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Foto: Prof. Dr. Sabiene Autsch

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Kulturen des Kleinen

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Tagungen und Workshops

Pragmatik und Ästhetik des Kleinen (Tagung), Universität Paderborn

„Pragmatik und Ästhetik des Kleinen. Literarische, visuelle und mediale Mikroformate im 20. und 21. Jahrhundert"

Vom 24.04.-26.04.2013 fand an der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Öhlschläger und Prof. Dr. Sabiene Autsch von der Fakultät für Kulturwissenschaften ein internationales Symposion zum Thema „Pragmatik und Ästhetik des Kleinen. Literarische, visuelle und mediale Mikroformate im 20. und 21. Jahrhundert“ statt, das insgesamt 20 Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Italien, der Schweiz und China zum fachlichen Austausch über ein aktuelles Thema kultur- und literaturwissenschaftlicher Forschung versammelte.

Nachdem der Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften die Veranstaltung am Mittwochmorgen mit einem Bericht zur Entwicklung der Hochschule und der Fakultät feierlich eröffnete, richtete Dr. Andreas Siebe, stellvertretender Vorsitzender der Universitätsgesellschaft e.V., die das Tagungsvorhaben großzügig finanziell unterstützt hat, ein Grußwort an die versammelten Referentinnen und Referenten und Gäste.

Im Anschluss an die Grußworte des Dekans und Herrn Andreas Siebe führten die Veranstalterinnen zusammen mit Prof. Dr. Merle Tönnies vom Institut für Anglistik und Amerikanistik mit einigen programmatischen Überlegungen zum Kleinen in Literatur, Kunst und Medien unter dem Titel Das Kleine denken/schreiben/zeigen in die Vorträge und Diskussionen des Symposions ein.

‚Kleine‘ literarische Formate der Moderne und Postmoderne standen am ersten Veranstaltungstag im Zentrum der Vorträge und Diskussionen: Dr. Maren Jäger von der Universität Mainz beleuchtete die Problematik einer Qualifizierung kleiner literarischer Formen der Gegenwart vor dem Hintergrund der Tradition der antiken brevitas-Maxime.

Der Siegener Germanist Prof. Dr. Andreas Käuser fragte nach der Modernität kleiner Prosaformen und rekonstruierte unter den Aspekten Fragment und Miniaturisierung, Polarität und Heteronomie, Format und Dignität Stationen einer kulturgeschichtlichen Systematisierung des Kleinen. Dr. Serena Grazzini von der Universität Pisa lenkte mit ihrem Vortrag zur kabarettistischen Kleinkunst von 1900-1940 den Fokus auf den performativen Aspekt kleiner Formate. Sie richtete den Fokus auf das kulturkritische Potential des Kabaretts und machte dessen Ästhetik, aber auch seine räumliche Dimension für eine Lesbarkeit ephemerer kultureller Praktiken geltend.

Im Kontext des Kleinen wird in der Forschung seit einiger Zeit immer wieder auch das Feuilleton thematisiert, jenes Genre auf der Schwelle zwischen Literatur und Publizistik, das schon durch seinen traditionellen Publikationsort ‚unter dem Strich‘ auf Problematiken der Relationalität und Wertung kleiner Formate lenkt, durch seine Einbettung in die Tagespresse aber ebenso eine Flüchtigkeit der dort erscheinenden literarischen Miniaturen suggeriert. Immer wieder ist die Frage nach einem widerständigen, kritischen Potential einer solchen Literatur ‚unter dem Strich‘, also gewissermaßen von den Rändern der Repräsentationskonventionen her, gestellt worden. Dr. Christa Baumberger aus Bern stellte das Feuilleton der 20er und 30er Jahre in den Fokus ihrer Überlegungen zur „Kleinen Form“. Baumberger, die am Schweizerischen Literaturarchiv u.a.  mit der Edition von Texten und Feuilletons der Kabarettistin und Literatin Emmy Hennings beschäftigt ist, interessierte einerseits die  gendertheoretische Dimension kleiner Formate, aber auch editionsgeschichtliche Probleme, die mit kleinen Formen verbunden sind.

Dr. Monika Leipelt-Tsai aus Taiwan setzte sich neben den literarischen Mikrologien Else Lasker-Schülers auch mit den Zeichnungen der Expressionistin Lasker-Schüler auf Postkarten etc. auseinander und lenkte damit die Aufmerksamkeit auf die intermedialen Verflechtungen ihres Werks, wobei ein besonderes Augenmerk der Materialität kleiner Formate bildkünstlerischer Provenienz galt.

Dem Zeitgenossen Lasker-Schülers Franz Kafka galt das Interesse von PD Dr. Silke Horstkotte aus Leipzig. In Ihrem Beitrag zu ‚Augenblicksbeobachtungen‘: Wahrnehmungsskizzen beim frühen Kafka ging es vornehmlich um die Frage des Zusammenhangs zwischen formal-ästhetischen Erscheinungen des Kleinen und dem in der literarischen Moderne prominenten Zeitmaß des Augenblicks, das sich beim frühen Kafka an den Erfahrungen mit dem Kaiserpanorama und den bewegten Bildern des Kinos geschult zeigt. Diese, so konnte Horstkotte zeigen, manifestierten sich formal-ästhetisch in der Schreibweise Kafkas.

Der Visualität literarischer Kleinformen galt außerdem der Fokus von der Stuttgarter Anglistin Prof. Dr. Renate Brosch. Inwiefern die Bildhaftigkeit der Kurzgeschichte ein bedeutendes Distinktionsmerkmal kurzer Prosa im Allgemeinen sei, das sie von epischen Großformaten unterscheide, fragte sich Renate Brosch in ihrem Vortrag zur Visualität der Short Story.

Am Donnerstagmorgen wurde mit den Vorträgen der Münsteraner Germanisten Prof. Dr. Cornelia Blasberg und Dr. Jens Birkmeyer die Diskussion über literarische Mikroformate fortgesetzt. Cornelia Blasberg knüpfte dabei an die Frage nach einer qualitativen Unterscheidung epischer Klein- und Großformate an, legte den Schwerpunkt ihrer Betrachtungen aber auf literarische Mikrologien, die im Großformat des Romans selber angelegt sind. Jens Birkmeyer stellte die Erzählungen Alexander Kluges ins Zentrum seiner Überlegungen und diskutierte, inwiefern narrative Kürze, Verdichtung und Verknappung als Mediatoren von Zeitkritik bzw. Kritk der Zeit fungierten.

Im Anschluss daran beschäftigte sich Matthias Thiele mit der Notiz als Aufzeichnungspraxis mit ihren medialen, physiologischen, semantischen etc. Implikationen.

Prof. Dr. Johannes Süßmann von der Universität Paderborn thematisierte das Feuilleton der 20er und 30er noch einmal aus der Perspektive der Geschichtswissenschaften. Mit den Feuilletons des politisch umstrittenen Journalisten Friedrich Sieburg zeigte Johannes Süßmann zwei Diskussionsfelder auf: Zunächst fragte er nach dem Stellenwert des Feuilletons in der historischen Geschichtswissenschaft, dann beleuchtete er den versteckten ideologischen Gehalt im feuilletonistischen Schreiben Friedrich Sieburgs.

Am Nachmittag wurde – insbesondere im Kontext filmwissenschaftlicher Vorträge – die Medialität kleiner Formate in den Vordergrund der Diskussionen gerückt.

Der Siegener Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jens Schröter beschäftigte sich in seinem Vortrag mit Sehr kurzen Bewegungsbildern. Zur Geschichte und Theorie einer kleinen Form mit dem Verhältnis von Zeitlichkeit und Repräsentation und griff damit Diskussionsstränge auf, die schon am vorhergehenden Veranstaltungstagung, z. B. im Vortrag von Silke Horstkotte, im Kontext der Analysen literarischer Kleinformate gelegt wurden.

Formen der Verdichtung und Pointierung, die zuvor ebenfalls bereits schon einmal für literarische Narrationen in Anschlag gebracht wurden, untersuchte Dr. Matthias Brütsch aus Zürich am Beispiel einiger Kurz- und Kürzestfilme. Nicht nur die Ebene der Narration wurde berücksichtigt, sondern auch filmtechnische Mittel der Verknappung.

 Der Münchener Nachwuchswissenschaftler Alexander Schlicker, MA fokussierte seine Untersuchung filmischer Mikrostrukturen und –narrationen auf den Bereich der Paratexte. Trailer und Credits als Begleittexte von (Spiel)filmen des 20./21. Jahrhunderts bildeten das Anschauungsmaterial seiner medientheoretisch ausgerichteten Überlegungen.

Der letzte Tag der Veranstaltung stand wesentlich im Zeichen bildkünstlerischer Miniaturen. Prof. Dr. Gunnar Schmidt aus Trier machte mit seinen Ausführungen zu den Mikrostrukturen in den Installationen der Medienkünstler Bill Viola und Tony Oursler den Auftakt. Hier rückten neobarocke Ästhetiken, wie Spiegelungsprinzipien, in den Vordergrund.

Die Paderborner Kunstwissenschaftlerin Jutta Ströter-Bender schloss an die Darstellung von Miniaturwelten bei Viola und Oursler mit der Präsentation und Analyse historischer Architekturmodelle an. Ganz besonders wichtig waren Jutta Ströter-Bender  in diesem Zusammenhang die Dimensionen der Materialität des Modells (Fragilität versus Beständigkeit) und seiner ästhetischen Präsenz; zwei Kategorien, die beide zuvor schon im Kontext der literatur- und filmwissenschaftlichen Diskussionen diskutiert wurden.

Prof. Dr. Lisa Gotto von der Internationalen Filmschule in Köln stellte in ihrem Vortrag ausgehend von der Fortsetzung der erfolgreichen interaktiven Internetwerbekampagne Tippexperience der Firma TippEx Überlegungen zu Vervielfältigungsformen kleiner medialer Formate an: ihrer im Medium verankerten Möglichkeiten der Revision, Relektüre und (Über)Schreibung.

Der Siegener Kunsthistoriker Prof. Dr. Joseph Imorde widmete sich in seinem Vortrag am Beispiel der Hinterlassenschaften zweier Haushalte einer alltäglichen Erscheinungsform des Kleinen: Den Nippes in seiner vielgestaltigen Ausprägung als (Erzähl-)Medium von Lebensgeschichten und Träger persönlicher Erinnerung rückte Joseph Imorde in den Fokus seiner Betrachtungen.

In einem materialkundlich interessierten Vortrag zur Papierfaser als kleinster Einheit der Form und ihrem Herstellungsprozess rückte die Künstlerin Prof. Dr. Therese Weber aus Basel nochmals die Materialität kleiner Formen ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Mikro-Narration und Serialität im frühen Comic-Strip lautete der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Michael Niehaus von der TU Dortmund, der die Veranstaltung am Freitagnachmittag beschloss. Im Kontext der Darstellungskonventionen des Genres galt ein besonderes Augenmerk  dem Text-Bild-Verhältnis, ebenso wie der bemerkenswerten Verdichtung textueller Information im Comic-Strip, die Niehaus in Augenschein nahm. Mit seiner Konzentration auf das Konzept der Serialität bot Michael Niehaus zum Abschluss außerdem eine weitere wichtige  Kategorie zur Analyse und Theoriebildung kleiner literarischer, visueller und medialer Mikroformate im 20. und 21. Jahrhundert an.

Eine Publikation der Beiträge im Rahmen eines Tagungsbandes ist geplant. Mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse ist aller Voraussicht nach im Frühjahr 2014 zu rechnen.
Für den Bericht:

Leonie Süwolto, wiss. Mitarbeiterin; Claudia Öhlschläger (Mitveranstalterin)

Plakat und Programm (PDF)

Workshop Siegen

Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss, 57072 Siegen

Treffen 12. Juli 2013,  14h s.t.

 

14-15.30h

Begrüßung durch Claudia Öhlschläger  und Sabiene Autsch– Perspektivierung  des Treffens


Aktualität/Attraktivität/Tragfähigkeit des Forschungsprojekts: Kleine Form in Literatur/Kunst/Medien

  • Statements TeilnehmerInnen der Tagung
  • Thematik
  • Interdisziplinarität
  • Kontexte, inhaltliche und disziplinäre Vernetzungen / Kooperationen
  • Offene Punkte


15.30-16h Kaffeepause


Antragsformate (DFG) in Kompaktdarstellungen (Claudia Öhlschläger)

  • Erfahrungsaustausch/Diskussion
  • Diskussion alternativer Fördermöglichkeiten
  • konkrete Planungen (z.B.  Antragstellung)



 16-17.30h

Planungen/Perspektiven

  • Kooperationsmöglichkeiten (weitere Publikation, Veranstaltungen)
  • Verstetigung von Treffen einer überregionalen Gruppe -> Publikation der Ergebnisse?



 17.30h Ende der Veranstaltung und  ab 18h gemeinsames Abendessen in einem Siegener Lokal

Workshop, Universität Bochum

Protokoll: Treffen der Arbeitsgruppe Kleine Form, 17.02.14, Bochum

Zum Auftakt des Treffens soll Michael Taussigs Text Feldforschungsnotizbücher diskutiert werden, der im Rahmen einer Schriftenreihe der Documenta 13 ediert wurde. Matthias Thiele führt im Vorfeld der Diskussion in den Text und die kleine Form der Notiz ein. Zur Einstimmung auf die Thematik zeigt Matthias Thiele Anschauungsmaterial, z.B. eine Publikation verschiedener Notizen von Marilyn Monroe. Die visuelle Aufbereitung der einzelnen Seiten der Notizbücher sowie die Abbildung der Einbände weist bereits auf die Fetischisierung von Notizbüchern, sogar ihrer standardisierten Bestandteile, wie den unscheinbaren Einband, hin.

Ein aktueller Artikel aus der FAZ zur geplanten Edierung der Notizen verschiedener Autoren, wie unter anderem Fontane, belegt die Aktualität des Gegenstands.

Das Notizbuch reiht sich ein in eine Reihe mobiler Medien (z.B. Fotoapparate, Videokameras), die sich durch ihre Kleinheit zur ständigen Mitführbarkeit eignen. Auch Taussigs Text setzt die Kleinheit des Mediums voraus, sie wird jedoch nicht zentral diskutiert. Im Wesentlichen geht es um die Materialität des Notizbuchs und die mit ihm verbundenen Praktiken des Gebrauchs.

Zunächst referiert Matthias Thiele eine Definition des Notizbuchs als kleinformatiges Schreibheft, das immer mitgeführt werden kann. Daraus ergibt sich bereits ein erster Grund für seine Fetischisierung. Als getreuer ‚Reisebegleiter’ wird das Notizbuch anthropomorphisiert. Sein Gebrauchswert steht in zahlreichen Auseinandersetzungen mit dem Notizbuch seiner ästhetischen Qualität gegenüber. Auch Benjamin attestiert dem Notizbuch eine weit über den Warenwert hinausgehende Qualität. Zuweilen ranken sich um Notizbücher gar umfangreiche Mythen (vgl. Geschichte der Moleskine-Notizbücher). Auf jeden Fall aber vermögen sie eine sogenannte ‚Aura des Ganzen’ (Gabriele Radecke) zu erwecken: Sie vermitteln den Anschein, einen unmittelbaren Zugang zu Leben und Werk großer Literaten zu stiften.

Notizbücher geben ihren Schreibern ein begrenztes Format vor. Sie erzeugen einen ‚kleinen Schreibraum’, der jedoch zahlreiche Entfaltungs- und Improvisationsmöglichkeiten liefert. Benjamins Denkbilder z.B. zeichnen sich durch ein mikrologisches Schreibverfahren aus.  Zudem ist an das Format des Notizbuchs eine gewisse Ereignishaftigkeit des Schreibprozesses gekoppelt: Es gibt keine konkreten Ordnungsmuster, Notizen verkörpern eine Form der Nicht-Ordnung, eine Sammlung von Eindrücken, die durch fehlende Kontextualisierung bisweilen zu einer eingeschränkten Auffindbarkeit einzelner Aufzeichnungen führen kann. Nicht nur das Schreiben von Notizen, sondern auch ihre Rezeption ist daher durch eine gewisse Zufälligkeit und Ereignishaftigkeit konturiert. Unordnung in Produktion und Rezeption übernimmt eine epistemische Funktion.

Nach diesen einführenden Erläuterungen diskutiert die Gruppe die Ausführungen Taussigs zu Notizbüchern:

Claudia Öhlschläger äußert sich zunächst zur Differenzierung von Notizbuch und Tagebuch und gibt die Interferenzen der Formen zu bedenken. Als ein Beispiel führt sie Roland Barthes’ Tagebuch der Trauer an, das die temporale Ordnung des Tagebuchs sichtbar sprenge.

Zudem rekurriert sie auf die benannten Zwischenräume der Eintragungen, die in Taussigs Text unter anderem als ‚Gespenster’ bezeichnet werden. Auch in diesem Bereich könne der Begriff des Auratischen fruchtbar gemacht werden, der zuvor schon auf die vermeintliche Unmittelbarkeit zwischen Notiz und Autor angewendet wurde: Offenbar schreibe sich durch die Spezifität des Notierens etwas mit, das nicht material verfügbar erscheint und eventuell mit dem Begriff der Idee zu bezeichnen sei.

Michael Niehaus hinterfragt hinsichtlich der Unterscheidung von Tage- und Notizbuch die Differenzierung zwischen Raumcharakter des Notizbuchs versus den Reihencharakter des Tagebuchs.  Er wirft ein, dass auch Notizbücher sukzessive geführt würden und die proklamierte Nicht-Ordnung des Notizbuchs somit zur Disposition stehe.

Jens Birkmeyer fragt weiterführend, ob bezogen auf Notizbücher das Kleine als Metapher oder Evidenz zu verstehen sei. Er entwickelt eine Gegenthese zu Taussig, die besagt, dass nicht das Kleine gesammelt werde, sondern erst die Sammlung das Partikulare zum Kleinen werden lasse. Jens Birkmeyer stellt die Notizen im Rekurs auf Benjamin ebenfalls in einen Kontext der Traditionsbewahrung angesichts der als krisenhaft erfahrenen Moderne.

Iulia Patrut gibt in diesem Zusammenhang Arendts Begriffe der ‚Perlen und Korallen’ zu bedenken, die den Versuch einer privaten Sinnstiftung evozieren, die sich an der Substitution eines erfahrenen Vaterverlusts entzündet. Die Begriffe wiederum rekurrierten auf den Fetisch-Charakter der Notate.

Auch Cornelia Blasberg stützt das Argument, den Fetischcharakter mit Verlustempfindungen in Einklang zu bringen.

Sie macht darauf aufmerksam, dass die Korrelation von Augenblicklichkeit und kleiner Aufzeichnungsform im Notizbuch nicht zwingend sei. Die entsprechenden Fetischisierungsprozesse seien damit als nachgeordnet zu verstehen und kein Spezifikum des Kleinen.

Claudia Öhlschläger beschreibt den Zusammenhang zwischen augenblickaffiner Aufzeichnungspraxis und Notizbuch als pragmatisches Verhältnis aufgrund der Greif- und Verfügbarkeit des Mediums. Festzuhalten sei, dass das Notieren ein Akt der Vergegenwärtigung sei, also über seine temporalen Implikationen erschlossen werden könne.

Merle Tönnies äußert, dass es einen merklichen Zusammenhang zwischen Format und Praxis des Schreibens gebe.

Tim Pickartz ergänzt zum Fetischbegriff, dass dieser auch als Ermöglichung, Externalisierung und Verbesserung eigener Geschicke durch ein Aufzeichnungsmedium (Notizbuch, Mobiltelefon, Kamera) gedeutet werden könne, was wiederum durch eine ständige Verfügbarkeit begünstigt werde.

Matthias Thiele präzisiert hinsichtlich des Fetischbegriffs, dass das Aufzeichnungsmedium nicht nur Objekt einer Praxis sei, sondern ebenfalls Subjekt der Aufzeichnung. Es schreibe stets an den Gegenständen mit. Dieses Argument stützt er unter Bezugnahme auf Bruno Latours Begriff des ‚Faitisch’, in den die Handlungen des fetischiesierten Objekts buchstäblich eingeschrieben sind.

Zur Differenzierung zwischen Tagebuch und Notizbuch ergänzt er, dass das Mitführen des Aufzeichnungsmediums die Heterogenität der Einträge begünstige, es ermögliche ein größeres Spektrum der Verarbeitung von Realitätspartikeln.

Jens Birkmeyer gibt zu bedenken, dass Fetischisierung wesentlich auf einer psychologischen Ebene greifbar wäre. Er rät ebenfalls dazu, die Begriffe Montage und Collage im Kontext des Notierens zu präzisieren.

Tim Pickartz äußert infolgedessen eine Quellenkritik, die den Publikationskontext von Taussigs Feldforschungsnotizen betrifft. Im Rahmen einer Documenta 13-Reihe wollte man 100 Notizbücher veröffentlichen. In dieser Reihe ist der Text von Taussig erschienen. TP kritisiert hier, dass Fetischisierung einerseits schon auf der Seite der Herausgeber eine nicht zu missachtende Rolle gespielt habe, andererseits die Form hier schon von außen zugeschrieben wird. Matthias Thiele ergänzt, dass der Begriff der Notiz in der Reihe in einem doppelten Sinn verstanden wird. Es wurden nicht nur Notizbücher veröffentlicht, sondern darüber hinaus Essays zur Notiz/zum Notizbuch, also auch Metatexte.

Claudia Öhlschläger stellt die Notiz darüber hinaus in den Kontext des Vorläufigen und fragt, seit wann ein besonderes Interesse am Vorläufigen in seiner epistemologischen Funktion bestehe.

Cornelia Blasberg erinnert an Roland Barthes’ Ausführungen zur Notiz. Bei Barthes bezeichne die Notiz das Zusammentreffen von Erfahrung, Empirie, Welthaltigkeit und dem Gedanken. Cornelia Blasberg äußert, dass das Notizbuch wohl als eine Anschauungsform des Kleinen verstanden werden dürfe, nicht aber als Möglichkeit, eine vollständige Theorie des Kleinen daraus zu destillieren.

Sarah Maas erinnert daran, dass bei Barthes folglich ein Phantasma der Gleichzeitigkeit von Sehen und Aufzeichnen dominiere, dass deutlich ein ständig verfügbares Medium erfordere.

Jens Birkmeyer rekurriert auf eine Metapher Alexander Kluges, der vom „Rumoren der verschlungenen Welt“ spricht. Gemeint ist ein Anwachsen der ‚Wirklichkeitsmassen’ und eine Pluralisierung der Informationskanäle, die einem Schwinden von Erzählmöglichkeiten gegenüberstehen. Das Kleine stelle diesbezüglich die Möglichkeit in Aussicht, angesichts dieser Komplexitätssteigerung einen  eigenen Gedanken zu finden und zu artikulieren.

Claudia Öhlschläger nimmt nochmals Bezug auf Barthes’ Schreibprojekt, einen Weg zu finden, Leben in Schrift umzusetzen. Dieser Weg ebnet sich über die spezifische Temporalität der Notiz, wodurch das Argument gestützt werde, sich der kleinen Form über ihre Temporalität zu nähern. Auch im Rekurs auf Benjamin und Kluge ließe sich diese These vertreten, wenngleich die Autoren ein je verschiedenes Verhältnis zur Zeit auszeichne.

Als zweiter Punkt der Tagesordnung wird das Paper von Michael Niehaus zu kleinen Formaten diskutiert. Michael Niehaus erklärt einleitend, dass das Kleine häufig auf Basis einer Alltagserfahrung definiert werde. Sein Paper sei der Versuch, eine Semantik des Kleinen mit einer phänomenologischen Betrachtung kurzzuschließen. Der Band Small Formats, auf den er sich in seiner Skizze bezieht, biete dabei eine hervorragende Referenz, so der Band ein Beispiel für ein außengeleitetes Formatieren darstelle, wie es in Anklängen bereits im Kontext des Notizbuchs diskutiert wurde.

Matthias Thiele bemerkt, dass es sich beim Verfahren des Papers um ein gegenläufiges Verfahren zu dem beim letzten Treffen besprochenen Text Mikrostrukturen des Wissens, der sich auf die Bedeutung des Details fokussiert, handle, weil hier der Versuch unternommen werde, das Kleine nicht über seine Relation zum Großen zu bestimmen. Er bringt einige Argumente gegen die Unscheinbarkeit des Kleinen hervor, die im Paper als Merkmal des Kleinen bestimmt wird. Er nimmt dabei Bezug auf das Design elektronischer Kleingeräte, die Jahrmarktskultur und ihre Tendenz zur Ausstellung Kleinwüchsiger, die in einem MTV-Hype in den 90er Jahren wiederbelebt wurde.

Auch Mirna Zeman führt den Slogan in der Werbung als Gegenbeispiel an, weil es hier gerade darum geht, durch die Kleinheit Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sie fragt außerdem nach dem Verhältnis von Gattung, Genre und Format.

Cornelia Blasberg erinnert an eine Präzisierung der Argumentationsebenen. Es müsse geklärt werden, auf welcher Ebene Unscheinbarkeit als Argument erscheinen könne (ästhetisch, technisch, pragmatisch ...) Sie gibt zudem eine grundsätzliche Inkommensurabilität der Begriffe Form und Unscheinbarkeit zu bedenken, da die Form als das Geformte, als Struktur nie unscheinbar sein könne.

Merle Tönnies stärkt das Argument, die Attribuierung klein als das von der Gesellschaft klein gemachte bzw. marginalisierte unter anderem im Sinne des Populären nach John Fiske zu verstehen.

Claudia Öhlschläger macht darauf aufmerksam, dass das Kleine ‚an und für sich’, so wie es im Paper heißt, eher eine ontologische Argumentation vermuten lässt als eine Phänomenologie. Sie erinnert daran, das Kleine beispielsweise durch eine Geschichte der Aufmerksamkeitslenkung zu historisieren.

Jens Birkmeyer konkretisiert das Argument der Historisierung. Er schlägt vor, eine Metaebene einzubeziehen, die er mit Kant als die ‚Bedingung von Möglichkeiten’  bezeichnet. Es müsse folglich gefragt werden, unter welchen Bedingungen das Kleine als unscheinbar erscheine. Er schlägt ein dialektisches Verfahren vor, um den Gegenstandsbereich zu schärfen. Ein Kriterienkatalog müsse entsprechend umformuliert werden: Statt ‚das Kleine ist unscheinbar’ müsse es heißen ‚erscheint anders’ usw.

Sarah Maas ergänzt, dass im Hinblick auf die Historisierung auch eine begriffsgeschichtliche Dimension des Kleinen berücksichtigt werden müsse.

Abschließend wird nochmal das Verhältnis der Begrifflichkeiten in den Blick genommen. Wie verhalten sich die Begriffe Form, Format, Gattung und Genre zueinander?

Der Begriff des Formats soll es ermöglichen, das Kleine innerhalb von Serien zu betrachten, die nicht aus sich selbst heraus generiert werden – als formatiertes Element einer Serie.

Mirna Zeman rekurriert in diesem Zusammenhang auf den russischen Formalismus. Der Begriff der Form messe sich in diesem Kontext an Wiederholung und Standardisierung, sodass kaum Unterschiede in den Begriffsverwendungen auszumachen seien.

Claudia Öhlschläger fragt nach dem Erkenntnismehrwert des Formatbegriffs.

Matthias Thiele schlägt vor, das Heteronome als Qualität zu verstehen, statt das Kleine in Relation zum Großen zu begreifen. Wenn das Kleine als pluralisch und seriell begriffen werde, könne es eben erst im Format seine Potentialität entfalten. Claudia Öhlschläger fragt im Anschluss an die Ausführungen von Matthias Thiele nach der Bedeutung des Formatbegriffs oder der Formatierung für die Literatur. Cornelia Blasberg äußert, dass folglich auch im Hinblick auf literarische Variationen des Kleinen die Kontexte zu beachten seien, also z. B. Erscheinungsformen des Kleinen in Illustrierten Magazinen, im Almanach etc.

Zum Abschluss des Treffens wird ein Termin für die nächste Zusammenkunft der Gruppe bestimmt. Die Arbeitsgruppe wird sich am 9.5.14 in Paderborn treffen. Es wird beschlossen, einen theoretischen Text und ein Fallbeispiel zu diskutieren. Textvorschläge werden per Mail entgegengenommen.

Workshop, Universität Paderborn

Workshop Paderborn
Kleine Dingwelten in der Gegenwartskunst. Künstlerische Strategien und Ausdrucksformen

Der Workshop dient der kunst- und kulturgeschichtlichen Perspektivierung und Befragung von kleinen Formen und Formaten. An ausgewählten Beispielen aus der Gegenwartskunst werden insbesondere solche Arbeiten in den Blick genommen, die alltägliche und private Dinge zum Thema und Motiv gewählt haben und in künstlerischen Schaukontexten in Form des Archivs, des  Atlas und des Albums auftreten. Die damit verbundene Rolle der Künstlerinnen und Künstler als Sammler setzt mit den sogenannten „Erinnerungskünstlern“ in den 1990er verstärkt ein, die eine ästhetische Identitäts- und Gedächtnisarbeit betreiben und diese mit neuen Denkbildern und Speicherformen anreichern. Die Suche, das Finden, Aufspüren und Ordnen von Dingen aus dem „Kleinen und Privaten, im Unscheinbaren und scheinbar Nebensächlichen, im zufällig Gefundenen und in verstaubten Zeugnissen nach Spuren alltäglicher Biografien, aber auch des traumatischen Schicksals der anonymen ‚kleinen Leute‘“ (Christoph Vitali, Klaus-Peter Schuster, Stephan von Wiese, Vorwort zu Deep Storage, München 1997, S. 7) wird dabei selbst zu einer künstlerischen Arbeitstechnik, die Ideen der inszenatorischen Verwertung bereits vorwegnimmt. Kleine Dingwelten in der Gegenwartskunst begegnen uns als Masse, als Serie und Spuren, sie sind in Kategorien von viel, unmittelbar, narrativ, gegenständlich, materiell etc. beschreibbar und haben zumeist installativen und transformativen Charakter. Damit eröffnen sich interdisziplinäre Anschlüsse, aber auch Ausblicke wie z.B. auf private Fotografien, ferner auf die Gesten und Praktiken oder auch die Räume des Kleinen. 

Textvorschläge

  • Thomas Düllo: Kultur als Transformation. Eine Kulturwissenschaft des Performativen und des Crossover. Bielefeld 2011, S. 19-33, 159-169, 188-194.
  • Michael Hübl: Eine Omnipotenzphantasie. Die Documenta (13). Zwischen kosmischem Einschlag, Kleingarten Appeal, NS-Reminiszenzen und Quantenphysik. In: Kunstforum International, Bd. 217, 2012, S. 27-41 (bes. S. 29-32).
  • Manfred Sommer: Was sich sammeln kann und läßt. Dinge. In: Ders.: Sammeln. Ein philosophischer Versuch. Frankfurt/M. 1999, S. 103-127, Zusammenhalten, Anordnen, Ausstellen, S. 213-236.
  • Matthias Winzen: Sammeln – so selbstverständlich, so paradox. In: Deep Storage. Arsenale der Erinnerung. Sammeln, Speichern, Archivieren in der Kunst. München/New York 1997, S. 10-19.
Medienkultur(en) des Kleinen (Tagung), Hofgeismar

Teilprojektvorstellungen

Das projektorientierte Treffen dient der Fokussierung auf Begriff, Konzept und Formenvielfalt des Kleinen, wodurch ein erheblicher Beitrag zur medienkulturellen Praxis und Reflexion der Moderne im 20. und 21. Jahrhundert geleistet werden kann. Sowohl in einschlägigen Diskursen wie in exemplarischen Formen lässt sich diese Fixierung aufs Kleine nachweisen, so dass die Rekonstruktion dieser diskursiven Konstellationen und medienkulturellen Formate im Zentrum der Projektarbeit steht. Insofern der Vorgang / Sachverhalt am zentralen Kennzeichen (post-)moderner Medienkultur partizipiert, nämlich hybrider Intermedialität und Interdisziplinarität, müssen diese beständigen Querverbindungen auch methodisch leitend sein. Kennzeichen des Kleinen ist so die beständige Grenzüberschreitung und polyfunktionale Integration in immer wieder andere wechselnde historische Kontexte, kulturelle Umgebungen und diskursive Rahmungen. Nur in dieser polyfunktionalen Einbettung und nicht als autonomes Phänomen mit entsprechender distinkter eingrenzbarer Begrifflichkeit kann das Kleine in seiner medienkulturellen Relevanz für die Moderne angemessen beschrieben und analysiert werden.

Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar

1.    9. - 3. 9. 2014

Montag, 1. September

Anreise

ab 18:30 Uhr:   Gemeinsames Abendessen

ab 19.30h         Gespräche am Kamin/Stand der Antragsstellung

                       (Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Lisa Gotto)


Dienstag, 2. September

9:00 Begrüßung

9:15 – 10:00     Andreas Käuser/Joseph Imorde (Siegen):

                       1968/1989 als historische Schnitte/Miniaturisierung kleiner Formen

10:00 – 10.15   Kaffeepause

10.15 – 11:00   Iulia-Karin Patrut (Trier): Umbruch im Transit: Perspektiven auf 1989 in den Schrift-Bild-Collagen Herta Müllers

11:00 – 11.45   Jens Birkmeyer (Münster): Großes Kleines. Alexander Kluges dialektischer Erzählrealismus

11.45 -12:00     Pause

12:00 -12.45     Leonie Süwolto (Paderborn): Film, Fotografie, Malerei – Intermediale

                       Implikationen der Poetik von Ilse Aichingers autobiografischen  Aufzeichnungen 'Film und Verhängnis'

13:00 – 14:00:  Mittagessen

14:00 – 14:45:  Cornelia Blasberg (Münster): Kristallisationen. Kleine Formen in literarischen

                       und kulturellen Narrationen der Gegenwart

14:45 – 15:30:  Maren Jäger (Duisburg-Essen): Lyrische Kurz- und Kürzestformen - von der Konkreten Poesie bis zum Handy-Haiku

15:30 – 16:00:  Diskussion von Querschnittsperspektiven

16:00 – 16:30:  Kaffeepause

16:30 – 17:15   Sarah Henze (Paderborn): Das Tagebuch als kleine Form

18:30 Uhr:        Abendessen

19.30 Uhr        Abendvortrag

                       Günter Oesterle (Gießen): Kulturpraxis des Billets

                       Gespräche am Kamin

 

Mittwoch, 3. September

9:00 – 9.45       Corinna Koch (Paderborn): Comic

9.45 -10:00       Kaffeepause

10:00-11:00      Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger: Schauanordnungen des Kleinen: Konstellationen von Schrift, Bild und Modell

11:00 – 12.00   Diskussion von Querschnittsperspektiven; Planungsgespräch

13:00               Mittagessen

Ab 14:00          Abreise

Workshop, Universität Münster

Arbeitstreffen Münster

TOP I: Projektvorstellung Annette Pankratz (ca. 30 Min.) und anschließende Diskussion

TOP II: Mittel- und langfristige Perspektiven der Zusammenarbeit:

  1. Selbstverständnis der Gruppe und inhaltliche Konzeption: Kohärenz, thematische und methodische Stimmigkeit, Interferenzen und wechselseitige Bedingtheiten der Disziplinen und Teilprojekte
  2. Konzeption kunst- und medienwissenschaftlicher Teilprojekte
  3. Anvisierte Antragsformate (z.B. Sachbeihilfen, Forschergruppe)
  4. Kooptierte Mitglieder/Anfragen


TOP III: Geplante Veranstaltungen im Kontext der Arbeitsgruppe

  1. Seminare, Silogespräche im Sommersemester, Ringvorlesung im Wintersemester 15/16 (Uni Paderborn)
  2. „Konstellationen des Kleinen“ / Fink Verlag, Band als Zwischenstand der Ergebnisse aus Hofgeismar? (2015)
  3. Tagung im Herbst/Winter 2015 (bzw. Frühjahr 2016)
Workshop, Universität Paderborn, Juni 2016

Workshop "Konstellationen des Kleinen": 24. und 25. Juni 2016, Universität Paderborn

Ging es im Band „Kulturen des Kleinen“ (Fink 2014) um historische und interdisziplinäre Erkundungen kleiner Formen und Formate aus der aktuellen Perspektive einer digitalen Medienkultur und der dort zu beobachtenden weitverzweigten Konjunktur kleiner Formen, so will/soll der Band „Konstellationen des Kleinen“ nun stärker das oszillierede und spannungsreiche Mit- und Gegeneinander kleiner Formen fokussieren. Ziel dieser am Gegenstand entfalteten Mikroanalysen ist es, die in den flüchtigen und prozessualen Bewegungen gespeicherten Denk-Figuren optisch lesbar zu machen.

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Die Universität der Informationsgesellschaft