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Foto: Universität Paderborn, Daniel Kanthak

Hinweise zum Examen

Hinweise zur Staatsexamensprüfung

Hinweise zur Examensprüfung bei Klaus von Stosch

Wer im Lehramt seine Examensprüfung zur Systematischen Theologie bei mir machen möchte, sollte mit mir drei Schwerpunkte in meiner Sprechstunde absprechen. Diese drei Schwerpunkte können den drei Lehrveranstaltungen des Moduls 3 entsprechen; es können aber auch andere Schwerpunkte gewählt werden. Die Schwerpunkte sollten genau wie Vorlesungen eher Überblickscharakter haben, also z.B. „Gottes Handeln denken“ und nicht „Die Geschichtstheologie Bonaventuras“. Die drei Schwerpunkte müssen unterschiedliche Bereiche der Systematischen Theologie abdecken, also z.B. Theologische Ethik, Fundamentaltheologie und Dogmatik. Wenn ein Schwerpunkt sich auf eine bei mir besuchte Vorlesung bezieht, prüfe ich nur den Inhalt der Vorlesung ab. Trotzdem bitte ich darum in jedem Fall zu jedem Schwerpunkt zwei Bücher abzusprechen. Das eine Buch sollte eher Überblicks- bzw. Lehrbuchcharakter haben; das andere Buch sollte eher ein neuerer Forschungsbeitrag sein bzw. eine These entfalten. Eines der Bücher kann auch durch Aufsätze im Umfang von ca. 200 Seiten ersetzt werden.

Beispiel für einen Schwerpunkt:

Name des Schwerpunkts: Welt der Religionen/ Komparative Theologie

Lehrbuchartiger Überblick: Reinhold Bernhardt, Ende des Dialogs? Die Begegnung der Religionen und ihre theologische Reflexion, Zürich 2005 (Beiträge zu einer Theologie der Religionen; 2).

Neuerer Forschungsbeitrag: Ders./ Klaus von Stosch (Hg.), Komparative Theologie. Interreligiöse Vergleiche als Weg der Religionstheologie, Zürich 2009 (Beiträge zu einer Theologie der Religionen; 7).

Rechtzeitig vor der Prüfung bitte ich um je eine Seite Thesenpapier zu jedem Thema. Auf diesem Thesenpapier sollte jeweils die gelesene Literatur vermerkt sein und es sollten drei bis fünf Thesen aufgeschrieben werden, die dann jeweils kurz begründet werden. Die Prüfung wird sich nicht ausschließlich auf diese Thesen beziehen; die Thesen stellen aber den Ausgangspunkt der Prüfung dar und werden einen größeren Teil der Prüfung prägen.

Beispiel für drei Thesen zu der oben genannten Literatur:

1) Der Ansatz der Komparativen Theologie bei Keith Ward verfehlt die eigentliche Pointe Komparativer Theologie wie sie etwa von Francis Clooney oder James Fredericks entwickelt wurde, weil sie nicht konsequent genug mikrologisch orientiert ist.

2) Der mutuale Inklusivismus von Reinhold Bernhardt steht als rein hermeneutisch zu verstehender Inklusivismus nicht im Widerspruch zum Grundanliegen Komparativer Theologie – ja er vermag sie sogar in interessanter Weise zu ergänzen.

3) Man kann im Islam von einer spezifisch anderen Gegebenheitsweise der Offenbarung als im Christentum sprechen. Diese Gegebenheitsweise ist primär ästhetisch zu bestimmen.

Standardprüfungsthemen

Standardprüfungsthemen in der Systematischen Theologie

Bei den Prüfungsabsprachen ist immer mindestens ein Standardprüfungsthema zu wählen. Dieses entspricht einer der acht Vorlesungen, die regelmäßig am Lehrstuhl für Systematische Theologie angeboten werden. 

Folgende acht Vorlesungen werden (außer dem immer im WS angebotenen Grundkurs Systematische Theologie) regelmäßig angeboten. Unter dem Titel der Vorlesung werden die möglichen Vertiefungen benannt. Von diesen Vertiefungsthemen ist eines zu wählen. Zur Vertiefung und zur Vorlesung selbst ist jeweils ein Buch abzusprechen; das Buch kann auch durch eine Aufsatzsammlung ersetzt werden; dickere Bücher können auch in Auszügen gewählt werden (in Klammern ist jeweils ein Beispielbuch angegeben; dieses kann nach Absprache gerne verändert werden):

   1. Theologische Anthropologie
       (Thomas Pröpper, Theologische Anthropologie. 2 Teilbände, Freiburg 2011.)

  • Erlösungslehre/ Soteriologie
    (Thomas Pröpper, Erlösungsglaube und Freiheitsgeschichte. Eine Skizze zur Soteriologie, München 21988.)
  • Gnade und Freiheit
    (Jürgen Werbick, Gnade, Paderborn u.a. 2013.)
  • Theologische Anthropologie im Spannungsfeld von Naturwissenschaft und Philosophie (Ulrich Lüke, Das Säugetier von Gottes Gnaden. Evolution, Bewusstsein, Freiheit, Freiburg-Basel-Wien 22007.)

   2. Gottes Wesen denken
       (Jürgen Werbick, Gott verbindlich. Eine theologische Gotteslehre,
      
Freiburg 2007.)

  • Schöpfungslehre/ Glaube und Naturwissenschaft
    (John Polkinghorne, Theologie und Naturwissenschaft. Eine Einführung, Gütersloh 2001.)
  • Trinitätslehre
    (Walter Kasper, Der Gott Jesu Christi, Mainz 31995, 171-383.)
  • Eigenschaften Gottes
    (Armin Kreiner, Das wahre Antlitz Gottes oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006.)

   3. Gottes Handeln denken
       (KvS, Gott – Macht – Geschichte. Versuch einer theodizeesensiblen Rede
       von Gottes Handeln in der Welt, Freiburg 2006.)

  • Divine Action Debate
    (Reinhold Bernhardt, Was heißt Handeln Gottes? Eine Rekonstruktion der Lehre von der Vorsehung, Gütersloh 1999.)
  • Theodizeeproblem
    (KvS, Theodizee, Paderborn u.a. 2013.)
  • Sakramentenlehre
    (Franz-Josef Nocke, Sakramententheologie, Düsseldorf 1997.)

   4. Christologie interkulturell
       (Bernhard Nitsche, Christologie, Paderborn u.a. 2012.)

  • Dogmengeschichtliche Entfaltung
    (Karl-Heinz Menke, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.)
  • Zeitgenössische Theorien zur Hypostatischen Union
    (Georg Essen, Die Freiheit Jesu. Der neuchalkedonische Enhypostasiebegriff im Horizont neuzeitlicher Subjekt- und Freiheitsphilosophie, Regensburg 2001 (ratio fidei; 5).)
  • Beispiele einer interkulturellen Christologie
    (Volker Küster, Die vielen Gesichter Jesu Christi. Christologie interkulturell, Neukirchen-Vluyn 1999.)

   5. Kirche
       (Jürgen Werbick, Grundfragen der Ekklesiologie, Freiburg 2009.)

  • Infallibilität und Rolle des Papsttums
    (Herrmann Josef Pottmeyer (Hg.), Die Rolle des Papsttums im dritten Jahrtausend, Freiburg 22001.)
  • Pneumatologie
    (Bernhard Nitsche, Atem des sprechenden Gottes. Einführung in die Lehre vom Heiligen Geist, Regensburg 2003.)
  • Ökumene
    (Dorothea Sattler, Kirche(n), Paderborn u.a. 2013.)

   6. Theologie der Religionen
       (Klaus von Stosch, Komparative Theologie als Wegweiser in der Welt
       der Religionen, Paderborn u.a. 2012.)

  • Klassische Modelle der Theologie der Religionen
    (Perry Schmidt-Leukel, Gott ohne Grenzen. Eine christliche und pluralistische Theologie der Religionen, Gütersloh 2005.)
  • Komparative Theologie
    (Francis X. Clooney, Komparative Theologie. Eingehendes Lernen über religiöse Grenzen hinweg, Paderborn u.a. 2013.)
  • Islam oder Judentum oder eine der östlichen Religionen
    (Hamideh Mohagheghi/ Klaus von Stosch (Hg.), Islam und Moderne. Plädoyer für eine dialogische Theologie, Paderborn u.a. 2010.)

   7. Glaube und Vernunft
       (Klaus von Stosch, Offenbarung, Paderborn u.a. 2010.)

  • Gottesbeweise/ Gottes Dasein denken
    (Klaus Müller, Gottes Dasein denken. Eine philosophische Gotteslehre für heute, Regensburg 2001.)
  • Kriterien eines letztgültigen Sinns
    (Hansjürgen Verweyen, Gottes letztes Wort. Grundriß der Fundamentaltheologie, Regensburg 42002.)
  • Glaubensverantwortung in doppelter Kontingenz
    (Klaus von Stosch, Glaubensverantwortung in doppelter Kontingenz. Untersuchungen zur Verortung fundamentaler Theologie nach Wittgenstein, Regensburg 2001.)

   8. Eschatologie
       (Johanna Rahner, Einführung in die christliche Eschatologie, Freiburg 2010.)

  • Theologische Wissenschaftslehre
    (Jürgen Werbick, Einführung in die Theologische Wissenschaftslehre, Freiburg 2010.)
  • Jenseitsvorstellungen in den Weltreligionen
    (Jürgen Werbick/ Sven Kalisch/ Klaus von Stosch (Hg.), Glaubensgewissheit und Gewalt. Eschatologische Erkundungen in Islam und Christentum, Paderborn u.a. 2011.)
  • Gott und die Zeit
    (William Hasker, God, time, and knowledge, Ithaca 1998.)
Hochbegabten-Stipendien für Examensarbeit im Bereich der Komparativen Theologie

Hochbegabten-Stipendien für Examensarbeit im Bereich der Komparativen Theologie

Studierende der Universität Paderborn, die bei Prof. von Stosch ihre Examensarbeit schreiben und sich dabei in ein Forschungsprojekt der Komparativen Theologie einbinden lassen oder ein solches Projekt anstoßen, können mit einem Examensstipendium von bis zu 2000,- Euro gefördert werden. Die Förderung dient ausschließlich zur Finanzierung eines zu Forschungszwecken unternommenen Auslandsaufenthaltes im Rahmen der Examensarbeit.

Bewerbungsvoraussetzungen für ein solches Stipendium sind:

  • Vertrautheit mit Methoden und Inhalten der Komparativen Theologie
  • Sehr gute Leistungen in der Systematischen Theologie (in der Regel nachgewiesen durch einen mit „sehr gut“ absolvierten Leistungsnachweis bei Herrn von Stosch)
  • Interesse an Forschungsarbeit in der Systematischen und Komparativen Theologie
  • Begründung des geplanten Auslandsaufenthaltes

Schriftliche Bewerbungen sind jederzeit bei Herrn von Stosch möglich, sollten aber erst nach einem mündlichen Vorgespräch in der Sprechstunde von Herrn von Stosch erfolgen.

Hinweise zur Promotion

Unterschiedliche Promotionsmöglichkeiten

Bei Klaus von Stosch gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten der Promotion: An der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität kann man mit ihm als Erstbetreuer entweder in Katholischer Theologie oder in Komparativer Theologie promovieren. Im Promotionsfach Komparative Theologie können sich Studierende aller Religionen und Konfessionen einschreiben. Sie müssen einen ersten theologischen Studienabschluss in einer Religion haben und können dann im Laufe ihres Studiums die Kenntnisse zu einer zweiten Religion erwerben. Schließlich gibt es die Möglichkeit mit Klaus von Stosch als Erstbetreuer zum Dr. theol. an der Theologischen Fakultät Paderborn zu promovieren. Hier muss das von ihm betreute Promotionsfach die Fundamentaltheologie sein.

Promotionsordnung für den Dr. phil. an der Fakultät für Kulturwissenschaften

Promotionsordnung für den Dr. phil. an der Fakultät für Kulturwissenschaften

Hinweise zur Abgabe der Promotion

Dem Antrag zur Promotion sind folgende Unterlagen beizufügen:

  1. Eine Erklärung, dass die geltende Promotionsordnung bekannt ist,
  2. Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung (i.d.R. Abiturzeugnis) in einfacher Kopie,
  3. Nachweis des Hochschulabschlusszeugnisses (Bachelor-, Masterabschluss, Diplom oder Staatsexamen) in einfacher Kopie sowie ggf. das Zeugnis über die auf die Promotion vorbereitenden Studien bzw. den Nachweis über die bei der Zulassung festgestellten noch zu erbringenden Leistungen,
  4. Tabellarischer Lebenslauf mit Angabe des wissenschaftlichen Bildungsganges,
  5. Vorschlag der kompletten Promotionskommission (Erst- und Zweitgutachter, Vorsitzende, weiteres Mitglied; vgl. §5 PromOrd. vom 31. März 2015); die Vorgeschlagenen sollen darüber informiert sein und zugestimmt haben,
  6. Fünf Exemplare der Dissertation in Maschinenschrift oder Druck auf alterungsbeständigem holz- und säurefreien Papier und dauerhaft haltbar gebunden und eine elektronische computerlesbare und durchsuchbare Fassung der Dissertation (PDF auf CD), sowie, bei fremdsprachlichen Arbeiten, fünf Kurzberichte (Abstracts) über die Ergebnisse der Arbeit in deutscher Sprache bzw. fünf Exemplare der Zusammenfassung;
  7. In die fünf einzureichenden Exemplare der Dissertation ist eine datierte und unterzeichnete Erklärung der Bewerberin oder des Bewerbers, dass die vorgelegte Arbeit selbstständig und ohne Benutzung anderer als der in der Arbeit angegebenen Hilfsmittel angefertigt wurde; dass die Arbeit bisher weder im In- noch Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt wurde; ob sie oder er bereits früher oder gleichzeitig ein Promotionsverfahren bei einer anderen Hochschule oder bei einer anderen Fakultät beantragt hat, gegebenenfalls nebst vollständigen Angaben über dessen Ausgang.

Die Bearbeitungszeit wird ca. zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Hinweise zur Promotion zum Dr. theol. an der Theologischen Fakultät

Promotionsordnung zum Dr. theol. an der Theologischen Fakultät

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