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Informationen zu dem Projekt "Leichtfüßig und nachhaltig: Entwicklung und Evaluation eines ressourcenorientierten Programms gegen akademische Prokrastination"

Hintergrund

Prokrastination, das Aufschieben von Tätigkeiten wider besseren Wissens, ist unter Studierenden weit verbreitet und geht für viele Studierende mit Leistungseinbußen und Problemen in der psychischen und physischen Gesundheit einher. Die negativen Konsequenzen von akademischer Prokrastination reichen in der Gruppe der Studierenden vom subjektiven Unbehagen und schlechten Gewissen über Stress, Minderwertigkeitsgefühle und Versagensangst bis hin zu gesundheitlichen, finanziellen und leistungsbezogenen Einbußen (für eine Zsfg. s. Klingsieck, 2013). Insgesamt bezeichnen sich 75 % aller Studierenden als Prokrastinierer, von denen wiederum 50 % die o.g. Probleme im Studium berichten. In Studien der Prokrastinationsambulanz der Universität Münster weisen bis zu 15 % der Studierenden eine klinisch bedenkliche Ausprägung von Prokrastination auf. Dieses Ausmaß an Prokrastination weist zudem Komorbiditäten mit ADHS und Depression auf (für eine Zsfg. s. Höcker, Engberding & Rist, 2017a).

An einigen Universitäten gibt es bereits Anlaufstellen für Studierende, die davon betroffen sind. Vorreiter war die Universität Münster mit der Prokrastinationsambulanz (https://www.uni-muenster.de/Prokrastinationsambulanz/). An der Universität Paderborn gibt es seit 2017 die Beratungsstelle ProLernen: http://go.upb.de/prolernen (Leitung: Prof. Klingsieck). Das Problem der bisherigen Präventions- und Interventionsansätze im Falle von Prokrastination ist, dass sie wenig nachhaltig sind (vgl. van Eerde & Klingsieck, 2018). Bei anderen Verhaltensphänomenen, die durch Tätigkeiten charakterisiert sind, welche trotz des Wissens um negative Konsequenzen ausgeführt werden (z. B. Rauchen), hat sich als Intervention der Ansatz des Zürcher Ressourcen Modells (ZRM; www.zrm.ch; Storch & Krause, 2017) als nachhaltig wirksam erwiesen und in der Praxis bewährt. Bisher liegt noch kein Programm vor, welches auf dem ZRM basiert, und in der Prävention sowie Intervention bei akademischer Prokrastination eingesetzt werden kann.

Ziel des Projekts

Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung (Ziel 1) und Evaluation (Ziel 2) eines Programms zur Prävention und Reduktion von akademischer Prokrastination, welches sowohl den Leitlinien des ZRMs folgt als auch auf den aktuellen Ergebnissen aus der Prokrastinationsforschung beruht. Zudem soll es methodisch und statistisch fundiert evaluiert werden und anschließend situationsangemessen in die Universitätslandschaft übertragen werden. Dies geschieht durch die Einbindung in das Studentische Gesundheitsmanagement (SGM) der Universität Paderborn. Es bietet somit einen weiteren sinnvollen Baustein für das SGM „mein beneFIT@upb.de“.

Laufzeit: 1.6.2021 - 31.05.2024

 

 

Dieses Projekt wird gefördert durch die TK und durch zentrale Qualitätsverbesserungsmittel der Universität Paderborn.

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