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Schwedische Partnerschule

Foto: Prof. Dr. Christine Freitag

Kenianische Partnerschule

Foto: Prof. Dr. Christine Freitag

Verlauf des Programms
  • Lehrkräfte der Grundschulen schlagen SchülerInnen nach Abstimmung mit den Eltern für das Projekt „Balu und Du“ vor. LehrerInnen können besonders gut einschätzen, welche Schülerin oder Schüler einer zusätzlichen Unterstützung bedarf! Auswahl: (Um welches Kind machen Sie sich Sorgen?/ Welchem Kind würde eine Unterstützung durch einen jungen Erwachsenen gut tun?)
  • Innerhalb des Projekts wird über die Aufnahme des Kindes entschieden und ihm nach pädagogisch-fachlichen und organisatorischen Kriterien ein(e) StudentIn als MentorIn zugeordnet.
  • Diese setzen sich in der Folge mit den Eltern in Verbindung und klären mit ihnen den Verlauf der Angebote ab.
  • Die Studierenden arrangieren wöchentliche Treffen mit ihrem „Mogli“, während derer fördernde Angebote durchgeführt werden
  • Während des Projektjahres treffen sich die studentischen Mentoren regelmäßig in einem Begleitseminar und werden in diesem Rahmen durch prozessbegleitende Fallanalysen, praktische Beratung und theoretische Reflexionen unterstützt. Für die interne Evaluation schreiben die Studierenden wöchentlich per E-Mail Tagebuch über den Verlauf der Beziehung. Die Tagebücher werden zeitlich parallel von der Projektkoordinatorin gelesen. Auf diese Weise wird eine dichte Begleitung der Studierenden ermöglicht. Wir bieten regelmäßigen Austausch mit anderen „Balus“ und bleiben mit ihnen in Kontakt!
Was habe ich als StudentIn davon?

Qualifikationsnachweise

„Balu und Du“ ist nicht Teil des erziehungswissenschaftlichen Studiums, sondern ein Projekt, das in den Erziehungswissenschaften angesiedelt ist. Es steht grundsätzlich allen Studierenden der Universität zur Teilnahme offen.  

Für Lehramtsstudierende, die erfahrungsgemäß einen größeren Anteil an „Balus“ stellen, ist mit dem PLAZ bereits vereinbart, dass eine Anerkennung über außerschulische Praktika (nach der gültigen LPO 2003) bzw. über das Berufsfeldpraktikum (für Lehramtsstudiengänge im BA/MA) erfolgen kann. 

Im Rahmen der Lehramtsstudiengänge dient das Projekt zudem einer Schärfung des Profilbereichs „Umgang mit Heterogenität“; dieses Profil wird recht häufig von Studierenden gewählt und erhält durch das Projekt ein zusätzliches praktisches Anwendungsfeld.

Für alle anderen Studierenden müssen, je nach Studiengang, Regelungen getroffen werden, wie das Praktikum im jeweiligen Optionalbereich verankert werden kann. 

Zudem erhalten alle teilnehmenden Studierenden ein Zertifikat über Ehrenamtliches Engagement des Landes NRW, das als Nachweis sozialer Kompetenzen bei Bewerbungen erfahrungsgemäß gerne gesehen ist. 

Kompetenzerwerb

Da das Projekt „Balu und Du“ bereits seit 2002 an verschiedenen Universitäten durchgeführt wird, liegen entsprechende Erfahrungen und Forschungsergebnisse über den Kompetenzzuwachs der beteiligten Studierenden vor. Dabei geht es vor allem um den nachgewiesenen Erwerb sozialer und personaler sowie pädagogischer Kompetenzen, die auch jenseits explizit pädagogischer Arbeitsfelder eine hohe Bedeutung haben. Im Detail geht es um den Erwerb von Problemlösestrategien, konstruktivem Konfliktverhalten, Planungs- und Organisationskompetenz sowie Kommunikations- und Beratungskompetenz. Expliziter pädagogisch sind die Kompetenzen in Diagnostik und Förderung, die deutlich über die in pädagogischen Studiengängen erwerbbaren Kompetenzen hinausgehen. 

Möglich wird dieser Kompetenzerwerb nicht nur durch die Mentorentätigkeit an sich, sondern besonders über die regelmäßige Reflexion und den Austausch, der in begleitenden Seminaren und in der Arbeit an E-Mail-Tagebüchern stattfindet. Als besonderer Qualifikationsvorteil des Projekts erweist sich gerade und besonders die professionell angeleitete kollegiale Beratung der Mentoren untereinander und die gemeinsame Fallarbeit. Hier werden weitere Schlüsselqualifikationen für den Beruf praktisch erprobt. 

Das Paderborner Projekt wird eine ständige Evaluation des studentischen Kompetenzerwerbs vornehmen und darauf achten, über die Rückmeldungen eine Verbesserung zu erreichen. 

Welche Kinder werden im Projekt „Balu und Du“ begleitet?

"Moglis" sind Kinder im Grundschulalter (zwischen 6 und 10 Jahren), die sich auf dem oftmals schwierigen Weg ins Jugendalter befinden. Das Leben kann manchmal wie ein Dschungel sein. Damit sich die Kinder dabei nicht verlaufen, hilft ihnen ein "Balu", ein großer Vertrauter. Ein Kind kann "Mogli" werden, wenn es von Lehrern/ Erziehern mit Einverständnis der Eltern für das Projekt vorgeschlagen wird. Auch können sich interessierte Eltern direkt an uns wenden. 

Was kann ich – als MentorIn – erreichen? Ziele des Projekts
  • Soziale Kompetenzen stärken
  • Aggression und Gewaltbereitschaft vorbeugen
  • Neue Erlebnisse und Erfahrungen vermitteln
  • Das Handlungsrepertoire erweitern
  • Schlummernde Fähigkeiten stärken
  • Freude und Optimismus wecken
  • Schulleistungen verbessern (indirekt)
  • Aktivieren
  • Verbindung zu Freunden, Vereinen, Netzwerken herstellen
  • Förderung der Entwicklung eines positives Selbstbildes

 

 

Muss ich besondere Fähigkeiten haben?
  • Ich bin zuverlässig und nehme Abmachungen aller Art ernst.
  • Ich kann das Kind unterstützen und stärken, indem ich es an meinen Erfahrungen teilhaben lasse.

 

 

Welche Verpflichtungen gehe ich gegenüber einem „Mogli“ ein?
  • Der Kontakt zum „Mogli“ soll ein Jahr dauern.
  • Es sollen wöchentliche Treffen stattfinden (ca. 2-3 Stunden).
  • In den Ferien sollen klare Verabredungen getroffen werden (Wann? Wie lange nicht? Ab wann wieder?).

 

 

Welche Verpflichtungen gehe ich als StudentIn ein?
  • Über die Treffen muss „Tagebuch“ geführt werden (per E-Mail).
  • Regelmäßige Teilnahme am Begleitseminar ist verpflichtend.

 

 

Die Universität der Informationsgesellschaft