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Autor: Joakim Jardenberg | Lizenz: CC BY 2.0 Bildinformationen anzeigen
Autor: Michal Dočekal | Lizenz: CC BY-SA 2.0 Bildinformationen anzeigen
Autor: Clyde Robinson | Lizenz: CC BY 2.0 Bildinformationen anzeigen
Autor: Harco Rutgers | Lizenz: CC BY-SA 2.0 Bildinformationen anzeigen
Autorin: Janaina C. Falkiewicz | Lizenz: CC BY 2.0 Bildinformationen anzeigen

Autor: Joakim Jardenberg | Lizenz: CC BY 2.0

Autor: Michal Dočekal | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Autor: Clyde Robinson | Lizenz: CC BY 2.0

Autor: Harco Rutgers | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Autorin: Janaina C. Falkiewicz | Lizenz: CC BY 2.0

Ringvorlesung: Bildumwelten

Die Ringvorlesung adressiert die Verumweltlichung bildschirmbasierter Medien. In den berechneten Handlungsräumen der Virtual Reality, in der symbolischen Überlagerung der Wirklichkeit durch Augmented Reality-Displays, bei mobilen Medien wie Smartphones wird das Verhältnis von Zuschauer/Nutzer, Bildschirm und Umwelt neu konfiguriert. Bildschirme sind nicht länger als Gegenüber von Praktiken zu verstehen, vielmehr werden Bildräume zunehmend zu Handlungsräumen und Bildschirme dynamisch in Handlungsroutinen einbezogen.

Mögliche Fragen in diesem Zusammenhang sind beispielsweise: Wie sind die Architekturen von Bildumwelten beschaffen? Wie richten sich Wahrnehmungen und Praktiken an ihnen aus? Welche veränderten Rezeptionsverhältnisse lassen sich beobachten? Welche Rolle spielt das Handeln in bildintensiven Umwelten in professionellen Kontexten, wie beispielsweise der militärischen oder medizinischen Anwendung?

 

Jan Distelmeyer, 24.04.2018

Leiten. Zur Computerisierung der Welt (durch ihre Interfaces)

In den aktuellen Bildumwelten sind die Interface-Inszenierungen auf zahllosen Displays und Screens unübersehbar – und in vielerlei Hinsicht leitend: Die operativen Bilder diverser Formen von Computern umgeben und adressieren uns als Graphical User Interfaces alltäglich und permanent. Als die eigentlichen Blockbuster dieser Gegenwart leiten sie uns nicht nur im Umgang mit z.B. allerlei computerbasierten Bildtypen (von Fotos bis zu Games), sondern im Umgang mit Computertechnologien überhaupt. Dabei besteht ihre Operativität gerade darin, auch jenseits von Bildlichkeit mehrere Formen von Interfaces und Prozesse des Leitens – materielle, technische, ästhetische und ideologische – zu verbinden. Deshalb führt die Analyse von Interfaces zum Komplex der diversen Prozesse, die die derzeitige Computerisierung der Welt (an-)leiten.

 

Kathrin Friedrich/Moritz Queisner, 08.05.2018

Screen Operations. Head-mounted Displays in der medizinisch-therapeutischen Praxis

Bei der Verwendung von virtual und mixed reality Anwendungen fungieren Bildschirme nicht mehr nur als statische Anzeige- oder Darstellungsmedien, sondern werden in Handlungsabläufe und Wahrnehmungsprozesse eingebunden. Diese neue Form der Interaktion mit und durch Bilder stellt NutzerInnen vor die Herausforderung, ein kom¬ple¬xes Gefüge von Bildtechniken und -informationen angemessen in ihre Handlungen zu integrieren. Insbesondere head-mounted Displays versprechen, raumbezogene Daten auf neue Weise zu operationalisieren und zu materialisieren, um alternative Zugänge zu Körpern, Erinnerungen und Verhaltensweisen zu eröffnen. Der Vortrag wird anhand zweier Fallstudien aus Chirurgie und Traumatherapie vorstellen, wie virtual und mixed reality Anwendungen die Strategien und Techniken des Sehens und Zeigens in der medizinischen und psychotherapeutischen Praxis verändern und soll medientheoretisch ausloten, welche neuen Möglichkeiten und Probleme sich aus der Verschränkung von Bild, Körper und Handlung ergeben.

 

Vera Tollmann, 05.06.2018

Interskalare Vehikel. GoPros, Falkenaugen und Satellitenbilder

Mit Luftbildern und Ground truthing – bedeutet in der Fernerkundung der Abgleich mit in Bodennähe erhobenen Daten – nahm die Abstraktion der vertikalen Dimension vor 100 Jahren erste Formen an. Heutzutage liefert Satellitenvision abstrahierte Bilder, die den Menschen scheinbar nicht länger als Bezugspunkt brauchen. Hier lassen sich demnach mikropolitische Praktiken eines technischen Blickes ausmachen. “Revisualize worlds turned upside down” fordert Donna Haraway, um der dominanten Einstellung aus dem Orbit etwas zu entgegnen. Um diese Forderung Haraways und eine Frage Merleau-Pontys aufzugreifen, wie kann man von der kulturell überformten zu einer polymorphen Sicht gelangen, ohne dabei auf ein Wahrnehmungsmedium, ein optisches System fixiert zu sein? Ein Beispiel liefert der Outside-In Globus von Herbert Bayer (MoMA, „Airways to Peace“, 1943), in dem Ausstellungsbesucher aus der first person view auf ihren Planeten schauen konnten. Dieser Vortrag versucht scheinbar unvereinbare Konzepte wie Roland Barthes‘ „Maßlosigkeit“ des Blicks, die prothetische Aufrüstung des Sehens und „micro-politics of image processing“ (Susan Schuppli) anhand von interskalaren Vehikeln zusammen zu denken. Die algorithmische Mathematik ‚hinter‘ Bildern ist definitiv zu einem Machtindex geworden. Deswegen ‚fühlen sich‘ die digitalen Bilder wie dünne Masken an, die ihre Existenz als Datenlieferanten vor unseren Augen verbergen.

 

Franziska Weidle, 12.06.2018

Zwischen Interaktion und Intervention: Zum Verhältnis von Virtual Reality und dokumentarischer Wissensvermittlung

Mit Blick auf die stete Ausdehnung digitaler Medienökologien (vgl. Fuller 2005) und (Um-)Welten lassen sich signifikante Veränderungen im Bereich dokumentarischer Produktions- und Rezeptionspraktiken erkennen, die sich gegenwärtig unter dem Sammelbegriff interactive documentary (i-docs) vereinen. Trotz ihrer Vielfältigkeit teilen die hier subsumierten Repräsentationsformen eine gemeinsame Prämisse: Sie verfolgen das Ziel, unterschiedliche Interaktivitätsmodi (Gaudenzi 2013) und Dimensionen (Nash 2014) für die Dokumentation nichtfiktionaler Inhalte nutzbar zu machen (Vgl. Aston und Gaudenzi 2012). Das Moment der Interaktion beeinflusst dabei jedoch nicht nur das Verhältnis von Rezipient*innen und abzubildender Realität. Es ist auch Ausdruck einer neuen Weltwahrnehmung, die nicht mehr nur linear vermittelt, sondern ausgehandelt und körperlich erfahrbar gemacht werden soll. Innerhalb dieses Spektrums stellt Virtual Reality ein Extrembeispiel dar, welches aufgrund seines affektiv-immersiven Potentials an einer interessanten Schnittstelle zwischen Interaktion und Intervention (Grau 2003) rangiert. Die Vorlesung schlägt einen Querschnitt durch die gegenwärtige Landschaft nichtfiktionaler VR-Formate und lotet auf der Basis ethnografischer Ansätze deren Verhältnis zu zentralen Aspekten dokumentarischer Wissensvermittlung aus.

 

Jens Schröter, 19.06.2018

Bildumwelt und Kontrolle

Der Begriff Bildumwelt kann für eine Reihe von Phänomenen herangezogen werden, besonders scheint er aber zuzutreffen auf Umwelten, die nur noch aus Bildern bestehen. Freilich gibt es solche Umwelten (noch) nicht, sie haben aber eine lange, phantasmatiche Tradition. In dem Vortrag sollen medien- und diskursarchäologische Überlegungen verknüpft werden, um zu zeigen, dass die Vorstellung einer Umwelt aus Bildern wesentlich dem strategischen Ziel environmentaler Kontrolle entspringt.

 

Tristan Thielmann, 03.07.2018

Die mobile Lage: Operationen am „offenen Bild“

tba

 

Franziska Wagner, 17.07.2018

Von ortlosen Körpern und körperlosen Orten: Körperverortungen zwischen Realität und Virtualität während der Rezeption von VR-Filmen

Im Vortrag soll die Beziehung zwischen Technik, Raum, Zeit und Körpern in Virtual Reality (VR)-Filmen beleuchtet werden. Dabei spielt das Verhältnis zwischen Bewegtbildern in den VR-Filmen und dem materiellen sowie virtuellen Körper eine dezidierte Rolle. Unter Berücksichtigung posthumanistischer Theorien führt insbesondere die Verbindung zwischen VR-Brille und dem materiellen Körper zu einer neuen Dimension um das Wissen der Verbindung von Mensch und Maschine. Infolgedessen stellt sich die Frage, wie sich das Körperverhältnis innerhalb dieser Technologie beschreiben lässt, ob von einem virtuellen Körper gesprochen werden kann und was dies im weiteren Ausblick für Geschlechtsidentitäten bedeutet.

Terminübersicht

Eine Übersicht der Termine kann hier heruntergeladen werden.

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