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Foto: Free-Photos | pixabay

Foto: Cynthia Arnold

Foto: WordCloud

Forschung

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

Schreib- und Textdidaktik

Im Bereich der Schreib- und Textdidaktik liegt der Fokus auf der Erforschung von Textprozeduren. Textprozeduren stellen zentrale Ansatzpunkte sowohl für die Erforschung des Erwerbs literaler Textkompetenz als auch für die Förderung grammatischer Textkompetenz im Sinne grammatischen Lernens dar. Textsorten bzw. Texthandlungstypen sind der Ausgangspunkt, um typische grammatische Gebrauchsmuster und die mit ihnen verbundenen Handlungsschemata zunächst rezeptiv zu erfassen und zu ordnen und darauf aufbauend produktiv für das eigene Schreiben anzuwenden (vgl. Rezat 2016).

Die im Weiteren skizzierten Projekte sind in einen produktiven Fachdiskurs eingebettet. Die Einzelprojekte folgen der gemeinsamen Grundidee, aus der Erforschung des Erwerbs und der Nutzung von Textprozeduren Konsequenzen für die Förderung von Textprozeduren sowie entsprechende Förderkonzepte abzuleiten.

Materialgestütztes Schreiben

Materialgestütztes Schreiben bezeichnet einen relativ neuen Aufgabentyp des Deutschunterrichts, der seit 2012 in den Bildungsstandards der KMK für die Allgemeine Hochschulreife zu finden ist und ein verbindliches Prüfungsformat für das Abitur darstellt. Es ist auf die Anbahnung beruflicher und propädeutischer Schreibkompetenzen gerichtetet.

Sprachliche Aspekte des Lernens im Fachunterricht

Sprachsensibler Umgang mit Genres im Mathematikunterricht 

Arbeiten zu sprachlichen Aspekten des Mathematiklernens fokussieren bislang im Wesentlichen die Wort- und Satzebene. Über sprachliche Aspekte des Mathematiklernens auf der Textebene gibt es bislang wenig gesicherte Erkenntnisse.

Das Projekt beschäftigt sich mit sprachlichen Aspekten des Mathematiklernens auf der Textebene. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wodurch mathematische Texte im Sinne der Genre-Pädagogik gekennzeichnet sind und inwiefern mathematische Texte überhaupt spezifische Textmuster/Genres sind. Erkenntnisse zu diesen Fragen sind Voraussetzung für eine Auseinandersetzung mit mathematischen Textmustern/Genres innerhalb der Fachdidaktik und des Fachunterrichts und wesentlich für die Frage, was sprachsensibler Mathematikunterricht in Bezug auf die Textebene bedeutet. 

Das Projekt ist ein 2014 initiiertes Vorhaben gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Rezat (Universität Paderborn), in dem sowohl aus Lehrerperspektive als auch aus Schülerperspektive der Umgang mit mathematischen Textsorten (u.a. Sachaufgaben, Konstruktionsbeschreibungen, vgl. Rezat/Rezat 2012; Rezat/Rezat/Janzen 2016; Rezat/Rezat, 2017) qualitativ untersucht wird. 

  

„Effects on the demand of reading ability when translating mathematical tasks between different languages“ (Laufzeit: 01/01/2014 - 12/31/2016)

In dem Projekt „Effects on the demand of reading ability when translating mathematical tasks between different languages“ (Umeå University, Department of Science and Mathematics Education) werden PISA-Aufgaben aus dem Bereich Mathematik sprachvergleichend untersucht. Inhaltlich sind PISA-Aufgaben für alle Länder identisch, die Übersetzung der Aufgaben in die Einzelsprachen erfolgt nach einem normierten Vorgehen. Nichtsdestotrotz wirkt sich die jeweilige Sprache unterschiedlich auf die Anforderungen im Bereich der Lesefähigkeit aus. Im Projekt wird der Frage nachgegangen, welche Gründe es für unterschiedliche Anforderungen der Lesefähigkeit gibt und inwiefern diese unterschiedlichen Anforderungen tatsächlich sprachspezifisch sind.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Dr. Ewa Bergqvist (Head of research); Dr. Magnus Österholm; Dr. Cris Edmonds-Wathen; Frithjof Theens; Moa Eirell; Annika Manni; Debbie Michels (Umeå University); Prof. Dr. Caroline Liberg (Uppsala); Prof. Dr. Candia Morgan (London), Prof. Dr. Sara Rezat, Prof. Dr. Sebastian Rezat (Paderborn). In diesem Projekt arbeite ich beratend als Expertin für den Bereich der deutschsprachigen PISA-Aufgaben in dem Projekt.

http://www.ufm.umu.se/english/research/show-research-projects/?code=823&currentView=description

Publikationen

Rezat, Sebastian/Rezat, Sara (2017): Subject specific genres and genre awareness in integrated mathematics and language teaching. In: EURASIA Journal of Mathematics, Science & Technology Education 13 (7b), 4157-4188. DOI: doi.org/10.12973/eurasia.2017.00805a

Rezat, Sebastian/Rezat, Sara/Janzen, Sabrina (2015): Sprachsensibler Umgang mit Textmustern im Mathematikunterricht am Beispiel von Konstruktionsbeschreibungen. In: Caluori, F./Linneweber-Lammerskitten, H./Streit, Chr. (Hrsg.): Beiträge zum Mathematikunterricht 2015. Vorträge auf der 49. Tagung für Didaktik der Mathematik vom 09.02.2015 bis 13.02.2015 in Basel. Band 2. Münster: WTM, S. 736-739.

Rezat, Sara/Rezat, Sebastian (2012): Mathematische Sachaufgaben verstehen und erklären. In: Praxis Deutsch 233, S. 36-41.

Rezat, Sara (2010): Argumentations- und Kommunikationskompetenz. Fächerübergreifende Förderung in der Grundschule. In: Grundschulunterricht Mathematik 2 , S. 14-17.

Vorträge

Sara Rezat: „Functional Grammar – An Approach for comparing linguistic properties in mathematics tasks?“, University of Umea, Schweden, 6.10.2015

Sebastian Rezat/Sara Rezat/Sabrina Janzen: „Sprachsensibler Umgang mit Textsorten im Mathematikunterricht“, 49. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik, Basel, 11.2.2015

Sebastian Rezat/Sara Rezat/Sabrina Janzen: „Sprachsensibler Umgang mit Textsorten im Mathematikunterricht“, BiSS-Kolloquium „Sprachsensibler Mathematikunterricht“ an der Universität Paderborn, 30.10.2014    

Schulische Beurteilungsforschung - Kommunikation im Lehrerberuf

Lehrerinnen und Lehrer stehen in ihrem Berufsalltag vor vielfältigen kommunikativen Anforderungen. In dem Projekt Kommunikation im Lehrerberuf steht die Ermittlung kommunikativer, insbesondere schreib- und medienspezifischer Anforderungen im Berufsalltag von Lehrerinnen und Lehrern im Mittelpunkt. Methodische Grundlage bilden leitfadengestützte Interviews mit ReferendarInnen, LehrerInnen und SchulleiterInnen.

Der Schwerpunkt des Projekts stellt das beurteilende Schreiben von Lehrerinnen und Lehrern dar. Wir interessieren uns für typische Merkmale (u.a. gesellschaftlicher Zweck, institutionelle Rahmenbedingungen, Adressaten) und die sprachliche Realisierung (prototypische Textroutinen) beurteilender Textsorten wie Lehrerkommentare unter schriftlichen Arbeiten und Berichtszeugnisse und dafür, wie (angehende) Lehrerinnen schriftliche Beurteilungskompetenz erwerben (vgl. Jost/Lehnen/Rezat 2011). In diesem Schwerpunkt wird ein Korpus von Berufstexten aufgebaut. 

Aufbauend darauf stellt sich die Frage, wie sich die beruflichen Schreibprozesse in die Lehramtsausbildung und in Lehrerfortbildungen integrieren lassen. Ziel des Projekts ist daher auch die Entwicklung didaktischer Konzepte für Studium und Lehrerfortbildungen (vgl. Jost/Lehnen/Rezat/Schindler 2011).

Die Arbeit in dem Schwerpunkt ist eine Kooperation zwischen den Standorten Gießen, Köln und Paderborn. 

ProjektpartnerInnen: Prof. Dr. Jörg Jost (Köln), Prof. Dr. Katrin Lehnen (Gießen), Prof. Dr. Sara Rezat (Paderborn), Dr. Kirsten Schindler (Köln)

 

Publikationen

Rezat, Sara (2016): Fachspezifische Leistungsbewertung und –beurteilung. In: Goer, Charis/Köller, Katharina (Hrsg.): Fachdidaktik Deutsch. 2., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag, S. 97-111.

Rezat, Sara (2013): „Ich kann mich doch nicht selbst beurteilen…“ – Wege zur Selbstbeurteilung im Deutschunterricht. Basisbeitrag. In: Fördermagazin Sekundarstufe 4/2013, S. 5-8. 

Jost, Jörg/ Lehnen, Katrin/ Rezat, Sara/ Schindler, Kirsten (2011): Schriftliches Beurteilen lernen. In: Bräuer, Gerd/ Schindler, Kirsten (Hrsg.): Schreibarragements für Schule, Hochschule, Beruf, Freiburg: Fillibach, 221-239.

Jost, Jörg/ Lehnen, Katrin/ Rezat, Sara (2011): "Dein Wortbildgedächtnis ist recht gut gefestigt..." - Institutionenspezifische Beurteilungspraktiken am Beispiel schulischer Berichtszeugnisse und Lehrerkommentare. In: Birkner, Karin/ Meer, Dorothee (Hrsg.): Institutionalisierter Alltag - Mündlichkeit und Schriftlichkeit in unterschiedlichen Praxisfeldern, Mannheim: Verlag für Gesprächsforschung, 167-194.    

Betreute Dissertationen

Cynthia Arnold - Bilder im Materialgestützten Schreiben

Abstract folgt!

Professur

Prof. Dr. Sara Rezat

Fakultät für Kulturwissenschaften > Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft > Germanistische Sprachdidaktik

Sara Rezat
Telefon:
+49 5251 60-5576
Büro:
C4.316
Web:

Sprechzeiten:

im Wintersemester 2017/2018: 

dienstags, 11-13 Uhr

Tragen Sie sich bitte für einen verbindlichen Termin in den Terminkalender ein.

Die Universität der Informationsgesellschaft