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Die Universität der Informationsgesellschaft

Kommentierte Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/2012

 

Alle Raumangaben unter Vorbehalt!

 

Lehre Wintersemester 2011/2012: Prof. Dr. Eva-Maria Seng


VL: „Kulturelles Erbe: Entwicklung, Geschichte, Denkmalpflege und aktuelle Positionen“

„Cultural Heritage and its Development, History, Conservation and Contemporary Discourses“

Veranstaltungsnummer: L.068.14060

Do 11.00-13.00 c.t.

Raum: P 5. 203

Beginn: 20.10.2011

 

Module:
Geschichte: LHRG Modul B2-IV / A2-II/III / 3-II/III, GymGes alt Modul B3-I/III / 5-IV/V / A2-IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, GymGes neu Modul B2-III / 3-I/III / 5-IV/V / A2-III/IV / A3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, L-Grunds Modul B.1 / G-E.2, BA-HRGE Modul B2-I/III / B3-III / A1-II/III / A2-II/III, BA-GymGes Modul B2-I/III / B3-I/III / B4-III / A1-II/III / A2-II/III, 2-Fach-BA v1 Modul Optionalbereich: Modul C; Studium generale, 2-Fach-BA v2 Modul B1-III / B3-II/III Optionalbereich: Modul C; Studium Generale, 2-Fach-BA v3 Modul B1-II / B3-I Optionalbereich: Modul C; Studium Generale, BA-Hist. Modul B2-III / 4-III/IV / A3-III/IV, MA-Hist. Modul B7-II / A7-IV / 8-I/II, MA-Kulturerbe Modul B1, LSI/II;M G/H A4/5 / B1/2/3, LpGes G/H A2 / B1/4
Die Veranstaltung ist geöffnet für: Studium für Ältere, für Anfänger, Studium Generale und Hörer aller Fakultäten Zudem sektoralgeschichtliche Einführungsveranstaltung. Zusätzlich im Angebot der Sektoralgeschichte und Einführung in die Sektoralgeschichte.

 

Wir haben es heute geradezu mit einem wahren Kult des historischen Erbes zu tun. Seismographisch lässt sich dieser Erfolg an der UNESCO-Welterbekonvention festmachen. Heute umfasst die Welterbeliste 911 Denkmäler in 151 Ländern. Sie zählt damit zu den erfolgreichsten Konventionen. In der Vorlesung soll nun nicht nur dem engeren Ausschnitt des Weltkulturerbes nachgegangen werden, sondern es sollen die unter dem Begriff des kulturellen Erbes gefassten Bereiche vorgestellt werden. Dabei wird sowohl die Herausbildung und historische Entwicklung vom kulturellen Erbe zur Sprache kommen, als auch dessen Weiterentwicklung durch die in diesem Zusammenhang entstehende Denkmalpflege sowie deren theoretische Ausformulierung und praktische Umsetzung. Fragen wie Rekonstruktion, Restaurierung und Wiederaufbau werden an konkreten Beispielen diskutiert ebenso wie der schillernde Begriff der Authentizität. Im Zuge der Internationalisierung und damit der Ausweitung der europäischen Perspektive können hier überdies exemplarisch Problemfelder aufgezeigt werden. Die Veranstaltung kann zum einen als reine Vorlesung besucht werden, zum anderen aber auch als Teil eines 4stündigen sektoralgeschichtlichen Einführungsseminars (für die Studiengänge Lehramt/GymGes und 2-Fach- Bachelor (GymGes-neu B3-I; 2-Fach-BA-neu B1-III). In diesem Falle ist der Besuch der Parallel-Veranstaltung „L.068.14380" für die Studiengänge Lehramt GymGes zwingend, für die Bachelor empfehlenswert.

 
Literatur:
Eva-Maria Seng: Kulturelles Erbe. Denkmalpflege, Restaurierung, Authentizität, Wiederaufbau. In: Forschungsforum Paderborn, Vol. 11, Paderborn 2008.
Eva-Maria Seng: „Denkmalpflege und Kulturelles Erbe. Speyer – Braunschweig - Berlin", in: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte, Nr. 497, Januar 2009, S. 68-85.
Eva-Maria Seng: „Modern oder gothisch – gothisch und antique römische Architectur vermischt" – die Vorschläge zu Wiederaufbau und Rekonstruktion des Speyrer Doms 1771, in: Hanns Hubach, Barbara von Orelli-Messerli, Tadej Tassini (Hrsg.), Reibungspunkte. Ordnung und Umbruch in Architektur und Kunst. Festschrift zum 65. Geburtstag von Hubertus Günther, Petersberg 2008, S. 241-253.
Walter Prigge (Hrsg.), Bauhaus, Brasilia, Auschwitz, Hiroshima. Weltkulturerbe des 20. Jahrhunderts; Modernität und Barbarei, Berlin 2003;
Christina Hotz, Deutsche Städte und UNESCO-Welterbe. Probleme und Erfahrungen mit der Umsetzung eines globalisierten Denkmalschutzkonzeptes, Hamburg 2004;
Beate Störtkuhl (Hrsg.), Architekturgeschichte und kulturelles Erbe – Aspekte der Baudenkmalpflege in Ostmitteleuropa, Frankfurt a.M. 2006; UNESCO-Welterbe: Lust und Last?!, Arge-Alp-Tagung, Insel Reichenau
2003, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Arbeitsheft 14, Stuttgart 2004 (Darin Bamberg, Salzburg, Tourismus, Weltkulturerbe verändern);
Andreas Arnold, Hans-Rudolf Meier (Hrsg.), Bauten und Orte als Träger von Erinnerung. Die Erinnerungsdebatte und die Denkmalpflege, Zürich 2000.
Françoise Choay, Das architektonische Erbe, eine Allegorie. Geschichte und Theorie der Baudenkmale, Braunschweig 1997;
Materialien zu UNESCO-Welterbestätten, Organisation, Intangible Heritage im Netz.

 


HS/ Eü: „Methoden der Kunstgeschichte, Ethnologie und der Sozialgeschichte“

„Methods of Art History, Ethnology and the Social Sciences“

Veranstaltungsnummer: L.068.14810

Di 11.00-13.00 c.t.

Raum: W 1.101

Beginn: 18.10.2011

 

Module:
Geschichte: LHRG Modul A1-II/III / 2-II/III / 3-III, GymGes alt Modul A1-II/III / 3-I/II/III/IV / 4-III/IV, GymGes neu Modul A1-II/III / 2-III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, MA-Hist. Modul A7-I/II/III / 9-I/II, MA-Kulturerbe Modul B2
 

Im Seminar sollen die wichtigsten Methoden der Kunst- und Kulturgeschichte, der Ethnologie und der Sozialwissenschaften vorgestellt und anhand von Beispielen diskutiert werden. Der Bogen soll dabei von der Ikonographie/Ikonologie, der Stilgeschichte, der kunstgeschichtlichen Hermeneutik über den Einsatz von statistischem Material, der Oral History, der Mentalitätsgeschichte, der Feldforschung, der „Dichten Beschreibung" bis hin zur symbolischen Kommunikation gespannt werden.

Literatur:
Hans Belting u. a. (Hrsg.), Kunstgeschichte. Eine Einführung, 6. Aufl. Berlin 2003;
Oskar Bätschmann, Einführung in die kunstgeschichtliche Hermeneutik, Darmstadt 2001;
Achim Landwehr, Stefanie Stockhorst, Einführung in die europäische Kulturgeschichte, Paderborn 2004;
Wolfdietrich Schmied-Kowarzik, Justin Stagl (Hrsg.), Grundfragen der Ethnologie. Beiträge zur gegenwärtigen Theorie-Diskussion, Berlin 1993;
Clifford Geertz, Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme, Frankfurt a.M. 1999.
 


HS/ Eü: „Museum: Typologie und Konzeption“ (mit Exkursion nach Dresden)

„The Museum: Typology and Conceptions“ (including field-trip to Dresden)

Veranstaltungsnummer: L.068.14800

Di 14.00-16.00 c.t.

Raum: W 1.101

Beginn: 18.10.2011

 

Module:
Geschichte: LHRG Modul A2-II/III / 3-II/III, GymGes alt Modul A1-II/III / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV, GymGes neu Modul A1-II/III / 2-II/III/IV / 3-I/II/III/IV / 4-I/II/III/IV,  MA-Hist. Modul B6-I/II/III / B7-I/III / 8-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II, MA-Kulturerbe Modul B2 / Vertiefungsmodul 5

 

Im Seminar soll die Entstehung des öffentlichen Museums und dessen Ausdifferenzierung in die einzelnen Museumstypen mit ihren Sammlungsgebieten nachgegangen werden. Dabei werden neben den Gemäldegalerien und Antikensammlungen auch das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, die Technikmuseen, Heimatmuseen, Freilichtmuseen bis hin zu den französischen Écomusées oder den Nachbarschafts- und Identitätsmuseen (Anacostia-Neighbourhood-Museum, Washington D.C.) diskutiert. Damit zusammenhängend sollen Methoden-, Sammlungsansätze und Vermittlungskonzeptionen analysiert und diskutiert werden. Expertengespräche mit Wissenschaftlern und Museumsfachleuten ergänzen und vertiefen ebenso wie eine einwöchige Exkursion nach Dresden die erarbeiteten Ergebnisse.
Literatur:
Bénedicte Savoy (Hrsg.), Tempel der Kunst. Die Entstehung des öffentlichen Museums in Deutschland 1701- 1815, Mainz 2006;
Bernward Deneke, Rainer Kahsnitz (Hrsg.), Das kunst- und kulturgeschichtliche Museum im 19. Jahrhundert, München 1977;
Walter Grasskamp, Museumsgründer und Museumsstürmer. Zur Sozialgeschichte des Kunstmuseums, München 1981;
Elisabeth Scheicher, Die Kunst und Wunderkammern der Habsburger, Wien, München, Zürich 1979;
Julius von Schlosser, Die Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance. Ein Beitrag zur Geschichte des Sammelwesens, Leipzig 1908; Wunderkammern des Abendlandes. Museum und Sammlung im Spiegel der Zeit, Katalog der Ausstellung, Bonn 1994;
A. Kuhn, G. Schneider (Hrsg.), Geschichte lernen im Museum, Düsseldorf 1978;
Die Zukunft beginnt in der Vergangenheit. Museumsgeschichte und Geschichtsmuseum, Frankfurt a.M. 1982;
Ellen Spickernagel, Brigitte Walbe (Hrsg.), Das Museum. Lernort contra Musentempel, Gießen 1979;
Rosemarie Beier (Hrsg.), Geschichtskultur in der Zweiten Moderne, Frankfurt 44 a.M. 2000;
Catherine Ballé, Dominique Poulot, Musées en Europe. Une mutation inachevée, Paris 2004;
Serge Chaumier, Des musées en quête d’identité. Écomusée versus Technomusée, Paris 2003. 
  


K: „Kolloquium für fortgeschrittene Studierende, Magistranden, Masterstudierende und Doktoranden“

„Colloquium for Advanced Students, Master- and Ph.D.-Students“

Veranstaltungsnummer: L.068.14880

Blockveranstaltung:
03.02.2012-04.02.2012

Raum: W 1.101

Module:
Geschichte: GymGes alt Modul A2-V, GymGes neu Modul A2-V, 2-Fach-BA v1, v2, v3 Modul Optionalbereich: Modul A / C, BA-Hist. Modul A4-II, MA-Hist. Modul A6-I/II / 7-III / 8-III/IV, MA-Kulturerbe Modul B2

 

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung in der Sprechstunde.

Wie in jedem Semester sollen in einem mehrtägigen Kolloquium die Fortschritte und Entwicklungen der Abschluss- und Qualifizierungsarbeiten vorgestellt und besprochen werden. Zudem werden Gastredner zu relevanten Themen der Forschungsgebiete eingeladen.


 

Lehre Wintersemester 2011/2012: wissenschaftliche Mitarbeiter

(Laura Gieser M.A., Dr. des. Susanne König, N.N.)

 


ES: „Einführung in die europäische Kunst- und Kulturgeschichte“

„Introduction to European History of Art and Culture“

Veranstaltungsnummer: L.068.14210

Di 16.00-18.00 c.t.

Raum: N 5.235

Beginn: 11.10.2011

Dozent: Laura Gieser M.A.

Module:
Geschichte: GymGes neu Modul B3-I; BA-GymGes Modul B3-I; 2-Fach-BA v2 Modul B1-III; Optionalbereich: Modul A / C, 2-Fach-BA v3 Modul B1-II; BA-Hist. Modul B4-I/II; MA-Kulturerbe Studium Generale

 

Die Teilnahme am Grundseminars/Projektseminar von Dr. Susanne König „700 Jahre Kunstgeschichte unter einem Dach (mit Exkursion nach Hamburg)" wird dringend empfohlen.

Das Seminar führt in das Fach Kunstgeschichte ein, unter der besonderen Berücksichtigung von kulturhistorischen Kontexten. Den Studierenden werden anhand von exemplarischen Beispielen inhaltliche (Gattungen, Epochen, Stile, Medien und Institutionen) und methodische (Fachbegriffe, Interpretationsansätze und -wege, Arbeitstechniken und Hilfsmittel) Grundlagen der Kunstgeschichte vermittelt und die Relevanz kulturhistorischer Aspekte für die Betrachtung von Kunstwerken eröffnet. Sie lernen spezifische Objekte, Forschungs- und Arbeitsgebiete der Kunstgeschichte sowie kunst- und kulturhistorische Fragestellungen kennen. Damit werden wichtige Voraussetzungen für den Besuch weiterführender Seminare im Bereich der Kunst- und Kulturgeschichte geschaffen. Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.

Literatur: Belting, Hans; Bätschmann, Oskar (Hrsg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung. 7., überarb. u. erw. Aufl. Berlin 2008. Gombrich, Ernst H.: Die Geschichte der Kunst. Erw., überarb. u. neu gestaltete 16. Ausg. London 2001. Landwehr, Achim; Stockhorst, Stephanie: Einführung in die europäische Kulturgeschichte. Paderborn 2004.

  


 

PjS/GS: "700 Jahre Kunst unter einem Dach (mit Exkursion nach Hamburg)"

"700 years of Art consolidated (field trip to Hamburg included)"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14380

Mi 16.00-18.00 c.t.

Raum: W 1.101

Beginn: 12.10.2011

Dozent: Dr. des. Susanne König

Module:
Geschichte: GymGes neu Modul B3-II/III, Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / 3-III, Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-II / 3-I/II/III, BA-Hist. Modul B4-I/II

 

Dieses Seminar vermittelt einen Überblick über die Kunstgeschichte der letzten 700 Jahre. Religiöse Themen bestimmen die mittelalterlichen Altäre, den humanistischen Geist der Renaissance spiegeln neue Naturstudien wider, in denen die wissenschaftlichen Errungenschaften der Zentralperspektive Anwendung finden sowie mythologische Themen, ins Empathische gesteigerte religiöse Bildthemen verkörpern die Gegenreformation des Barocks, eine Rückbesinnung auf das antike Formenrepertoire kommt im Klassizismus zum Ausdruck und das einfache und harte Leben tritt dann im Realismus zum Vorschein. Neben den großen Epochen betrachten wir auch eine Fülle von kleineren künstlerischen Schulen und Gruppierungen wie die Deutschrömer, die Schule von Barbizon oder die Künstlergruppe Brücke.

Den Inhalt dieses Seminars vertiefen wir dann vor Ort bei unsere Hamburg-Exkursion. Donnerstagabend geht es los und Sonntagabend kommen wir zurück. Im Zentrum steht dabei der Besuch der Hamburger Kunsthalle, die uns die Möglichkeit gibt, die Kunstgeschichte der letzten 700 Jahre zurückzuverfolgen. Daneben werden wir uns jedoch auch einige aktuelle Sonderausstellungen im Bucerius Kunst Forum, den Deichtorhallen und im Haus der Fotografie anschauen.

Die Teilnahme am ES „Einführung in die Europäische Kunst- und Kulturgeschichte" von Laura Gieser M.A. (Di, 16-18 Uhr) wird für die Anrechnung als PjS in GymGes neu dringend empfohlen. Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren des Seminars sind die aktive Mitarbeit und die Übernahme eines Referats. Die Exkursion ist auf 25 Personen beschränkt.

 

Literatur:
Gombrich, Ernest H.: Die Geschichte der Kunst,16. Ausgabe, erweitert, überarbeitet und neu gestaltet, Berlin 2004 (Signatur: KAO 1919 (5)).
Heinrich, Christoph / Müllerschön, Nicola / Schneede Uwe M.: Die Galerie der Gegenwart – Gemälde, Objekte, Installationen: Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Bd. V.1, Köln 2007.
Heinrich, Christoph / Schneede Uwe M.: Die Galerie der Gegenwart – Photographie: Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Bd. V.2, Köln 2008.
Heinrich, Christoph / Schneede Uwe M.: Die Galerie der Gegenwart – Audio / Video: Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Bd. V.3, Köln 2008.
Honour, Hugh / Fleming, John: Weltgeschichte der Kunst, 6. Ausgabe, erweitert und neu gestaltet, München 2000 (Signatur: KAO 1278 (6) –DT).
Hurttig, Marcus Andrew/ Schneede, Uwe M./ Luckhardt, Ulrich: Die Gemälde der Klassischen Moderne: Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Bd.4, Köln 2010.

 


 

GS: "Als sich das Handwerk gegen die Massenproduktion auflehnte. Die Arts-and-Crafts Bewegung in England"

"The Arts-and-Crafts Movement in England"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14590

Do 14.00-16.00 c.t.

Raum: W 1.101

Beginn: 13.10.2011

Dozent: Dr. des. Susanne König

Module:
Geschichte: LHRG Modul B2-V / B3-II/III; GymGes alt Modul B3-III / B4-II/III / B5-III/V; GymGes neu Modul B2-III / B4-II/III / B5-III/V; BA-HRGE Modul B2-III / B3-III; BA-GymGes Modul B2-III / B4-III; Zwei-Fach-BA v1 Modul B3-III / A1-II; Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / B3-II/III / A1-II; Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-III / B3-I/II/III / A1-I; BA-Hist. Modul B2-IV / B3-III / B4-I/II / B5-I/II/III

 

Die Arts-and-Crafts-Bewegung entstand in England als Gegenbewegung zum Historismus der viktorianischen Ära. Hier hatten sich der industrielle Fortschritt und die damit verbundenen Arbeitsteilung schnell verbreitet. Die Arts-and-Crafts-Bewegung empfand diese industriell hergestellten Objekte jedoch als „seelenlos" und besann sich stattdessen wieder auf die Qualität des Handwerks. Schönheit wurde nur individuell hergestellten Produkten attestiert und man forderte den Handwerker als Künstler zurück. Ihr Gründer und Hauptprotagonist war William Morris, der engen Kontakt mit der Präraffaelitischen Bruderschaft pflegte. So entwickelte sich in England parallel zum Aufkommen des industriellen Fortschritts ein Kunsthandwerk, das hauptsächlich Unikate und Kleinserien entwarf und damit seine soziale Gesinnung zum Ausdruck bringen wollte. Dieses Ansinnen kann vor allem den Schriften des Malers, Schriftstellers und Kunsthistorikers John Ruskin entnommen werden, der als Sozialreformer Kunst, Politik und Wirtschaft verbinden wollte.

Neben diesen beiden Hauptpersonen beschäftigen wir uns in dem Seminar mit den Kunstwerken sowie mit Designobjekten von Charles Rennie Mackintosh, Walter Crane, Arthur Mackmurdo, Dante Gabriel Rossetti, Edward Burne-Jones und James McNeil Wistler, durch die wir die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheiten dieser Zeit in England sichtbar und diskutierbar machen wollen.

 

Literatur:
Adams, Steven: The arts & crafts movement. London 1989; Anscombe, Isabelle: Arts & crafts style. Oxford 1991; Coleman, Brian D.: Historic arts & crafts homes of Great Britain. Salt Lake City 2005.

Weiterführende Literatur:
Barringer, Tim: Die Präraffaeliten. Köln 1998; Buchanan, William: Mackintosh’s masterwork. New Brunswick 2004; Clutton-Brock, Arthur: William Morris. Parkstone Press USA, New York 2007; Dorment, Richard: James McNeill Whistler. London 1994; Fiell, Charlotte & Fiell, Peter: William Morris. Köln 1999; Garcias, Jean-Claude: Charles Rennie Mackintosh. Basel 1989; Hetmann, Frederik & Kirsch, Hans-Christian: William Morris – ein Mann gegen die Zeit. Köln 1996; Hönnighausen, Gisela: Die Präraffaeliten. Stuttgart 1992; Kemp, Wolfgang: John Ruskin. München 1983; Maccarthy, Fiona: William Morris: A Life for Our Time, Faber and Faber, 2010; Todd, Pamela: The Arts & Crafts Companion. London 2004; Vallance, Aymer: The Life and Work of William Morris, London 1897 (Neuauflage 1989). 

  


GS: "Kunsteschichte ist nicht gleich Kunstgeschichte. Einführung in die Methodenlehre"

 

"Introduction to the Methods of Art History"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14600

Mi 09.00-11.00 c.t.

Raum: P 1.510 

Beginn: 12.10.2011

Dozent: Dr. des. Susanne König

Module:
Geschichte: LHRG Modul B2-V / B3-II/III; GymGes alt Modul B3-III / B4-II/III / B5-III/IV/V; GymGes neu Modul B2-III / B4- II/III / B5-III/IV/V; BA-HRGE Modul B3-III; BA-GymGes Modul B4-III; Zwei-Fach-BA v1 Modul B2-II/III / B3-III / A1-II; Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / B3-II/III / A1-II; Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-III / B3-I/II/III / A1-I; BA-Hist. Modul B2-IV / B3-III / B4-I/II / B5-I/II/III

 

Die heutige wissenschaftliche Disziplin der Kunstgeschichte ist von einem Methodenpluralismus geprägt, der die verschiedensten Ansätze zur Analyse und Interpretation eines Kunstwerkes anbietet. In dem Seminar werden diese unterschiedlichen Herangehensweisen vorgestellt wie etwa die ikonografisch-ikonologische, die rezeptionsästhetische, die feministische oder die ozialgeschichtliche Methode. Zudem werden die Anfänge der Kunstgeschichte bei Giorgio Vasari und Johann Joachim Winckelmann beschrieben sowie die neuesten Theorien zur Bildwissenschaft dargelegt. Wir lesen Texte von den und über die ProtagonistInnen der Kunstgeschichte und lernen so das „Who is who" der Kunstgeschichte kennen.

 

Literatur:
Bauer, Hermann: Kunsthistorik. Eine kritische Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, München 1989. Belting, Hans/Dilly, Heinrich/Kemp, Wolfgang/Sauerländer, Willibald/Warnke, Martin (Hrsg.): Kunstgeschichte, Eine Einführung, Berlin 1899. Brassat, Wolfang/Kohle, Hubertus: Methoden-Reader Kunstgeschichte, Texte zur Methodik und Geschichte der Kunstwissenschaft, Köln 2003.

 


GS: "Pfeil, Speer und Säge. Die Christliche Ikonografie"

"Arrow, Lance and Saw. Christian Iconography"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14610

Do 09.00-11.00 c.t.

Raum: W 1.101

Beginn: 13.10.2011

Dozent: Dr. des. Susanne König

Module:
Geschichte: LHRG Modul B2-V / B3-II/III; GymGes alt Modul B3-III / B4-II/III / B5-III/IV/V; GymGes neu Modul B2-III / B4-II/III / B5-III/IV/V; BA-HRGE Modul B3-III; BA-GymGes Modul B4-III; Zwei-Fach-BA v1 Modul B2-II/III / B3-III / A1-II; Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / B3-II/III / A1-II; Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-II/III / B3-I/II/III / A1-I; BA-Hist. Modul B2-IV / B3-III / B4-I/II / B5-I/II/III; MA-Kulturerbe Modul Studium Generale

 

Das Erkennen und Interpretieren von Bildern mit Darstellungen des Alten und Neuen Testaments sind eine Grundvoraussetzung für die kunsthistorische Tätigkeit. Die einzelnen Stationen des Lebens von Jesus Christus aus dem Neuen Testament, des Marienlebens aus der Legenda aurea sowie einiger Heiliger aus der Legenda aurea und den Apokryphen stehen dabei im Mittelpunkt unserer Betrachtung. Die einzelnen ProtagonistInnen und ihre Handlungen sollen im Bild erkannt werden. Dabei interessiert uns, wie die sich über Jahrhunderte wandelnden Darstellungsweisen in einen gesellschaftlichen Kontext einordnen lassen. Welche Bildthemen und -kompositionen beherrschten mit welchem Interesse wann und warum den allgemeinen Zeitgeschmack?

Literatur:
Die Bibel: Altes und Neues Testament; Bandmann, Günter/Braunfels, Wolfgang/Kollwitz, Johannes/Mrazek, Wilhelm: Lexikon der christlichen Ikonographie: Bd. 1 – 4: Allgemeine Ikonographie. Bd. 5 – 8: Ikonographie der Heiligen, Freiburg 1994 (Signatur: KBK1036 1-8); Butzkamm, Aloys: Christliche Ikonographie. Zum Verstehen mittelalterlicher Kunst, Paderborn 2001 (Signatur: KBK1361 (2)); Duchet-Suchax, Gaston/ Pastoureau, Michel: Lexikon der Bibel und der Heiligen, Paris 2005 (Signatur: KBI 2032); Fichtinger, Christian: Lexikon der Heiligen und der Päpste, Salzburg 1983 (Signatur: IOK 1228); Keller, Hiltgart L.: Lexikon der Heiligen und biblischen Gestalten: Legende und Darstellung in der bildenden Kunst, Stuttgart 2005 (Signatur: IOK1278 (10)); Mazakarini, Leopold K.: Die Attribute der Heiligen. Die Symbole in der mittelalterlichen Kunst, Wien 1987 (Signatur: JXN1751 (2)); Sachs, Hannelore/Badstübner, Ernst/Neumann, Helga: Christliche Ikonographie in Stichworten, Regensburg 2005 (Signatur: KBK1010 (9)); Sachs, Hannelore/Badstübner, Ernst/Neumann, Helga: Wörterbuch der christlichen Ikonographie, Regensburg 2005 (Signatur: KBK1010 (9)); Schiller, Gertrud: Ikonographie der christlichen Kunst. Band 3. Die Auferstehung und Erhöhung Christi, Gütersloh 1971 (Signatur: KBK 1002 -3); Schindler, Alfred: Apokryphen zum Alten und Neuen Testament, Zürich 1988 (Signatur: IMO 1393); Seibert, Jutta: Lexikon christlicher Kunst. Themen, Gestalten, Symbole, Freiburg 1980 (Signatur: KBI 1167); Voragine Jacobus de/ Laager, Jacques: Legenda aurea. Heiligenlegenden, München 2000.

 


HS: "Ist es Kunst oder Design? Zeitgenössische Grenzgänger"

"Is it Art or Design?"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14790  

Mi 14.00-16.00 c.t.

Raum: W 1.101

Beginn: 12.10.2011

Dozent: Dr. des. Susanne König

Module:
Geschichte: LHRG Modul A1-II/III / A2-II/III / A3-II/III; GymGes alt Modul A1-II/III / 2-IV / 3-I/II/III/IV 4-I/II/III/IV; GymGes neu Modul A1-II/III / 2-II/III/IV / 3-I/II/III/IV 4-I/II/III/IV; BA-HRGE Modul A1-I / A2-I; BA-GymGes Modul A1-I / A2-I; Zwei-Fach-BA v1 Modul A1-II/III / 2-I/II/III / 3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v2 Modul A1-II/III / 2-I/II/III / 3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v3 Modul A1-I / 2-I/II/III / 3-I/II/III; BA-Hist. Modul A1-I/II/III / 2-I/II/III / 3-I/II / 4-I/II; MA-Hist. Modul B6-I/II/III / B7-I/III / 8-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II; MA-Kulturerbe Modul Studium Generale

 

Die gegenseitigen Beeinflussungen von Design und Kunst durchziehen das 20. Jahrhundert. So entwarfen beispielsweise die Künstler des Jugendstils auch Möbel, Geschirr, Tapeten, Stoffe und Schmuck und wollten damit die Grenze zwischen freier und angewandter Kunst überwinden. Doch obwohl die Designer und Künstler in unterschiedlichen Bereichen agierten, blieben die Objekte ihren Disziplinen treu. Ein Industrieobjekt war ein Designobjekt, ob es nun von einem Designer oder einem Künstler entworfen worden war. Heute hat sich diese klare Zuschreibung aufgelöst. Design taucht im Kunstkontext auf und Kunstwerke im Designumfeld. Die Grenzen zwischen den angewandten und freien Künsten haben sich aufgelöst. KünstlerInnen kreieren Installationen zum Benutzen und DesignerInnen schaffen Unikate zum Sammeln und reinen Betrachten. Die AutorenInnen aus den unterschiedlichen Bereichen teilen sich ihre Strategien, Methoden und Ziele. So nutzen KünstlerInnen Designobjekte, um Alltagsphänomene, Emotionen und Denkhaltungen zu reflektieren und um sie für sozialkritische Äußerungen einzusetzen, während sich DesignerInnen vom Neutralitätsideal loslösen und in soziale, politische, ethische oder ökologische Diskurse eingreifen.

Von den Studierenden wird erwartet, dass sie für diesen Zusammenhang relevante Positionen aus der angewandten und freien Kunst vorstellen. Hierbei sollen besonders Arbeiten folgender DesignerInnen und KünstlerInnen berücksichtigt werden. Zu den möglichen AutorInnen zählen u. a. Ron Arad, Studio Job, Ross Lovegrove, Martino Gamper, Marc Newsons, Philippe Starck// Tobias Rehberger, Franz West, Liam Gillick, Andrea Zittel, Richard Prince, Silvie Fleur, Carsten Höller, Jorge Pardo, Mike Kelley, Elmgreen & Dragset

 

Literatur:
20/21. MAK-Sammlung Gegenwartskunst, Ausst.-Kat. Wien 2009; Kravagna, Christian: Ambient Art, in: Butin, Hubertus (Hrsg.): Du Monts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst, Köln 2002: Wouldn’t it be nice … wishful thinking in art and design, AK Centre d’Art Contemporain Genève, Genf 2007; Lippert, Werner: UFO – Grenzgänger zwischen Kunst und Design, Düsseldorf 2009; Baumerich, Andreas/Winkler, Richard: Kunst und Design im Dialog : die Designabteilung mit Sammlung Winkler im Museum für Angewandte Kunst Köln, Köln 2008.

 


PjS/GS: „Was ist Kulturerbe?"

„History and Idea of Cultural Heritage“

 

Veranstaltungsnummer: 014390

Mo 14.00-16.00 c.t.

Raum: L 3.204

Beginn: 17.10.2011

Dozent: N.N.

Module:
Geschichte: LHRG Modul B2-II; GymGes alt Modul B3-II; GymGes neu Modul B2-II / B3-II; BA-HRGE Modul B2-II; BA-GymGes Modul B2-II / B3-II; Zwei-Fach-BA v1 Modul B2-III; Zwei-Fach-BA v2 Modul B2-III / 3-III; Zwei-Fach-BA v3 Modul B2-III / 3-I/II/III; BA-Hist. Modul B4-I/II / Optionalbereich: berufsbezogene Praktika/PjS

 
Anhand der Themen, welche in der Vorlesung „Was ist Kulturerbe?“ in den Mittelpunkt gestellt werden, sollen in diesem Seminar vertiefende Kenntnisse zu dieser Fragestellung erworben werden. Zusätzlich werden studienrelevante,
wissenschaftliche Arbeitstechniken wie z.B. die Vorbereitung eines Referates, Literaturrecherche und die Anfertigung einer Hausarbeit vermittelt.
Das Seminar ist Teil eines 4stündigen sektoralgeschichtlichen Einführungs-/ Projektseminars für die Studiengänge Lehramt GymGes, 2-Fach-Bachelor GymGes (neu B3-I) und 2-Fach-Bachelor (neu B1-III). In diesem Falle ist der Besuch der Parallel-Veranstaltung „L.068.14060" für die Studiengänge Lehramt GymGes zwingend, für die Bachelor empfehlenswert.

 


 

Lehre Wintersemester 2011/2012: Lehrbeauftragte

(Dr. jur. Hans-Jürgen Blinn, Dr. Martin Hellmold, Gisela Staupe)

 


HS/Eü: "Kulturpolitik"

"Cultural Policy"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14780

Blockveranstaltung 
Fr/Sa 10.00-18.00 (02.12./03.12.2011)
Fr/Sa 10.00-18.00 (20.01./21.01.2012)

Raum: W 1.101

Beginn: 02.12.2011

Dozent: Dr. jur. Hans-Jürgen Blinn (Ministerialrat Internationale Angelegenheiten und EU. Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz)

Module:
Geschichte: LHRG Modul A2-III; GymGes alt Modul A1-II/III / A3-I/II / 4-III/IV; GymGes neu Modul A1-II/III /  A3-I/II / 4-III/IV; BA-Hist. Modul A3-I/II; MA-Hist. Modul B6-I/II/III / B7-I/III / 8-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II; MA-Kulturerbe Modul B3 / VM 8

 

Im Seminar werden die Kulturförderung in Deutschland, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kulturbereich, die Kulturpolitik der Europäischen Gemeinschaften sowie Kulturdienstleistungen in Zeiten der Globalisierung thematisiert.

 


 

HS/Eü: "Stationen der documenta-Geschichte I: von den Anfängen 1955 bis in die siebziger Jahre"

 

"Stations of the history of documenta I: From the beginning in 1955 to the 1970s"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14770

Mo 09.00-13.00 c.t. (14-tägig)

Raum: W 1.101

Beginn: 10.10.2011

Dozent: Dr. Martin Hellmold 

Module:
Geschichte: LHRG Modul A1-II/III / A2-II/III / A3-III; GymGes alt Modul A1-II/III / A2-IV / A3-II/III / A4-III; GymGes neu Modul A1-II/III / A2-IV / A3-II/III / A4-III; BA-HRGE Modul A1-I / A2-I; BA-GymGes Modul A1-I / A2-I; Zwei-Fach-BA v1 Modul A2-I/II/III / A3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v2 Modul A2-I/II/III / A3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v3 Modul A1-II / 2-I/II/III / A3-I/II/III; BA-Hist. Modul A3-I/II; MA-Hist. Modul B6-I/II/III / B7-I/III / 8-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II; MA-Kulturerbe Modul VM 4/5/6/7/8, Studium Generale

 

Die documenta in Kassel gilt als wichtige Standortbestimmung der zeitgenössischen Kunst. Ursprünglich war sie 1955 als einmaliges Ereignis geplant. Ziel der Ausstellungsmacher war die Rehabilitierung der modernen Kunst nach der zerstörerischen Anfeindung durch die Nationalsozialisten. Mit der zweiten documenta 1959 wurde dann der Anspruch einer aktuellen Weltkunstausstellung formuliert, die seitdem im fünfjährigen Zyklus in Kassel durchgeführt wird.

Die einzelnen documenta-Ausstellungen unterscheiden sich stark, sowohl hinsichtlich ihrer Programmatik als auch in der Auswahl der vertretenen Künstler/innen. Nicht immer konnten die verantwortlichen Organisatoren die von ihnen selbst formulierten Ansprüche einlösen. Die geballte Aufmerksamkeit der Kunstöffentlichkeit war ihnen jedoch gewiss. Und spätestens aus der Rückschau erweist sich jede documenta auf ihre Art als Spiegel der künstlerischen und kulturpolitischen Besonderheiten ihrer Entstehungszeit.

Vom 9. Juni bis zum 16. September 2012 wird die documenta 13 zu sehen sein. In zwei aufeinander folgenden Seminaren nähern wir uns diesem Großereignis an. In chronologischer Folge werden dabei die einzelnen Ausstellungen genauer betrachtet. Im Mittelpunkt stehen die kuratorischen Konzepte und ihre Umsetzung, sowie die zeitgenössische Rezeption der Ausstellung und ihr Stellenwert in der kunstgeschichtlichen Entwicklung. Dabei wird auch immer wieder der zeitgeschichtliche Kontext ins Blickfeld rücken. Anhang ausgewählter künstlerischer Positionen soll zudem versucht werden, Grundlagen für ein Verständnis des heutigen Kunstschaffens zu erarbeiten.

Das Seminar im Wintersemester umfasst den Zeitraum von der documenta 1 (1955) bis zur documenta 7 (1982). Im Sommersemester schließen sich die folgenden Ausstellungen an. Nach diesem Intensivprogramm zu einer „Vorgeschichte der Gegenwartskunst" sind wir dann hoffentlich bereit für die Exkursion zur dreizehnten documenta, gefolgt von einer eingehender Nachbetrachtung des dortigen Kunstgeschehens.

Teilnehmer/innen sind selbstverständlich nicht verpflichtet, auch das zweite Seminar zu besuchen. Die Teilnahme am Seminar erfordert jedoch die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats und die regelmäßige Lektüre von Texten, die als Grundlage der Seminararbeit dienen.

 

Literatur:
Michael Glasmeier und Karin Stengel (Hg.), archive in motion. documenta-Handbuch, Schriftenreihe des documenta Archivs, Band 14, Göttingen: Steidl 2005.
Walter Grasskamp (Hg.), Mythos documenta. Ein Bilderbuch zur Kunstgeschichte, Kunstforum international, Band 49, April/Mai 1982.
Harald Kimpel, documenta. Mythos und Wirklichkeit, Köln: DuMont 1997.

 

 

HS/Eü: "Die Rolle der Museen in der Informationsgesellschaft"

 

"The role of the museum in the information society"

 

Veranstaltungsnummer: L.068.14820

Blockveranstaltung
Fr/Sa 10.00-18.00 (18.11./19.11.2011)
Sa/So 10.00-18.00 (14.01./15.01.2012)

Raum: W 1.101

Beginn: 18.11.2011

Dozent: Gisela Staupe (Stellvertretende Direktorin des Deutschen Hygiene-Museums Dresden)

Module:
Geschichte: LHRG Modul A1-II/III / A2-II/III / A3-III; GymGes alt Modul A1-II/III / 2-III/IV / 3-II / 4-III/IV; GymGes neu Modul A1-II/III / 2-III/IV / 3-II / 4-III/IV; BA-HRGE Modul A1-I / A2-I; BA-GymGes Modul A1-I / A2-I; Zwei-Fach-BA v1 Modul A2-I/II/III / A3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v2 Modul A2-I/II/III / A3-I/II/III; Zwei-Fach-BA v3 Modul A1-I/II / 2-I/II/III / A3-I/II/III; BA-Hist. Modul A3-I/II; MA-Hist. Modul B6-I/II/III / B7-I/III / 8-I/II/III / A6-I/II/III / 7-I/II/III / 9-I/II; MA-Kulturerbe Modul B2 / B3 / VM 4/5/6/8

 

Das Deutsche Hygiene-Museum (DHMD) versteht sich heute als das Museum vom Menschen. Es begreift sich als ein Themen- und Programmmuseum. Bei seiner Gründung 1912 gehörte es zu derjenigen avantgardistischen Generation von Museen, die durch ihre Ausstellungen ein zahlenmäßig großes und vor allem auch seiner Sozialstruktur nach breites Publikum für wichtige Themen der Zeit interessieren wollten. Das Deutsche Hygiene-Museum hat sich daher nie nur als ein traditionelles Museum verstanden, sondern eher als ein Generator und Vermittler von Bildern und Schöpfer von neuen wissenschaftlichen Bildwelten, um so die Ausstellung als ein Medium zur Selbstaufklärung der Gesellschaft zu nutzen. Eine weitere Besonderheit des Museums bestand auch in der Abkehr von einem historischen Kulturverständnis, das sich ausschließlich auf Hochkultur und auf ästhetische Bildung bezog. Kultur wurde auch als gestaltete Lebensweise verstanden. An diese Traditionslinien knüpft die heutige Arbeit des Deutschen Hygiene-Museums an.

An Beispiel des Deutschen Hygiene-Museum und anderen ausgewählten Museen sollen folgende Fragen diskutiert werden:
1. Das Museum ist der Ort der "Dinge", über die Wissen und Erkenntnisse vermittelt werden. Die Themen des Deutschen Hygiene-Museums waren und sind bis heute sehr vielfältig, häufig äußerst komplex und immer gegenwartsbezogen. Können diese überhaupt noch durch traditionelle Inszenierung und Präsentation von "Dingen" in Vitrinen präsentiert werden oder braucht das Museum zukünftig auch neue Formen der Präsentation von Themen im Raum? Das konzeptionelle, gestalterische Spektrum der Ausstellungen des Deutschen Hygiene-Museums reicht heute von der klassischen Präsentation der "Dinge" in Vitrinen bis hin zu aufwändigen szenografischen Umsetzungen – oder gar bis hin zum radikalen Verzicht auf die Präsentation von "Dingen" in der Ausstellung. An einigen Beispielen sollen neue Formen der Ausstellungspräsentationen analysiert werden.

2. Das Museum ist ein Produkt der Moderne. Ist es daher nicht immer wieder auch gezwungen, über sein Selbstverständnis und seine Arbeit zu reflektieren und folgende Fragen neu zu stellen und zu beantworten? Welche Inhalte vermittelt ein Museum überhaupt? Welche Bedeutung hat heute das Kulturelle Erbe in einer sich wandelnden Gesellschaft? Was bedeutet heute "Kulturelle Bildung"? In welchem Verhältnis stehen Schule und Museen sowie Kultur und Bildung? Was ist das jeweils "relevante Wissen" über den Menschen? Wie kann Wissen über den Menschen überhaupt in einem Museum umgesetzt und im Raum vermittelt werden und mit welcher Intention?

Im Seminar soll über das Selbstverständnis und die Rolle der Museen heute reflektiert werden – insbesondere aus der Sicht der musealen Praxis und der BesucherInnen. Ausgehend davon sollen Methoden der Konzeption und der Umsetzung von Ausstellungen sowie die theoretische Analyse, Erörterung und Weiterentwicklung von Ausstellungen und anderen Formen der Kulturvermittlung vermittelt werden. Eine Literaturliste sowie ein Reader werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Informationen zum Deutschen Hygiene-Museum finden Sie unter: www.dhmd.de.

 

Literatur:
Gottfried Korff: Sechs Emder Thesen zur Rolle des Museums in der Informationsgesellschaft, in: Museumskunde, Bd. 73, 2/ 2008, S. 19 – 25; Hanno Rauterberg: Musealisiert die Museen. Über den Wert und die Werte einer großen Institution, in: Museumskunde, Hrsg.: Deutscher Museumsbund, Bd. 76, 2/02, S. 34-40; Birgit Mandel: Kontemplativer Musentempel, Bildungsstätte und populäres Entertainment-Center? Ansprüche an das Museum und neue Strategien der Museumsvermittlung. In: Museen neu denken, Hrsg.: Hartmut John/ Anja Dauschek, Bielefeld 2008; Gisela Staupe: Im Reich der Dinge. Die neue Dauerausstellung des Deutschen Hygiene-Museums, in: Dingwelten. Das Museum als Erkenntnisort (=Schriften des Deutschen Hygiene-Museums, hrsg. von Gisela Staupe), Bd. 4, hrsg. von Ankrete Heesen und Petra Lutz, Böhlau Verlag, Köln/ Weimar/ Wien 2005, S. 151 – 159; Gisela Staupe: Szenografie in Ausstellungen !, in: Szenografie in Ausstellungen und Museen, DAS (Hg.), Essen 2004, S. 125 – 137. Werner-Hanak-Lettner: Die Ausstellung als Drama. Wie das Museum aus dem Theater entstand; Bielefeld 2011; Neil McGregor: Das Museum als Ausklärungsreise, in: Museumskunde, Bd. 70, 2/ 2007, S. 10-23; Willi E. R. Xylander: Fit? Ideen zu den Anforderungen an Museen im 21. Jahrhundert, in: Museumskunde "Museen gestalten Zukunft-Perspektiven im 21. Jahrhundert", Bd. 71, 2/06, S. 10 – 15; Ulrich Borsdorf (Direktor Stiftung Ruhr Museum): Sammlung und Vermittlung. Der Beitrag des Museums im gesellschaftlichen Diskurs, in: Museumskunde, herausgegeben vom Deutschen Museumsbund, Bd. 73, 2/08.

 


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