese Studie befasst sich mit altersbezogenen Veränderungen in wahrgenommener Performanz, Motivationen, Einstellungen und Lebensperspektiven in professionellen Orchestern. 

Ziel
Das Ziel der Studie besteht darin, durch eine möglichst repräsentative sowie durch gezielte Fallstudien ergänzte Befragung von Orchestermitgliedern grundlegende Basisdaten und Erkenntnisse über Erfahrungen, Probleme, Aufgaben, Bewältigungsstrategien und Lebensperspektiven im Zusammenhang mit dem Älterwerden im Orchester zu erarbeiten.

Publikation zur Studie:
Gembris, H. & Heye, A. (2012).
Älter werden im Orchester. Eine empirische Studie.
Schriften des Instituts für Begabungsforschung in der Musik (IBFM), Bd. 5. Münster: LIT.

Singen im Gottesdienst - Teil I. Was das Singen leicht macht und erschwert.

Ein interdisziplinäres Projekt

Projektlaufzeit:           Frühjahr 2008 bis Frühjahr 2010

Projektpartner:

  • Liturgische Konferenz in der EKD (Klaus Danzeglocke, Stephan Reinke)
  • Institut für Begabungsforschung in der Musik IBFM (Prof. Dr. Heiner Gembris)
  • Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn (Prof. Dr. Harald Schröter-Wittke)

Im Rahmen dieses Projekts wird eine bundesweite Befragung zum Singen im Gottesdienst durchgeführt. Untersucht werden verschiedene Fragen rund um das Singen im Gottesdienst, z.B. welche Faktoren das Singen im Gottesdienst fördern oder behindern und welche allgemeinen Einstellungen zum Singen eine Rolle spielen. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse neue und empirisch fundierte Impulse sowohl in Hinsicht auf liturgische Fragestellungen und Diskussionen als auch für die musik- und religionspädagogische Diskussion und Praxis geben.

Pressemitteilungen: Domradio / weitere

Veranstaltungen im Rahmen des Projektes:

  • Studientag "Singen im Gottesdienst" am 8. Februar 2010, 10.30h – 18.00h, Universität Paderborn, Raum E5.333
    Programm
  • Vortrag: Gembris, H., Schroeter-Wittke, H. & Heye, A.: Singen im Gottesdienst: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. Tagung der Liturgischen Konferenz der EKD, Hildesheim, 5./6. Okt. 2009

Publikationen:

Danzeglocke, K., Heye, A., Reinke, S.A., Schroeter-Wittke, H. (Hrsg.). (2011). Singen im Gottesdienst. Ergebnisse und Deutungen einer empirischen Untersuchung in evangelischen Gemeinden (Im Auftrag der Liturgischen Konferenz). Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus. (ISBN: 978-3-579-05962-4)

Heye, A., Gembris, H., Schroeter-Wittke, H. (2010). Singen im Gottesdienst. Eine empirische Studie. Liturgie und Kultur. 1. Jahrgang 01-2010. (ISSN: 2190-1600)

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes SMS "Singen macht Sinn"

Projektlaufzeit:  2008 - 2011

„SMS – Singen macht Sinn“ ist ein Förderprojekt für das Singen von Grundschulkindern in der Region Ostwestfalen-Lippe. SMS will einerseits die Musizierfreude und Singfähigkeit der Schüler entwickeln und andererseits die Ausbildung der Lehrkräfte intensivieren.

Das Projekt SMS wird vom Institut für Begabungsforschung in der Musik (IBFM) der Universität Paderborn wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Das Evaluationsteam besteht aus Prof. Dr. Heiner Gembris, Stephanie Forge, M.A., Dr. Erich Beckers und Dr. Renate Beckers (2010).  

Die Evaluation berücksichtigt die verschiedenen Gruppen von Beteiligten (Schüler, Grundschullehrer, Lehramtsstudenten, Lehramtsanwärter, Vokalpädagogen). Sie untersucht insbesondere folgende Fragestellungen:  

  • Welchen Einfluss hat die Teilnahme an SMS auf Einstellungen zur eigenen Stimme, Motivationen zum Singen, musikalische Selbstkonzepte, die wahrgenommene eigene musikalische Kompetenz, die Bereitschaft zum Singen mit Schülerinnen und Schülern, etc. bei Lehramtsstudierenden und Lehramtsanwärtern, die Musik nicht als Studienfach gewählt hatten?
      
  • Wie sehen Schülerinnen und Schüler die Teilnahme an SMS: Wie erleben sie den SMS-Unterricht und SMS-Aktivitäten, welche Einstellungen und Selbstkonzepte zum Singen haben sie etc.?
      
  • Was bedeutet das Projekt für die Grundschullehrkräfte hinsichtlich möglicher Einflüsse auf ihr musikalisches Selbstkonzept, auf die wahrgenommenen Fähigkeiten zum Singen und auf den Einsatz der Stimme, auf Umsetzung des Co-Teaching zwischen Grundschullehrern und Vokalpädagogen etc.? Inwieweit werden Impulse aus SMS im Unterricht umgesetzt?
      
  • Welche Erfahrungen machen die Vokalpädagogen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Grundschullehrern, der Arbeit mit den Grundschulkindern, der Organisation und Durchführung des Projekts etc.?  

Die Evaluation findet projektbegleitend statt, so dass Zwischenergebnisse unmittelbar in das laufende Projekt zurückfließen können, um das Projekt gegebenenfalls zu modifizieren und optimieren. Teilbereiche dieser Evaluationsforschung fließen in ein Dissertationsprojekt ein. Die Fertigstellung des Abschlussberichtes ist für Ende 2011/ Anfang 2012 geplant. 

Weitere Informationen zum Projekt: siehe unter Projekt-Kurzbericht

Musikbegabung in Pop und Klassik. Begabungsbegriff und Erscheinungsformen musikalischer Begabung in unterschiedlichen Kulturen der Musik

Projektlaufzeit: 2006 - 2009

Projektleitung: Prof. Dr. Heiner Gembris

Mitarbeit: Bianca Meise, Mareike Fischer, Lena Kretschmann, Stephanie Forge

Hintergrund:
Zur Frage, wer musikalisch begabt ist und was Musikalität bedeutet, gibt es sowohl unter Musikern und Pädagogen als auch in der Wissenschaft sehr unterschiedliche und kontroverse Auffassungen. In den gut 200 Jahren, in denen die Wissenschaft verschiedenste Theorien entwickelt hat, um das Phänomen der musikalischen Begabung zu beschreiben und durch Tests zu messen, hat sie sich fast ausschließlich am Bereich der sog. Klassischen Musik orientiert (Gembris, 2002). Da der Begriff der Musikalität oder der musikalischen Begabung immer auch auf einen Musikbegriff und eine bestimmte Musikkultur bezogen ist, kann musikalische Begabung in unterschiedlichen Kulturen der Musik (z. B. Pop vs. Klassik) durchaus Unterschiedliches beinhalten (Gembris, 1999). Erst in jüngerer Zeit haben einzelne Untersuchungen damit begonnen zu untersuchen, was musikalische Begabung im Bereich der Popmusik bedeutet (Hemming, 2002; Kleinen, 2003).

Fragestellungen und Ziele:

Vor diesem Hintergrund soll das Projekt die Frage klären, was musikalische Begabung im Bereich der Klassischen Musik und im Bereich der Popmusik bedeutet, welche Unterschiede es in den Begabungsbegriffen gibt und wo Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Das Projekt gliedert sich in drei Projektmodule:

  • Projektmodul 1: Begabung in der Popmusik
  • Projektmodul 2: Begabung in der Klassischen Musik
  • Projektmodul 3: Entwicklung einer integrativen Theorie musikalischer Begabung

Methoden:

Die ersten beiden Module sind empirischer Natur. Der methodische Ansatz besteht in Leitfadeninterviews mit ausgewiesenen Experten aus dem Popmusikbereich (z.B. Songwriter, Performer, DJs, Composer, Instrumentalisten etc.) und aus der Klassik (Instrumentalisten, Pädagogen, Jurymitglieder), die inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Im dritten Modul sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Begabungsbegriffe in Pop und Klassik verglichen und in Bezug zu anderen Forschungen gesetzt werden. Das Ziel ist, a) eine integrative Theorie musikalischer Begabung zu entwickeln und b) ein vorläufiges Inventar musikalischer Begabungsmerkmale zu entwickeln, das z.B. als Basis für musikalische Begabungs-Screenigs dienen kann.

 

Einbindung in die Lehre:

Um eine optimale Verschränkung von Forschung und Lehre zu erreichen und den Studierenden einen praktischen Einblick in die Forschung zu geben, fließen Teilaspekte des Projekts in die Lehre im Rahmen des Master-Studiengangs „Populäre Musik und Medien“ ein, a) in Form von Seminaren und b) in Form von Examensarbeiten.

 

Bisherige Seminare:

„Talent und Begabung in der Rock- und Popmusik“ (SoSe 2006 / SoSe2007)

 

Bisherige Examensarbeiten:

Bianca Meise: Begabungen in der Rock- und Popmusik. Eine qualitative Studie (2006)

Ines Bunnenberg: Begabungskonzepte in der Klassischen Musik (2006)

Mareike Fischer: Talentkonzepte bei Gatekeepern in der Musikindustrie (2007).

 

Literatur:

Gembris, H. (1999). Historical Phases in the Definition of „Musicality“.  Psychomusicology, vol. 16, Spring/Fall 1997, 17-25 (volume published in July, 1999).

Gembris, H. (2002). Grundlagen musikalischer Begabung und Entwicklung. 2. Auflage, Augsburg: Wißner.

Hemming, J. (2002). Begabung und Selbstkonzept. Eine qualitative Studie unter semiprofessionellen Musikern in Rock und Pop. Münster: LIT.

Kleinen, G. (Hrsg.). (2003). Begabung und Kreativität in der populären Musik. Münster: LIT.

Musikalische Hochbegabung: Frühe Erscheinungsformen und Einflussfaktoren (abgeschlossen im April 2009)

Franziska Olbertz

Hintergrund und Fragestellung:
Musikalische Hochbegabung lässt sich kaum standardisieren. Bislang haben wir keinen „Musikalitätsquotienten“, der Musikalität annähernd so repräsentiert wie der Intelligenzquotient die Intelligenz. Es gibt offenbar sehr verschiedene Möglichkeiten, musikalisch begabt oder hochbegabt zu sein. Daher scheint es sinnvoll, Hochbegabung auf musikalischem Gebiet zunächst als ein Phänomen aufzufassen, das in der Selbst- und Fremdwahrnehmung einer Person entsteht, die bestimmte musikalische Fähigkeiten oder Verhaltensweisen zeigt. Aus welchen Fähigkeiten und Verhaltensweisen kann sich musikalische Hochbegabung im konkreten Fall konstituieren? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen einer musikalischen Hochbegabung auf der einen Seite und außermusikalischen Fähigkeiten, der Persönlichkeit und Entwicklungsfaktoren auf der anderen Seite?  

Ansatz und Methoden:
In zweijährigen Fallstudien wurden drei Kinder begleitet, deren Eltern und Instrumentallehrer bereits sehr früh eine außergewöhnliche musikalische Begabung festgestellt haben. Alle drei Kinder waren zu Beginn der Erhebungen erst fünf Jahre alt. Die drei Fälle unterscheiden sich stark in Bezug auf die Fähigkeiten zu improvisieren, sich theoretisch mit Musik auseinanderzusetzen, Instrumente zu beherrschen, Musik vorzutragen etc. Bei den vierteljährlichen Erhebungstreffen fanden u. a. Interviews mit den Eltern, Lehrer/-innen, Kindern statt, wurden Ton- und Filmaufnahmen gemacht, Tests für musikalische und intellektuelle Fähigkeiten durchgeführt und Forschungstagebücher geführt. Das umfangreiche Datenmaterial wird zum einen deskriptiv und zum anderen mit dem Ziel ausgewertet, fallspezifische und übergreifende Hypothesen über die Entstehung und Beschaffenheit des Phänomens musikalischer Hochbegabung zu formulieren. 

Veröffentlichungen:

  • Olbertz, Franziska (2006). The early development of three musically highly gifted children. In: Proceedings of the 9th International Conference on Music Perception and Cognition (ICMPC), Bologna, 22.-26. August 2006 (596-602). 
    PDF
  • Olbertz, Franziska (2009). Musikalische Hochbegabung. Frühe Erscheinungsformen und Einflussfaktoren anhand von drei Fallstudien. Schriften des Instituts für Begabungsforschung in der Musik (IBFM), Bd. 1. Münster: LIT 
Familiärer Hintergrund und musikalische Sozialisation von Popmusikern

Verena Marek

Projektzeitraum:  April 2007 - Januar 2008

Projektleitung: Prof. Dr. Heiner Gembris 

Über Popmusiker sind viele Klischees im Umlauf; dazu zählt auch die Vorstellung, dass Pop- und Rockmusiker aus sozialen Unterschichten stammen, musikalische Autodidakten sind und dass ihre Musik aus dieser Position heraus eine Protesthaltung gegenüber der Gesellschaft ausdrückt. Verschiedenen Beobachtungen zeigen demgegenüber, dass Popmusiker vielfach aus der Mittelschicht stammen und eine auf Unterricht basierende musikalische Ausbildung haben. Dieses empirische Projekt untersucht den familiären Hintergrund, die musikalische Sozialisation und die formale Ausbildung von Popmusikern.

Die Methodik basiert 1.) auf einer standardisierten Befragung (Fragebogen) von professionellen Popmusikern und 2.) auf einer Analyse von Biographien von Rock- und Popmusikern (Daten aus Lexika und Biographien).

Die zu erwartende Ergebnissen sind ein Beitrag a) zur Popularmusik-Forschung und b) zur musikpsychologischen Grundlagenforschung zum Themenfeld „Musikalische Sozialisation und Entwicklung“. 

Examensarbeiten
Im Rahmen des Projekts entstand eine Master-Arbeit von Verena Marek. Titel: Der Bildungshintergrund von Rock- und Popmusikstudenten an der Popakademie in Mannheim (2008.) 

Kooperationspartner:
POP.AKADEMIE Baden-Württemberg (Ltg.: Prof. Udo Dahmen) www.popakademie.de

Musikalische "Offenohrigkeit" (I): Im Grundschulalter: Entwicklung von Präferenz und Musikgeschmack

Prof. Dr. Heiner Gembris

Praktische Erfahrungen und empirische Untersuchungen zeigen, dass schon Jugendliche ausgeprägte musikalische Vorlieben und Abneigungen haben. Bei diesem Projekt in Kooperation mit Dr. Gabriele Schellberg (Katholische Universität Eichstätt) wird die Frage untersucht, inwieweit Grundschulkinder gegenüber verschiedensten Musikstilen (noch) aufgeschlossen sind. Dazu wurden ca. 590 Kinder mit klingenden Musikbeispielen befragt. Die Ergebnisse belegen dass die musikalische Offenohrigkeit umso größer ist, je jünger die Kinder sind. Bereits in der Grundschule setzt eine dramatisch zunehmende Ablehnung von Musikstilen ein, die nicht aus dem Bereich der Popmusik stammen.

 

Veröffentlichungen:

  • Gembris, H. & Schellberg, G. (2007). Die Offenohrigkeit und ihr Verschwinden bei Kindern im Grundschulalter. Jahrbuch Musikpsychologie, Bd. 19. Göttingen: Hogrefe. 
  • Schellberg, G. & Gembris, H. (2004). Musikalische Vorlieben von Grundschulkindern für Klassik, Neue Musik und Popmusik. In H. J. Kaiser (Hg.), Musikpädagogische Forschung in Deutschland. Dimensionen und Strategien. Musikpädagogische Forschung, Bd. 24 (37-46). Essen: Die blaue Eule. 
  • Schellberg, G. & Gembris, H. (2003) Was Grundschulkinder (nicht) hören wollen. Eine Studie über Musikpräferenzen von Kindern in der 1. bis 4. Klasse. Musik in der Grundschule, Heft 4/03, 48-52. 
  • Gembris, H., & Schellberg, G. (2003). Musical Preferences of Elementary School Children. Paper presented at the 5th ESCOM Conference, Hanover. In R. Kopiez, A.C. Lehmann, I. Wolther & Chr. Wolf (Eds.), Abstracts of the 5th Triennial Conference of the European Society for the Cognitive Sciences of Music (ESCOM), Hanover University of Music and Drama, September 8-13 (324). Hanover University of Music and Drama: Hanover.
Musikalische "Offenohrigkeit" (II): Replikationen der Studien zur Entwicklung von Präferenz und Musikgeschmack im Grundschulalter

Sonja Lontke, Franziska Olbertz

Projektzeitraum: 2006 
Projektleitung: 
Prof. Dr.  Heiner Gembris 

Eine Studie mit ca. 590 Kindern einer bayerischen Grundschule (siehe "Offenohrigkeit I") hatte ergeben, dass es in den ersten beiden Grundschulklassen eine weitgehende Aufgeschlossenheit gegenüber den verschiedensten Genres von Musik („Offenohrigkeit“ [„Open-earedness“]; Hargreaves 1982) gibt, die mit zunehmendem Alter rasch verschwindet und am Ende der Grundschulzeit kaum noch und teilweise gar nicht mehr vorhanden ist (s. Gembris & Schellberg 2003, 2007; Schellberg 2003, 2004). Diese Studie haben Kobbenbring & Kopiez (2006) mit 186 Grundschulkindern aus Hannover repliziert. Dabei zeigte sich eine signifikante Abnahme der Offenohrigkeit bereits zwischen der ersten und zweiten Klasse. Eine weitere Replikation der ursprünglichen Studie von Gembris & Schellberg wurde im Rahmen einer Examensarbeit (Sonja Lontke 2006)  an einer Grundschule in Paderborn mit 291 Grundschulkindern durchgeführt. Trotz der sehr unterschiedlichen Schülerpopulationen zeigten sich die gleichen Phänomene: In den ersten Grundschulklassen findet sich eine weitgehende Offenohrigkeit, die mit dem Alter schnell abnimmt und in der vierten Klasse kaum noch vorhanden ist.

Veröffentlichungen:

  • Lehmann, M. & Kopiez, R. (2011). Der Musikgeschmack im Grundschulalter - Neue Daten zur Hypothese der Offenohrigkeit. Musikpsychologie, 21, 30-55. 
  • Kopiez, R. & Lehmann, M. (2008). The "open-earedness hypothesis" and the development of age-related aesthetic reactions to music in elementary school children. British Journal of Music Education, 25(2), 121-138.
  • Kopiez, R. & Kobbenbring, M. (2006). Die Altersabhängigkeit des Musikgeschmacks: neue Ergebnisse zur Hypothese der „Offenohrigkeit“ (open earedness). In C. Spahn, Musik und Emotion. Abstracts der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie Freiburg 2006, S. 39-40. Freiburg: DGM.
Musikalische Offenohrigkeit (III) Präferenzen und Musikurteile von Grund- und Realschulkindern gegenüber Musik mit religiösen Inhalten

Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Elke Schwertner sowie Studierende des Seminars "Stairways to heaven: Musik und Religion" im WS 2006/07

Projektzeitraum:        Herbst 2006 - Sommer 2007
Projektleitung:           
Prof. Dr.  Heiner Gembris 

Eine Erweiterung der o.g. Studien zur Entwicklung des kindlichen Musikgeschmacks wurde im Nov./ Dez. 2006 vorgenommen. Dazu wurden insgesamt 380 Grund- und Realschulkindern aus dem Umkreis von Paderborn zehn stilistisch sehr unterschiedliche Musikbeispiele mit religiösen Inhalten (Klassik, E-Musik des 20. Jahrhunderts, Pop/Rock, Ethno / Weltmusik, Gospel / Soul) vorgespielt. Das Ziel dabei war zu überprüfen, inwieweit die musikalische Offenohrigkeit des Grundschulalters auch gegenüber Musik mit religiösen Inhalten zu finden ist (Gembris, Schröter-Wittke & Schwertner, in Vorb.; Gembris 2007). Auch hier war mit einigen Modifikationen  o.g. Entwicklungsverlauf der Offenohrigkeit festzustellen, wobei die religiöse Zugehörigkeit der Kinder bei einem teilweise einen Einfluss auf die Beurteilung der Musik hatte. 

Veröffentlichungen:   

  • Gembris, H. (2007). Wie gefällt Grundschulkindern Musik mit religiösen Inhalten? Vortrag anlässlich des Tages der Kirchenmusik: Kultur - Kultus - Musik. Hochschule für Musik Detmold, 22. Januar 2007 
  • Gembris, H., Schroeter-Wittke, H. & Schwertner, E. (2006). Die Beurteilung religiöser Musik bei Grund- und Realschulkindern. Unveröffentlichtes Projekt im Rahmen des Seminars "Musik und Religion" im WS 2006/2007 an der Universität Paderborn.
Hat Dir das Konzert gefallen? Kinderkonzerte im Urteil von Kindern und Eltern

Projektzeitraum: 2006 - 2007
Projektleitung: 
Prof. Dr.  Heiner Gembris  

Hintergrund

Kinder- und Familienkonzerten gehören heute bei vielen Konzert-/Opernhäusern, Konzertveranstaltern und anderen Institutionen zu wichtigen Instrumenten der Förderung des Publikumsnachwuchses. Inwieweit Kinder- und Familienkonzerte tatsächlich dazu beitragen, ein künftiges Publikum heranzuziehen und wie sie von der Zielgruppe (Kinder, Eltern) beurteilt werden, ist kaum erforscht. Auf der anderen Seite besteht bei den Veranstaltern ein Bedarf an Erkenntnisse darüber, wie die Konzerte und ihre Inszenierung Kindern und Eltern gefallen haben, um daraus Hinweise für eine optimale kindgerechte und elternfreundliche Gestaltung von Kinder- und Familienkonzerten abzuleiten.

Im Rahmen eines Seminars zum Thema „Publikumsforschung“ an der Hochschule für Musik Detmold (Studiengang Musikvermittlung) wurde ein Kinder- und Elternfragebogen entwickelt, mit dem das Publikum zweier Konzertveranstaltungen der Reihe „Concertino piccolino“ im Mai / Juni 2007 befragt wurde. Für erste Ergebnisse siehe: pdf

Musizieren im Seniorenorchester. Bedingungen, Bedeutung und Funktion musikalischer Aktivitäten im Dritten Lebensalter

Bianca Meise, Martina Schrade

Projektzeitraum:        2006

Projektleitung:           Prof. Dr.  Heiner Gembris 

Hintergrund und Forschungssituation
Kulturelle Aktivitäten im Alter werden angesichts der rapiden Zunahme der älteren Bevölkerung sowie der Verlängerung der Lebenserwartung zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen als heute. Die Mitwirkung in Seniorenorchestern bietet nicht nur die Möglichkeit der aktiven musikalischen Betätigung für den Einzelnen, sondern sie trägt auch durch die Durchführung von Konzerten zur Gestaltung des öffentlichen kulturellen Lebens bei. Während die Motivationen, Funktionen und Gratifikationen des Musizierens im Alter zumindest ansatzweise in qualitativen Studien untersucht wurden (z.B. Hartogh, 2005; Beckers, 2002), gibt es m. W. keine Untersuchungen, die sich auf das Musizieren in Seniorenorchestern oder anderen Ensembles beziehen, obwohl bekannt ist, dass gerade die sozialen Funktionen des gemeinsamen Musizierens von besonderer Bedeutung sind. Ein anderer wichtiger Aspekt des Musizierens im Alter sind die Grenzen und Möglichkeiten des Musizierens, die durch alterskorrelierte Einschränkungen in kognitiven, sensorischen und motorischen Bereichen zu erwarten sind. Damit verbunden ist die Frage, ob und wie diese in der Praxis kompensiert werden können. Zu diesen wichtigen Themen liegen bislang kaum Forschungsergebnisse vor. Hier besteht erheblicher Erkenntnisbedarf, dessen Relevanz nicht allein im Bereich der Grundlagenforschung liegt, sondern ebenso im Bereich musikalischer und musikpädagogischer Praxis anzusiedeln ist, z.B. in Hinblick auf öffentliche und private Musikschulen, die sich auf die Tatsache vorbereiten, dass in Zukunft ein wachsender Teil ihrer Schüler aus Älteren bestehen wird. 

Fragestellungen und Ziele

Das Projekt untersucht folgende Fragen bzw. Themenfelder:

  • Wer spielt im Seniorenorchester (demographische Variablen, musikalischer Hintergrund bzw. Ausbildung, allgemeiner Bildungshintergrund etc.)?
  • Funktion und Bedeutung des Musizierens (z.B. aktuelle soziale und individuelle Bedeutung für die Lebensbewältigung, Bedeutungsveränderungen im Laufe des Lebens)
  • Altersbedingte Einschränkungen und deren Bewältigung
  • Nutzung von musikalischen Bildungsangeboten (tatsächliche Nutzung und gewünschte Angebote)

Das Ziel des Projekts besteht darin, durch empirische Klärung dieser Fragen einerseits einen

  • Beitrag zur Grundlagenforschung zu leisten,
  • andererseits musikpädagogisch wichtige Hinweise für die Gestaltung von musikalischen Aktivitäten im Dritten Lebensalter zu gewinnen und
  • bildungspolitisch relevante Argument für die musikalische Betätigung im Dritten Lebensalter zu sammeln. 

Methoden
Der Forschungsansatz ist empirisch-quantitativ. Die Datenerhebung erfolgt per standardisiertem (pre-getestetem) Fragebogen in einer mehrstufigen Methodik:

  • Recherche von Seniorenorchestern im Internet (Deutschland, Österreich, Schweiz)
  • Anschreiben der Orchester mit Information über Forschungsvorhaben und Bitte um Mitarbeit
  • Versand von rückaddressierten Fragebögen an die Orchester auf der Basis positiver Antworten
  • Erfassung und Auswertung quantitativer Daten per SPSS
  • Erfassung, Kategorisierung und Auswertung der offenen Fragen (qualitativ / quantitative Analyse)   

Themenbezogene Publikationen:

  • Gembris, Heiner (2008). Musikalische Entwicklung im Erwachsenenalter. In H. Bruhn, R. Kopiez & A. Lehmann (Hrsg.), Musikpsychologie. Das neue Handbuch (Rowohlts Enzyklopädie, S.162-189). Hamburg, Reinbek: Rowohlt Taschenbuch.
  • Gembris, Heiner (2008). Musikalische Entwicklung im mittleren und höheren Erwachsenenalter.
    In H. Gembris, Musik im Alter: Soziokulturelle Rahmenbedingungen und individuelle Möglichkeiten (S. 95-130). Frankfurt: Peter Lang.
  • Gembris, Heiner & Nübel, Gerhard (2008). Musizieren im Seniorenorchester. In H. Gembris (Hrsg.), Musik im Alter: Soziokulturelle Rahmenbedingungen und individuelle Möglichkeiten (S. 281-297). Frankfurt: Peter Lang.
Musikkultur, Gesundheit und Beruf: Bildungsperspektiven in alternden Gesellschaften

Die Alterung der Bevölkerung hat eine deutliche Verschiebung der demographischen Struktur zur Folge. Diese Entwicklung ist mit weit reichenden Konsequenzen in allen Lebensbereichen verbunden und stellt unsere Gesellschaft vor vielfältige Herausforderungen. Diese Herausforderungen zu meistern ist eine, wenn nicht sogar die, zentrale Aufgabe der kommenden Jahre.

In diesem Kontext hat das Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen 2005 unter dem Titel „Geisteswissenschaften gestalten Zukunftsperspektiven!“ einen Projektwettbewerb ausgeschrieben, bei dem das Thema „Lebenspraxis und Kultur in alternden Gesellschaften“ einen Schwerpunkt bildete. Hierbei prämiert wurde der Projektvorschlag einer interdisziplinären Forschergruppe der Universität Paderborn, die aus Vertretern der Wirtschaftspädagogik Prof. Dr. Sloane, Prof. Dr. Kremer), der Psychologie (Prof. Dr. Schaper), der Musik (Prof. Dr. Gembris) sowie der Ernährung und Verbraucherbildung (Prof. Dr. Heseker) besteht.  Unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Gembris (Institut für Begabungsforschung in der Musik, Universität Paderborn) wurde im September 2006 die  interdisziplinäre Tagung "Musikkultur, Gesundheit und Beruf: Bildungsperspektiven in alternden Gesellschaften" abgehalten. Besondere Schwerpunkte bilden hierbei folgende vier Themenfelder:  

  • Produktivität, Beruf und Alter(n) 
  • Alter(n), Bildung und Gesundheit
  • Freizeit, Bildung und Kultur sowie
  • Wegweisende Modelle und Projekte

Entscheidende Anliegen dieses interdisziplinären Projektes sind, den Diskurs zwischen Experten aus Wissenschaft und Praxis zu fördern, ein Forum zur Vernetzung zu bieten, Impulse zu setzen sowie eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. In dem Bereich „Wegweisende Modelle und Projekte“ wurde insbesondere auch regionalen Institutionen und Organisationen eine Plattform zur Darstellung ihrer Aktivitäten geboten.

 

Veröffentlichung:

  • Gembris, H. (Hrsg.). (2008). Musik im Alter: Soziokulturelle Rahmenbedingungen und individuelle Möglichkeiten. Frankfurt: Peter Lang.
Das Absolventen-Projekt

Das von der DFG geförderte Absolventen-Projekt (Juli 2001 bis Dezember 2003) geht der Frage nach, was aus den musikalischen Begabungen wird, wenn sie die Ausbildung beendet und die Musikhochschule verlassen haben. Dabei wird untersucht, wie erfolgreich sich Musikhochschul-AbsolventInnen in die Berufspraxis integrieren können und welche Probleme sich dabei stellen. Es zeigt sich u.a., dass die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie Sängerinnen und Sänger an den Musikhochschulen nur begrenzt auf die tatsächlichen Anforderungen des Musiker-Arbeitsmarkts vorbereitet werden. Das Projekt leistet einerseits einen Beitrag zur Erforschung musikalischer Entwicklung im Erwachsenenalter, und ermöglicht andererseits praktische Konsequenzen für die Musikerausbildung. Eine Gesamtdarstellung der Ergebnisse wurde 2005 veröffentlicht. 

Veröffentlichungen:

  • Gembris, H (2007). Von der Musikhochschule auf den Arbeitsmarkt... und dann? Musikforum Januar - März 2007 (1), 19-21
  • Gembris, H. & Langner, D. (2006). What are Instrumentalists doing after Graduating from the Music Academy? Some Results of the Alumni ProjectIn H. Gembris (Ed.), Musical Development from a Lifespan Perspective. Frankfurt: Peter Lang. 
  • Gembris, H. & Langner, D. (2006). What are Singers Doing After Having Left the Music Academy? In H. Gembris (Ed.), Musical Development from a Lifespan Perspective. Frankfurt: Peter Lang.
  • Gembris, H. (2006). Research on Musical Development in a Lifespan Perspective: An Introduction. In H. Gembris (Ed.), Musical Development from a Lifespan Perspective. Frankfurt: Peter Lang.
  • Gembris, H. & Langner, D.  (2005). Von der Musikhochschule auf den Arbeitsmarkt. Erfahrungen von Absolventen, Arbeitsmarktexperten und Hochschullehrern. Augsburg: Wissner. 
  • Gembris, H., & Langner, D. (2003). The Professional Developement of Young Musicians: First Results of the Alumni Project. In R. Kopiez, A.C. Lehmann, I. Wolther & Chr. Wolf (Eds.), Abstracts of the 5th Triennial Conference of the European Society for the Cognitive Sciences of Music (ESCOM), Hanover University of Music and Drama, September 8-13 (p. 232). Hanover: Hanover University of Music and Drama.
  • Gembris, H.  (2004). A new approach to pursuing the professional development of recent graduates from German music academies: The alumni project. In J. Davidson, & H. Eiholzer (Eds.), The Music Practioneer: Exploring Practices and Research in the Development of the Expert Music Performer, Teacher and Listener (pp. 309-317). London: Ashgate.
  • Gembris, H. & Langner, D. (2004). Von der Musikhochschule auf den Arbeitsmarkt: Das Absolventen-Projekt. Neue Zeitung für Musik (NMZ) 6/2004, 13.
  • Gembris, H.  & Langner, D. (2004). Was machen Streicher und Bläser nach dem Musikstudium? Einige Ergebnisse aus dem Absolventen-Projekt. Das Orchester, 6/2004, 6-14.
  • Gembris, H.  & Langner, D. (2004). Gesangs-Studium – und was dann? Oper & Tanz, Juli/Aug 04, 8-11.
Projekt Junge Deutsche Philharmonie (JDPh)

In einem gemeinsamen Projekt des IBFM mit der Jungen Deutschen Philharmonie (JDPh) werden die Berufswege und Erfahrungen professioneller MusikerInnen untersucht, die Mitglieder der JDPh (gewesen) sind. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die spezifischen Grundsätze und Besonderheiten dieses Orchesters (z. B. demokratische Organisationsprinzipien und Mitbestimmung bei Programmen, Dirigenten und Solisten, Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik) auf junge Musikerinnen und Musiker und ihre berufliche Karriere auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die besondere Philosophie des Orchesters in ihrem Stellenwert für die Mitglieder zwar einem zeitlichen Wandel unterworfen ist, aber nach wie vor von hoher Bedeutung ist. Insgesamt hat sich erwiesen, dass das Orchester musikalisch und außermusikalisch für seine Mitglieder sehr förderlich ist. So haben Ehemalige der JDPh nach dem Studium deutlich bessere Chancen auf eine Orchesterstelle als Musikerinnen und Musiker, die nicht in der JDPh mitgewirkt haben. 

Veröffentlichung:

  • Gembris, H. & Olbertz, F. (2004). Die Bedeutung der Jungen Deutschen Philharmonie für die (Aus-) Bildung und berufliche Karriere junger Musikerinnen und Musiker. Eine empirische Untersuchung mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern. In Junge Deutsche Philharmonie (Hg.), Deutsche Orchester. Zwischen Bilanz und Perspektive (S. 78-100). Regensburg: ConBrio.
Funktion und Wirkung von Musik bei Begräbnissen - eine empirische Untersuchung

So wie wir in vielen Situationen des Lebens von Musik umgeben sind, ist Musik bei Trauerfeiern und Beerdigungen kaum wegzudenken. Während über Musik und ihre Wirkung allgemein oft diskutiert und auch geforscht wird, ist die Musik, ihre Funktion und Wirkung bei Trauerfeiern in Alltagskommunikation und Wissenschaft (abgesehen von theologischen Publikationen) offenbar ein tabuisiertes Thema. Durch eine Befragung (standardisierter Fragebogen) von Personen unterschiedlichen Alters soll diese Studie Aufschluss darüber geben, welche Musik Menschen bei ihrer eigenen Beerdigung wünschen und  welche Funktionen und Wirkungen sie haben soll. Darüber hinaus werden Zusammenhänge u. a. zu religiösen Einstellungen und musikalischen Präferenzen untersucht. 

Bisherige Veröffentlichungen:

  • Vortrag Prof. Dr. Heiner Gembris: Klänge stimmen die Seele - Bedeutung von Musik in Zeiten der Trauer. Donnerstag, 2. November 2005, Tagung des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur e.V. und der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf zum Thema: Musica et Memoria - Trauermusik durch die Jahrhunderte. FFFZ Tagungshaus Düsseldorf, Film Funk Fernsehzentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland
Der Einsatz von Musik zur Behandlung der Begleitsymptome bei Alzheimerkranken

In Kooperation mit Dr. med. Gerhard Nübel, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie, Geriatrie, Oberarzt Gerontopsychiatrisches Zentrum Gütersloh 

Hintergrund der Studie ist die große und weiter ansteigende Zahl von Alzheimerpatienten einerseits und dem nachgewiesenen Nutzen von Musik in der Behandlung der Begleitsymptomen von Alzheimer andererseits. Gegenstand dieser Pilot-Studie ist eine Erhebung über den Einsatz von Musik in der Betreuung von Alzheimerpatienten im Kreis Paderborn. Die Erhebung (per Fragebogen) soll Aufschluss geben über Art und Umfang des Musikeinsatzes, den Bedarf an materiellen und personellen Voraussetzung sowie über Bedarf an einschlägiger Fort- und Weiterbildung des Pflegepersonals. Auf dieser Datenbasis kann in einer späteren Stufe des Projekts ein Aufbaustudiengang „Musik in Alteneinrichtungen“ für das Fach Musikpädagogik entwickelt werden, der u.a. das Ziel hat, Multiplikatoren für die musikpraktische Anleitung von Pflegepersonal in Alteneinrichtungen auszubilden und neue Perspektiven in der Musikpädagogik zu entwickeln. Gleichzeitig wird von den Ergebnissen ein Beitrag zur begabungspsychologischen Grundlagenforschung erwartet. 

Bisherige Veröffentlichungen:

  • Gembris, H. & Nübel, G. (2006). 
    Musik in Altenheimen oder: Künftige Arbeitsfelder der Musikpädagogik. 
    In N. Knolle, Musikpädagogische Forschung, Bd. 26 (S. 283-297). Essen: Die Blaue Eule.
  • Vortrag Prof. Dr. Heiner Gembris / Dr. med. Gerhard Nübel: Der Einsatz von Musik zur Behandlung der Begleitsymptome bei Alzheimerkranken. 11. Gütersloher Geronto-psychiatrisches Symposium: Leben bis zuletzt. Das Ende neu entdecken. Mittwoch, 17.05.06, Stadthalle Gütersloh.
  • Vortrag Prof. Dr. Gembris / Dr. Nübel: Der Einsatz von Musik zur Behandlung der Begleitsymptome bei Alzheimerkranken. Samstag, 8. Oktober 2005, 9.00 - 9.45 Uhr
    Tagung Lehr- und Lernforschung in der Musikpädagogik  
    Jahrestagung des  Arbeitskreis Musikpädagogische Forschung e.V. (AMPF) 
    Veranstaltungsort: Ludwig-Windthorst-Haus der Katholischen-Sozialen Akademie Lingen

Die Universität der Informationsgesellschaft