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Das Projekt "In der Philosophie zu Hause" stellt ein von Prof. Dr. Ruth Hagengruber ins Leben gerufenes und von Ana Rodrigues betreutes ausgezeichnetes Angebot vor, den verschiedenen kulturellen Hintergründen der Studierenden und den sich daraus ergebenden Fragen gerecht zu werden.

ÜBER DIESES PROJEKT

Das Projekt In der Philosophie zu Hause stellt ein von Prof. Dr. Ruth Hagengruber 2011 ins Leben gerufene und von Ana Rodrigues betreutes Angebot vor, den verschiedenen kulturellen Hintergründen der Studierenden und den sich daraus ergebenden Fragen gerecht zu werden. Im Rahmen des Programms Qualität der Lehre Heterogenität als Chance: Weichen stellen in entscheidenden Phasen des Student-Life-Cycles gegründet und vom BMBF gefördert, stellt das Projekt sich entsprechend die Aufgabe, den Fragen und Anliegen der kulturell divergent geprägten Studierenden einen weltanschaulich und religiös unabhängigen Rahmen zur Reflexion und kritischen Auseinandersetzung anzubieten.

weiterführende Informationen

In der Philosophie zu Hause bietet folglich eine Reihe von Veranstaltungen an, die die philosophische Reflexion und Diskussion historischer und gesellschaftlicher Voraussetzungen von Heterogenität ermöglichen. Unterschiedliche Veranstaltungsformen eröffnen dabei vielfache Möglichkeiten des Wissenserwerbs als auch des Dialogs unter den TeilnehmerInnen. Diese gestalten die Angebote des Projektes sowohl inhaltlich als auch didaktisch aktiv mit.

Folgende Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten:

  1. Seminar "Interkulturelle Philosophie" mit wechselnden Themenschwerpunkten (im WS)
  2. Projektseminare (im WS)
  3. Workshopreihe "Philosophie und…" in der Lesewoche (im SoSe)
  4. Intensivkurs Philosophinnen (im SoSe)

Im Rahmen dieser Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, ein Zertifikat zu erwerben. Voraussetzung hierzu ist der Besuch von drei Veranstaltungen des Projektes, von dem eine mit einer Prüfungsleistung abgeschlossen wird.

Darüber hinaus macht das Projekt besondere Betreuungsangebote für Studierende mit Migrationsgeschichte, sowohl in Form von individuellen Sprechstunden als auch von außercurricularen Angeboten für Gruppen. 

AKTUELLES

PEGASUS - PHILOSOPHISCHE INTERVENTIONEN

Nach einem vielversprechenden Auftakt im Sommersemester mutet PEGASUS auch im Wintersemester allen Interessierten weitere philosophische Interventionen zu.

Mittwochs 18-20 Uhr (jeden 3. Mittwoch im Monat) in  L3.204.

Die nächste Philosophische Intervention findet am 19.12. statt. Regine Bigga wird  das Konsumverhalten in der heutigen Gesellschaft thematisieren.

Nach einem kurzen provokativen Impulsvortrag sind alle eingeladen mitzudiskutieren über Themen, die sowohl gesellschaftspolitisch kontrovers diskutiert werden als auch Gegenstand philosophischer Untersuchung sind. 

PEGASUS dankt herzlich allen, die zum interessanten Winterprogramm beitragen!

 

AK MUSLIMA IN DER PHILOSOPHIE - TEERUNDE

Auch im WS 2018/2019 setzt der Arbeitskreis die Teerunde fort.

Ein Mal im Monat, immer mittwochs in der Mittagspause, sind weiterhin allle Muslima in der Philosophie eingeladen, zu offenen Netzwerktreffen auf N2.245 zu kommen und sich bei Tee/Kaffee und Keksen auszutauschen. Ab diesem Semester sind die Teerunden außerdem thematisch durch einen Impulsvortrag festgelegt. 

In der nächsten Teerunde, die am 12.12. um 13 Uhr in N2.245 stattfindet, wird Iman Hankar sich mit einem Vorurteil auseinandersetzen, mit dem muslimische Philosophiestudierende häufig konfrontriert werden: Dürfen gläubige Muslime die Glaubenssätze hinterfragen? Sind der Islam und Philosophie überhaupt miteinander vereinbar? Gibt es nicht so etwas wie ein Denkverbot im Islam? 

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen zum Mitdiskutieren! Wir freuen uns auf regen Austausch!

 

Mittwochs 13-14 Uhr (jeden 2. Mittwoch im Monat) trifft sich der Arbeitskreis in N2.245 und tauscht sich aus. Alle Neugierige, die an der Arbeit der Muslima in der Philosophie interessiert sind, sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen!

 

VORTRÄGE

Prof. Dr. Hagengruber - Philosophiegeschichte mit Philosophinnen

Öffentlicher Vortrag an der Universität Paderborn

im Rahmen des Workshops

"Philosophie und die Geschichte der Philosophinnen "

des Projekts In der Philosophie zu Hause

Auch dieses Semester setzt das Projekt In der Philosophie zu Hause seine Workshop-Reihe "Philosophie und…" in der Lesewoche der Fakultät für Kulturwissenschaften fort.

Dieses Mal findet der Workshop in Kooperation mit dem Lehr- und Forschungsbereich History of Women Philosophers and Scientists statt.

Das Thema: "Philosophie und die Geschichte der Philosophinnen"

Den Auftakt der Veranstaltung bildet ein öffentlicher Vortrag von

Prof. Dr. Hagengruber (Paderborn)

mit dem Titel

Philosophiegeschichte mit Philosophinnen

Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen:

Freitag, den 29.05.15 um 11 Uhr

Universität Paderborn - Raum Q2.228

PD Dr. Nikolay Milkov - "Was ist eine sexuelle Handlung? Philosophische Bemerkungen"

Öffentlicher Vortrag an der Universität Paderborn im Rahmen des Workshops "Philosophie und Sexualität " des Projekts In der Philosophie zu Hause

Die menschliche Sexualität ist ein altes Thema der Philosophie, metaphysische und ethische Überlegungen finden sich in vielen klassischen Texten der Philosophie seit Platon und Aristoteles.  Die Kirchenväter Augustinus und Thomas von Aquin thematisieren die geschlechtliche Liebe ebenso wie der Aufklärungsphilosoph La Mettrie oder Kant.  Außer bei La Mettrie findet man in der Geschichte der Philosophie allerdings selten ausgearbeitete Abhandlungen zu diesem Thema. Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich ein eigenständiger  Forschungsbereich "Philosophie der Sexualität", insbesondere nachdem Alan Soble 1977 die "Society for Philosophy of Sex and Love“ unter der Schirmherrschaft der "American Philosophical Association" gründete.

Im Rahmen des Projekts In der Philosophie zu Hause am Lehrstuhl für praktische Philosophie, Prof. Dr. R. Hagengruber, findet unter der Leitung von Ana Rodrigues in der Lesewoche der Fakultät für Kulturwissenschaften eine zweitägige Blockveranstaltung zu diesem Thema statt. Studierende der Philosophie setzen sich mit den verschiedenen Konzepten von Sexualität in der Philosophiegeschichte auseinander, um im Anschluss aktuelle anthropologische und ethische Positionen zu Fragen der Sexualität zu diskutieren.

Der Workshop findet seinen Abschluss in einem öffentlichen Vortrag am Freitag, dem 13.06.14 um 16 Uhr im Raum Q1.203:

PD Dr. Nikolay Milkov "Was ist eine sexuelle Handlung? Philosophische Bemerkungen"

Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Gastvortrag: Karin Kuchler, Mag.a (Wien) - Philosophie Unterrichten in interkultureller Perspektive: drei mögliche Elemente.

Öffentlicher Vortrag  an der Universität Paderborn im Rahmen des Workshops „Philosophie und Diversity“ des Projekts In der Philosophie zu Hause

25. Mai 2013, 14 Uhr in H4

Karin Kuchler, Mag.a (Wien)

Philosophie Unterrichten in interkultureller Perspektive: drei mögliche Elemente.

Zu diesem Vortrag:

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert bestimmt der Unterricht in Philosophie wesentlich mit, was wir unter Philosophie verstehen. In der philosophiegeschichtlichen Vorlesung wird festgelegt wer als Philosoph - und viel seltener als Philosophin - zu gelten hat und wo Philosophie betrieben wird, nämlich scheinbar meist in Europa! Weil diese Sicht auf Philosophie brüchig geworden ist, muss man fragen, wie wir unseren Unterricht ändern, um dem philosophischen Anspruch auf interkulturelle Orientierung gerecht zu werden.

Gastvortrag: Prof. Dr. Cornelia Klinger (Wien): Lebenssorge in sozialphilosophischer Perspektive

Öffentlicher Vortrag an der Universität Paderborn im Rahmen des Workshops „Philosophie und feministische Ethik“ des Projekts In der Philosophie zu Hause

18. Oktober 2013, 14 Uhr in O1

PROF. DR. CORNELIA KLINGER (WIEN)

LEBENSSORGE IN SOZIALPHILOSOPHISCHER PERSPEKTIVE

Zu diesem Vortrag:

Im Anschluss an die von Carol Gilligan gestellte Frage nach einer weiblichen Moral (C. Gilligan, In a Different Voice, 1982) entwickelt sich in den 1980er Jahren eine Diskussion um den Begriff "care". Etwa seit Mitte der 1990er Jahre verstummt diese im Kontext der feministischen Theorie um eine weibliche / feministische Ethik geführte Debatte allmählich wieder. Unter dem Eindruck der Entstehung eines neoliberalen Marktes für alle Arten von Sorge-Tätigkeiten und im Zusammenhang eines konsumentenorientierten "emotionalen Kapitalismus" (Eva Illouz) findet die von feministischer Seite seit langem geforderte "care-revolution" (Gabriele Winker) auf einmal unter ganz anderen Vorzeichen statt.

Der Vortrag soll die Chancen und Probleme dieser Entwicklungen aus einer erweiterten sozialphilosophischen Perspektive beleuchten. Es geht um Fragen nach dem Zeitregime von Lebenssorge, nach dem Verständnis von Subjekt und Autonomie, nach dem Verhältnis von Arbeit und Leben.

Gastvortrag: Dr. Brigitte Buchhammer: Philosophie als "Anwältin der unverkürzten Humanität" - aus feministischer Perspektive

WORKSHOPS

Interkulturelle Philosophie: Islamische Philosophie

Seit einigen Jahrzehnten hat sich in der Philosophie ein neues Forschungsfeld herausgebildet, das der im Zuge der Globalisierung deutlicher werdenden Heterogenität der Kulturen Rechnung trägt. Wenngleich es zu allen Zeiten zu interkulturellen Begegnungen kam, waren diese doch zuvor meist bestimmt von Hegemonialansprüchen der abendländischen Kultur. Mit der zunehmenden Ent-Kolonialisierung des abendländischen Denkens hat auch die Philosophie begonnen, die Legitimität kulturell divergenter philosophischer Traditionen anzuerkennen und den Dialog mit ihnen zu suchen. 
Über die Suche nach Möglichkeiten der Verständigung über scheinbar inkompatible Weltanschauungen leistet die interkulturelle Philosophie nicht nur einen Beitrag gegen die rassistische Instrumentalisierung des Kulturellen. Sie kommt auch notwendigerweise dazu, das Selbstverständnis der abendländischen Philosophie kritisch zu überprüfen. Ihr eigener Philosophiebegriff und die etablierte Philosophiegeschichtsschreibung werden neu in Frage gestellt. 
Im Rahmen des Diversityprojekts „In der Philosophie zu Hause“ wird jedes Semester ein Seminar zur interkulturellen Philosophie angeboten. Dieses Wintersemester wird dem wiederkehrend geäußerten Wunsch von Studierenden nach einer Veranstaltung über die philosophischen Traditionen im islamischen Kulturkreis entsprochen. In einer vorbereitenden Sitzung im Dezember wird zum einen eine Einführung in die Geschichte der islamischen Philosophie gegeben, zum anderen werden zu ausgewählten DenkerInnen Arbeitsgruppen gebildet, die Ihre Arbeitsergebnisse im Februar in einem 2tägigen Workshop vorstellen und mit dem Seminar diskutieren. 

Der Workshop findet am 03.12.18 von 14:00 bis 18:00 Uhr im Raum Q1.101 und am 04.02.19 und 05.02.19 von 9:00 bis 18:00 Uhr im Raum Q1.101 statt. 

Interessierte Gäste melden sich bitte in PAUL an oder per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

Philosophie und die Religionen über Sexualität

In der Rahmen der Workshopreihe „Philosophie und…“ von In der Philosophie zu Hause findet im SoSe 2018 zum ersten Mal in Kooperation mit dem ZeKK (Zentrum für komparative Theologie und Kultur) und dem SIT (Seminar für Islamische Theologie) ein Trialog statt. Zum Thema „Sexualität“ schließen sich Tuba Isik und Anne Weber Ana Rodrigues an und bieten in einem dreitägigen Workshop in der Lesewoche der Fakultät KW einen Einblick in die Diskussion dieses Themas aus der jeweiligen Fachperspektive an. 
Der erste Workshoptag widmet sich der philosophischen Auseinandersetzung mit der Sexualität. Unter der Leitung von Ana Rodrigues bearbeiten und diskutieren die TeilnehmerInnen Texte zu Konzepten, Normen und Politik der Sexualität aus philosophischer Perspektive. 
Die Philosophie befasst sich seit ihren Anfängen mit dem Thema der menschlichen Sexualität, metaphysische und ethische Überlegungen finden sich in vielen klassischen Texten der Philosophie seit Platon und Aristoteles. Die Kirchenväter Augustinus und Thomas von Aquin thematisieren die geschlechtliche Liebe ebenso wie der Aufklärungsphilosoph La Mettrie oder Kant. Außer bei dem Aufklärer La Mettrie findet man in der Geschichte der Philosophie allerdings nur wenige ausgearbeitete Abhandlungen zu diesem Thema. Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich zunächst im Kontext der analytischen Philosophie als auch der feministischen Philosophie ein eigenständiger Forschungsbereich zur Philosophie der Sexualität. Sowohl die 1977 von Alan Soble gegründete Society for Philosophy of Sex and Love als auch die feministische Zeitschrift Hypatia beförderten zahlreiche Publikationen. 
Der zweite Workshoptag widmet sich der Betrachtung des Themas der Sexualität aus der Perspektive des Islam. Unter der Leitung von Tuba Isik werden sowohl die historische Bedeutung von Sexualität in der islamischen Kultur als auch eminente gegenwärtige Diskussionen des Themas untersucht. 
In der islamischen Philosophie sind Abhandlungen über Sexualität wohl kaum bekannt. Die frühen muslimischen Universalgelehrten wie Avicenna und Farabi, stellten in ihren medizinischen Werken aus dieser Perspektive Überlegungen an. Allerdings werden Themen diesbezüglich im Mittelalter in den Textgattungen der Dichtung und Erzählung behandelt. Im Laufe der Modernisierung von islamisch geprägten Ländern gewann die Reglementierung von Sex immer mehr an Gewicht und wurde zu einem Instrumentarium für Macht war, um das Sexualverhalten der Gesellschaft kontrollieren zu können. In gegenwärtigen Texten im Kontext von Gender und Islamic Studies ist Sexualität im Islam und ihre Ausprägungen wieder ein Gegenstand von wissenschaftlicher Forschung geworden. 
Anne Weber wird am dritten Workshoptag nicht nur das (vor)belastete Verhältnis von Christentum und Sexualität rekonstruieren, sondern vor diesem Hintergrund auch an die Aktualität der Frage einer befreiten und befreienden Sexualität erinnern: 
So ist nicht erst mit den Missbrauchs-Fällen, die spätestens seit den 2000 Jahren das öffentliche Vertrauen in die Katholische Kirche nachhaltig erschüttert haben, das spannungsreiche Verhältnis von christlichen Institutionen und menschlicher Sexualität sichtbar geworden lassen. Die in zahlreichen Enzykliken und Rechtstexten primär generative Akzentuierung menschlicher Sexualität, d.h. der Zwecksetzung einer auf Nachkommen angelegten Sexualität und deren Bindung an die Ehe als moralisch legitimem Vollzugsort, war bereits lange vorher als Herausforderung wahrgenommen worden. Neben der latenten Verkürzung des Eros ist in jüngerer Zeit zudem besonders auch die damit einhergehende Funktionalisierung des weiblichen Körpers und dessen immer noch auf das „Charisma“ der Mutterschaft angelegtes Verständnis von feministischen TheologInnen kritisiert worden. Und zurecht – der Verdacht, dass diese Vorstellungen von Sexualität letztlich doch weniger Spiegel des befreienden Zusagewort Gottes zu seiner Schöpfung sind, denn Funktionen patriarchaler Herrschaftslogiken, zumindest aber naturalistisch-essentlialistischer Anthropologien, ist nicht unbegründet. 
Besonders dort, wo Menschen nach einem befreiten und befreienden Umgang mit Sexualität fragen, scheinen die Vorstellungen katholisch-christlicher Sexualmoral keine vertrauenswürdigen Orientierungen bieten zu können. Umgekehrt lässt sich im Horizont sozialpathologischer Gegenwartsanalysen unter dem Eindruck von Sinnverlust und Entfremdungserfahrungen ebenso fragen, ob die gegenwärtig begegnenden Praktiken tatsächlich Ausdruck einer befreiten Sexualität sind. Von Dating-Apps über Single- und Fetischbörsen, bis Pornographie oder Prostitution begegnen Formen gelebter Sexualität, die sich unter Stichworten wie Kommodifizierung, kulturindustrieller Verblendung oder Verobjektivierung problematisieren lassen. 
Sicherlich kann es nicht darum gehen die kritischen Anfragen und Bedenken gegenüber der vertretenen Menschen- und Sexualitätsvorstellungen des katholischen Lehramts unbekümmert zu wiederholen und im Fahrtwasser neokonservativer Theologien in Stellung bringen zu wollen. Der wissenschaftliche Blick auf die Quellen christlicher Anthropologie und alternative Zugänge zu Leiblichkeit und Sexualität, wie sie besonders in den der christlichen Mystik als Traditionsgut zu finden sind, kann vielleicht dabei helfen den Blick zu schärfen für die befreiende Kraft der Liebe und damit auch als explizit theologische Reflexion weiterführende Fragen stellen. 
Im Dialog mit Philosophie und islamischer Theologie und unterm dem Anspruch wissenschaftlicher Analyse will dieser Workshop nicht nur helfen, die Frage nach einem nicht-infantilen, d.h. emanzipatorisch anspruchsvollem und befreiten Umgang mit Sexualität noch einmal neu zu stellen und ihre Notwendigkeit als Teil eines verantworteten Selbstvollzugs zu erinnern. Als verstehensorientierter Diskurs kann er zudem ein positives Zeichen setzen gegen die zunehmende Vereinnahmung öffentlicher Diskurse als Bühnen subjektiver Meinungsprofilierung setzen. 


Veranstaltungstermine: 
Mo, 23.4. 13-16 Uhr 
Di, 22.5. 9-18 Uhr 
Mi, 23.5. 9-18 Uhr 
Do, 24.5. 9-18 Uhr

Philosophie und Rassismus

Der Rassismus-Begriff bezeichnet eine scheinbare Vielfalt an Phänomenen, über deren Zusammenhang viel diskutiert wird. Oft wird Rassismus mit dem im Zuge der Kolonialisierung entstandene Rassismus gegenüber Menschen mit dunkler Haut gleichgesetzt, doch gab es schon immer unterschiedliche Formen von Rassismus. Die Ausgrenzung und Herabsetzung einzelner Menschengruppen gründet ihre Pseudo-Legitimation genauso in biologischen wie kulturellen, religiösen oder sozio-ökonomischen Merkmalen. Entscheidend ist die Hierarchisierung und Naturalisierung der vermeintlichen Unterschiede zwischen vermeintlich homogenen Gruppen, durch die bestimmte gesellschaftliche Machtverhältnisse etabliert oder legitimiert werden sollen.

In der Workshopreihe "Philosophie und…" findet auch dieses Jahr in der Lesewoche eine zweitägige Blockveranstaltung statt. Studierende der Philosophie setzen sich mit den verschiedenen Begriffen, Theorien und der Geschichte des Rassismus auseinander. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem kulturalistischen Rassismusbegriff und dem Zusammenhang von Rasse, Klasse, Geschlecht und Nation.

Der Workshop findet am 08.06. und 09.06. vom 9:00 bis 18:00 Uhr im Raum L2.201 statt.

Interessierte Gäste melden sich bitte per Email bei Ana Rodrigues  ana.rodrigues(at)uni-paderborn(dot)de

Philosophie und Dehumanisierung

Das Phänomen "Dehumanisierung" (Entmenschlichung) wurde trotz seiner Grundlegung in der anthropologischen Philosophie und seiner weitreichenden moralischen Bedeutung als psychologischer und ideologischer Ausgangspunkt für kleinere Formen von Ausgrenzung bis hin zum Massenmord bisher erst in sehr geringem Umfang philosophisch erforscht. 
In diesem Workshop wird einer Einführungssitzung (Anwesenheitspflicht) anhand neuerer Forschungsarbeiten in das Thema eingeführt. Anschließend werden Arbeitsgruppen gebildet, die das Phänomen in konkreten Zusammenhängen erarbeiten und in einem 2tägigen Workshop vorstellen und mit dem Kurs diskutieren. Mögliche Arbeitsthemen werden von den Arbeitsgruppen selbst gewählt.

Der Workshop findet am 18. und 19. Mai von 9:00 bis 18:00 Uhr im Raum L2.201 statt. 

Interessierte Gäste melden sich bitte per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

Philosophie und Literatur

"Philosophie und Literatur haben gemeinsam, dass sie sich mit der "conditio humana" auseinandersetzen, zum einen reflexiv, zum anderen künstlerisch-ästhetisch. 

Dieses Seminar widmet sich speziell dem Leben von Frauen aus philosophischer und literarischer Sicht. Wir werden philosphische Texte und englischsprachige Kurzgeschichten diskutieren, die die unterschiedlichen Rollen von Frauen, ihre Träume und Erwartungen, ihren Alltag und Probleme in den Fokus nehmen. Die Texte werden in einem Reader zur Verfügung gestellt. 

Der Workshop findet vom 16. bis 18. Februar von 9:00 bis 16:00 Uhr im Raum J4.219 statt. 

Interessierte Gäste melden sich bitte per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

Philosophie und die Geschichte der Philosophinnen

Wie vielen bekannt ist am hiesigen Lehrstuhl für praktische Philosophie der Lehr- und Forschungsbereich "History of Women Philosophers and Scientists" beheimatet. Prof. Hagengruber ist eine der weltweit bekannten Forscherinnen in diesem Forschungsbereich. Daher werden an unserem Institut regelmäßig Seminare und Vorlesungen zur Geschichte der Philosophinnen und zum Werk einzelner Philosophinnen angeboten.

Diese Veranstaltung im Rahmen des Projekts "In der Philosophie zu Hause" will die Möglichkeit eröffnen, so intensiv wie es nur in einem Blockseminar möglich ist die Geschichte der Philosophinnen als Ganzes in den Blick zu nehmen. Wir werden Texte von Ruth Hagengruber, Judith Zinsser, Mary Ellen Waithe und weiteren renommierten Forscherinnen zu folgenden Fragen lesen: Wie stellt sich die abendländische Philosophiegeschichte im Hinblick auf die Partizipation von Frauen dar? In welchen Epochen waren weibliche Denkerinnen präsent und wann nicht? Und warum? Unterlag das wissenschaftliche Arbeiten von Frauen besonderen Bedingungen? Wenn ja, welchen? Wie fügen sich die Werke von Philosophinnen in die Debatten ihrer jeweiligen Epochen? Unterscheidet sich ihr Schaffen von dem ihrer männlichen Zeitgenossen?

Die Diskussion der verschiedenen Aufsätze zu diesen Fragen werden unterbrochen werden von Präsentationen zu einzelnen Denkerinnen, die von studentischen Arbeitsgruppen im Vorfeld der Blockveranstaltung zu erarbeiten sind. Daher ist die Anwesenheit bei der Vorbesprechung am 13.04.15 Voraussetzung für die Teilnahme.

Der Workshop findet am 29. und 30. Mai von 11:00 bis 18:00 Uhr im Raum Q2.228 statt. 

Interessierte Gäste melden sich bitte per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

Philosophie und Sexualität

Die menschliche Sexualität ist ein altes Thema der Philosophie, metaphysische und ethische Überlegungen finden sich in vielen klassischen Texten  der Philosophie seit Platon und Aristoteles.  Die Kirchenväter Augustinus und Thomas von Aquin thematisieren die geschlechtliche Liebe ebenso wie der Aufklärungsphilosoph La Mettrie oder Kant.  Außer bei La Mettrie findet man in der Geschichte der Philosophie  allerdings selten ausgearbeitete Abhandlungen diesem Thema. Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich ein eigenständiger  Forschungsbereich „Philosophie der Sexualität“, insbesondere nachdem Alan Soble 1977 die „Society for Philosophy of Sex and Love“ unter der Schirmherrschaft der „American Philosophical Association“ gründete.

In einem zweitägigen Blockseminar wollen am ersten Tag mit den verschiedenen Konzepten von Sexualität in der Philosophiegeschichte auseinandersetzen, um auf dieser Grundlage am zweiten Tag aktuelle anthropologische und ethische Positionen zu Fragen der Sexualität diskutieren zu können.

Philosophie und feministische Ethik

In diesem Semester findet der vierte Workshop von "In der Philosophie zu Hause" statt. 

Nach dem Workshop "Philosophie und Feminismus" im SoSe 12 wenden wir uns zum zweiten Mal einem Thema der feministischen Philosophie zu, diesmal der feministischen Ethik, insbes. dem Ansatz einer weiblichen Moral der Fürsorge nach Carol Gilligan. 
Nach einer Einführung in die feministische Philosophie und Ethik werden wir uns im Anschluss an einen Gastvortrag von Prof. Dr. Cornelia Klinger intensiv mit Gilligans Ansatz und seiner Diskussion auseinandersetzen. 

Prof. Dr. Cornelia Klinger (Wien, Institut für die Wissenschaft vom Menschen) hält am zweiten Workshoptag einen Vortrag zum Thema: "Lebenssorge in sozialphilosophischer Perspektive". Abstract des Vortrages: 
"Im Anschluss an die von Carol Gilligan gestellte Frage nach einer weiblichen Moral (C. Gilligan, In a Different Voice, 1982) entwickelt sich in den 1980er Jahren eine Diskussion um den Begriff "care". Etwa seit Mitte der 1990er Jahre verstummt diese im Kontext der feministischen Theorie um eine weibliche / feministische Ethik geführte Debatte allmählich wieder. Unter dem Eindruck der Entstehung eines neoliberalen Marktes für alle Arten von Sorge-Tätigkeiten und im Zusammenhang eines konsumentenorientierten "emotionalen Kapitalismus" (Eva Illouz) findet die von feministischer Seite seit langem geforderte "care-revolution" (Gabriele Winker) auf einmal unter ganz anderen Vorzeichen statt. 
Der Vortrag soll die Chancen und Probleme dieser Entwicklungen aus einer erweiterten sozialphilosophischen Perspektive beleuchten. Es geht um Fragen nach dem Zeitregime von Lebenssorge, nach dem Verständnis von Subjekt und Autonomie, nach dem Verhältnis von Arbeit und Leben."

Interessierte Gäste melden sich bitte per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

Philosophie und Diversity

In diesem Semester findet der dritte Workshop von "In der Philosophie zu Hause" statt.

Die Reihe „Philosophie und…“ begann im SoSe 12 mit dem Workshop „Philosophie und Feminismus“ und  wurde im WS 12/13 mit „Philosophie und Gender“  fortgesetzt.

Dieses Semester wird nun die Rolle und Bedeutung von Vielfalt in der Philosophie thematisiert.

Die Bezeichnung "Diversity" steht im angelsächsischen Raum für das, was im deutschprachigen Raum unter der Bezeichnung "interkulturelle Philosophie" subsumiert wird. Dahinter verbergen sich sowohl eine politische Forderung als auch ein philosophischer Ansatz. Politisch wird die Benachteiligung von Frauen und Minderheiten an den philosophischen Instituten der Hochschulen moniert. Damit unmittelbar zusammenhängend geht es philosophisch um die Integration bisher (meist aus machtpolitischen Gründen) ausgeschlossener philosophischer Ansätze in den philosophischen Kanon oder auch einfach in die philosophische Praxis an den Universitäten.  Zum einen werden diese Positionen bekannt gemacht und erforscht, zum anderen werden die Gründe ihres bisherigen Ausschlusses untersucht. Die Inhalte reichen von ganzen außereuropäischen philosophischen Traditionen, die infolge unserer Kolonialgeschichte bisher diskriminiert wurden und in unserem Philosophieverständnis unberücksichtigt blieben, bis zu einzelnen Aspekten des Denkens eigentlich bekannter Philosophen u. Philosophinnen, die aus institutionspolitischen Gründen lange ignoriert wurden.

Wir werden in diesem Workshop in der Gruppe der hierfür angemeldeten Studierenden eine Auswahl an Texten zu diesem Problemfeld diskutieren. Diese intensive Arbeit im kleinen Kreis wird durch ein oder zwei Gastvorträge bereichert.

Der Workshop findet am 24. und 25. Mai von 9:00 bis 18:00 Uhr statt. 

Interessierte Gäste melden sich bitte per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

 

Philosophie und Gender

In diesem Semester findet der zweite Workshop von In der Philosophie zu Hause statt.

Die Reihe „Philosophie und…“ begann im SoSe 12 mit dem Workshop „Philosophie und Feminismus“ und  beleuchtete die nachhaltige Bedeutung der Aufklärungsphilosophinnen für den modernen Feminismus.

„Philosophie und Gender“ nimmt nun die Bedeutung der Kategorie „Geschlecht“ für die Philosophie in den Fokus:

Wie wurde  „Geschlecht“ in der traditionellen Philosophie thematisiert?

Und wie wird die Philosophiegeschichte im Hinblick auf diesen Gegenstand heute rezipiert und thematisiert?

Der Workshop findet am 30.11. und 01.12. von 9:00 bis 18:00 Uhr im Raum O1.258 statt. 

Interessierte Gäste melden sich bitte per E-Mail bei Ana Rodrigues: ana.rodrigues@uni-paderborn.de

Philosophie und Feminismus

Das Institut für Humanwissenschaften an der Universität Paderborn stellt mit dem Projekt In der Philosophie zu Hause ein von Prof. Dr. Ruth Hagengruber ins Leben gerufenes und von Ana Rodrigues betreutes ausgezeichnetes Angebot vor, den verschiedenen kulturellen Hintergründen der Studierenden und den sich daraus ergebenden Fragen gerecht zu werden. Im Rahmen des Programms Qualität der Lehre Heterogenität als Chance: Weichen stellen in entscheidenden Phasen des Student-Life-Cycles gegründet und vom BMBF gefördert, stellt sich In der Philosophie zu Hause die Aufgabe, die vielseitigen kulturellen Hintergründe der Studierenden aufzugreifen und ihren Fragen und Anliegen einen weltanschaulich und religiös unabhängigen Rahmen zur Reflexion und kritischen Auseinandersetzung anzubieten, wie es die Philosophie in vornehmlicher Weise leisten kann. Das Projekt bietet folglich eine Reihe von Veranstaltungen an, in denen Philosophie als Instrument zur Diskussion und Vermittlung von Diversität in den Fokus genommen wird. Dabei wird gezielt der Dialog mit den Studierenden und ihre aktive Beteiligung bei der Bestimmung und Gestaltung der Projektangebote gesucht. So können sie sich z.B. dadurch einbringen, dass sie in den Seminaren selbst über die jeweiligen Semesterschwerpunkte entscheiden, oder Vorschläge für Veranstaltungen machen, die in den Projektangeboten dann aufgegriffen werden. Im Mittelpunkt stehen dabei immer der Mensch und seine durch die Kultur geprägte Sichtweise auf die eigene Person, seine Umwelt und seine Mitmenschen.

Im Zuge der Lesewoche der Universität Paderborn (28. Mai-01. Juni), in der Lehrende und Studierende die Möglichkeit haben, außerhalb des normalen universitären Alltags und fernab von festen Seminarplänen Themenbereiche zu vertiefen, Texte zu lesen und zu diskutieren oder Exkursionen zu veranstalten, ist In der Philosophie zu Hause durch einen Workshop (30.05 bis 31.05) vertreten. Im Rahmen des Workshops unter dem Titel „Philosophie und Feminismus“ wird die Geschichte der Philosophinnen seit der Aufklärung beleuchtet. Die Aufklärungsdenkerinnen waren mit ihren wissenschaftlich fundierten Gleichstellungsforderungen in besonderer Weise Anfang und Legitimation der feministischen Bewegung(en). Inhalt des Workshops ist es, diesen Zusammenhang näher zu beleuchten und bis in die gegenwärtigen Debatten hinein zu verfolgen und zu diskutieren.

Der Workshop findet in Paderborn im Technologiepark (TP11 EG Raum 1), 10-16 Uhr, statt. Die Teilnahme ist auf 18 Personen begrenzt.

Anmeldungen bitte per Mail bei Ana Rodrigues an: ana.rodrigues(at)upb(dot)de

PEGASUS: Philosophische Interventionen

WS 2018/2019

Nach einem vielversprechenden Auftakt im Sommersemester mutet PEGASUS auch im Wintersemester allen Interessierten weitere philosophische Interventionen zu.

Nach einem kurzen provokativen Impulsvortrag sind alle eingeladen mitzudiskutieren über Themen, die sowohl gesellschaftspolitisch kontrovers diskutiert werden als auch Gegenstand philosophischer Untersuchung sind. 

PEGASUS dankt herzlich allen, die zum interessanten Winterprogramm beitragen!

Hier die Themen und Termine:

Mittwochs 18-20 Uhr (jeden 3. Mittwoch im Monat) in  L3.204.

17.10.18
 Dr. Kevin Dear
 Lob der Ungleichheit

21.11.18
 Alexander Kuhnau
 Anti-muslimischer Rassismus in Deutschland

19.12.18
 Regine Bigga
 Leben in der Wegwerfgesellschaft - Herausforderungen für die Lebensführung

16.01.19
 Barbara Sawall
 Psychosoziale Beratung – warum das, und was geschieht da?

SoSe 2018

Mit Beginn des SoSe 2018 lädt PEGASUS, die Studierendengruppe von In der Philosophie zu Hause, regelmäßig zu philosophischen Interventionen ein.

Nach einem kurzen provokativen Impulsvortrag sind alle eingeladen mitzudiskutieren über Themen, die sowohl gesellschaftspolitisch kontrovers diskutiert werden als auch Gegenstand philosophischer Untersuchung sind. Die Philosophie legt dabei, frei nach dem Modell der psychologischen Interventionen, den Finger auf die blinden Flecken der Gesellschaft.

Hier die Themen und Termine:

Mittwochs 18-20 Uhr (jeden 3. Mittwoch im Monat) in L1.201

 06.06.18 
 Jessica Harmening
 Fleischeslust - Frauen und Tiere auf dem Markt

 04.07.18 
 Anna Schwermann
 NoFAP. GET A NEW GRIP ON LIFE - Fapstronauten und ihr Kampf gegen Pornographiesucht

Netzwerktreffen: Teerunde

Teerunde WS 2018/2019

Auch im WS 2018/2019 setzen wir die Teerunde fort. Ein Mal im Monat, immer mittwochs in der Mittagspause, sind weiterhin allle Muslima in der Philosophie eingeladen, zu unseren offenen Netzwerktreffen auf N2.245 zu kommen und sich bei Tee/Kaffee und Keksen mit uns auszutauschen. Ab diesem Semester sind unsere Treffen thematisch durch einen Impulsvortrag festgelegt. Zu diesem sind alle Interessierte herzlich eingeladen!

Hier die Themen und Termine:

Mittwochs 13-14 Uhr (jeden 2. Mittwoch im Monat) in N2.245

 14.11.18 
 Farah Bouamar
 Im Widerstreit der Meinungen. Muslimisch. Feministisch. Unsichtbar 

 12.12.18 
 Iman Hankar 
 Muslime in der Philosophie - Kein Denkverbot im Islam 

 09.01.19 
 Pegah Khalesi
 Mädchenleben in einem islamischen Land - Ein Erfahrungsbericht

Teerunde SoSe 2018

Ab dem SoSe 2018 organisieren wir in der Vorlesungszeit regelmäßig Netzwerktreffen in Form einer Teerunde, um die Vernetzung von Muslima in der Philosophie zu befördern.

Ein Mal im Monat (immer mittwochs) treffen wir uns in der Mittagspause (13-14 Uhr) in offener Runde. Die Themen werden von den Teilnehmerinnen selbst festgelegt. Alle Beiträge sind willkommen.

Internationaler Frauentag

Gleichstellung im 21. Jahrhundert: Zwischen HeForShe und Frauenhass

Mit der HeForShe Kampagne der UN scheint ein historischer Meilenstein im Kampf um die Gleichstellung der Geschlechter erreicht zu sein. Die Einbeziehung von Männern und Jungen in eine Bewegung, die ursprünglich als Kampf von Frauen für Frauen geführt wurde, zeugt von einem grundlegend veränderten Bewusstsein: Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine Aufgabe, die alle Menschen betrifft und genauso im Interesse der Männer wie der Frauen ist! Zugleich wird diese Solidarität der Geschlechter systematisch durch eine reaktionäre Gegenbewegung untergraben, wie sie z.B. im "Grab her by the pussy"-Skandal im US Präsidentschaftswahlkampf eminent zu Tage trat. So stehen in unserer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft zurzeit geschlechtersolidarische Bewegungen extremsten Formen der Frauenverachtung gegenüber. TeilnehmerInnen des Projektseminars "Philosophische Geschlechtertheorien" an der Universität Paderborn beleuchten diesen aktuellen Clash der Extreme vor dem Hintergrund der Geschichte der Geschlechterfrage. Zum internationalen Frauentag stellen sie ihre Recherche- und Diskussionsergebnisse in Form einer Talkrunde vor, die im Anschluss mit dem Publikum fortgesetzt wird.

Veranstalter: Projektseminar „Philosophische Geschlechtertheorien“ der Universität Paderborn unter der Leitung von Ana Rodrigues am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hagengruber im Rahmen des Projekts In der Philosophie zu Hause

Ort der Veranstaltung: Kleiner Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn

Uhrzeit der Veranstaltung: 15 Uhr

Interessierte jeglicher Geschlechtszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!

Blurred lines? Debatte und runder Tisch zur Abgrenzungsproblematik von Sexualität und Gewalt

Seit geraumer Zeit ist nicht mehr die Rede von „sexueller“, sondern von „sexualisierter“ Gewalt. Diese neue Bezeichnung zeugt von einem Bewusstseinswandel im Hinblick auf sexuell konnotierte Gewalthandlungen. Die neue Bezeichnung soll ausdrücken, dass es sich dabei nicht um sexuelle Akte handelt, sondern um Gewalt, die in sexualisierter Form ausgeübt wird. Mit dieser Neubezeichnung wird versucht, eine klare Grenze zwischen Sexualität und Gewalt zu ziehen. Der Versuch der klaren Unterscheidung untergräbt allerdings, dass Sexualität und Gewalt in unserer nach wie vor patriarchalen Kultur eng verwoben sind. Die Sozialisation von Jungen und Männern in einer Ordnung ungleicher Geschlechterverhältnisse macht Macht und Gewalt zum nicht zu vernachlässigenden Bestandteil ihrer sexuellen Identität und zwingt uns anzuerkennen, dass es sexuelle Gewalt als geschlechtsspezifisches Verbrechen gibt. Damit bestätigen wir aber jene kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der bestehenden Geschlechterverhältnisse und damit männlichen Selbstauffassung, die es zu überwinden gilt, soll denn die beschriebene Problemlage abgeschafft werden.

Zum internationalen Frauentag 2018 bringen TeilnehmerInnen des Projektseminars "Philosophie der Sexualität" der Universität Paderborn zunächst die genannte Kontroverse in Form einer Debatte zur Darstellung. Im Anschluss lädt die Studierendengruppe PEGASUS dazu ein, an verschiedenen runden Tischen zu einzelnen Aspekten der Debatte weiter zu diskutieren.   

Ort der Veranstaltung: Großer Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn

Termin der Veranstaltung: Samstag, den 03.03.18 14:45 – 16:15 Uhr

Interessierte jeglicher Geschlechtszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!

 

Sonstige Events

Aktionstag "Frauen – Das käufliche Geschlecht"

Prostitution, vom Lateinischen "prostituere" = zur Schau stellen, bezeichnet das Vollziehen sexueller Handlungen als Gewerbe. Prostitution wird oft als das "älteste Gewerbe der Welt" bezeichnet wird, ist jedoch tatsächlich erst in patriarchal organisierten Kulturen zu finden, die das Privateigentum und die geschlechtliche Arbeitsteilung einführten. Die gesellschaftliche Bewertung der Prostitution ist kulturabhängig, sie variiert je nach herrschenden weltanschaulichen und religiösen Vorurteilen. Prostituierte wurden und werden jedoch immer stigmatisiert, diskriminiert und oft ausgebeutet. Seit dem späten 20. Jahrhundert engagieren sich Prostitutionsverbände und einige Menschenrechtsorganisationen gegen Diskriminierung und Ausbeutung. Welche Maßnahmen zu ergreifen sind, ist jedoch umstritten. Fordern die einen eine positivere Betrachtung des Gewerbes, seine rechtliche Anerkennung als legale Arbeit, so kämpfen andere für die Abschaffung dieser gesellschaftlichen Praxis, die als Verletzung der Menschenwürde erachtet wird. Die Diskussion um Legalisierung oder Kriminalisierung von Prostitution und aller Beteiligten wird weltweit kontrovers geführt.

Zu dieser Debatte möchte der Aktionstag "Frauen – Das käufliche Geschlecht" einen Beitrag im Hinblick auf die besondere Situation in Deutschland leisten. Was regelt das deutsche Prostitutionsschutzgesetz? Wie sieht die Situation sich prostituierender Frauen in Deutschland aus? Und wie gehen die Gemeinden mit dem Thema Prostitution um?  In deutschen Prostitutionsschutzgesetz kommt ein Regulationsprinzip im Umgang mit gewerbsmäßiger Prostitution zum Tragen, doch es bleiben viele gravierende Probleme bestehen.  Ist das Abolitionsprinzip, auch das Nordische Modell genannt, auch eine Lösung für Deutschland?

Diese und weitere Fragen möchten wir am Aktionstag mit Fachleuten und dem Publikum diskutieren.

Ort der Veranstaltung: Universität Paderborn, Hörsaal L1

Termin der Veranstaltung: Freitag, den 16.02.18, 13:00-19:00 Uhr

Jede(r) ist willkommen sich zu informieren und an der Diskussion teilzunehmen!

Kontakt: ana.rodrigues(at)uni-paderborn(dot)de

 

Interkultureller Thementag 2017 am PLAZ - Workshop: Rassismus lernen und verlernen in 120 Minuten

Die bekannte Anti-Rassismus Aktivistin Jane Elliot hat einst gesagt "Menschen werden nicht als Rassisten geboren, sie werden dazu gemacht. Alles, was erlernt werden kann, kann auch verlernt werden." Von einem kulturalistischen Rassismus-Begriff ausgehend, nach dem Rasse ein soziales Konstrukt ist zur Legitimierung von sozialer, politischer und ökonomischer Unterdrückung innerhalb etablierter gesellschaftlicher Hierarchien will dieser Workshop ein Bewusstsein für zweierlei schaffen:

  1. Dass Rassismus sich nicht nur gegen bestimmte ethnische Gruppen richtet sondern ebenso gegen VertreterInnen bestimmter Geschlechter, Religionen, Klassen und Nationen.
  2. Dass Rassismus einen gesellschaftlichen Prozess bezeichnet, der nicht nur strukturelle und ideologische Dimensionen hat, sondern durch soziales Handeln immer wieder neu hergestellt werden muss.

Das stete Bemühen um die Überwindung ebendieses performativen Teufelskreises ist gerade für (angehende) LehrerInnen als gesellschaftlichen Multiplikatoren in unserer heterogenen Gesellschaft unabdingbar.

 

Philosophie im Theater: Émilie du Châtelet inszeniert

Philosophie im Theater: Émilie du Châtelet inszeniert – dramaturgisch, musikalisch und filmisch dargeboten

Am Donnerstag, 16. Juli wird die international bekannte und universalbegabte Philosophin Émilie du Châtelet von Studierenden der Universität inszeniert. In diesen Vorstellungen werden das philosophische Wirken von Émilie du Châtelet und die Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Philosophen Julien Offray de La Mettrie näher beleuchtet. Die studentischen Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr im Deelenhaus, in der Krämerstraße 8-10 in Paderborn. Diese Inszenierungen entstanden im Rahmen des interdisziplinären und förderpreisprämierten Seminarzyklus „Philosophie in den Medien“, der von Prof. Dr. Ruth Hagengruber, Prof. Dr. Dr. Gerhard E. Ortner, Ulrich Lettermann und Bernhard Koch ins Leben gerufen wurde. Ihr Anliegen ist es, die Philosophie der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.    

Mit ihrem enfant terrible Julian Offray de La Mettrie unterhielt die grande dame der französischen Aufklärung Émilie du Châtelet einen Jahrzehnte währenden literarischen Disput, der in ihren Schriften über das Glück den Höhepunkt erreichte.

Die Studierenden bieten dramaturgisch, musikalisch und filmisch in drei kurzen Stücken Elemente der moralphilosophischen Arbeiten Émilie du Châtelets und Julian Offray de La Mettries dar – unter anderem in Form eines gregorianischen Chorals und Theaterstücks mit filmischen Komponenten.

Wer erfahren möchte, welche Indikatoren ein glückliches Leben nach Émilie Du Châtelet auszeichnen, ist herzlich eingeladen, an dieser freien und einmaligen Veranstaltung teilzuhaben. Bitte melden Sie sich hierfür bei Julia Lerius an: julia.lerius(at)upb(dot)de, da die Vorstellung auf 50 Plätze limitiert ist.

Präsentation: "Geschlecht – Eine Kategorie im Kreuzfeuer der feministischen Theorie"

Am 04.07.14 um 16 Uhr findet das Sommerprogram des Philosophischen Frauensalons im Café Röhren seinen Abschluss in einer Präsentation des Projektseminars "Klassikerinnen der feministischen Theorie" von Ana Rodrigues.  Die Präsentation hat das Thema "Geschlecht – Eine Kategorie im Kreuzfeuer der feministischen Theorie"

Seminarteilnehmerinnen stellen in kurzen Impulsvorträgen drei maßgebliche geschlechteranthropologische Ansätze des 20. Jahrhunderts vor und zur Diskussion. Der für die feministische Theorie zentralen Frage nach dem Begriff von Geschlecht wird anhand der Positionen von Simone de Beauvoir, Luce Irigaray und Judith Butler nachgegangen. Damit spannen die Vortragenden einen theoriegeschichtlichen Bogen vom Gleichheitsfeminismus über den Differenzfeminismus zum Konstruktivismus und führen das Publikum in eine spannende Debatte ein, die einst mit der Frage begann: Was ist die Frau?

Alle Interessierten beiderlei Geschlechts sind herzlich eingeladen!

Mit dieser Veranstaltung verabschiedet sich der Philosophische Frauensalon bis zum Sommer 2015. Als Angebot des Lehrstuhls für Praktische Philosophie der Universität Paderborn, Prof. Dr. Ruth Hagengruber, initiiert, wechselt der Philosophische Frauensalon  sich fortan mit dem Literarischen Frauensalon ab. Letzterer bieten nun in der Wintersaison, ebenfalls am ersten Freitag im Monat im Café Röhren, ein eigenes Veranstaltungsprogramm an. Gastgeber ist dann die Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft/Intermedialität, Prof. Dr. Claudia Öhlschläger.

Debatte: Kann die Frau in einer monotheistischen Religion dem Mann gleichgestellt sein?

Veranstalter: Projektseminar „Säkularer Feminismus und Gender-Jihad“  der Universität Paderborn unter der Leitung von Ana Rodrigues am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hagengruber im Rahmen des Projekts In der Philosophie zu Hause

Inhalt der Veranstaltung: Der „Topless Jihad Day“ am 4. April 2013, mit dem die feministische Gruppe Femen für die Freiheit der Frauen in islamischen Ländern eintreten wollte, löste unter islamischen Feministinnen einen Sturm der Empörung aus. Sie werfen Femen eine imperialistische Grundhaltung und Islamophobie vor.  Das Projektseminar „Säkularer Feminismus und Gender-Jihad“  im Fach Philosophie an der Universität Paderborn nahm diese Auseinandersetzung zum Anlass, die Frage nach der Vereinbarkeit von Religion und Feminismus, die im Zentrum dieses aktuellen Konflikts steht,  genauer zu beleuchten. Zum internationalen Frauentag stellen die TeilnehmerInnen des Projekts nun ihre Recherche- und Diskussionsergebnisse in Form einer Debatte vor, um im Anschluss die Diskussion mit dem Publikum fort zu setzen.

Ort der Veranstaltung: Kleiner Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn

Uhrzeit der Veranstaltung: 14 Uhr

Interessierte jeglicher Geschlechts- und Religionszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!

LEHRVERANSTALTUNGEN

Übersicht

WS 2018/19

Interkulturelle Philosophie: Islamische Philosophie
Projektseminar: Klassische Texte der feministischen Theorie

SoSe 2018

Intensivkurs Philosophinnen: Mary Wollstonecraft
Seminar: Philosophie und die Religionen über Sexualität

WS 2017/18

Interkulturelle Philosophie: Menschenwürde
Projektseminar: Philosophie der Sexualität

 SoSe 2017

Intensivkurs Philosophinnen: Simone de Beauvoir
Workshop: Philosophie und Rassismus

WS 2016/2017

Interkulturelle Philosophie: James, Die Vielfalt religiöser Erfahrung
Projektseminar: Philosophische Geschlechtertheorien

SoSe 2016

Interkulturelle Philosophie: Hadot, Philosophie als Lebensform  
Projektseminar: Klassische Texte über das Glück  
Workshop: Philosophie und Dehumanisierung  
Intensivkurs Philosophinnen: Elisabeth von Böhmen  

WS 2015/2016

Interkulturelle Philosophie: Rassismus
Projektseminar: Denkerinnen der Aufklärung
Workshop: Philosophie und Dehumanisierung
Intensivkurs Philosophinnen: Emilie Du Châtelet

SoSe 2015

Interkulturelle Philosophie: Eurozentrismus
Projektseminar: Philosophie und Glück: Emilie Du Châtelet
Workshop: Philosophie und die Geschichte der Philosophinnen
Seminar: Philosophie der Sexualität

 WS 2014/2015

Interkulturelle Philosophie: Rassismus, Sexismus, Speziesismus
Projektseminar: Sex, Drogen und Philosophie
Workshop: Philosophie und Literatur
Vorlesung: Einführung in das Studium der Philosophie

SoSe 2014

Interkulturelle Philosophie: Religion und Philosophie im Widerstreit
Projektseminar: Klassische Texte der feministischen Theorie im 20. Jhd.
Workshop: Philosophie und Sexualität
Vorlesung: Einführung in das Studium der Philosophie

WS 2013/2014

Interkulturelle Philosophie: Kitaro Nishida, Über das Gute
Projektseminar: Säkularer Feminismus und Gender-Jihad
Workshop: Philosophie und feministische Ethik
Vorlesung: Einführung in das Studium der Philosophie

SoSe 2013

Interkulturelle Philosophie: Philosophiegeschichtsschreibung interkulturell
Projekteminar: Philosophische Geschlechtertheorien - Von der Frauenfrage zur Genderfrage
Workshop: Philosophie und Diversity
Seminar: Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht 
Seminar: Gilligan Kohlberg, Kontroverse oder moral-sense Debatte revisited
Interkulturelle Philosophie: Philosophiegeschichtsschreibung interkulturell

WS 2012/2013

Interkulturelle Philosophie: Gerechter Krieg
Projektseminar: Philosophische Emotionstheorien II
Workshop: Philosophie und Gender
Vorlesung: Einführung in das Studium der Philosophie
Seminar: Camus, der Mythos der Sisyphos 

SoSe 2012

Interkulturelle Philosophie: Religion und Philosophie im Widerstreit
Workshop: Philosophie und Feminismus
Vorlesung: Einführung in das Studium der Philosophie
Seminar: Conways Principles zwischen Kabbala und "neuer Wissenschaft"
Seminar: Philosophische Emotionstheorien I
Seminar: Kierkegaard, Entweder-Oder

WS 2011/2012

Auftaktveranstaltung: In der Philosophie zu Hause
Vorlesung: Einführung in das Studium der Philosophie
Seminar: Über die Philosophinnen in der Philosophiegeschichte
Seminar: Was ist Existentialismus?
Seminar:  Du Châtelets "Wissenschaft von Gut und Übel"
Ansprechpartner

Ana Rodrigues

Institut für Humanwissenschaften > Philosophie > Praktische Philosophie

In der Philosophie zu Hause

Ana Rodrigues
Telefon:
+49 5251 60-2424
Büro:
N2.117
Web:

Sprechzeiten:

Dienstags 13-14 Uhr 

                     

Studierende, die dieses Projekt mitgestalten wollen, wenden sich bitte an:

Ana Rodrigues
ana.rodrigues@uni-paderborn.de

SOCIAL MEDIA

gefördert von

Die Universität der Informationsgesellschaft