Ge­sundes Mis­strauen ge­genüber agen­tischen KI-Syste­men in der Hoch­schullehre

Stellen wir uns vor: Alle Studierenden an Hochschulen werden bei ihren Übungsaufgaben unterstützt durch ein Agentensystem, das ihren individuellen Lernstand und ihre Präferenzen genau kennt und passende Lernempfehlungen für die jeweilige Situation geben kann, zusammen mit angepassten Übungsmaterialien, Hilfestellungen, Feedback und Ermutigungen. Das ist das Versprechen agentischer KI im Hochschulsystem. Aber wie wünschenswert ist das?

Ein gemeinsames Diskussionspapier von HFD und KI-Campus aus dem Mai 2026[1] bringt es auf einen Prompt: „Verbessere den Lernfortschritt über das Semester (z. B. Konzeptbeherrschung, Durchfallquote senken) personalisiert und fair.“ Aber können derzeitige und absehbar verfügbare KI-Systeme so einen Auftrag wirklich erfüllen? Hier ist gesundes Misstrauen angebracht. Prof. Benjamin Paaßen (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Ingrid Scharlau haben einen Beitrag dazu für das Hochschulforum Digitalisierung geschrieben, der sich hier findet.