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Dr. Katharina Mucha

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Dr. Katharina Mucha

Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft

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Fakultät für Kulturwissenschaften > Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft > Germanistische und Allgemeine Sprachwissenschaft

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33098 Paderborn
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33098 Paderborn

Arbeitsgebiete/ Interessen
  • Kognitive Linguistik, Literaturwissenschaft, Diskursanalyse
  • Diskurskonstruktionen, Realitätskonstruktionen; Rhetorik; Sprache und Emotion
  • Schnittstelle: Kognition, Sprache, Interaktion, Literatur; Cognitive Poetics; Cognitive Narratology
  • Sprachtheorie/ -philosophie; Symbol-/ Subjekttheorien; Theory of Mind
  • Theorien des Selbst; Embodiment/Embodied Cognition, Sprache(n) und Wahrnehmung; Kreativität, Open-mindedness
  • Komparative (historische) Linguistik (dt./engl./frz./lat., 16.-21. Jh.); Übersetzungstheorien; Textlinguistik
  • Korpuslinguistik (quantitativ-qualitativ/hermeneutisch)

Artikel als pdf auf Academia oder im Bereich "Publikationen" downloadbar.

Meine Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch. Daneben spreche ich Französisch, Italienisch (aktiv) sowie Latein und Alt-Griechisch (passiv). Weitere Sprachen möchte ich lernen und erleben.

Buch: Diskurskonstruktionen und Selbst

Mucha, Katharina (2018). Diskurskonstruktionen und Selbst. Eine kognitionslinguistische Perspektive auf interaktionale Realitäten

Die kognitionslinguistisch-interdisziplinäre Studie verknüpft Ansätze verschiedener Disziplinen – der kognitiven Linguistik, Cognitive Science, Literaturwissenschaft, Soziologie, Diskurstheorie, Psycholinguistik, Philosophie, Psychologie. Der theoretische Teil zeichnet den Weg, der zur Entwicklung des Modells der Diskurskonstruktionen und seiner Verknüpfung mit der Konzeption des Selbst führt. Der empirische Teil ist korpusbasiert (Dramen [17.-19. Jh.], Briefe [20. Jh.], Erzählungen [21. Jh.]) und richtet den Blick auf interaktionale, konditionale, binäre und pronominale Konstruktionen, die bei der Ausgestaltung von Realitäten, Imaginationen, Raum, Subjekt und Perspektiven eine Rolle spielen.

Die Schrift wird als Band der Reihe « Lettre » (Bielefeld: transcript) im Frühjahr 2018 erscheinen [Manuskript: 367 Seiten].

Forschungsarbeiten zum Buch wurden freundlicherweise gefördert durch ein Paderborner PostDoc-Stipendium und ein Heinrich Hertz-Stipendium.

Forschungsprofil

Meine Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Kognition, Sprache, Interaktion, Variation, Sprachvergleich, Sprachphilosophie, Kreativität und Literatur(theorie). Ich arbeite theoretisch, korpuslinguistisch (quantitativ/qualitativ-hermeneutisch) und experimentell/ angewandt. Meine Forschung schließt an einen weiten Rahmen theoretischer Ansätze an - wie z.B. der kognitiven Grammatik/Semantik, Konstruktionsgrammatik, Mental Space Theory, Frame-Semantik, Spracherwerbstheorien, Embodiment/Embodied Cognition, Sprach-/ Subjekttheorien, Theory of Mind, Rhetorik und Diskursanalyse. Daneben arbeite ich in dem von mir entwickelten Framework der (interaktionalen) Diskurskonstruktionen.

Kognitive Soziolinguistik: Diskurskonstruktionen & Realitätskonstruktionen

Im Forschungskonsens kognitionslinguistischer und konstruktivistischer Theorien gehe ich davon aus, dass Menschen eine je individuelle Wahrnehmungsreichweite & Aufmerksamkeitsspanne sowie eine je individuelle Verarbeitungsgeschwindigkeit und Empfindungstiefe besitzen. Hinzu kommt, dass Menschen unterschiedlichen Erfahrungen ausgesetzt sind bzw. Erfahrungen aufgrund ihrer individuellen Anlage und ihrer je denksystemischen Einbindung (die sich kontextuell gebunden aus verschiedenen Systemen speisen kann) verschieden konzeptualisieren. Im Sinne der Space Grammar Langackers sind Konzeptualisierungen gleichzusetzen mit Bedeutungen bzw. kognitiven Prozessierungen. Hieraus leitet sich ab, dass Menschen ihre Konzeptualisierungen je subjektiv und eigenperspektivisch in Symbolsysteme, z.B. Sprachen, gießen. Perspektiven ergeben sich unter Rückbindung an soziale und kulturelle Denksysteme. Dabei ist zu bedenken, dass weder soziale noch kulturelle Systeme hermetisch abgeriegelt sind, sondern aus vielen, kleinen Teilelementen organisiert als Teil-Ganzes-Relationen bestehen, die wiederum verschieden funktionalisiert in unterschiedlichen Denksystemen global oder lokal eine Rolle spielen können. Jeder Mensch konstruiert seine Realität in Abhängigkeit von Lernerfahrungen, individueller Kreativität, Gestaltungsfähigkeit und Handlungsoptionen, d.i. mit Blick auf Möglichkeiten, die er*sie* im sozialen und kulturellen Umfeld für sich als Möglichkeiten der Selbstgestaltung entdeckt oder die ihm*ihr* (als Spielelemente) zur Verfügung gestellt werden. Diskurskonstruktionen decken einen sehr weiten Umfang ab und können sprachliche Konstruktionen eines Menschen mit sich selbst oder in einem Vier-Augen-Gespräch ebenso bezeichnen wie solche in einem Drama. Selbst ein ganzer Roman, der eine bestimmte Stelle in einem Diskursnetz einnimmt und von dort aus seine Fäden in alle möglichen Richtungen spannt, kann eine Diskurskonstruktion sein. Auch ein Mensch ist eine Diskurskonstruktion im Rahmen der sozialen und kulturellen Elemente, die ihn umgeben oder in die er*sie* eingewoben ist.

Kognitive Linguistik & Literatur, Rhetorik & Emotion

Begonnen, im linguistischen Bereich wissenschaftlich zu arbeiten, habe ich mit einer sprachvergleichenden Untersuchung zu lateinischen und frühneuhochdeutschen Übersetzungen aus dem 16. Jahrhundert; dies zuerst mit Blick auf ein Buch des Neuen Testaments (Die Offenbarung des Johannes). Hierbei hat sich gezeigt, dass die syntaktisch-semantische Struktur der Texte stark an die lateinische Vorlage, aber auch pragmatische Faktoren gebunden steht, die wiederum verschiedene kognitive Prozessierungen bedingen, und zwar im Sinne einer Leserlenkung und im Sinne eines Angebots an Konzeptualisierungsmöglichkeiten. Dann habe ich die Gestaltung der Übersetzung Luthers bis ins 17. Jahrhundert hinein verfolgt, zudem die Evangelien des Neuen Testaments unter einer diskursrelationalen Fragestellung untersucht, wobei sich gezeigt hat, dass das Johannesevangelium eine große Nähe zum Genre des Dramas aufweist. Daneben habe ich mich mit deutsch- und französischsprachigen bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts (insbesondere Lessings und Diderots), ihrer Interaktionsstruktur und rhetorischen Figuren beschäftigt, die eine Rolle mit Blick auf die Evozierung von Emotionen spielen (dies auch sprachvergleichend). Von hier aus bin ich über (sprach-)philosophische Ansätze zum Phänomen der (emotiven) Raumgestaltung vorgedrungen und habe mich dann mit Goodmans Symboltheorie und der Mental Space Theory Fauconniers eingehend beschäftigt. Diese Beschäftigung hat das Tor zur Welt der (interdisziplinär angelegten) kognitiven Linguistik geöffnet, zu Langackers Space Grammar, Talmys kognitiver Semantik, Fillmores Frame Semantik, konstruktionsgrammatischen Ansätzen, Embodiment und neurowissenschaftlichen Forschungen.

Framework: Diskurskonstruktionen

Diskurskonstruktionen: Exklamative und Rhetorische(s) Fragen

Ein besonderes Forschungsgewicht liegt auf der Schnittstelle von rhetorischen Fragen und Exklamativ-Konstruktionen, wobei zu zweiteren Formen, Frequenzen und Funktionen bisher in einem großen Korpus, das Texte des 16.-20. Jh. umfasst, in syntaktischer, semantisch-pragmatischer, sprachvergleichender sowie diskurs­funktionaler Perspektive analysiert wurden (der jüngste Aufsatz hierzu, "On exclamatives", befindet sich noch iB).

Zudem konnte ich als Gastwissenschaftlerin am Linguistics Research Center der University of Texas at Austin in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hans C. Boas (Department Germanic Studies/ Linguistics Research Center) und Dr. Suzanne van der Feest (Department of Linguistics) von 08/2016 bis 07/2017 die kognitionslinguistisch-psycholinguistische Studie „Ways of Constructing Realities - Exclamatives as Emotive Discourse-Constructions“ (experimentelle Semantik/ Pragmatik, Syntax, project sketch) mit englischen Muttersprachlern im Child Language Lab durchführen (hierzu ist ein Aufsatz in Vorbereitung). Die Studie wurde vom Institutional Review Board (IRB) der UT Austin für einen Zeitraum von drei Jahren bewilligt, so dass Forschungsaufenthalte zur Vertiefung/ weiteren Differenzierung möglich sind. Der 12-monatige Forschungsaufenthalt an der UT Austin wurde freundlicherweise durch ein Heinrich Hertz-Stipendium gefördert. [Vid. Publikationen: Beitrag 12, 9, 8, 6; Artikel 2]

Interaktionale Diskurskonstruktionen/ Taking-Over-Constructions & Perspektive

Eine dritte Diskurskonstruktion stellen Interaktionale Diskurskonstruktionen oder Taking-Over-Constructions dar, die dazu dienen, die Äußerung einer Interaktionsperson in das eigene Framing (oder augenblickliche Denksystem) zu integrieren. Eine zentrale Voraussetzung, die Perspektive einer anderen Person zu reframen, besteht darin, ihre Perspektive verstanden zu haben, dies in dem Sinne, sich bewusst darüber zu sein, dass verschiedene Perspektiven (Denksysteme) möglich sind (also, eine Theory of Mind zu besitzen). Entsprechend scheint der entscheidende Punkt in dem Folgenden zu bestehen: i) ob eine Person fähig und dazu berechtigt ist, ihrer Perspektive Ausdruck zu verleihen, was u.a. von Möglichkeiten abhängt, die ihr innerhalb von Machtstrukturen und soziokulturellen Systemen zur Verfügung stehen, ii) welchen Einfluss die zum Ausdruck gebrachte Perspektive auf Individuen in Gesellschaften haben wird.

Literarische bürgerliche Trauerspiele des 18. und 19. Jahrhunderts bieten als Analysekorpus Konstruktionen, die interaktional gestaltet und sowohl auf einer schematischen als auch instanziierten Ebene vergleichbar sind mit Konstruktionen, die sich heutzutage in Kontexten (Politik, Familien, Arbeit, Freundschaften, TV-Serien, Spielfilmen, Romanen) finden lassen. Interaktionale Diskurskonstruktionen, d.i. der Wechsel zwischen zwei SprecherInnen, dienen in der hier eingenommenen Perspektive dem Ausloten (Erschmecken) der sprachlichen Konstruktion einer anderen Person, indem sie übernommen (taking over) oder unter Einbezug der eigenen Perspektive erweitert (extending) werden. Dieser Austausch scheint, i) dem Verhandeln von Realitätsverständnissen zu dienen, ii) auf der Grundlage von sehr alten “conceptual archetypes” (Langacker) zu arbeiten, die darauf zielen, den Zustand einer anderen Person zu ändern oder mit einer anderen Person in Kontakt zu kommen. Sie zeigen uns, dass trotz Verschiedenheit (Variation) kognitive Routinen existieren, die auf einer schematisierten Ebene von allen (menschlichen) Lebewesen geteilt werden (Konventionalisierung). [Vid. Publikationen: Beitrag 11; Artikel 4].

Binäre Diskurskonstruktionen

Gemeinsam ist vielen Konstruktionen, dass sie binär sind, d.h. aus je zwei komplexen sprachlichen Einheiten bestehen (P, A), die unmittelbar aufeinander bezogen werden müssen, um eine Inferenz ziehen zu können, die darauf fußt, dass beide Äußerungen (selbst je einer Domäne angehörend) im Zusammenspiel unter eine verbundene (übergeordnete) Domäne subsumiert werden können. Binäre Konstruktionen besitzen eine entscheidende Steuerungsfunktion mit Blick auf die Konstruktion von Realitäten, indem sie relationale Verhältnisse ansetzen und als Gegebenheiten oder Möglichkeiten in einer Welt etablieren. [Vid. Publikationen: Beitrag 10; Artikel 6, 3]

Mitgliedschaften
Projekt: Raum, Objekt & Perspektivität

Freundlicherweise gefördert durch eine Kurzzeitdozentur des DAAD bin ich von 09/2017 bis 12/2017 an der Université Sorbonne Nouvelle Paris 3 und arbeite zusammen mit Prof. Dr. Irmtraud Behr (Université Sorbonne Nouvelle Paris 3) am Thema Raum, Objekt, Perspektivität. Hierzu führen wir auch einen experimentellen Kurs mit Studierenden der Sorbonne Nouvelle durch, der Paris als Stadt von unterschiedlichen Monumenten aus betrachtet in den (zweisprachigen) konstruktivistischen Blick nimmt. Im Frühjahr 2018 wird es einen kleinen Workshop in Paris zu dieser Thematik geben. Neben einem Kurs zu historischer Linguistik gebe ich auch eine Vorlesung zu Cognitive Linguistics an der École doctorale.

Tagung _ Workshop

2017

16. bis 18. November 2017 (zusammen mit Prof. Dr. Michel Lefèvre): Bilateraler Workshop (Frankreich - Deutschland) mit internationaler Note an der Université Paul Valéry Montpellier 3: Konstruktionen, Kollokationen, Muster – Geerbte Strukturen, Übertragung in neue Realitäten (Homepage); freundlich unterstützt vom CREG und der Université Paul Valéry. Zudem ausgezeichnet durch eine Sponsorship von PALA (Poetics And Linguistics Association).

Die Thematik des Workshops ist eingebunden in den aktuellen Forschungsschwerpunkt des Centre de Recherches et d'Études Germaniques: Erben, weitergeben: Mechanismen und Prozesse – Hériter et transmettre: mécanismes et processus.

2015

18. bis 20. November 2015 (in Kooperation mit Prof. Dr. Waldemar Czachur): Workshop für Studierende Kognitive Linguistik & Literatur am Germanistischen Institut der Universität Warschau.

2014

06. bis 08. November 2014 (zusammen mit Prof. Dr. Michel Lefèvre und Prof. Dr. Rainer Hünecke): Tagung an der Université Paul Valéry Montpellier 3: Rhetorik und Kulturen; freundlich unterstützt vom CREG und der Deutsch-Französischen Hochschule (Forschungsatelier).

Die Thematik der Tagung war eingebunden in den Forschungsschwerpunkt des Centre de Recherches et d’Études Germaniques: Leitkulturen und Gegenkul­turen (Tagungsband).

08/2017 - 05/2018

Postdoc-Stipendiatin

Universität Paderborn

09/2017 - 12/2017

DAAD Kurzzeitdozentur

Université Sorbonne Nouvelle – Paris 3 (Département d’Etudes Germaniques/ École doctorale 514)

08/2016 - 07/2017

Gastwissenschaftlerin

Linguistics Research Center, University of Texas at Austin

Stipendiatin der Heinrich Hertz-Stiftung 

12/2014 - 07/2016

Postdoc-Stipendiatin

Universität Paderborn

04/2014 - 07/2015

Lehrbeauftragte

Universität Paderborn

04/2013

Beginn einer schriftstellerischen Tätigkeit

02/2010 - 03/2013

Lehrkraft

Gymnasien Berlin (Latein, Deutsch; 02/2012 - 03/2013 Fachleitung & Fachseminarleitung Latein; Jazz & Modern Dance)

08/2009 - 09/2010

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

07/2009

2. Staatsexamen

Berlin [09/2006 - 06/2007 Lehrkraft mit dem 1. Staatsexamen; 01/2008 - 07/2009 Referendariat, verkürzt]

02/2009

Promotion

Freie Universität Berlin (Deutsche Philologie, Linguistik)

02/2005

1. Staatsexamen

Freie Universität Berlin (Sek. I u. II; Latein, Deutsch)

04/1980

Geburtstag

Artikel in Zeitschriften

6. Mucha, Katharina (angenommen). (Binäre) Diskurskonstruktionen, mental spaces, Realitätskonstruktionen – theoretisch betrachtet und korpusbasiert exemplifiziert am ‚Dramatischen Dialog’ des 16.-18. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für Semiotik 38, 3/4.

5. Mucha, Katharina (2017). Identität in der Krise – Indexikalische Prozesse der medialen (De-)Konstruktion von Identitäten, in: Cahiers d’Études Germaniques 73, 155-170. [Preprint]

4. Mucha, Katharina (2017). Interaktionale Diskurs-Konstruktionen korpusbasiert: Perspektive, Selektion, Extension, in: Wirkendes Wort. Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre 67, 1, 113-149. [PDF]

3. Mucha, Katharina (2016). Diskurs-Konstruktionen als mentale Raumkonstruktionen - Zur emotiven Funktion von Literatur aus der Perspektive kognitionslinguistischer Theoriebildungen, in: Journal of Literary Theory, Bd. 10/2 (Funktionen von Literatur), 271-302. DOI: 10.1515/jlt-2016-0011. [PDF]

2. Mucha, Katharina (2016). W-Exklamativ-Konstruktionen als soziokulturelle Muster von Emotionsrepräsentationen – am Beispiel von bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für deutsche Philologie, Bd. 135/1, 111-151, www.zfdphdigital.de/ZfdPh.01.2016.111. [PDF]

1. Tummuseit, Katharina (2010). Zur Übersetzungskompetenz: Die Arbeit mit valenzgrammatischen Satzbauplänen im Lateinunterricht der Sek. II, in: Pegasus-Onlinezeitschrift, 1, 114-135 (+ 17 Anhänge Unterrichtsmaterialien) [PDF].

Beiträge in Sammelbänden

12. Mucha, Katharina (iDr). Exklamativ-Konstruktionen historisch, in: Ziem, Alexander, Alexander Lasch (Hg.) (2017), Konstruktionsgrammatik VI. Historische Konstruk­tions­grammatik: Konvergenzen und Divergenzen im Sprach- und Konstruktions­wandel (Arbeitstitel). Tübingen: Stauffenburg (7.800 Wörter).

11. Mucha, Katharina (2017). Taking-Over-Constructions for Self-Framing, in: Filatkina, Natalia, Sören Stumpf (Hg.), Conventio­nalization and Variation/ Konventionalisierung und Variation. Frankfurt/M.: Peter Lang [Preprint].

10. Mucha, Katharina (iDr). Diskurs-Konstruktionen und mental spaces zur Stabilisierung von Zärtlichkeits-Konzepten im Drama des 18. Jahrhunderts, in: Steigerwald, Jörn, Burkhard Meyer-Sickendiek (Hg.), Das Theater der Zärtlichkeit: Affektkultur und Inszenierungsstrategien in Komödie, Tragödie und Oper des vorbürgerlichen Zeitalters (1630-1760). Reihe: Culturae. Intermedialität und historische Anthropologie. Wiesbaden: Harrassowitz [Preprint].

9. Mucha, Katharina (2017). Zur Diskurs-Konstruktion Rhetorische(s) Fragen in bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts, in: Sergej Nefedov, Ljubov Grigorieva, Bettina Bock (Hg.), Deutsch als Bindeglied zwischen Inlands- und Auslands­germanistik. Beiträge zu den 23. GeSuS-Lin­guistik-Tagen in Sankt Petersburg, 22.–24. Juni 2015. Bd. 5, Hamburg: Dr. Kovac), 239-248. [Preprint]

8. Mucha, Katharina (2016). Selbst- und Identitätsgestaltung in kognitionslinguistischer Perspektive – (Netze von) Diskurskonstruktionen exemplifiziert an Briefen des 20. Jh.s, in: Grotek, Edyta, Katarzyna Norkowska (Hg.), Sprache und Identität – Philologische Einblicke. Berlin: Frank & Timme, 141–153 [Preprint].

7. Mucha-Tummuseit, Katharina (zusammen mit Michel Lefèvre und Rainer Hünecke) (2016). Vorwort der Herausgeber/in, in: Dies. (Hg.), Rhetorik und Kulturen, 9-14 [PDF].

6. Mucha-Tummuseit, Katharina (2016). Rhetorische Emotionsrepräsentationen in bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts, in: Michel, Lefèvre, Katharina Mucha-Tummuseit, Rainer Hünecke (Hg.), Rhetorik und Kulturen, 215-247 [PDF].

5. Mucha-Tummuseit, Katharina (2015). Zur Komplexität von Diskursrelationen (da+V2; V1) in den frühneuhochdeutschen Übersetzungen der Evangelien, in: Pasques, Delphine (Hg.), Komplexität und Emergenz in der deutschen Syntax (9. – 17. Jh.). Akten des Kolloquiums in Paris (Sorbonne IV), September 2013. Berlin: BSS, Bd. 30, 309-342 [PDF].

4. Tummuseit, Katharina (2014). „Les langues n`ont pas autant de mots que nous avons d`idées“ – Metaphern als Mittel der Gefühlsdarstellung: Diderots Drama 'Le Fils naturel' im Vergleich zur deutschen Übersetzung Lessings, in: Lefèvre, Michel (Hg.), Linguistische Aspekte des Vergleichs, der Metapher und Metonymie. Akten des Kolloquiums in Montpellier, Januar 2013. Tübingen: Eurogermanistik, 133-152 [PDF].

3. Tummuseit, Katharina (2012). Lessings Diderot: Le Fils naturel und Le Père de famille – Übersetzungen zur Bildung des dramatischen Geschmacks, in: Lefèvre, Michel (Hg.), Syntaktischer Wandel in Gegenwart und Geschichte. System, Norm und Gebrauch. Akten des Kolloquiums in Montpellier, Juni 2011. Berlin: BSS, Bd. 28, 55-87 [PDF].

2. Tummuseit, Katharina (2011). Lessings Sprache der Leidenschaften: Dramatische Satzstrukturen, ihre Aufbauprinzipien und Textfunktionen in den bürgerlichen Trauerspielen "Miß Sara Sampson" (1755) und "Emilia Galotti" (1772), in: Desportes, Yvon, Franz Simmler, Claudia Wich-Reif (Hg.), Syntaktische Variabilität in Synchronie und Diachronie vom 9. bis 18. Jahrhundert. Akten des Kolloquiums in Bonn, Juni 2010. Berlin: BSS, Bd. 24, 415-448 [PDF].

1. Tummuseit, Katharina (2010). Zur Entwicklung der Gesamtsatzstrukturen in revidierten Fassungen der Luthertradition: Die Offenbarung des Johannes in zwei Frankfurter Bibelausgaben der 1560er Jahre und in der Revisionsausgabe der Wittenberger Fakultät (1661), in: Simmler, Franz, Claudia Wich-Reif (Hg.), Geschichte der Gesamtsatzstrukturen vom Althochdeutschen bis zum Frühneuhochdeutschen, Sonderband zum Jahrbuch für Internationale Germanistik, Bd. 104. Bern et al.: Peter Lang Verlag, 283-328 [PDF].

Bücher

Monographien

Mucha, Katharina (2018). Diskurskonstruktionen und Selbst. Eine kognitionslinguistische Perspektive auf interaktionale Realitäten. Reihe « Lettre​ ». Bielefeld: transcript (Publikation in Vorb. für das Frühjahr 2018). [Manuskript: 367 Seiten]

Tummuseit, Katharina (2009). Gesamtsatzstrukturen, ihre Aufbauprinzipien und Textfunktionen in der Offenbarung des Johannes von anno 1522 bis anno 1545 in den Übersetzungen von Luther, Emser, Zwingli, Dietenberger und Eck. (Berliner Sprachwissenschaftliche Studien, Bd. 16) Berlin: Weidler Verlag (Dissertationsschrift, 457 S. und CD-ROM, 228 S.) [Auszug: XIV. Conclusio].

Herausgabe

Lefèvre, Michel, Katharina Mucha-Tummuseit, Rainer Hünecke (Hg.) (2016). Rhetorik und Kulturen. Akten der Tagung in Montpellier (Université Paul Valéry), November 2014. Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien: Peter Lang Verlag (Reihe: Zivilisationen & Geschichte, Bd. 38, 410 S.) [Link].

Rezensionen

Mucha, Katharina (iDr.). Rezension zu Jäger, Ludwig, Werner Holly, Peter Krapp, Samuel Weber, Simone Heekeren (Hg.) (2016). Sprache – Kultur – Kommunikation, Language – Culture – Communication. Ein internationales Handbuch zu Linguistik als Kulturwissenschaft, An International Handbook of Linguistics as a Cultural Discipline. Berlin, Boston: de Gruyter, in: Text und Diskurs 10.

Tummuseit, Katharina (2012). Rezension zu Jones, Howard (2009). Aktionsart in the Old High German Passive, in: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft 4/2, 190-197 [vid. auch Author’s response to the review, in: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft 5/2 (2013), 156-164].

Vorträge

2018

Möglichkeitsbedingungen von Konditionalität im Lichte kognitiver Prozessierungen (veranschaulicht an Texten des 16.-18. Jh.) [Eingeladen, 15. bis 17. November 2018, Syntax-Kongress zur Geschichte der deutschen und französischen Syntax: „Textkohärenz und Gesamtsatzstrukturen in der Geschichte der deutschen und französischen Sprache vom 8. bis zum 18. Jahrhundert“, Université Paris Sorbonne IV, Veranstalterin: PD Dr. Delphine Pasques].

2017

Exklamation und Aspekt [Vortrag im Seminar des CEREG, Centre d'études et de recherches sur l'espace germanophone, 24. November 2017, Université Sorbonne Nouvelle Paris 3, eingeladen von Prof. Dr. Irmtraud Behr].

Diskurskonstruktionen, Conceptual Integration (Blending), Realitätskonstruktionen [Bilateraler Workshop (Frankreich - Deutschland) mit internationaler Note "Konstruktionen, Kollokationen, Muster – Geerbte Strukturen, Übertragung in neue Realitäten", 16.-18. November 2017, Université Paul Valéry Montpellier 3 (Homepage)]. 

Interactional Discourse Constructions: A sociocognitive and constructivist perspective on language(s) and realities [angenommen, Tagung „Sprache und Wahrnehmung/ Language and Perception“, 7.-9. September 2017, Universität Bern. Veranstalter/in: Prof. Dr. Elke Hentschel & Walter Benjamin Kolleg, Center for the Study of Language and Society].

Interactional Discourse Constructions: Perspective, Selection, Extension [angenommen (paper presentation), 37th Annual Conference of the Poetics and Linguistics Association [PALA], 19.-22. Juli 2017, West Chester University of Pennsylvania].

2016

Konstruktionsübernahmen als Selbstübernahmen/ How do your words taste? Taking-Over-Constructions for Self-Framing [angenommen, 1. bis 3. August 2016, EUROPHRAS-Tagung: „Wortverbindungen im Sprachsystem und in der Sprachverwendung: theoretisch, methodisch, integrativ“, Universität Trier, Veranstalter/in: Dr. Natalia Filatkina, Dr. Sören Stumpf].

Ambiguitäten - Struktur und Sinn [Eingeladen, 31. Mai 2016, Vortrag im Rahmen der Reihe "Kulturelle Kommunikation", Universität Paderborn, Veranstalterin: Prof. Dr. Britt-Marie Schuster (Universität Paderborn)].

Exklamativ-Konstruktionen in historischer Perspektive [Eingeladen, 17. bis 18. Februar 2016, Internationaler Workshop im Rahmen des Arbeitskreises „Konstruktionsgrammatik des Deutschen“: Historische Konstruktionsgrammatik: Konvergenzen und Divergenzen im Sprach- und Konstruktionswandel, Universität Düsseldorf, Veranstalter: Dr. Alexander Lasch (Universität Kiel), Jun.-Prof. Dr. Alexander Ziem (Universität Düsseldorf)].

(zusammen mit Nadja Geck) Prägung von Gefühlskonstruktionen durch kulturelle Wertvorstellungen? – Schreiberinnen im 20. Jahrhundert  [14. bis 16. Januar 2016, 1. Netzwerktagung KULI, Universität Stockholm, Veranstalterinnen: PD Dr. Juliane Schröter (Universität Zürich), Dr. Susanne Tienken (Universität Stockholm)].

2015

Konstruktionsgrammatik in der Anwendung [Eingeladen, Vortrag am 18. November 2015, Germanistisches Institut der Universität Warschau].

Identitätskonstruktion als Weltzugang [15. bis 17. November 2015, Internationale Konferenz „Sprache und Identität“, Nikolaus-Kopernikus-Universität Thorn, Veranstalterin: Dr. Edyta Grotek].

Pragmatische & rhetorische Aufgaben der Konstruktionen >sehen dass/wie NP+VP<, >sehen NP+VPINF< in (früh)neuhochdeutschen Bibelübersetzungen (NT) [24. bis 26. September 2015, 7. Jahrestagung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte „Historische Sprachkontaktforschung“, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Veranstalterin: Prof. Dr. Claudia Wich-Reif].

Sprachliche Konstruktionen zur Stabilisierung von Zärtlichkeits-Konzepten im Theater des 17./ 18. Jahrhunderts (Weise, Lessing, Pfeil, Diderot) [Eingeladen, 23. bis 25. September 2015, Interdisziplinäre Tagung „Das Theater der Zärtlichkeit: Affektkultur und Inszenierungsstrategien in Komödie, Tragödie und Oper des vorbürgerlichen Zeitalters (1630-1760)“, Universität Paderborn, Veranstalter: Prof. Dr. Jörn Steigerwald (Universität Paderborn), PD Dr. Burkhard Meyer-Sickendiek (Freie Universität Berlin)].

Zur Diskurs-Konstruktion Rhetorische(s) Fragen in bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts [22. bis 24. Juni 2015, GeSuS-Fachtagung „Die Sprachen Mitteleuropas und darüber hinaus“, 23. Linguistik- und Literaturtage), Staatliche Universität St. Petersburg, Veranstalter: GeSuS].

Zur Rhetorik der Emotionen in Dramen des 16. und 17. Jahrhunderts [10. bis 13. Juni 2015, Internationale Fachtagung „Textsortenwandel vom 9. bis zum 19. Jahrhundert“, Universität Paderborn, Veranstalterin: Prof. Dr. Britt-Marie Schuster].

2014

Rhetorische Emotionsrepräsentationen in bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts [6. bis 8. November 2014, Interdisziplinäre Tagung „Rhetorik und Kulturen – Diskurse im Spannungsfeld zwischen Leitkultur und Nebenkulturen“, Université Paul Valéry (Montpellier), Veranstalter: Prof. Dr. Michel Lefèvre (Université Paul Valéry), Dr. Katharina Mucha-Tummuseit (Universität Paderborn), Prof. Dr. Rainer Hünecke (TU Dresden)].

2013

Zur Komplexität von Diskursrelationen (da+V2/ V1) in frühneuhochdeutschen Übersetzungen der Evangelien [26. bis 28. September 2013, Internationale Konferenz „Komplexität und Emergenz in der deutschen Syntax (9. – 17. Jh.)“, Université Paris-Sorbonne IV, Veranstalterin: Dr. Delphine Pasques].

„Les langues n`ont pas autant de mots que nous avons d`idées“ – Metaphern als Mittel der Gefühlsdarstellung: Diderots Drama 'Le Fils naturel' im Vergleich zur deutschen Übersetzung Lessings [Eingeladen, 25. bis 26. Januar 2013, Germanolinguistenkolloquium „Linguistische Aspekte des Vergleichs, der Metapher und Metonymie“, Université Paul Valéry (Montpellier), Veranstalter: Prof. Dr. Michel Lefèvre].

2011

Lessings Diderot: Le Fils naturel und Le Père de famille – Übersetzungen zur Bildung des dramatischen Geschmacks [9. bis 11. Juni 2011, Internationales Kolloquium „Syntaktischer Wandel in Gegenwart und Geschichte. System, Norm und Gebrauch“, Université Paul Valéry (Montpellier), Veranstalter: Prof. Dr. Michel Lefèvre].

2010

Lessings Sprache der Leidenschaften: Dramatische Satzstrukturen, ihre Aufbauprinzipien und Textfunktionen in den bürgerlichen Trauerspielen ‚Miß Sara Sampson’ (1755) und ‚Emilia Galotti’ (1772) [9. bis 12. Juni 2010, Internationales Kolloquium „Syntaktische Variabilität in Synchronie und Diachronie vom 9. bis 18. Jahrhundert“, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Veranstalterin: Prof. Dr. Claudia Wich-Reif]. 

Die Universität der Informationsgesellschaft