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Word Cloud of the Topics of Cognitive Psychology

Foto: Ingrid Scharlau

Illustration of salience research

Foto: Alexander Krüger

salience

Foto: Ingrid Scharlau

Psylab at "Tag des Sehens" 2018

Participant in psylab

Abschlussarbeiten

Sie können bei mir Bachelor- und Masterarbeiten mit psychologischen Themen aus den Bereichen (wissenschaftliches) Schreiben und Lesen, Motivation, Lernen, Gender oder Digitalisierung verfassen. Studierende der Informatik mit Nebenfach Psychologie können Bachelorarbeiten mit einem psychologischen Anteil schreiben, wobei ich hauptsächlich diesen Anteil betreue, etwa zu Gaming/Gamification, sensorischer Substitution oder Mensch-Maschine-Interaktion.

Mit Ausnahme der Arbeiten im Informatikstudium handelt sich dabei um theoriebasierte qualitative Arbeiten oder reine Literaturarbeiten. Nur auf Wunsch sind quantitative Arbeiten möglich.

Literaturarbeiten: Sie beantworten hier eine aktuelle Frage literaturbasiert. Besonders geeignet sind Fragen, die einen kritischen Impuls haben. Eine Beispielthema sind aktuelle Diskurse zu den Folgen (Vor- und Nachteilen) der Digitalisierung in der Schule und die Frage, wie gut diese von psychologischer Forschung gedeckt sind. Sie können aber auch zu einem kleineren aktuellen Forschunsthema eine Forschungsübersicht erstellen (z.B. "Was ist der aktuelle Stand der Theorie motivationaler Handlungskonflikte, und welche Folgen kann man daraus für die Grundschule ziehen?"). Dazu müssen Sie vor allem Literatur recherchieren und empirische Originalarbeiten in deutscher und ggf. englischer Sprache kritisch lesen und darstellen können und eigene Schlussfolgerungen ziehen. Die Arbeit können einen Anwendungsteil, z.B. den Entwurf einer Unterrichtseinheit, enthalten, müssen dies aber nicht.

Qualitative empirische Arbeiten: Sie nehmen hier direkt an der Forschung an meiner Professur teil. Eine Beispielfrage ist „Welche Vorstellungen verbinden Studierende mit wissenschaftlichem Schreiben, und wie passen diese Vorstellungen zu psychologischen Schreibtheorien?“  Vertrautheit mit qualitativen Methoden wie zum Beispiel der qualitativen Inhaltsanalyse ist eine gute Voraussetzung, kann aber während der Bachelor- oder Masterarbeit erworben werden. Bei dem zu analysierenden Material handelt es sich in der Regel um kurze schriftliche Texte, ggf. auch Interviewmaterial. Einen Teil davon kann ich oft zur Verfügung stellen, einen anderen Teil erheben Sie selbst.

Genauere Information zu qualitativen empirischen Arbeiten finden Sie in diesem Dokument.

Beispiele für zweitbetreute Arbeiten in der Informatik sind Gamification of psychological experiments, die Messung der Aufmerksamkeit von Fahrradfahrern in Verkehrssimulationen oder die Anwendung und Testung von haptischen Signalen an Fahrrädern.

Aktuelle Themen für empirische Bachelor- und Masterarbeiten

  • Wie veränderbar sind die Vorstellungen Studierender vom wissenschaftlichen Schreiben? (Methode: qualitative Metaphernanalyse nach einer Befragung mit verschiedenen Bedingungen)
  • Was ist psychologische Bildung (psychological literacy) und was kann sie für das bildungswissenschaftliche Studium bedeuten? (Literaturarbeit zum Forschungsstand)
  • Autorpräsenz und Adressatenorientierung in psychologischen Forschungsartikeln im historischen Vergleich (vor allem geeignet für Studierende mit Deutsch/Germanistik als Studienfach)
  • Metaphern des Lesens in Schreibratgebern (Methode: qualitative Metaphernanalse)
  • Zu wenig Lernmotivation oder Konflikte zwischen verschiedenen Motivationen? Der Forschungsstand zur Theorie motivationaler Handlungskonflikte (Literaturarbeit) – vergeben
  • Funktionales Aufschieben beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten: Die Rolle negativer Gefühle (qualitative Arbeit) – vergeben
  • Flow beim Lernen? Der aktuelle Stand der Forschung (Literaturarbeit) – vergeben
  • Was verstehen Menschen unter Erklären? (Methode: qualitative Metaphernanalyse) – vergeben
  • Lesen und wissenschaftliches Lesen: Die Vorstellung von Lehrenden und Studierenden (Methode: qualitative Metaphernanalyse, Material bereits vorhanden) – vergeben

Beispiele für abgeschlossene Arbeiten

  • Wahrnehmung von Unterschieden zwischen funktionalem und dysfunktionalem Aufschieben durch Studierende
  • Metaphern des Schreibens in Schreibratgebern
  • Motiviere ich mich oder werde ich motiviert? Agency in Motivationsmetaphern Studierender
  • Druck oder Zug? Die Motivationsmetaphern Studierender
  • Zur Entwicklung der Lese- und Schreibkonzepte Studierender der Fachrichtungen Germanistik und Informatik: Eine Metaphernanalyse
  • Musikhören während des Lernens – Ablenkung oder Motivation?
  • How to apply hapic signals on bicycles for safety
  • Leap Motion Controller als alternative Gestensteuerung zur Bedienung eines Angiografiegeräts im Hybrid-OP

Für die Zeitplanung beachten Sie bitte, dass ich 8 Wochen benötige, um das Gutachten zu erstellen. Rechnen Sie also von dem Zeitpunkt, zu dem Sie die Eintragung Ihrer Note in PAUL benötigen, zunächst 8 Wochen rückwärts (= Abgabetermin). Von dort planen Sie Ihre eigene Arbeit rückwärts. Planen Sie bitte nicht knapp.

Voraussetzung für die Anmeldung Ihrer Arbeit ist, dass mir ein Exposé vorliegt. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Zur Unterstützung bei der Vorbereitung der Arbeiten bietet das Fach Psychologie Workshops zu 1) Literatursuche, 2) Fragestellung und 3) Exposé an. Diese finden Sie hier.

Arbeitsschritte bei einer Abschlussarbeit

Entscheidung für ein Thema

Voraussetzung:  Überblickshafte Literaturkenntnis, z.B. aus vorherigen Veranstaltungen oder einer ersten Literatursuche

Produkt: Eine Themenbeschreibung von etwa einer halben Seite

Festlegung der Forschungsfrage

 

Voraussetzung: Umfangreiche Literatursuche in Fachdatenbanken (psyINFO, psycArticles, Psyndex)

Produkt: Eine konkret formulierte Fragestellung - oder mehrere, aus denen wir in einer Sprechstunde die geeignetste heraussuchen. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Eine gute Vorübung ist folgenden Satz zu ergänzen: „Ich untersuche ..., weil ich herausfinden möchte, ob/wie/warum/wer/..., und zwar um .... zu ...“. Also: ein Thema, ein Interesse und ein Ziel. Dies sind drei zentrale „moves“, mit denen Sie sich wie eine Forscherin bzw. ein Forscher verhalten.

Verfassen des Exposés

Genauere Information finden Sie hier.

In empirischen Arbeiten müssen Sie sich hier die jeweilige Methode gründlich erarbeiten. Sowohl bei empirischen als auch bei Literaturarbeiten müssen Sie die psychologischen Grundlagen Ihres Themas zumindest grob erarbeitet haben.

Voraussetzung: Einarbeitung in die Literatur 

Produkt: Exposé

Ggf. empirische Analyse

In diesem Schritt führen Sie die empirische Analyse durch. Nachdem Sie einen Teil des Materials erarbeitet haben, besprechen wir die Analyse in der Sprechstunde.

Voraussetzung: eigenständige qualitative Analyse des Materials

Produkt: z.B. Kodierleitfaden, Kategoriensystem, Metaphernliste, exemplarische Interpretation ...

Literaturhinweise

Booth, W. C., Colomb, G. G., Williams, J. M., Bizup, J. & FitzGerald, W. T. (2016). The craft of research (4. Aufl.). Chicago: Chicago University Press. Ein Buch, das eine Fundgrube für Einsichten in und über Forschung ist, auch wenn es sich nicht speziell an Psycholog_innen richtet. Es enthält eine gute Mischung aus konkreten Tipps und Hinweisen, die es erlauben, Forschungshandeln zu reflektieren und damit besser zu verstehen.

Rost, D. H. (2007). Interpretation und Bewertung pädagogisch-psychologischer Studien: Eine Einführung (2., überarb. und erweiterte Aufl.). Stuttgart: utb. Sehr hilfreich für die kritische Lektüre von Originalartikeln – und damit indirekt auch für die sorgfältige Planung der eigenen Arbeit. Stellenweise recht polemisch, aber immer gut begründet.

 

Sternberg, R. J. (2005). The psychologist’s companion: A guide to scientific writing for students and researchers. 4th ed. typo3/Cambridge: Cambridge University Press. In diesem hilfreichen Buch kommt alles vor, von der Literatursuche über verbreitete Fehler im wissenschaftlichen Englisch bis zu Fehlvorstellungen über psychologische Artikel. Einige Kapitel sind veraltet (z.B. Literatursuche, Erstellung von Grafiken, Nutzung des Internets), andere aber hilfreicher als die vergleichbaren Kapitel der Neuauflage von Sternberg und Sternberg (z.B. Schritte beim Schreiben von Texten, Tipps für besseres Schreiben).

Sternberg, R. J. & Sternberg, K. (2011). The psychologist’s companion: A guide to scientific writing for students and researchers. 5th ed. typo3/Cambridge: Cambridge University Press. Das Buch eckt dieselben Themen ab wie die vorherige Auflage. Angereichert ist es mit anekdotischen Erzählungen aus der wissenschaftlichen Biographie hauptsächlich des Erstautors, was auf Dauer etwas penetrant wirkt. Die Tipps sind stark auf das Studium an amerikanischen Colleges und Graduate Schools ausgerichtet und nur teilweise auf das deutsche System übertragbar. Die inzwischen verfügbare 6. Auflage ist noch etwas breiter im Anspruch (z.B. enthält sie Informationen zum Schreiben eines Posters und für Bewerbungsgespräche und Interviews mit Medien), und die Beispiele sowie APA-Richtlinien wurden aktualisiert. Zudem gibt es Reflexionshinweise und Aufgaben.

Sword, H. (2012). Stylish academic writing. Harvard: Harvard University Press. Geeignet für Personen, die gutes wissenschaftliches Englisch schreiben möchten oder sich für stilistische und rhetorische Merkmale psychologischer Texte interessieren. Zwar steht die Psychologie hier nicht allein im Fokus, Sword erklärt aber sehr anschaulich und verständlich das Besondere psychologischer Forschungsartikel, und sie zeigt, dass man beim Schreiben durchaus stilistische Freiräume hat.

Wolfsberger, J. (2007). frei geschrieben: Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Wien: Böhlau. Viele hilfreiche Anregungen und Erläute­rungen zum Schreibprozess. Das Buch ist persönlich, direkt und anschaulich geschrieben. Jedes Kapitel schließt mit einer Praxisübung ab, die sich leicht umsetzen lässt. Sie können auch eine neuere Ausgabe nutzen.

 

Und Schreiben ... ???

Schreiben ist kein einzelner Arbeitsschritt. Sie schreiben von der ersten Ideenfindung bis zur Interpretation stetig weiter. Planen Sie also in allen Phasen genügend Zeit ein, Ihre Ideen auszuformulieren, Literatur zusammenzufassen und Methoden und Ergebnisse zu beschreiben.

Planen Sie unbedingt auch Zeit für die inhaltliche und strukturelle Überarbeitung sowie die Endkorrektur ein.

Falls Sie Rückmeldung zu Fragen von Wissenschaftssprache/Stil und Gliederung haben, kommen Sie mit einem exemplarischen Textabschnitt oder einer Gliederung in meine Sprechstunde.

Formales

Für die Verwendung von Literatur sowie die Gliederung der Arbeit gelten die Richtlinien zur Manuskriptgestaltung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Die Arbeit wird nach dem Beispiel psychologischer Forschungsartikel gegliedert. Als Illustration für Gliederung, Argumentationsweise und Stil können Sie die folgenden Texte nutzen:

empirische Arbeit: deutsch Wegner, E. & Nückles, M. (2013). Kompetenzerwerb oder Enkulturation? Lehrende und ihre Metaphern des Lernens. Zeitschrift für  Hochschulentwicklung, 8 (1), 15-29. englisch: Wegner, E. & Nückles, M. (2015). From eating to discovering: How metaphors of learning change during students' enculturation. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 10, 145-166.

Literaturarbeit: Hofer, M. (2004). Schüler wollen für die Schule lernen, aber auch anderes tun. Theorien der Lernmotivation in der Pädagogischen Psychologie. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 18, 79-92.

 

 

Abschlussarbeiten mit der Informatik

Allgemeine Information

Studierende der Informatik mit Nebenfach Psychologie können gemeinsam mit einer Professorin/einem Professor aus der Informatik betreute Arbeiten schreiben. Es bestehen Kooperationen mit Prof. Dr. Gitta Domik, Prof. Dr. Falko Dressler, Prof. Dr. Christoph Scheytt (Elektrotechnik).

Mögliche Themen sind

  • Usability-Fragen
  • Gamification (Prof. Domik)
  • Entwicklung eines Fahrradsimulators (Arbeiten mit Prod. Dressler, s. Ausschreibungen unten)
  • Entwicklung einer radarbasierten sensorischen Substitution (Arbeiten mit Prof. Scheytt)
Aktuell ausgeschriebene Arbeiten

Aktuell sind folgende Arbeiten ausgeschrieben:

  1. Virtual Cycling Environment (mit Prof. Dressler, mehr Information hier)
  2. Cycling with Haptic Feedback (mit Prof. Dressler, mehr Information hier)

Beispiele betreuter Abschlussarbeiten

  • Lerntagebuch und Selbstregulation
  • Analyse der in Schreibratgebern verwendeten Metaphern vom Schreiben
  • Schreibkompetenzen im Übergang Schule-Hochschule: Theoretischer Rahmen und Fördermaßnahmen
  • Zur Entwicklung der Lese- und Schreibkonzepte Studierender der Fachrichtungen Germanistik und Informatik: Eine Metaphernanalyse
  • Charakterdesign: Stereotype als Standard? Visuelle Stereotypisierung in digitalen Spiele
  • Gender und Spielpräferenzen: Zum Einfluss von Stereotypen auf die Entwicklung digitaler Spiele
  • Konzeption, Umsetzung und Evaluierung eines Serious Game in der Experimentalpsychologie

Die Universität der Informationsgesellschaft