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Foto: Agentur Silberweiss, Salzkotten

Projekte des ZeKK

DFG–Projekt: Theologie und Sklaverei

DFG-Projekt: „Theologie und Sklaverei von der Antike bis zur Frühen Neuzeit“
Teilprojekt: Frühe Neuzeit (Prof. Dr. Niceole Priesching)
Beginn: Juni 2012
Laufzeit: 36 Monate

Weitere Informationen auf den Seiten der Katholischen Theologie

Arbeitsschwerpunkt Personale Ethik und Bildung im Kontext des christlich-muslimischen Dialogs

Projektleiter: Prof. Dr. Jochen Schmidt

Nachdenken über Ethik im interkonfessionellen und interreligiösen Horizont kann verschiedene Ziele verfolgen. Im Rahmen einer global ethics eruiert interkulturelle Ethik normative Grundlagen bzw. Maximen für das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen. Nun erschöpfen sich die Möglichkeiten ethischen Nachdenkens nicht im normativen bzw. stark-normativen Diskurs. Zur Ethik gehört über die Frage nach dem Gebotenen und Verbotenen hinaus auch das Fragen danach, ‚woran uns liegt‘, woran wir unsere Lebensführung orientieren wollen (vgl. Jochen Schmidt, Wahrgenommene Individualität. Eine Theologie der Lebensführung, Göttingen 2014 [Edition Wege zum Menschen 3]. Hierauf liegt der Fokus der in Planung befindlichen Projekte Bereich Personale Ethik und Bildung im Kontext des christlich-muslimischen Dialogs. Diese Arbeit soll mit dem auf dem Feld der normativen interkulturellen Ethik Geleisteten nicht konkurrieren, sondern dieses vielmehr durch die Eröffnung neuer, insbesondere individualethischer Perspektiven flankieren. Ziel ist das Verstehen des Eigenen und des Fremden, i.e. das Verstehen der Potentiale der eigenen religiösen Tradition zur Bewältigung von Herausforderungen der alltäglichen Lebensführung und nach einem Verstehen der Art und Weise, wie in anderen Religionen Tradition und Lebensführung – jenseits des Horizonts von Geboten und Vorschriften – interagieren. Ein exemplarisches Forschungsfeld des Arbeitsschwerpunkts ist die Tugendethik (www.tugendethik.net).

DFG-Projekt: Koranische Zugänge zu Jesus Christus in der Perspektive Komparativer Theologie

Die Christologie gilt unter Angehörigen des Christentums und Islams gemeinhin als der entscheidende Differenzpunkt beider Religionen. Während für Christen der Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes den entscheidenden Glaubenskern darstellt, scheint eben die Absage an dieses Bekenntnis für den islamischen Glauben grundlegend zu sein. Nicht der Glaube an Gott oder das Gottesbild gilt deswegen in der Regel als das Hauptproblem im islamisch-christlichen Dialog, sondern das christliche Bekenntnis zu Jesus als dem Christus.
Auf der anderen Seite gibt es wahrscheinlich keine andere Religion neben dem Christentum, die in den normativen Grundlagen ihres eigenen Glaubens eine so tiefe Wertschätzung von Person und Werk Jesu von Nazaret vorfindet wie der Islam. Von daher kann man in der islamischen Tradition immer wieder eine beachtliche Faszination wahrnehmen, die die Gestalt Jesu auf Muslime ausgeübt hat. Jesus von Nazaret erhält an einigen Stellen im Koran sogar eine höhere Stellung als Muhammed. Auf diese Weise geben einige koranische Aussagen, die Jesus z.B. als das Wort Gottes bezeichnen, Anlass, diese Aussagen auf ihren christologischen Gehalt zu untersuchen.
Das Projekt will deshalb fragen, ob es von christlicher Seite aus denkbar ist, die koranischen Würdigungen Jesu von Nazaret als eine Form von Jesulogie oder gar Christologie anzuerkennen, die auch Christen etwas Entscheidendes zu sagen hat. Einer christlichen Komparativen Theologie stellt sich in diesem Kontext die Frage, ob sie die islamische Würdigung Jesu von Nazaret ernst nehmen kann, ohne die eigenen, gerade in der Christologie so konstitutiven Geltungsansprüche preiszugeben. Es geht also um die Sondierung, ob man den koranischen Zugang zu Jesus von Nazaret sinnvoll in die christliche Glaubensreflexion integrieren und ob man die Fremdheit dieses Zugangs als Bereicherung der christlichen Identität entdecken kann.
Zugleich stellt sich einer muslimischen Komparativen Theologie die Frage, ob auch aus ihrer Sicht das Verhältnis von christlichem Bekenntnis zu Jesus als dem Christus und den koranischen Aussagen so neu gedacht werden kann, dass man von muslimischer Seite eine moderne Christologie in ein fruchtbares Verhältnis zum islamischen Denken setzen kann. Da die innermuslimische Debatte an dieser Stelle zwischen Sunniten und Schiiten spezifische Unterschiede aufweist und auch in der Hadithliteratur und den Kommentierungstraditionen unterschiedliche Zugänge zu Jesus von Nazaret vorliegen, ist es lohnend diese Frage in beiden Denominationen getrennt zu bearbeiten. Schiitisch kann dabei neben den einschlägigen Arbeiten von Mahmoud Ayoub auf neue Forschungen der Universität der Religionen und Denominationen in Qom zurückgegriffen werden, die mit der Universität Paderborn in engem Austausch steht und die in das Projekt eingebunden wird. Sunnitisch wird man insbesondere Neuansätze der Koranhermeneutik fruchtbar machen, wie sie u.a. Mouhanad Khorchide vorgelegt hat.

Laufzeit des Projekts: 2013-2015; 2016-2018

Projektmitarbeiterinnen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, mit denen für dieses Vorhaben eine konkrete Vereinbarung zur Zusammenarbeit besteht

Information 

AGs des ZeKK

AG Judentum

Im Sommer 2015 hat sich am ZeKK eine Arbeitsgemeinschaft von ZeKK-Mitgliedern gegründet, die sich vor allem mit dem Judentum auseinandersetzen wollen und die Beschäftigung mit dem Judentum am ZeKK stärken wollen.

Sprecherin der AG ist Prof. Dr. Angelika Strotmann.

Mitglieder der AG Judentum sind:

Aus dem Mittelbau der Katholischen Theologie vertreten sind:

AG Säkularismus und nichtreligiöse Überzeugungssysteme

Das Grundanliegen der AG ist der konkrete Einbezug säkularistischer Positionen und nichtreligiöser Überzeugungssysteme in den am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) auf vielfältigen Ebenen gegebenen Diskurs. Im Sinne der methodischen Grundlinien des ZeKK geht es um die Eröffnung von auf differenzsensible Würdigung abzielenden Dialogsituationen, die wechselseitige Lernprozesse ermöglichen sollen.

Der Name der AG ist bewusst weit gefasst, um eine möglichst große Bandbreite fachlicher und weltanschaulicher Positionen integrieren zu können. Es besteht also keine Festlegung auf eine bestimmte akademische Fachausrichtung. Vielmehr sollen systematische, historische, empirische und weitere Perspektiven je nach thematischer Ausrichtung und Fragestellung konkreter Veranstaltungen einbezogen werden. Die AG ist dabei nicht auf akademisch-wissenschaftliche Positionen beschränkt, bestimmt diese aber als primäre Erkenntnisquelle.

Insofern Dialog immer in konkreten Kontexten geschieht, die spezifische Interpretationen einer Überzeugung oder eines Überzeugungssystems transportieren, setzt die Arbeit der AG auf einer mikrologischen Betrachtungsebene an und versucht auf diesem induktiven Wege bestehende, ganzheitliche Urteile zu überprüfen und ggf. neu zu justieren.

Angesichts der Vielfalt nichtreligiöser Weltanschauungen setzt sich die AG eine thematische Beschränkung auf solche Positionen, die sich konkret auf Religionen beziehen und einen konstruktiven Beitrag zum Dialog der Religionen (und Weltanschauungen) leisten.

Die Arbeit der AG soll sich jährlich in einer überschaubaren Anzahl von spezifischen Veranstaltungen konkretisieren. Bestimmte Formen sind dabei nicht vorausgesetzt. Vielmehr sollen bewährte Veranstaltungsformate ebenso zur Geltung kommen, wie auch die Möglichkeit zur Erprobung neuer Designs gegeben sein.

Sprecher der AG ist Dr. Aaron Langenfeld.

Mitglieder der AG Säkularismus und nichtreligiöse Überzeugungssysteme sind:

Die Universität der Informationsgesellschaft