Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Bildinformationen anzeigen

Kulturphänomen Arbeit

KULTURPHÄNOMEN ARBEIT | AKTUELLES | MITGLIEDER | KOOPERATIONEN | BIBLIOGRAFIE | SCHRIFTENREIHE

Kulturphänomen Arbeit

Genese

Die Forschergruppe ‚Kulturphänomen Arbeit’ besteht seit Oktober 2009. Sie setzt es sich zum Ziel, fächerübergreifende Sichtweisen zum Thema Arbeit interdisziplinär zu verschalten und miteinander in Kontakt zu bringen. Innerhalb der Forschergruppe treffen sich Perspektiven aus den Basisphilologien (Anglistik, Germanistik, Romanistik), der Komparatistik und den Medienwissenschaften. Der Kreis der assoziierten Mitglieder umfasst Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des In- und Auslandes sowie kulturbezogene Institutionen (Archive und Museen).

Forschungsfragen

Welche Vorstellungen von Arbeit (z. B. Handwerk, Dienstleistung, Geistesarbeit) und Nicht-Arbeit (z. B. Arbeitslosigkeit, Muße, Müßiggang, Freizeit, Erholung, Faulheit, Verweigerung, Spiel) werden aus medial vermittelten Perspektiven des 19. bis 21. Jahrhunderts erzeugt? Welche Geschlechterordnungen (Männerarbeit, Frauenarbeit) organisieren diese Vorstellungen? Welche Werthaltungen (z. B. Knochenarbeit, brotlose Kunst) werden damit konstruiert und welche Möglichkeiten der Selbsterfindung entworfen? Wie konkretisiert sich die ästhetische Darstellung von Arbeit, sprich: welche Formen, Modi und Praktiken sind für die Inszenierung von Arbeitsräumen (z. B. Fabrik, Büro, Großküche), Arbeitstopografien (z. B. Industrie- und Agrarlandschaften, Brachland), von materiellem und immateriellem Milieu, aber auch von diskursiv erzeugten Gruppenzuschreibungen (z. B. Proletariat, Prekariat) beschreibbar?

Forschungsnetzwerk

Die Forschergruppe stellt eine Netzwerk-Plattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dar, die sich mit dem Themenfeld Arbeit/Nicht-Arbeit befassen. Eine themenspezifische Bibliografie verweist auf einschlägige Forschungsliteratur, zugleich wird eine Übersicht über aktuelle Tagungen und Ausstellungen gegeben.

Wissenstransfer

Die von der Forschergruppe organisierten Ringvorlesungen, Tandem-Seminare, Workshops und Tagungen forcieren auf nationaler und internationaler Ebene den interdisziplinären Austausch, der vor allem darauf zielt, Arbeitsbegriffe unterschiedlicher Provenienz (ökonomische, soziologische etc.) mit potenziell irritierenden kulturellen Arbeitsbegriffen zu konfrontieren. Im interdisziplinären und internationalen Dialog richtet sich das Interesse u. a. darauf, welche Bereiche kulturellen Wissens (Werte, Normen, Mythen, Ideologien) sich in die konkrete Gestaltung unserer Arbeitswelt übersetzen: Welches Bild von Arbeit und Arbeiterkultur fundiert etwa die Architektur einer Arbeitersiedlung? Welche Arbeitsideale katalysieren betriebliche Politiken (Einstellungen, Beförderungen, Entlassungen)? An welche geistesgeschichtlichen oder religiösen Traditionen und Bildarchive knüpfen aktuelle Vorstellungen von Leistung, Karriere und Würde des Arbeitenden an? Welche interkulturellen oder mehrkulturellen Kompetenzen sind mit Blick auf wachsende Arbeitsmigration und die Globalisierung der Märkte gefragt?

Da Arbeit eine Grundtätigkeit des menschlichen Lebens darstellt, ist die differenzierte Sichtung dieses Feldes und seiner weitreichenden Gravitationskräfte eine sich stetig aktualisierende Aufgabe wissenschaftlicher Forschung. Die fachliche Verantwortung für dieses Thema liegt innerhalb des Spektrums der Disziplinen.

Sprecherin der Forschergruppe

PD Dr. Claudia Lillge

Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft > Komparatistik/Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft

Claudia Lillge
Web:

Sprechzeiten:

Lehrt bis einschließlich Sommersemester 2017 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Universität der Informationsgesellschaft