Ak­tu­el­les

Per­fec­ti­o­n­ne­ment en Langue et Lit­téra­ture françai­ses – Som­mer­kurs an der Frei­en Uni­ver­si­tät Brüs­sel

Durch Frau Prof. Dr. Schmitz bin ich auf das Stipendium der Fédération Wallonie-Bruxelles für den SommerkursPerfectionnement en Langue et Littérature françaises der Université Libre de Bruxelles aufmerksam geworden und habe mich daraufhin auf die Ausschreibung beworben. Das Programm bietet die Möglichkeit, seine Französischkenntnisse je nach Bedarf zu verbessern oder zu perfektionieren und dabei vertieft etwas über belgische Kultur, Literatur und die Besonderheiten des Französischen in Belgien zu lernen. Für den dreiwöchigen Sommerkurs sind Teilnehmende aus der ganzen Welt angereist – unter anderem aus Japan, Thailand, Vietnam, Brasilien, Kanada und den USA. 

Die ca. 60 Teilnehmenden wurden nach einem kurzen Einzelgespräch für die folgenden Wochen in vier verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Niveaus eingeteilt. Regelmäßige Kurse waren Pratique Orale, Pratique Écrite, Grammaire en Contexte und Littérature Belge. Mein Highlight war der Besuch des Parlamentariums im Rahmen des Kurses Pratique Orale, wo wir in ca. drei Stunden eine Simulation des Europäischen Parlaments zu zwei Gesetzentwürfen absolviert haben. Wir wurden per Los vier Fraktionen zugeordnet, deren Interessen wir bei den Gesetzesentwürfen repräsentiert und für die wir debattiert haben. 

Neben den Kursen wurden noch weitere Aktivitäten angeboten, an denen man freiwillig teilnehmen konnte. Innerhalb von Brüssel haben wir z. B. eine Stadtführung gemacht, waren im Musée de la Bande dessinée und hatten einen interkulturellen Abend, zu dem alle kulturtypische Speisen aus ihrer Heimat zubereitet haben, um sie anschließend gemeinsam zu essen. Auch außerhalb Brüssels wurden zwei Fahrten, z. B. nach Brügge, angeboten. An den Wochenenden bietet es sich an, auch andere Städte wie Gent oder Antwerpen zu besuchen, da diese mit dem Zug schnell erreichbar sind. 

Neben der Teilnahme am Kurs kann man mit dem Stipendium in einer naheliegenden Studierendenunterkunft in einem Einzelzimmer wohnen und erhält ein Budget für seine Lebenshaltungskosten, über das man frei bestimmen kann. Neben diversen Ausflügen innerhalb und außerhalb Brüssels reichte dieses neben den Lebenshaltungskosten auch noch, sich zu einem belgischen Bier oder einen Aperol zu verabreden.

Neben der Möglichkeit, meine Französischkenntnisse zu verbessern, habe ich das Umfeld besonders geschätzt. Wir waren eine sehr internationale, weltoffene Gruppe, die zusätzlich das Interesse, Französisch zu lernen, als gemeinsamen Nenner hatte. Durch die gemeinsame Unterbringung im Studierendenwohnheim gab es jeden Tag die Möglichkeit, außerhalb des Kurses spontan was zu unternehmen und neue Freundschaften auf dem ganzen Globus zu schließen.

Für die Möglichkeit der Teilnahme am Kurs, sowie die Erfahrungen und neuen Freundschaften bin ich sehr dankbar. Mein Dank gilt Frau Prof. Dr. Sabine Schmitz, der Fédération Wallonie-Bruxelles und den Organisator:innen und Sprachlehrer:innen der Uni­ver­sité Li­b­re de Bru­xel­les, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben.

Henri Bödecker