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Foto: (C) Donato Morelli

Was macht eine gute Nachbarschaft aus? Der NRW.Dialog.BENELUX am 28.09.2019 an der Universität Paderborn

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Torsten Meier (Vizepräsident für Internationale Beziehungen, Universität Paderborn), Martin Pantke (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn), Nic van der Marliere (Generaldelegierter der Regierung Flanderns in Deutschland), Prof. Dr. Sabine Schmitz (Vorstandsvorsitzende des BELZ), Alexander Homann (Leitung der Vertretung von Ostbelgien, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Deutschland), Wilhelm Peters (Geschäftsführer der Glasmalerei Peters Art & Concept GmbH, Paderborn), Etienne Tribolet, Tim Costima (Glasmalerei Peters Art & Concept GmbH, Paderborn). Foto: (c) BELZ
Grußwort von Martin Pantke (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn). Foto: (c) BELZ
Impulse zur Beneluxzusammenarbeit von Prof. Dr. Sabine Schmitz, Nic van der Marliere (Generaldelegierter der Regierung Flanderns in Deutschland), Alexander Homann (Leitung der Vertretung von Ostbelgien, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Deutschland) (v.l.n.r). Foto: (c) BELZ
Belgische Glaskünstlerin Christine Vanoppen. Foto: (c) BELZ
Ergebnisse der Workshops werden zusammengetragen. Foto: (c) BELZ

Belgien, die Niederlande und Luxemburg teilen sich mit Nordrhein-Westfalen einen gemeinsamen Lebensraum. Nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in kultureller Hinsicht gab es in der Vergangenheit eine enge Zusammenarbeit. Über 130 Städtepartnerschaften bestehen bereits zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Benelux. Seitdem Nordrhein-Westfalen 2008 im Rahmen des Benelux-Vertrags eine privilegierte Partnerschaft mit den Beneluxstaaten einging, hat sich die Zusammenarbeit vertieft. In diesem Zusammenhang organisiert die nordrhein-westfälische Landesregierung im Jahr 2019 Dialoge für Bürgerinnen und Bürger, um sich über die Partnerschaft mit dem Benelux auszutauschen.
Der NRW.Dialog.BENELUX hatte bereits in Aachen, Münster und Krefeld stattgefunden, bevor er am 29.09.2019 an der Universität Paderborn durchgeführt wurde. An der Organisation waren die Stadt Paderborn und das Belgienzentrum (BELZ) beteiligt.

 

Die Nachbarländer müssen näher zusammenrücken!

Nach den Grußworten von Martin Pantke (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn) und Prof. Dr. Torsten Meier (Vizepräsident für Internationale Beziehungen der Universität Paderborn) folgten Impulse für eine intensivere Beneluxzusammenarbeit. Prof. Dr. Sabine Schmitz (Vorstandsvorsitzende des BELZ), Nic van der Marliere (Generaldelegierter der Regierung Flanderns in Deutschland), Alexander Homann (Leitung der Vertretung von Ostbelgien, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Deutschland) und Wilhelm Peters (Geschäftsführer der Glasmalerei Peters Art & Concept GmbH, Paderborn) gaben Beispiele für die vielgestaltigen Beziehungen zwischen dem Benelux und Nordrhein-Westfalen, mit denen sie jeden Tag umgehen.
Bei den Praxisbeispielen wurde deutlich, wie intensiv der Austausch innerhalb des Beneluxraums sowie zwischen Nordrhein-Westfalen und den Beneluxstaaten heutzutage ist. Besonders aufschlussreich war die Frage, woran sich eine gute Nachbarschaft messen lasse. Diese messe sich, so das Panel, an der Bildung und am Jugendaustausch, am Erlernen und Lehren der Sprachen der Nachbarländer, an der künstlerischen Zusammenarbeit oder an einer grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit. Das Panel formulierte auch Vorschläge für einen weiteren Ausbau der Zusammenarbeit, die eine nachhaltige Mobilitätspolitik und Wirtschaft, die Förderung grenzüberschreitender ÖPNV, die Energiepolitik und einen religiösen Dialog betreffen.
Als ein besonders konkretes Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit stellten im Anschluss die belgischen Glaskünstler Christine Vanoppen und Etienne Tribolet ihre Werke vor, mit denen sie, gemeinsam mit der Firma Glasmalerei Peters, zur Gestaltung der Belgien-Leselounge beitragen könnten.

 

Wie kann die Beneluxzusammenarbeit verbessert werden?

Nach den Impulsen fanden sich die Teilnehmenden in zwei Workshops zusammen, um Verbesserungsvorschläge für die Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und den Beneluxstaaten zu formulieren. Hieraus soll ein Empfehlungskatalog an die Landesregierung entstehen. Den Ideen waren selbstverständlich keine Grenzen gesetzt.
Einige Beispiele waren eine gemeinsame Verfassung für Europa bzw. den Benelux, die Zusammenarbeit auf kultureller Ebene, mehr Werbung für den Beneluxraum, die Schaffung besserer Kenntnisse über die Nachbarländer, Energie- und Ressourcenmanagement oder Mobilität. Angesichts von Sprachbarrieren wurde die Förderung der Mehrsprachigkeit als ein Schlüssel für ein Zusammenwachsen thematisiert. Besonders hemmend für eine weitere Zusammenarbeit oder einen Bildungsaustausch waren nach Ansicht vieler Teilnehmer die bürokratischen Hürden, die nach wie vor existieren.

 

Die Ideen werden zusammengetragen

Nach einem Mittagsimbiss bei Jazzmusik von Ulrich Lettermann (Saxophon) und Rainer Schallenberg (Klavier) sowie nach einem Besuch der Belgien-Leselounge versuchten die Teilnehmer, die Anregungen in konkrete Vorschläge zusammenzutragen.
So schlugen die Teilnehmer z.B. vor, die verkehrliche Anbindung an den Benelux innerhalb von Nordrhein-Westfalen weiter auszubauen und einen „Studentenbeneluxpass“ für Fahrten innerhalb von Nordrhein-Westfalen und dem Beneluxraum einzuführen. Um das Studium an Universitäten des Benelux zu erleichtern, wurde vorgeschlagen, mit dem Abitur ggf. an Leistungs- und Grundkursteilnehmer ein Zertifikat über deren Französisch- bzw. Niederländischkenntnisse auszugeben, das zur Einschreibung zum Studium ohne Sprachprüfung im Benelux berechtigt. Auch Ansätze zur Förderung der Mehrsprachigkeit wurden diskutiert. Die Teilnehmenden sprachen sich für das verbindliche Erlernen von mindestens einer Beneluxsprache im Unterricht aus, was möglichst früh, ggf. in der Kita, erfolgen könnte. Ebenso wurde nachdrücklich über ein Benelux-deutsches Jugendwerk nachgedacht, das sich am Beispiel des sehr erfolgreichen deutsch-französischen Jugendwerk orientieren könnte. Weitere Ideen waren verpflichtende Austauschprogramme an Schulen oder eine stärkere Förderung des Erasmus-Plus-Programms für Schulpraktika.
Nach einer Vorstellung der Ergebnisse tauschten die Teilnehmer sich bei Kaffee und Kuchen weiter über die Vorschläge und Anregungen aus.

 

Weiterer Verlauf des Dialogprogramms

Die Landesregierung lädt zur Abschlussveranstaltung des NRW.Dialog.BENELUX am 15.11.2019 um 18.30 Uhr im Rathaus der Stadt Essen ein, bei der die Ergebnisse aller Dialogveranstaltungen zusammengetragen und der Landesregierung präsentiert werden sollen.

Weitere Informationen zum Dialog finden Sie unter: www.Beneluxjahr.NRW.

Die Universität der Informationsgesellschaft