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Foto: Prof. Dr. Sabiene Autsch

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SILOGESPRÄCHE - Heike Weber

»Doppelter Boden«

Dienstag, 31.5.2022, 18-20 Uhr (s.t.)

Heike Weber zeichnet. Linien. Ornamente. Labyrinthe. Mit Bleistift, Tusche und Textmarker, Wäscheleinen und Haarnetzen, mit Silikon, Lack und Aluminium. Ihre expansiven Wand- und Bodenformate im Innen- und Außenraum sind Ergebnisse eines zeichnerischen Denkens und Handelns, das als prozesshaft und partizipatorisch verstanden werden kann. Ihre „Raumzeichnungen“ (seit 1997) und „Raumbilder“ (ab 2016) kündigen an, dass sie sich dabei konzeptionell selbst in den Raum bewegt, der Untersuchungsfeld und Einschreibfläche, Gegenstand installativer Eingriffe und Träger hybrider Markierungen gleichermaßen ist. Dazu sagt die Künstlerin: „Meine Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Wahrnehmung im Grenzbereich zwischen Malerei, Zeichnung und Skulptur. 

Sie entwickelt sich in Korrespondenz mit dem Raum, deshalb gehe ich nicht von einem bestimmten Material aus. Aber dennoch spielt das Medium ‚Zeichnung‘ in meinem Werk durchgehend eine große Rolle. Auch wenn ich mit weißen Haarnetzen Wände verkleide und damit den Raum aufweiche, oder wenn ich ein Video zeige, das den immer gleichen Ausschnitt eines Golfplatzes zeigt, der sich allmählich mit Bällen füllt, hat es eine zeichnerische Komponente. Man sieht immer nur hinzukommende Punkte, die das Hier und Jetzt verkörpern. Zeichnung hat für mich eindeutig etwas mit Zeit zu tun. Die Linie markiert einen Weg von Punkt zu Punkt.“ Mit ihren grenzüberschreitenden Arbeiten bewegt sich Heike Weber stets in Zwischenbereichen von künstlerischer Produktion, Distribution und Rezeption und oszilliert so zwischen Konkretem und Abstraktem, zwischen Orientierung und Des-Orientierung. Auf diese Weise entstehen „ungesicherte Situationen“ (Stefan Rasche), wie z.B. an einer Straßenkreuzung, die vertraute Topografien und lesbare Parameter erkennen lässt, in die Plakatwände im All-Over-Verfahren montiert sind, die dieses Setting einerseits bestätigen, andererseits irritieren. Diese ambivalenten Wirkungen sind es, die die Betrachter*innen stets in eine dynamische Position versetzen, d.h. zu eigenen Suchbewegungen und Standortwechsel herausfordern, um mit den Mechanismen und Strategien dieser Doppelbödigkeit souverän umzugehen.

Zur Person
Heike Weber (*1962) erhielt nach ihrem Studium der Visuellen Kommunikation an der FH Aachen und einem Artist-in-Residence mit anschließendem Lehrauftrag an der Glasgow School of Art zahlreiche Stipendien im In- und Ausland (u.a. Artist in Residence auf der Chinati Foundation in Marfa/USA, der Casa Baldi in Olevano

Romano/Italien) sowie nationale Förderungen wie u.a. das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds und Reisestipendium des Landes NRW. 2020 erhielt sie den Luise-Straus-Preis – Frauenkulturpreis des Landschaftsverband Rheinland für Bildende Kunst und 2021 den cityARTists Cologne-Preis des Kultursekretariat NRW. Seit

1993 ist sie auf Ausstellungen im In- und Ausland vertreten u.a. im Kölnischen Kunstverein, Transmission Gallery Glasgow, Museum Fridericianum Kassel, Kunstmuseum Bonn, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Magazin 4 Vorarlberger Kunstverein, Bregenz, Kunsthalle Wien, Marta Herford, Museum Villa Zanders, Bergisch-Gladbach, Arter, Istanbul, Kunsthalle Tübingen, Kerava Art Museum, Helsinki, Pitcairn Museum, Groningen. Seit 2008 erhielt sie Zuschläge für internationale Kunst am Bau Projekte und seit 2014 arbeitet sie mit Walter Eul zusammen. Heike Weber lebt und arbeitet in Köln.

Website s.  www.heikeweber.net

Instagram: heikeweber_artist

Sie können sich über folgenden Link in die Veranstaltung einwählen:
https://uni-paderborn-de.zoom.us/j/99238246105?pwd=WXNjeFdLeDZrSm1tVDdHbC9QQ2xLZz09

Meeting-ID: 992 3824 6105
Kenncode: 076792

Einladung und Kontakt: Prof. Dr. Sabiene Autsch, Kunst/Kunstgeschichte und ihre Didaktik.
https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/kunstkunstgeschichte-und-ihre-didaktik

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an den Silogesprächen teilzunehmen! Weitere Infos sind der Homepage zu entnehmen:
https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/projekte/silogespraeche

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