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Kunst und ihre Didaktik (Malerei)
Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender

Museumskoffer zum UNESCO-Weltkulturerbe 2003

Seidenstraße (Ann-Katrin Wegener)

Der kleine Koffer veranschaulicht im Stil einer Museumsvitrine alle wesentlichen Prozesse zur Gewinnung von Seide.
Zielgruppe: Berufskolleg

Museumskoffer zur Kolonisierung der Südsee (Annika Wanders)

"Das Schatzkästlein des Captain Cook"
 
In einer alten Lebkuchenkiste, die zur Schatzkiste von Captain Cook umgewandelt wurde, befinden sich sein Tagebuch und Objekte, welche die traditionellen Kulturen der Südsee repräsentieren. 

Pilgerweg nach Santiago di Compostella (Beate Köpke)

"Was ist wichtig auf der Pilgerschaft?"
In einer einfachen Leinentasche sind alle wesentlichen Nahrungsmittel und Objekte für die Pilgerwanderung zusammengestellt.
Zielgruppe: Sekundarstufe 

»Die Sternenstraße« - Pilgerweg nach Santiago di Compostella (Carola Ströter)

»Die Sternenstrasse«
Träume zum so genannten Sternenweg nach Santiago di Compostella sind in kleinen Gemäldetafeln mit Goldgrund dargestellt und erzählen Geschichten.
Zielgruppe: Sekundarstufe 

Die Kultur der Aborigines im Vergleich mit aktuellen Veränderungen (Karoline Gliesmann)

Die Kultur der Aborigines im Vergleich mit aktuellen Veränderungen
- Ein didaktisches Konzept für die Primarstufe- 

Dieses Konzept wurde zur Vermittlung der Traditionen und Werte der Urbevölkerung Australiens, der Aborigines entwickelt. Gewählte Aspekte der Kultur der Aborigines aus der Zeit vor der ersten Bevölkerung durch Europäer im 18. Jahrhundert und aus der aktuellen kulturellen Situation im 21. Jahrhundert werden in Form eines Museumskoffers vermittelt. Dieser Koffer eignet sich besonders für das 4. Schuljahr und sollte möglichst in Form einer Projektwoche durchgeführt werden. 

Begleitend führt ein Tagebuch zweier Kinder durch das Projekt. Beide gehen auf die Yipirinya School in Alice Springs, an der neben den westlich bekannten Lerninhalten auch alte Tra-ditionen und die uralte Lebensweise der Aborigines gelehrt wird. (Die Schule ist authentisch!)

Im Tagebuch werden wesentliche Aspekte der Kultur angesprochen und auf jeweils repräsentierende Gegenstände im Koffer aufmerksam gemacht. Außerdem gibt das Tagebuch Aufforderungen zum selbstständigen Handeln mit den Gegenständen im Koffer. 

Gegenstände im Koffer, die die traditionelle Philosophie der Aborigines repräsentieren sind zum Beispiel ein so genannter „Dilly bag“ (selbst geflochtener Korb), in dem echte Eukalyptusblätter, Früchte eines australischen Baumes, roter australischer Sand u.a. liegen. Ebenfalls enthält der Koffer Zutaten für einen australischen „Buschtee“, Zutaten zum Herstellen von Naturfarben, mit denen, wie die Aborigines, auf Rinde gemalt werden kann, und einen selbst gemachten Pinsel aus einem Ast, (u.v.m.).
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch selbst handelnden Umgang mit den Koffergegenständen einen möglichst nahen Bezug zur traditionellen Kultur der australischen Urbevölkerung bekommen und diese so weit wie möglich nachempfinden können. 

Ein Spurenfotoalbum zeigt den Schülerinnen und Schülern des Weiteren, wie heute Aborigines in Australien leben, wie sich ihre Lebensart verändert hat. Durch diesen Teil des Koffers werden sie zu einem kritischen Nachdenken über Naturvölker und allgemein der Bewahrung der Kulturgüter der Welt angeregt. 

»Pilgern im Mittelalter« - Pilgerweg nach Santiago di Compostella (Miriam Schmitz)

Ein Rucksack enthält das selbst hergestellte mittelalterliche Gewand eines Pilgers/Pilgerin mit Filz-Hut, Stab, Tasche und Muschel.
Ergänzend sind Informationen zum heutigen Pilgern (z.B. Ausweis) zusammengestellt. 
Zielgruppe: Sekundarstufe 

Die Kultur der australischen Ureinwohner (Muriel Hautefeuille)

Projekt für die Sekundarstufe
Der mit Malerei-Motiven australischer Ureinwohner gestaltete Korb enthält neben Pigmenten zum Anrühren von Naturfarben und Malstäbchen aus Holz
 
Lernziel
- Kennenlernen der Kultur der Uraustralier
- Aufbrechen von Stereotpyen
- Verständnis und Toleranz für das Fremde
- Vermittlung von kultur-kunsthistorischem und aktuellem Wissen 
- Assoziative Verbindung von konkreten Materialerfahrungen
Aussagemöglichkeiten der verwendeten Materialien
Materialien als topographische Verweise

  • Waffen: Bumerang, Schwirrholz (Holzstück am Faden zur Vogeljagd)
  • Früchte/Pflanzen =>Kuriose Samen (Naturformen)
  • Felsenmalerei/ Felsenradierung
  • Schablonentechnik
  • »Röntgen« – Malerei
  • bodypainting

Texte

  • Glaube: Traumzeit =>Geschichten aus der Urzeit
  • Anneliese Löffler, Märchen aus Australien, München: Bechtermintz Verlag 1998


Materialien mit heutigem Bezug

  • Kolonisierung, Zerstörung der Lebensräume, soziale Probleme
  • Einfluss auf populäre Geschmackskultur (Eukalyptusbonbon)


Unterrichtseinheiten: Ästhetische Anregungen

  • Fingerfarbe: Ausprobieren und Nachahmen der Malerei der Uraustralier
    (Fragestellung: Soll hier imitiert werden, warum und wie weit?)
  • Materialerfahrungen durch Arbeit mit Erdfarben/ Pigmenten
Schulalltag in Sri Lanka (Tom Aengenheister)

Tagesablauf eines Schülers in Sri Lanka
Ravindu und Prasangi sind Geschwister. Sie wohnen zusammen mit ihren Eltern, ihren Großeltern und zwei Geschwistern in Ambalangoda, an der Süd-West-Küste Sri Lankas. Sie wohnen etwas außerhalb der Stadt am Rande des Dschungels. Sie schlafen mit ihren Geschwistern in einem Zimmer, denn das Haus hat zu wenige Räume, um den Kindern ein eigenes Schlafzimmer zu bieten. Sie schlafen auf dünnen Schaumstoffmatratzen, die sie nach dem Aufstehen in die Ecke stellen, damit sie tagsüber mehr Platz haben. 

Vor 6 Uhr: Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt für die beiden der Tag. Zähneputzen (ZAHNPASTA), waschen, Schuluniform anziehen. Schnell noch ein Stück Milchreis und einen Tee zum Frühstück und dann werden sie von ihrer Mutter zum Busbahnhof gebracht. 

6.45 Uhr: Ravindu und Prasangi steigen mit ihren Freunden in den jetzt schon total überfüllten Bus ein. Vor ihnen liegt noch eine halbstündige Busfahrt bis zur Schule. 

7.15 Uhr: Ankommen an der Schule. Ravindu ist 13 und geht in die 7.Klasse, Prasangi ist 11 und geht in die 5.. Sie bringen ihre Taschen weg und dann müssen sie wie alle anderen Schüler aufräumen. Sie fegen die Klasse aus, putzen die Tafel und fangen dann auch an auf dem Schulgelände den Müll und die heruntergefallenen Blätter aufzusammeln. 

7.30 Uhr: Es läutet. Alle Schüler müssen sich nun in Ihren Klassen versammeln. In Prasangis Klasse helfen immer noch einige ältere Schüler dabei, die Jüngeren richtig aufzustellen. Sie müssen sich nämlich zum morgendlichen Gebet aufstellen. Dann kommen auch die Lehrerinnen und Lehrer in die Klassen. Auch die Lehrer tragen eine Uniform. Die Lehrerinnen tragen einen traditionellen Sari (SARI WICKELN ), die Lehrer weiße Hemden und lange Hosen. Das Gebet dauert ungefähr 10 Minuten und alle Schüler sprechen dieses gemeinsam, was alle von ihnen auswendig aufsagen. Vorher entzünden sie in ihrer Klasse noch ein Öllämpchen und ein Räucherstäbchen. Dazu hat jede Klasse einen kleinen eigenen „Altar“(RELIGION ). 

7.45 Uhr: Es läutet erneut. Nun haben die Klassenlehrer eine Viertelstunde lang Zeit mit ihrer Klasse über Probleme oder Besonderheiten zu sprechen. 

8.00 Uhr: Der reguläre Unterricht beginnt. Die Fachlehrer kommen zu ihren Stunden in die Klasse. Eine Stunde dauert 55 Minuten. 
 
Hier ein Beispiel für Ravindus Stundenplan:
1. Stunde: Mathe
2. Stunde: Englisch
3. Stunde: Singhalesisch
4. Stunde: Science (Biologie,Physik,Chemie)
5. frei: Mittagspause
6. Stunde: Religion (Buddhismus) 
7. Stunde: Musik 
8. Stunde: Tanzen 
  
16.00 Uhr: Der Schultag endet für Ravindu und seine Schwester erst um 16Uhr. Und das jeden Tag. Abschließend wird am Ende des Schultages noch einmal gemeinsam gebetet (Zusammenfassung: FOTOS ZUM SCHULALLTAG) 

16.15 Uhr: Sie warten mit ihren Freunden und vielen andere n Schülern an der Bushaltestelle. Am kleinen Shop an der Ecke kaufen sie sich von ihrem Taschengeld noch ein paar Kekse, die sie mit ihren Freunden teilen (GELD; KEKSE). Dann fahren sie mit dem Bus wieder 30 Minuten bis nach Hause. Am Busbahnhof kommt ihre Mutter die beiden wieder abholen. Sie fahren zusammen in einem kleinem Taxi (Tuk Tuk) weiter durch die Stadt (FOTOS STADTLEBEN) und kommen um 17 Uhr nach einem langem Schultag endlich wieder zu Hause an. 

17.00 Uhr bis 18.30: Viel Zeit für Freunde und Freizeit bleibt nicht. Denn eine Stunde, nachdem sie zu Hause angekommen sind, wird es auch schon dunkel. Prasangi spielt mit der kleineren Schwester und passt auf diese auf, während die Mutter das Abendessen zubereitet. Ravindu spielt in der Zeit draußen mit ein paar Nachbarn Fußball. 

19.00Uhr: Abendessen. Die ganze Familie kommt zum Abendessen im Esszimmer zusammen. Es gibtReis mit Dahl und außerdem eine frische Ananas. Gegessen wird in dieser Familie, wie in noch vielen anderen Familien in Sri Lanka mit den Händen (aber nur mit der rechten!!) (KOKOSNUSSRASPEL, REZEPTE; GEWÜRZE) 

Nach dem Essen: Nun bleibt nicht mehr viel Zeit für die beiden um ein paar Hausaufgaben zu machen. Ravindu schreibt am nächsten Tag auch einen Vokaltest und muss dafür noch einiges lernen. Und dann ist ausgerechnet an dem Abend schon wieder der Strom ausgefallen und sie müssen im Kerzenlicht lernen. 
Matratzen wieder auf dem Boden aus. Die Mutter liest den beiden jüngeren Geschwistern noch ein Märchen vor (MÄRCHENBUCH) und dann müssen Ravindu und Prasangi auch schlafen, denn der nächste Tag beginnt für die beiden wieder bei Sonnenaufgang. 
 

Arbeiten unter Tage (Barbara Wytlich)

Der Koffer gibt mit repräsentativen Materialien eine Einführung in die Welt und die Arbeitsbedingungen unter der Tage. 

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