Ak­tuelles

Vor­trag: Wem di­ent die Krise? Ge­gen das Den­k­ver­bot im Aus­nah­mezus­tand

Im Schatten der politisch instrumentalisierten Klimakrise formiert sich ein neues Schweigen: Begriffe werden getilgt, Narrative umgeschrieben, Wissen wird zum Risiko.

Der Vortrag untersucht die epistemischen Strukturen des Ausnahmezustands – und fragt nach den Möglichkeitsräumen jenseits des Erkenntnisverbots.

Daniela Zyman ist Autorin, Kuratorin und Künstlerische Leiterin von TBA21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary. Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2003 prägt sie maßgeblich deren kuratorisches Profil, hat eine Vielzahl internationaler Ausstellungen realisiert und sich intensiv an Publikationen und Auftragswerken beteiligt. Ihr kuratorisches Interesse gilt insbesondere ökozentrischen Neuverfassungen von Denken und Praxis sowie der Entwicklung theoretischer und methodischer Ansätze, die ökologische und soziale Gerechtigkeit verknüpfen.

Von 1995 bis 2001 war Zyman Chefkuratorin am MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien und Mitbegründerin des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles. Anschließend leitete sie von 2000 bis 2003 das Künstlerhaus Wien sowie das A9 Forum Transeuropa als Direktorin.

 Zyman promovierte in Kulturwissenschaften und lehrte unter anderem an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz sowie der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre Essays erscheinen regelmäßig in Publikationen und Kunstzeitschriften. 2024 veröffentlichte sie Das Lachen der Quallen (Walther König), eine Monografie, die eine präfigurative, antagonistische Perspektive auf künstlerische Forschung eröffnet und eine emergente Genealogie widerständiger Methoden im Angesicht des ökologischen Notstands entwirft.