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Was heißt Kirchen- und Religionsgeschichte?

Jede Religion hat eine Geschichte. Diese Geschichte ist keine einfache Herleitung aus dem, „was früher war“. Vielmehr ist jede Religion durch eine Vielzahl von Menschen und Prozessen geprägt, geformt oder eigentlich erst hervorgebracht worden. Dieses Gewordensein, die historische Dimension von Religionen als Gegenwartsphänomen zu begreifen, gehört daher zu den unabdingbaren Voraussetzungen wissenschaftlicher Erkenntnis an den Gegenständen von Theologie und Religionswissenschaft.

Der Paderborner Lehrstuhl für Kirchen- und Religionsgeschichte kombiniert darüber hinaus den spezifischen Blick auf die christlichen Kirchen, insbesondere der römisch-katholischen Tradition, als „Gemeinschaft der Gläubigen“ mit der vergleichenden Perspektive auf Erscheinungsformen von Religion und Religiosität „an sich“.

Methodisch ist die Kirchen- und Religionsgeschichte eine geschichtswissenschaftliche Disziplin. Das heißt, sie arbeitet mit Texten, Bildern und vielen anderen Materialien, die sie als Quellen behandelt und erschließt. Die dabei leitenden Erkenntnisinteressen sind nicht theologisch beschränkt, sondern im besonderen Interesse an Formen und Funktionen von Religion und Religiosität in historischen Gesellschaften formuliert.

Fachlich deckt die Kirchen- und Religionsgeschichte ein breites Spektrum an Themen und Zeiträumen ab. Als Erkenntnishilfe bedient sie sich der Einteilung ihres Gegenstands in die historischen Epochen der Antike, des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und der Neueren bzw. Zeitgeschichte. Allerdings stellt sie im Sinne einer Kulturwissenschaft neben die Spezialisierung immer auch das Übergreifende, Vergleichende und Interdisziplinäre.

Wesentlicher Auftrag der Paderborner Kirchen- und Religionsgeschichte ist es, Studierenden der Katholischen Theologie wie der Komparativen Theologie der Religionen die geschichtliche Bedingtheit ihres Fachs und seiner Gegenstände zu eröffnen. Dazu machen wir Sie mit geschichtswissenschaftlichen Arbeitsmitteln und Methoden vertraut, orientieren Sie über Themen und Zusammenhänge der Forschung und setzen Sie in die Lage, sich ebenso kritisch wie historisch fundiert mit aktuellen Problemstellungen Ihres Fachs auseinanderzusetzen.

Wir freuen uns auf Sie!

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