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Die Kolleginnen und Kollegen des Fachs Philosophie

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Menschenrechte und Demokratie

27.05.2021, 14:00 - 17:00 Uhr via Zoom
Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 TN begrenzt.
Anmeldungen bitte an: ana.rodrigues(at)uni-paderborn(dot)de

Über den Workshop

Sei es, dass von einer Krise in den bestehenden Demokratien die Rede ist oder, wie im „Arabischen Frühling“, die Bedingungen der Einrichtung neuer Demokratien debattiert werden. Die Demokratie ist eine fragile politische Ordnung. Ihre philosophischen, politischen und rechtlichen Bedingungen müssen immer wieder aufs Neue bejaht und legitimiert werden. Als "Herrschaft des Volkes" muss sie fest in der demokratischen Selbstbestimmung der Bürger verankert und zugleich vor einer "Tyrannei der Mehrheit" geschützt sein.

Der kulturelle, politische und religiöse Pluralismus ist prinzipiell eine demokratieförderliche Bedingung gesellschaftlichen Zusammenlebens. Er eröffnet die Chance zu Selbstreflexion, zur Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität und zum Vergleich mit anderen Gesellschaften. Potentiell eröffnet dies Anpassungs- und Festigungsprozesse, im Verlauf derer elementare Voraussetzungen demokratischen Zusammenlebens, wie Menschenrechte und Toleranz, neu bestätigt werden. Andererseits kann er aber auch zur Betonung der jeweils eigenen kulturellen Identität verwendet werden und so die Universalität der Menschenrechte und insbesondere deren Bedeutung für die Demokratie in Frage zu stellen.

Vor dem Hintergrund dieser Problemlage diskutieren wir in diesem Workshop, ausgehend von Beiträgen von Salah Mosbah und Sarhan Dhouib, Bedingungen und Möglichkeiten einer Transdemokratie, also einer transkulturellen Demokratie, die von dem befreit ist, was ihre globale Entwicklung behindert: der politischen Gestalt des Nationalstaates und besonders ihrer Determination durch die westlich-europäische Kultur.

Über Sarhan Dhouib

Sarhan Dhouib nimmt zurzeit ein Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Sidi Mohamed Ben Abdellah, Fes (Marokko) wahr. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim. 2010–2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie an der Universität Kassel mit Zwischenstationen an der Universität Bremen (2016) und am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (2017).

Nach dem Studium der Philosophie an den Universitäten Sfax (Tunesien) und Paris 1 – Sorbonne (Frankreich) wurde er an der Universität Bremen über Schellings Identitätsphilosophie promoviert. 2011 erhielt er den Nachwuchspreis für Philosophie des Goethe-Institutes mit einem Beitrag zur Menschenrechtsdebatte in der gegenwärtigen arabischen politischen Philosophie. Seit 2013 ist er Mitglied der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA).

Forschungsschwerpunkte: Deutsche klassische Philosophie (insbesondere Schellings Philosophie), klassische und moderne arabisch-islamische Philosophie, Politische Philosophie, Philosophie der Menschenrechte, Interkulturelle Philosophie.

Publikationen (Auswahl): Kultur, Identität und Menschenrechte. Transkulturelle Perspektiven (Hg. 2012), Transkulturalität der Menschenrechte. Arabische, chinesische und europäische Perspektiven (Hg., mit P. Brunozzi und W. Pfannkuche, 2013), Demokratie, Pluralismus und Menschenrechte. Transkulturelle Perspektiven (Hg. 2014), Gerechtigkeit in transkultureller Perspektive (Hg. 2015), Toleranz in transkultureller Perspektive (Hg. 2020), Erinnerung an Unrecht (Hg. 2021).

Die Workshopausschreibung finden Sie hier.

In der Philosophie zu Hause
Lehrbereich "Heterogenität" am Lehrstuhl für praktische Philosophie
Universität Paderborn
www.uni-paderborn.de/in-der-philosophie-zu-hause
Kontakt: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

 

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