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Die Bereiche des Instituts

Foto: Yvonne Ruhose

Jun. Prof. Dr. Nicole M. Wilk

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Publikationen

Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft

Juniorprofessorin

Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft > Germanistische und Allgemeine Sprachwissenschaft

Juniorprofessorin

Telefon:
+49 5251 60-2816
Büro:
H3.201 (Karte)
Sprechzeiten:

Sprechzeit im Wintersemester 2016/17

Di, 11-12 Uhr, und nach Vereinbarung

Sprechzeit in der vorlesungsfreien Zeit

jeweils Di, 9-10 Uhr, am 14.2., 21.2., 7.3., 28.3. und nach Vereinbarung

Web:
Besucher:
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Postanschrift:
Warburger Str. 100
33098 Paderborn

Sprechzeit

Sprechzeit im Wintersemester 2016/17

Di, 11-12 Uhr, und nach Vereinbarung

Forschungsinteressen

Diskurslinguistik / Diskursgrammatik

Multimodalität

Sprache und Raum

(Stadt-)Geschichtskommunikation

Werbekommunikation

 

 

Historisches Paderborn-App (HiP-App)

Fächerübergreifendes Projekt „Historisches Paderborn“-App (HiP-App)

http://www.uni-paderborn.de/fileadmin/presse-kommunikation/un/UN-32-web-si.pdf

Projekt 1: Urbane Geschichtsdiskurse

Raumbasierte Gattungen zur Stadtgeschichte

Kommunikationsangebote zur Stadtgeschichte „vor Ort“ haben sich in den letzten Jahren vervielfältigt. Sie reichen von komprimierten Angaben zur Errichtung, Gründung und Erneuerung zentraler Gebäude auf Schildern und Pulten über anekdotenhafte „Histörchen“ der stadtgeschichtlichen Audioguides bis zu komplexen Sprache-Bild-Konstellationen in Städte-(Web-)Apps. Aus medienlinguistischer Sicht sind hier einerseits Prozesse der sprachlichen und multimodalen Musterbildung im Medienwechsel interessant, andererseits kann über den Aufbau geeigneter Korpora themenbezogen die Transformation populärer Topoi der (Stadt-)Geschichtsschreibung ("das Mittelalter“, die „Stunde Null“) korpuslinguistisch und hermeneutisch ermittelt werden. Die kommunikative Qualität "angebrachter Gattungen" ist dabei so auszudifferenzieren, dass "Materialität" als textualisierende Größe auf medialer und auf konzeptioneller Ebene in den Blick kommt.

Un-Making History – Medien- und diskurslinguistische Studien zur urbanen Wissenskommunikation am Beispiel der Toposvariation zur »Stunde Null«

Stadtgeschichte ist Teil des kollektiven Gedächnisses. Sie manifestiert sich in der Architektur ebenso wie über Straßen- oder historische Ereignisnamen. Einer ihrer zentralen Topoi ist der des „verwundbaren Stadtkörpers“, der im Rahmen vielschichtiger Vergegenwärtigungsprozesse, Authentisierungs- und Historisierungsverfahren wirksam wird. Die Leitfrage, wie die Städtezerstörung in ausgewählten deutschen Städten am Ende des Zweiten Weltkriegs auch in Verbindung mit den Ereignissen des Nationalsozialismus kontextualisiert wird und Ausschnitte der Geschichte für die z.T. anthropomorphisierten Städte relevant gemacht werden, wird in einem medien- und diskurslinguistischen Rahmen im Hinblick auf das Zusammenspiel von Deutungsmustern und ihren soziomateriellen Verortungen untersucht. Die Beschreibung dieser verräumlichten und verräumlichenden Wissensformate verbindet diskursgrammatische Formen situierter und situierender Schriftlichkeit mit dem Desiderat einer systematischen Beschreibung medialer Dispositive des und im Städtischen.

Projekt 2: Ernährungskommunikation

Ernährungskommunikation in den (Neuen) Medien

Der Schnappschuss der selbstgemixten Müslivariation wird in Facebook veröffentlicht, per WhatsApp erhalten gleich mehrere Kollegen einen Eindruck des heutigen Kantinengerichts und auf einer einschlägigen Plattform wird eine neue Variante eines bekannten Gerichts veröffentlicht – Leicht entsteht der Eindruck, dass die bildlichen und sprachlichen Handlungen zu den Themen Kochen und Ernährung mehr Zeit beanspruchen als die tagtäglichen Ess- und Zubereitungsakte selbst. Ratgeber- und Kommunikationsangebote in den Neuen und Sozialen Medien dokumentieren eine Fülle individueller Positionierungen rund um die Topoi der gesunden Ernährung, des informierten Körpers und der Ausgewogenheit, die zwischen Speise- und Subjektkategorien hin- und herwechselt. Auf der Grundlage diskurslinguistischer Studien zur Verfestigung ernährungsbezogenen Wissens in der öffentlichen Kommunikation steht die Rolle des Sprechens über Essen in verschiedenen Interaktionstypen im Vordergrund. Methodologisch erweist sich dabei eine Übertragung konversationsanalytischer Kategorien zur Intersubjektivität auf die digitale Kommunikation über Ernährung und Habitus als ertragreich.

18.02.2016

Akademischer Werdegang

1996–2001 Studium der Germanistik und Sozialpsychologie an der Universität Hannover (Leibniz Universität Hannover)
2000 Stipendium, Internationale Frauenuniversität, Expo 2000 Hannover
2001 Magister, Universität Hannover (heute Leibniz Universität Hannover)
2001 Preis der Universität Hannover (heute Leibniz Universität Hannover) im Rahmen der Prämierung hervorragender studentischer Leistungen
2002–2003 Wiss. Mitarbeiterin am Seminar für Deutsche Literatur und Sprache, Universität Hannover (Leibniz Universität Hannover)
2003 Promotionsabschlussstipendium, Frauenbüro Hannover
2003 Promotion, Universität Hannover (heute Leibniz Universität Hannover)
2004–2005 Lehraufträge, Universität Hannover (heute Leibniz Universität Hannover)
2004–2007 Wiss. Mitarbeiterin, Stiftung Universität Hildesheim, Institut für deutsche Sprache und Literatur
2007–2008 Wiss. Mitarbeiterin, Universität Paderborn
seit 2008 Juniorprofessur, Universität Paderborn
2009–2012 Elternzeit
2013 Assoziation im DFG-Graduiertenkolleg „Automatismen“, Universität Paderborn
2014 Zwischenevaluation
2015 Forschungspreis der Universität Paderborn im Rahmen des interfakultären Lehr- und Forschungsprojekts zur „Historisches Paderborn“-App

Publikationen

Monografien

2004. Verstehen und Gefühle. Entwurf einer leiborientierten Kommunikationstheorie. Frankfurt am Main/ New York: Campus.

2002. Körpercodes. Die vielen Gesichter der Weiblichkeit in der Werbung. Frankfurt am Main/ New York: Campus.


Herausgeberschaften

2010. Esswelten. Über den Funktionswandel der täglichen Kost. (Reihe „Welt – Körper – Sprache. Perspektiven kultureller Wahrnehmungs- und Darstellungsformen“ herausgegeben von Eva Kimminich, Band 8) Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang.

zusammen mit Lutz Hieber, Hans-Joachim Jürgens, Eva Koethen, Gertrud Schrader und Florian Vaßen 2006. Der kartographische Blick. Reihe „Kultur: Forschung und Wissenschaft“ Bd. 6. LIT-Verlag: Hamburg.


Aufsätze

(eingereicht) „Das ist kein neuer kalter Krieg“ – Zum Zusammenhang von Metadiskurs 
und Standardbildung aus diskurslinguistischer Sicht. In: Müller, Martin und Christoph Neubert (Hrsg.): Standardisierung und Naturalisierung (Arbeitstitel). Paderborn: Fink.

(eingereicht) Der „Arabische Frühling“. Die Namenwerdung einer politischen Metapher. In: Hofmann, Michael (Hrsg.): Revolte und Tradition. Beiträge der deutsch-tunesischen Germanistik. Dresden: Thelem-Verlag.

2016 (zusammen mit Kristina Stog). Digitalisierung von geschichtlichem Wissen im Raum und raumgebundener Erinnerungskultur – am Beispiel von Straßennamen. In: Dhd 2016: Modellierung - Vernetzung - Visualisierung. Die Digital Humanities als fächerübergreifendes Forschungsparadigma, Universität Leipzig 7.-12. März, Konferenzabstracts, Leipzig, S. 77-79. Online unter: dhd2016.de/boa.pdf

2015. „Gebäude erzählen Geschichte(n)“. Medienlinguistische und diskursgrammatische Untersuchung zur multimodalen Herstellung historischer Stadt-Räume durch Schilder, Pulte, Stelen, Mobile Tagging und Apps. In: Networks: die Online-Schriftenreihe des Projekts mediensprache.net, Nr. 72. Hannover. Volltext unter: www.mediensprache.net/networx/networx-72.pdf

2015. Die kommunikative Rolle „gesunder Ernährung“ in den Medien. Medienlinguistische Untersuchung von Beitragsketten in zwei Internetforen. Ernährungs Umschau 2/2015 Special, M 2–M 11.

2015. Ethik als „Sisyphosarbeit“. Zur Kontextualisierung des Tierleids im Mediendiskurs über Geflügelfleisch. In: Hirschfelder, Gunther, Ploeger, Angelika und Gesa Schönberger (Hrsg.): Was der Mensch essen darf. Moral, Ethik und Nachhaltigkeit in der Ernährung des 21. Jahrhunderts. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 249–262.

2013. Rollenspiele mit Fallstrick. Geschlechterstereotype in der Werbung. MedienConcret. Magazin für die pädagogische Praxis (12/2013), Heft 1/14, 38–41.

2013. Cyber-Apfel, Schoko-Netz und die Macht medialer Fiktionalität. Kultursemiotische Überlegungen zum Kinderfilm „VeggieTales – LarryBoy und der böse Apfel. Eine Geschichte über das Nein sagen“. In: Kofahl, Daniel, Fröhlich, Gerrit und Lars Alberth (Hrsg.): Kulinarisches Kino. Interdisziplinäre Perspektiven auf Essen und Trinken im Film. Bielefeld: Transcript, 173–187.

2013. Vom „Curryking“ zum „Ladykracher“ – Kultursemiotischer Wandel in der Werbung für Fleischprodukte. Gender – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 5. Jg., Heft 1, 120–128.

2011. Snack Talk. Wie (funktionalisierte) Lebensmittel mit uns reden. In: Ploeger, Angelika, Hirschfelder, Gunther und Gesa Schönberger (Hrsg.). Die Zukunft auf dem Tisch. Analysen, Trends und Perspektiven der Ernährung von morgen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 253–268.2012    „Semiotic landscapes“ – Zeichenhandeln im öffentlichen Raum. In: Hess-Lüttich, Ernest W.B. (Hrsg.): Sign Culture Zeichen Kultur. Würzburg: Königshausen & Neumann, 367–378.

2010. „Wissen, wo’s herkommt.“ McDonaldisiertes Weltwissen. In: dies. (Hrsg.) Esswelten. Über den Funktionswandel der täglichen Kost. (Reihe „Welt – Körper – Sprache. Perspektiven kultureller Wahrnehmungs- und Darstellungsformen“ herausgegeben von Eva Kimminich, Band 8) Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang, 175–193.2011    Das Produkt in der Rolle des Gastgebers. Überlegungen zu Funktion und Wandel von Gastlichkeitsriten in der Werbung. In: Wierlacher, Alois (Hrsg.): Gastlichkeit. Rahmenthema der Kulinaristik (= Wissenschaftsforum Kulinaristik 3). Berlin: LIT, 278–287.

2010. „Coke deckt den Tisch“. Zur Kommerzialisierung der Gastlichkeit durch die Werbung. Palatum – Zeitschrift für Kulinaristik (Wissenschaft – Kultur – Gastlichkeit), Heft 2, herausgegeben von Franz-Theo Gottwald und Ines Heindl, Annweiler: Ploeger, 35–37.

2009. Selbstwert aus der Schüssel – Kultursemiotische Studien zur Psychologie des Functional Food am Beispiel ausgewählter Cerealienprodukte. Mitteilungen Internationaler Arbeitskreis für Kulturforschung des Essens (IAKE), Heft 17, 12–22.

2008. Neue Blicke auf alltägliche und literarische Nahrungslandschaften im Rahmen einer „Semiotik der Speise“. Mitteilungen Internationaler Arbeitskreis für Kulturforschung des Essens (IAKE), Heft 16, 48f.

mit Roland Posner 2008. Kulinaristik als Kultursemiotik. In: Wierlacher, Alois und Regina Bendix (Hrsg.): Kulinaristik: Forschung – Lehre – Praxis. Berlin: LIT-Verlag, 19-34. Abgedruckt in Hingst, Kai-Michael und Maria Liatsi (Hrsg.): Pragmata: Festschrift für Klaus Oehler zum 80. Geburtstag. Tübingen: Narr, 154–169.

2008. Die ge(s)chichtslose Frau: Überlegungen zum Verlust von weiblichen Vorbildern in der Werbung. In: Holtz-Bacha, Christina (Hrsg.): Stereotype?: Frauen und Männer in der Werbung. 50–75. [2. Auflage 2011]

2006. „Iss dich schlank!“ – Semiotische Grundlagen kulinarischer Handlungen: Das Beispiel der Lebensmittelwerbung. Zeitschrift für Semiotik. Bd. 28, Heft 2–4, 345–403.

2006. Kartografien des Weiblichen – Zur sozialen Ästhetik weiblicher (Innen-)Raumerfahrungen am Beispiel einer Netzfigur von Eva Koethen. In: Hieber et al. (Hrsg.): Der kartographische Blick. Hamburg, 68–87.

2005. Paradoxale W(L)eiblichkeit: Psychosemiotische Studien zum Frauenkörper in der Werbung. In: Nöth, Winfried und Anke Hertling (Hrsg.): Körper – Verkörperung – Entkörperung. Kassel: Intervalle 9 (Schriften zur Kulturforschung), 261–283.

2005. Semiotik der Gefühle. Versuch einer Integration der Affekte in eine linguistisch-semitische Theorie des Verstehens. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik LiLi, Jg. 35, Heft 138, 129–141.

2004. Leib, Selbst und Gefühl: Ihre Integrierbarkeit in eine Theorie des Verstehens. In: Zeitschrift für Semiotik, Bd. 26, Heft 1–2, 153–169.

2004. „Und wen reißen wir jetzt auf?“ – Über den pseudo-emanzipatorischen Wandel des Frauenbilds in der Werbung. In: Frauenbilder. Reader des Ministeriums für Gesundheit , Soziales, Frauen und Familie Nordrhein-Westfalen.

2003. Symbolik der Affekte – Psychosemiotische Studien zur Bedeutung der Emotionalität für Ausdruck und Verstehen. In: Kodikas/ Code Ars Semeiotica 26, Heft 1/2 (2003), 69–82.

 

Rezensionen

2006. Ehlich, Konrad und Katharina Meng (Hrsg.): Die Aktualität des Verdrängten. Studien zur Geschichte der Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert. In: Muttersprache, Vierteljahresschrift für deutsche Sprache, Jg. 114, S. 181-183.Rezensionen

2004. Martina Drescher: Sprachliche Affektivität. In: Muttersprache, Vierteljahresschrift für deutsche Sprache, Jg. 114, S. 181-183.

 

Die Universität der Informationsgesellschaft