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Studierende bei ihrer Arbeit in einem Seminar.
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Auf der Abschlussveranstaltung einer interdisziplinären Seminarveranstaltung in den Kulturwissenschaften tauschen sich die Studierenden und Lehrenden aus.
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Studierende besprechen sich in einer Gruppenarbeit mit der Dozentin Prof. Dr. Angelika Strotmann.
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Studierende bei ihrer Arbeit in einem Seminar. Foto: Universität Paderborn, Daniel Kanthak

Foto: Universität Paderborn/ Daniel Kanthak

Auf der Abschlussveranstaltung einer interdisziplinären Seminarveranstaltung in den Kulturwissenschaften tauschen sich die Studierenden und Lehrenden aus. Foto: Universität Paderborn, Daniel Kanthak

Foto: Universität Paderborn/ Daniel Kanthak

Studierende besprechen sich in einer Gruppenarbeit mit der Dozentin Prof. Dr. Angelika Strotmann. Foto: Universität Paderborn, Daniel Kanthak

Foto: Universität Paderborn/ Daniel Kanthak

Forschung

Projekt: Reli-KEMPS

Das Projekt Reli-KEMPS Kompetenzentwicklung und -messung im Kontext des Praxissemesters Kath. Theologie befasst sich aus religionsdidaktischer Perspektive mit der Evaluation des implementierten Praxissemesters an der Universität Paderborn. Im Rahmen einer Längsschnittstudie werden insbesondere Haltungen und Einstellungen der Studierenden in Bezug auf den Religionsuntersicht und die Frage, ob es durch die Praxisbegegnung zu einer Veränderung dieser Haltungen und Einstellungen kommt, untersucht. Die Evaluation der Daten ist triangulativ angelegt. Intendiert wird langfristig einen systematischen Beitrag zur religionspädagogischen Professionalisierung Lehramtsstudierender der Kath. Theologie zu leisten.

Projekt: Multiperspektivische Didaktik für einen Religionsunterricht in konfessionell heterogenen Lerngruppen

Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht stellt seit vielen Jahren ein Modell des konfessionellen RU nach Art. 7,3 GG dar, mit dem einerseits auf veränderte pädagogische und demographische Bedingungen für eine schulische religiöse Bildung reagiert wird und das andererseits wesentliche Erkenntnisse der ökumenischen Theologie sowie einer subjektorientierten Religionspädagogik in die schulische Praxis transferiert. Nach vielfach erfolgreichen Evaluierungen von Modellversuchen stellt eine entsprechend zugeschnittene Didaktik weiterhin ein deutliches Desiderat dar. Das Projekt widmet sich diesen insbesondere in empirischen Untersuchungen an aktuell arbeitenden Modellschulen sowie in der fachdidaktischen Entwicklungsforschung.

Vergleichende Religionspädagogik: Christliche und jüdische Bildungstheorien im Dialog

Die durch die Konzilserklärung Nostra aetate ausgelösten Neuaufbrüche im Verhältnis zwischen Judentum und Christentum sind bis heute bleibender Auftrag für eine Religionspädagogik christlicher Provenienz und ihre Theorien religiöser Bildung. Das Denken insbesondere deutsch-jüdischer Philosophen, Pädagogen und Bildungstheoretiker des 20. Jahrhunderts (wie Martin Buber, Franz Rosenzweig, Ernst Simon, Josef Walk u. a.) aber auch über diese Epoche hinaus ist dabei ein wichtiger Impulsgeber für die gegenwärtige und zukünftige Gestaltung religiöser Bildung in der postmodernen Gesellschaft. So sind im Forschungsansatz einer vergleichenden Religionspädagogik entsprechende Fragestellungen noch präziser auszuloten: etwa nach einem neu zu profilierenden Begriff religiösen Lernens, nach einem angemessenen Verhältnis von Theorie und Praxis in der lernenden Begegnung mit spezifischen Glaubenstraditionen, im Ausloten eines ideologiekritischen Widerstandspotenzials religiöser Bildung etc.

Spirituelles Lernen – spirituelle Bildung – Spiritualitätsdidaktik

Die Rede von einer ausdrücklichen »Spiritualitätsdidaktik« (G. Bitter) ist keineswegs selbstverständlich und wie der Begriff der Glaubensdidaktik nicht unumstritten. Dennoch kann didaktisch verantwortet von spirituellen Lernprozessen gesprochen werden, in denen eine anthropologisch verstandene Spiritualität – im Sinne einer vom Individuum gelebten und gestalteten geistigen Identität – in ihrer Prozesshaftigkeit anerkannt und in einen religiösen Bildungskontext gestellt wird. Für eine bildende Begleitung solcher Lernprozesse (bis hin zu ausdrücklich christlichen Lebensformen von Spiritualität) bedarf es differenzierter didaktischer Konzepte, nicht zuletzt auch um offene Formen spirituellen Lernens für den schulischen Religionsunterricht kompatibel zu machen.

Religionsdidaktik und Komparative Theologie

Der Bereich interreligiösen Lernens steht in der Schnittmenge einer pluralitätsfähigen Religionsdidaktik einerseits und einer auf den interreligiösen Dialog ausgerichteten komparativen Theologie andererseits. Hier kann einer ganzen Bandbreite von Fragen vertiefend nachgegangen werden und zwar im Interesse beider Disziplinen: Was vermag eine subjektorientierte Religionspädagogik (vgl. Kinder- und Jugendtheologie) einer komparativen Theologie und ihrer Ausrichtung auf die Probleme und Lebensfragen der Menschen mitzuteilen? Welche innovativen Modelle interreligiösen Lernens können mit Hilfe der kriteriologischen und methodischen Grundsätze der komparativen Theologie entwickelt werden? Wie könnten entsprechend darauf ausgerichtete Lernmaterialien aussehen? Welche neuen Erkenntnisse kann die philosophische Grundlegung der Komparativen Theologie im Blick auf die Grammatik religiöser Überzeugungen für eine korrelativ ausgerichtete Religionspädagogik bzw. für einen bekenntnisgebundenen Religionsunterricht liefern?

Die Universität der Informationsgesellschaft