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Foto: Mark Joyce

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Inklusion – Im Spannungsfeld von Individualisierung und Gemeinsamkeit

Inklusion und speziell die Gestaltung inklusiven Unterrichts stellen viele Lehrkräfte vor neue Anforderungen. Einerseits sind sie angehalten, passende Lernangebote für jedes Kind bereitzuhalten, andererseits sollen sie Inklusion im Sinne sozialer Eingebundenheit herstellen.

Das Spannungsfeld ‚Individualisierung und Gemeinsamkeit‘ ist ein zentrales Thema in der Pädagogik im Allgemeinen und in der Inklusiven Didaktik im Besonderen. Gleichzeitig stellt es für Lehrkräfte täglich eine zentrale Herausforderung in ihrer Praxis dar.

Katja Scheidt hat nach Antworten auf die Frage nach der Verknüpfung von Gemeinsamkeit und Individualisierung gesucht und diese in dem Erfahrungswissen inklusionserfahrener Lehrer*innen gefunden. Diese hat sie in ihrer qualitativ angelegten Studie herausgearbeitet und mit dem vorliegenden Buch für Theorie und Praxis zugänglich gemacht.

Dabei zeigt die Autorin auf, welche Orientierungen und Praktiken inklusionserfahrene Lehrer*innen entwickelt haben, um die vermeintlichen Gegensätze ‚Gemeinsames Lernen‘ und ‚Individualisiertes Lernen‘ zusammenzuführen. Die Autorin gibt Implikationen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie für die Lehrer*innen-Bildung im Kontext Inklusion. Außerdem leistet sie mit ihrer Studie einen Betrag zur Konkretisierung und Erweiterung der Konzepte einer Inklusiven Didaktik.

„Für alle, die sich ernsthaft mit Inklusion an ihrer Schule beschäftigen, bietet dieses Buch eine Fülle praktikabler Denkanregungen.“ (aus dem Vorwort der Herausgeberin)

  

Die Autorin:

Katja Scheidt, Dr. phil., hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Lehramt an Sonderschulen studiert. Nach Absolvierung des Referendariats in Niedersachsen war sie fünf Jahre als Sonderpädagogin und zeitweise als stellvertretende Schulleiterin an einer inklusiven Grundschule in Thüringen tätig. Im Anschluss daran entstand im Rahmen ihrer sechsjährigen Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen sowie als Doktorandin an der Universität Paderborn die vorliegende Dissertation. Die Autorin legt großen Wert auf eine enge Theorie-Praxis-Verknüpfung. Aktuell arbeitet sie als Sonderpädagogin an einer inklusiven Bremer Oberschule und ist weiter an Forschungsprojekten und der Qualifizierung von Lehrer*innen für den inklusiven Unterricht beteiligt."

Vielfalt im Kindergarten - aus Kinderperspektive

Nina-Kathrin Finnern Vielfalt im Kindergarten - Verschiedenheit und Gleichheit aus Kinderperspektive

Die (integrative) Kita ist ein Ort, an dem Kinder vielfältige soziale Erfahrungen mit anderen Kindern machen. Die Untersuchung setzt hier an und geht der Frage nach, wie Kinder die soziale Vielfalt in ihrer Gruppe wahrnehmen. Forschungsleitend sind die Fragen: Welche Differenzen und Gemeinsamkeiten werden von den Kindern konstruiert? Auf welche Weise findet dies statt? Welche sozialen Funktionen haben Differenzierungspraktiken? Wie schlagen sich Konstruktionen von sozialer Vielfalt in der Peer-Kultur der Kindergruppe nieder?

Ein besonderer Fokus der Arbeit liegt auf Kindern, bei denen eine Behinderung diagnostiziert wurde. Diese werden als „Integrationskinder“ mit besonderem Förderbedarf in den Kindergarten aufgenommen. Bislang liegen wenige Erkenntnisse darüber vor, welche Bedeutung dieser formale Sonderstatus für das betroffene Kind und andere Kinder in der Gruppe hat. Zu fragen ist, inwieweit mit der Zuschreibung einer Behinderung eine besondere Wahrnehmung und Behandlung des Kindes in der Gruppe einhergeht.

Soziale Differenzen werden jedoch nicht als per se in der Kindergruppe gegeben vorausgesetzt. Vorausgehende Zuschreibungen und Kategorisierung von Gruppen durch die Forscherin werden daher vermieden, bzw. soweit diese für den Interpretationsrahmen erforderlich sind, transparent gemacht. Es wird entsprechend nicht die Perspektive einer vordefinierten Gruppe von Kindern auf eine andere Gruppe erhoben, sondern es werden die (kategorialen) Zuschreibungen, die Kinder selbst vornehmen, sowie damit verbundene Bedeutungen betrachtet. Die dynamischen Prozesse der Ko-Konstruktion von Verschiedenheit und Gemeinsamkeit im sozialen Handeln von Kindern und damit verbundene individuelle Repräsentationen rücken in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Die Untersuchung folgt einem ethnografischen Zugang mit teilnehmender Beobachtung über einen längeren Zeitraum in verschiedenen integrativen Kindergartengruppen.

Gefördert durch die Zentrale Forschungsförderung der Universität Bremen Kontakt: finnern(at)mail.upb.de SHK: Noemi Heister Publikationen Seitz, Simone; Finnern, Nina-Kathrin (2012): Inklusion in Kindertageseinrichtungen - eigentlich ganz normal. In: Timm, Albers; Jung, Stefan; Bree; Edita; Seitz, Simone (Hg.): Vielfalt von Anfang an. Inklusion in Krippe und Kita. Freiburg/Br.: Herder, S. 15-26. Seitz, Simone; Finnern, Nina-Kathrin; Korff, Natascha; Scheidt, Katja (Hg.) (2012): Inklusiv gleich gerecht? Inklusion und Bildungsgerechtigkeit. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. Finnern, Nina-Kathrin; Thim, Anja (2013): Zur Konstruktion und Reifizierung von ‚Behinderung‘ durch Forschung. In: Carmen Dorrance und Clemens Dannenbeck (Hg.): Doing inclusion. Inklusion in einer nicht inklusiven Gesellschaft. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 158–167.

 

Das Buch ist mittlerweile erschienen und frei erhältlich. 

Joyce-Finnern, N. (2017): Vielfalt aus Kinderperspektive. Verschiedenheit und Gleichheit im Kindergarten. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt. 

ISBN: 3781521583

Projekt ‚Adaption des „Index for inclusion“ für den deutschsprachigen Raum‘

Projektbeteiligte:

  • Dr. Elisabeth Plate, AG Inklusion und Sonderpädagogische Förderung, Universität Paderborn (Projektleitung)
  • Dr. Donja Amirpur, AG Inklusive Pädagogik, Universität Paderborn (Projektleitung)
  • Bruno Achermann, unabhängiger Berater für inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung Nottwil, Schweiz 
  • Prof. Dr. Maria Luise Braunsteiner, Department für Angewandte Kindheits- und Jugendwissenschaft, Pädagogische Hochschule Niederösterreich, Österreich 
  • Heidrun Demo, Fakultät für Bildungswissenschaften, Freie Universität Bozen, Südtirol
  • Prof. Dr. Andrea Platte, Forschungsschwerpunkt non-formale Bildung, TH Köln


Laufzeit: Mai 2015 – Frühjahr 2017


Finanzierung:

  • Universität Paderborn
  • Aktion Mensch
  • Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
  • Eigenmittel


Forschungsfragestellungen:

  • Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen sich zwischen den Bildungssystemen der Länder?
  • Welche Adaptionen müssen hinsichtlich der identifizierten bildungssystemischen Unterschiede im „Index for Inclusion“ vorgenommen werden, um ein Material zur Unterstützung inklusiver Schulentwicklungen in allen deutschsprachigen Ländern zu sein?


Kurzbeschreibung:

Ziel des Projektes ist die Veröffentlichung einer Adaption der neuesten Auflage des „Index for Inclusion“ (vgl. Booth/Ainscow, 2011) für deutschsprachige Länder. Im Unterschied zu einer Übersetzung geht es dabei nicht nur um sprachliche Anpassungen, sondern darüber hinaus um die Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Bildungssystems.

Der „Index for Inclusion“ dient der Unterstützung inklusiver Entwicklungsprozesse in Bildungssystemen. Er wurde unter der Leitung von Prof. Tony Booth (University of Cambridge) und Prof. Mel Ainscow (University of Manchester) in England zunächst für Schulen entwickelt und im Jahre 2000 erstmals herausgegeben.

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es inzwischen zwei englischsprachige Neuauflagen (2002, 2011) sowie weitere Ausgaben für außerschulische Bildungsbereiche, bspw. der „Index for inclusion for early years and child care“ (Booth/Ainscow/Kingston 2006). Auch international findet der Index for inclusion große Beachtung und ist bereits in über 35 Sprachen erhältlich. In Deutschland gibt es den „Index für Inklusion“ für Schulen seit 2003, herausgegeben von Ines Boban und Prof. Dr. Andreas Hinz (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg). 

Die langjährige, inzwischen weitverbreitete Arbeit mit dem „Index“ im deutschsprachigen Raum sowie die großen Veränderungen in der dritten englischsprachigen Auflage (vgl. Booth/Ainscow 2011) ließen den Bedarf an einer Neuauflage des „Index für Inklusion“ (Boban/Hinz 2003) erkennen. Eine Gruppe von Expert_innen für inklusive Bildung aus unterschiedlichen Bereichen (non-formale, informelle und formale Bildung) und aus verschiedenen deutschsprachigen Ländern nehmen sich der Adaption des Index für die deutschsprachigen Länder im Rahmen dieses Projekts an. 

Das Buch ist mittlerweile erschienen und frei erhältlich. 

Booth, T.; Ainscow, M. (2017): Index für Inklusion. Ein Leitfaden für Schulentwicklung. Mit Online-Materialien. Auch für Kindergärten, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen. Hrsg. v. Bruno Achemann; Sonja Amirpur; Maria-Luise Braunsteiner; Heidrun Demo; Elisabeth Plate; Andrea Platte. Weinheim und Basel: Beltz.  

HOCHBEGABUNG INKLUSIVE

Forschungsprojekt: Hochbegabung inklusive



Montag, 04. Juli 2011

Wissenschaftliches Forschungsprojekt
„Begabungsförderung in inklusiven Schulen“

Laufzeit: August 2011 bis November 2014
Finanziert durch: Karg Stiftung, Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Bremen.
Projektpartner: Grundschule Pfälzer Straße, Oberschule Koblenzer Straße in Bremen.
Wissenschaftliches Team: Prof. Dr. Simone Seitz (Leitung), Dr. Lisa Pfahl (Forschungsstelle Inklusion), Katja Scheidt (wiss. Mit.), Sarah Graen

Ziel der Studie:
Bestimmung von Kennzeichen begabungsfördernden Unterrichts in bewusst heterogen zusammengesetzten, d. h. inklusiven Lerngruppen (Grundschule/Oberschule) in einem soziokulturell benachteiligten Stadtteil.

Ausgangspunkt:
Heterogenität ist für die Grundschule seit ihrer Entstehung als Schulform kennzeichnend.
Grundschulklassen werden zudem seit mehreren Jahrzehnten gezielt heterogen zusammengesetzt (jahrgangsübergreifend, Integration / Inklusion). Mit der Überführung der Sekundarstufen in eine gemeinsame Oberschule werden Schüler und Schülerinnen mit heterogenen Lernausgangslagen auch in dieser Altersstufe bewusst gemeinsam unterrichtet. Das Forschungsfeld (Stadtteil) ist von kultureller und sozialer Vielfalt gekennzeichnet. Dies wurde in den am Projekt beteiligten Schulen konzeptionell aufgenommen und soll auch im Forschungsdesign entsprechend Berücksichtigung finden. Leistungsstarke und leistungsschwache Schüler und Schülerinnen sollten gleichermaßen vom Unterricht in heterogenen (inklusiven) Klassen profitieren. Vorliegende wissenschaftliche Begabungskonzepte charakterisieren begabte Kinder insbesondere als leistungsstarke und schnellentwickelnde Schüler und Schülerinnen sowie als besonders produktiv, sozial, sportlich oder kreativ.

Zentrale Fragestellung:
Welche Potentiale, Fähigkeiten und Kompetenzen von Kindern werden im inklusiven Unterricht als Begabungen verhandelt und welchen Umgang mit Begabungen von Schülern und Schülerinnen entwickeln Lehrkräfte an inklusiven Schulen?

Vorgehensweise:
Für die konkrete Unterrichtsgestaltung zentral sind einerseits die Vorstellungen und Konzepte, die Lehrkräfte über Begabungen besitzen und die ihrem didaktischen Handeln in Bezug auf Begabungsförderung unterliegen. Andererseits sind die Unterrichtsstrukturen zu berücksichtigen, die es Lehrkräften und Schülerschaft ermöglichen, Begabungen zu entfalten und zu zeigen. Neben Alter, Geschlecht, kultureller und sozialer Herkunft der Schülerschaft stellen dabei die Unterrichtspraxen in der Grundschule und der Oberschule die zentrale Vergleichsdimension der wissenschaftlichen Auswertung der qualitativen Studie dar.

Das Buch ist mittlerweile erschienen und frei erhältlich. 

Seitz, Simone; Pfahl, Lisa; Lassek, Maresi; Rastede, Michaela; Steinhaus, Friederike (2016): Hochbegabung inklusive. Inklusion als Impuls für Begabungsförderung an Schulen. Weinheim und Basel: Beltz. 

Inklusive Grundschule - LINES III

Evaluation des Projekts „Lokales Inklusions-Netzwerk zur Werte- und Normenbildung im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich“ (LINES III)

Leitung:
Prof. Dr. Simone Seitz

Wissenschaftliches Personal:
Dr. Eileen Schwarzenberg
Stephanie Schmidt (ab Mai 2014)

Studentische Hilfskräfte:
Lisa Pulsfort
Ricarda Hartmann

Laufzeit:
01.09.2013 bis 31.07.2014

Kooperationspartner:
Stadt Osterholz-Scharmbeck in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck/ Hambergen/ Schwanewede e.V. sowie der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildung und örtliche Entwicklung (ABÖE) e.V.

Finanzierung:
Europäischer Sozialfonds
Land Niedersachsen (Programm „LINES: Inklusion durch Enkulturation“)

Kurzbeschreibung:
Die qualitativ angelegte Evaluationsstudie LINES III schließt an die Projekte LINES I (Link zu abgeschlossenem Projekt) und LINES II an. Der Schwerpunkt des LINES III Projekts liegt in der prozessualen Begleitung und formativen Evaluation der Entwicklung einer Grundschule in schwieriger Lage zu einer Modellschule für Inklusion.

Ziel der Studie ist es, genauere Aussagen zur Entwicklung einer Grundschule als Modellschule für Inklusion und zur Wirksamkeit von entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen der professionellen Akteure zu erhalten.
Mittels qualitativer Erhebungsmethoden werden die Perspektiven von Schulleitung, Lehrkräften, pädagogischen MitarbeiterInnen, Eltern und SchülerInnen hinsichtlich folgender Aspekte erfasst:

  • Überzeugungen von Lehrkräften und pädagogischen MitarbeiterInnen sowie von SchülerInnen und ihren Eltern zu Inklusion – Exklusion und zur Entwicklung der Schule zur Modellschule für Inklusion sowie
  • Vernetzung im Stadtteil (Kommune), Kooperation mit außerschulischen Partnern und Akteurskonstellationen
  • Inklusiver Unterricht und inklusive soziale Settings in der Grundschule



Kontakt:
Prof. Dr. Simone Seitz
Dr. Eileen Schwarzenberg 

Publikation:

Seitz, Simone; Hartmann, Ricarda; Schmidt, Stefanie; Schwarzenberg, Eileen (2015): Inklusive Schulentwicklung. Abschlussbericht zur Evaluation des Projektes "Lokales Inklusions-Netzwerk zur Werte und Normenbildung im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich (LINES III). Im Auftrag des Europäischen Sozialfonds/ Land Niedersachsen. 

Inklusiver Matheunterricht in der Primarstufe

Inklusiver Mathematikunterricht in der Primarstufe

Prof. Dr. Natascha Korff

Der konstruktive Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ist in Forschung und Praxis der Grundschulpädagogik längst ein zentrales Thema. Dennoch mangelt es bisher insbesondere an fachdidaktischen Modellen für einen inklusiven Unterricht. Dieses Desiderat wurde mit dieser Studie aufgegriffen. Als Basis zur Entwicklung einer inklusiven Fachdidaktik wurden Beliefs von Lehrkräften zu inklusivem (Mathematik)Unterricht erhoben.

Im Ergebnis liefert die Arbeit Erkenntnisse sowohl zur weiteren Konturierung inklusiver Unterrichtsforschung wie auch zur Professionalisierungsforschung, denn neben didaktischen Implikationen wurde zugleich ein professionalisierungstheoretischer Rahmen für mathematikdidaktisches inklusionspädagogisches Denken entwickelt.

Die Dissertationsstudie wurde 2015 mit dem Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Sektion Sonderpädagogik, ausgezeichnet.

Publikation:
Korff, Natascha (2015): Inklusiver Mathematikunterricht in der Primarstufe: Erfahrungen, Perspektiven und Herausforderungen. Hohengehren: Schneider (Basiswissen Grundschule). 

Fachkraft Inklusion - LINES

LINES: Inklusionsnetzwerk Osterholz-Scharmbeck

Titel des Forschungsprojekts:

Evaluation des Projekts „Lokales Inklusions-Netzwerk zur Werte- und Normenbildung im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich“ (LINES)

Leitung:
Prof. Dr. Simone Seitz

Wissenschaftliches Personal:
Katja Scheidt
Anja Thim
Nina Finnern

Studentische Hilfskräfte:
Lisa Heinken
Anke Zimmermann

Laufzeit:
01.08.2009 bis 31.07.2010

Publikation:

Seitz, Simone; Finnern, Nina; Scheidt, Katja; Thim, Anja (2010): Fachkraft Inklusion. Abschlussbericht zur Evaluation des Projektes "Lokales Inklusions-Netzwerk zur Werte- und Formenbildung im Elementar-, Primar und Sekundarbereich" (LINES). Online verfügbar: https://www.osterholz-scharmbeck.de/portal/dokumenteplus-900000171-21040.html?naviID=900000069&brotID=&ordner=1&containerSort=0&schwelle_zuklappen=-2&titel=LINES.

Diagnostik in inklusiven Schulen - Schulbegleitforschung

Diagnostik zwischen Integration und Selektion - Schulbegleitforschungsprojekt


Im Netzwerk "Förderdiagnostik zwischen Integration und Selektion" der Bremer Schulbegleitforschung arbeiteten Forscher/innen der Universität Bremen (Arbeitsgebiet Inklusive Pädagogik) und Lehrer/innen verschiedener Bremer Schulen gemeinsam zur Frage des Verhältnisses von Integration und Selektion in Bezug auf das Phänomen "Zuschreibung sonderpädagogischen Förderbedarfs" in Schulen.

In der ersten Forschungsphase (2007-2008) wurden der diagnostische Prozess der Feststellung "sonderpädagogischen Förderbedarfs" (Dokumentenanalyse) sowie soziale Unterscheidungspraxen in Bremer Integrations- und Kooperationsklassen (Unterrichtsbeobachtungen) untersucht.

Die Ergebnisse dieser Forschungsphase wurden im September 2008 auf der Jahrestagung des Nordverbundes Schulbegleitforschung in Bremen vorgestellt.

In der zweiten Phase des Forschungsprojekts (2008-2009) wurden mittels schriftlicher Befragungen (Fragebögen) sowie Interviews Konzepte von Lehrer/innen zu "sonderpädagogischem Förderbedarf" und zu Unterrichtsmustern in Integrations- bzw. Kooperationsklassen erhoben.

Die Ergebnisse zu dieser Forschungsphase wurden u. a. im Februar 2010 auf der "Jahrestagung der Integrations-/InklusionsforscherInnen" in Innbruck / Österreich präsentiert.

Unter Dreijährige in inklusiven Kindertageseinrichtungen - Integration U3

Inklusive Pädagogik in Kitas mit Kindern unter drei Jahren Projektleitung: Prof. Dr. Simone Seitz Wissenschaftliches Personal: Natascha Korff und Viola Blaume Förderung durch: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL-Landesjugendamt) Laufzeit: August 2007 - August 2008 Kurzbeschreibung:

Für das derzeit entstehende Praxisfeld integrativer bzw. inklusiver Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen besteht die dringende Notwendigkeit zur Entwicklung von Konzepten und Qualitätskriterien.

Zu fragen ist hierbei einerseits individuumsbezogen nach der Wirksamkeit eines frühen Einstiegs von Kindern mit schwierigen Entwicklungsbedingungen in die institutionalisierte öffentliche Erziehung sowie andererseits nach der konzeptionellen Gestaltung und Qualitätssicherung. Schließlich ist nach den Implikationen dieser praktischen und strukturellen Veränderungen für die Theorieentwicklung einer inklusiven Elementarpädagogik zu fragen.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojekts „Förderung von Kindern mit Behinderung unter drei Jahren“ gingen wir mit einer explorativen Studie der Frage nach, wie eine wirksame und qualitativ gute integrative bzw. inklusive Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen organisiert und praktiziert werden kann?

Im Ergebnis wurden Wirksamkeitsindikatoren, geeignete Rahmenbedingungen sowie Qualitätskriterien entwickelt bzw. benannt.

Der Projektbericht ist fertiggestellt. Er kann über die Projektseite des LWL-Landesjugendamtes bestellt werden.

Die Universität der Informationsgesellschaft