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Foto: Agentur Silberweiss, Salzkotten

Projekte des ZeKK

Kooperation in den Studiengängen zur Komparativen Theologie in Qom und Paderborn (gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Der DAAD fördert in den Jahren 2018 bis 2021 die gemeinsame Arbeit der Universität Paderborn und der University of Religions and Denominations (URD) im Iran im Programm "Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern". Das ZeKK unterhält bereits seit mehreren Jahren enge Kontakte zur University of Religions and Denominations (URD) in Qom/Iran. Dort lernen Studierende Weltreligionen aus der Perspektive ihrer jeweiligen Theologien kennen. Um die Fragen und Debatten ins Gespräch zu bringen, die in der deutschsprachigen Theologie eine Rolle spielen, werden zwischen 2018 und 2021 jährlich Lehrende und Studierende aus Paderborn in den Iran reisen und dort in Intensivseminaren unterrichten. Ebenso wird jedes Jahr eine iranische Delegation in Paderborn Kurse über zentrale Themen der schiitischen Theologie geben. Ziel ist es, auf diese Weise die Studiengänge inhaltlich weiter zu entwickeln sowie Lehrmaterialien zu erstellen, die im interreligiösen Dialog eingesetzt werden können. So soll die Zusammenarbeit verstetigt und ein nachhaltiger Beitrag zur besseren Verständigung geleistet werden.

Zeitplan:
Februar 2018: Reise in den Iran
5.-14.9.2018: Iranische Delegation besucht Paderborn
19.-28.2.2019: Reise in den Iran

DFG–Projekt: Theologie und Sklaverei

DFG-Projekt: „Theologie und Sklaverei von der Antike bis zur Frühen Neuzeit“
Teilprojekt: Frühe Neuzeit (Prof. Dr. Niceole Priesching)
Beginn: Juni 2012
Laufzeit: 36 Monate

Weitere Informationen auf den Seiten der Katholischen Theologie

DFG-Projekt: Koranische Zugänge zu Jesus Christus in der Perspektive Komparativer Theologie

Die Christologie gilt unter Angehörigen des Christentums und Islams gemeinhin als der entscheidende Differenzpunkt beider Religionen. Während für Christen der Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes den entscheidenden Glaubenskern darstellt, scheint eben die Absage an dieses Bekenntnis für den islamischen Glauben grundlegend zu sein. Nicht der Glaube an Gott oder das Gottesbild gilt deswegen in der Regel als das Hauptproblem im islamisch-christlichen Dialog, sondern das christliche Bekenntnis zu Jesus als dem Christus.
Auf der anderen Seite gibt es wahrscheinlich keine andere Religion neben dem Christentum, die in den normativen Grundlagen ihres eigenen Glaubens eine so tiefe Wertschätzung von Person und Werk Jesu von Nazaret vorfindet wie der Islam. Von daher kann man in der islamischen Tradition immer wieder eine beachtliche Faszination wahrnehmen, die die Gestalt Jesu auf Muslime ausgeübt hat. Jesus von Nazaret erhält an einigen Stellen im Koran sogar eine höhere Stellung als Muhammed. Auf diese Weise geben einige koranische Aussagen, die Jesus z.B. als das Wort Gottes bezeichnen, Anlass, diese Aussagen auf ihren christologischen Gehalt zu untersuchen.
Das Projekt will deshalb fragen, ob es von christlicher Seite aus denkbar ist, die koranischen Würdigungen Jesu von Nazaret als eine Form von Jesulogie oder gar Christologie anzuerkennen, die auch Christen etwas Entscheidendes zu sagen hat. Einer christlichen Komparativen Theologie stellt sich in diesem Kontext die Frage, ob sie die islamische Würdigung Jesu von Nazaret ernst nehmen kann, ohne die eigenen, gerade in der Christologie so konstitutiven Geltungsansprüche preiszugeben. Es geht also um die Sondierung, ob man den koranischen Zugang zu Jesus von Nazaret sinnvoll in die christliche Glaubensreflexion integrieren und ob man die Fremdheit dieses Zugangs als Bereicherung der christlichen Identität entdecken kann.
Zugleich stellt sich einer muslimischen Komparativen Theologie die Frage, ob auch aus ihrer Sicht das Verhältnis von christlichem Bekenntnis zu Jesus als dem Christus und den koranischen Aussagen so neu gedacht werden kann, dass man von muslimischer Seite eine moderne Christologie in ein fruchtbares Verhältnis zum islamischen Denken setzen kann. Da die innermuslimische Debatte an dieser Stelle zwischen Sunniten und Schiiten spezifische Unterschiede aufweist und auch in der Hadithliteratur und den Kommentierungstraditionen unterschiedliche Zugänge zu Jesus von Nazaret vorliegen, ist es lohnend diese Frage in beiden Denominationen getrennt zu bearbeiten. Schiitisch kann dabei neben den einschlägigen Arbeiten von Mahmoud Ayoub auf neue Forschungen der Universität der Religionen und Denominationen in Qom zurückgegriffen werden, die mit der Universität Paderborn in engem Austausch steht und die in das Projekt eingebunden wird. Sunnitisch wird man insbesondere Neuansätze der Koranhermeneutik fruchtbar machen, wie sie u.a. Mouhanad Khorchide vorgelegt hat.

Laufzeit des Projekts: 2013-2015; 2016-2018

Projektmitarbeiterinnen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, mit denen für dieses Vorhaben eine konkrete Vereinbarung zur Zusammenarbeit besteht

Information 

Arbeitsgemeinschaften des ZeKK

AG Judentum

Im Sommer 2015 hat sich am ZeKK eine Arbeitsgemeinschaft von ZeKK-Mitgliedern gegründet, die sich vor allem mit dem Judentum auseinandersetzen wollen und die Beschäftigung mit dem Judentum am ZeKK stärken wollen.

Sprecherin der AG ist Prof. Dr. Angelika Strotmann.

Mitglieder der AG Judentum sind:

Aus dem Mittelbau der Katholischen Theologie vertreten sind:

AG Säkularismus und nichtreligiöse Überzeugungssysteme

Das Grundanliegen der AG ist der konkrete Einbezug säkularistischer Positionen und nichtreligiöser Überzeugungssysteme in den am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) auf vielfältigen Ebenen gegebenen Diskurs. Im Sinne der methodischen Grundlinien des ZeKK geht es um die Eröffnung von auf differenzsensible Würdigung abzielenden Dialogsituationen, die wechselseitige Lernprozesse ermöglichen sollen.

Der Name der AG ist bewusst weit gefasst, um eine möglichst große Bandbreite fachlicher und weltanschaulicher Positionen integrieren zu können. Es besteht also keine Festlegung auf eine bestimmte akademische Fachausrichtung. Vielmehr sollen systematische, historische, empirische und weitere Perspektiven je nach thematischer Ausrichtung und Fragestellung konkreter Veranstaltungen einbezogen werden. Die AG ist dabei nicht auf akademisch-wissenschaftliche Positionen beschränkt, bestimmt diese aber als primäre Erkenntnisquelle.

Insofern Dialog immer in konkreten Kontexten geschieht, die spezifische Interpretationen einer Überzeugung oder eines Überzeugungssystems transportieren, setzt die Arbeit der AG auf einer mikrologischen Betrachtungsebene an und versucht auf diesem induktiven Wege bestehende, ganzheitliche Urteile zu überprüfen und ggf. neu zu justieren.

Angesichts der Vielfalt nichtreligiöser Weltanschauungen setzt sich die AG eine thematische Beschränkung auf solche Positionen, die sich konkret auf Religionen beziehen und einen konstruktiven Beitrag zum Dialog der Religionen (und Weltanschauungen) leisten.

Die Arbeit der AG soll sich jährlich in einer überschaubaren Anzahl von spezifischen Veranstaltungen konkretisieren. Bestimmte Formen sind dabei nicht vorausgesetzt. Vielmehr sollen bewährte Veranstaltungsformate ebenso zur Geltung kommen, wie auch die Möglichkeit zur Erprobung neuer Designs gegeben sein.

Sprecher der AG ist Dr. Aaron Langenfeld.

Mitglieder der AG Säkularismus und nichtreligiöse Überzeugungssysteme sind:

Die Universität der Informationsgesellschaft