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Foto: Ⓒ Universität Paderborn, Fach Soziologie

Larissa Rieke

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 Larissa Rieke

Fakultät für Kulturwissenschaften > Institut für Humanwissenschaften > Soziologie > Allgemeine Soziologie

Wissenschaftliche Mitarbeiterin - Koordination Erasmus / Auslandsprogramm des Faches Soziologie

Telefon:
+49 5251 60-2320
Büro:
N2.129
Sprechzeiten:

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Besucher:
Pohlweg 55
33098 Paderborn
Forschung

Arbeitsschwerpunkte:

  • Arbeits-, Kultur- und Musiksoziologie
  • Geschlechterforschung
  • Digitalisierung von Arbeit
  • Ökonomisierung des Sozialen und des Kreativen
  • "Entrepreneurship" und "Entrepreneurial Self" als gegenwärtiger Arbeitstypus 
  • Kapitalismusanalysen
  • Qualitative Sozialforschung


Promotion:
"Eine Untersuchung der Subjektivierungsanforderungen von Musikschaffenden unter dem Einfluss der gesellschaftlichen Digitalisierung." (Arbeitstitel)​

Im Fach Soziologie (Universität Paderborn)
an der Schnittstelle von Arbeits- und Kultursoziologie 

Betreut von:
Prof. Dr. Bettina Kohlrausch (Fach: Soziologie, Universität Paderborn)
Prof. Dr. Beate Flath (Fach: Populäre Musik und Medien, Universität Paderborn)

Projektbeschreibung: 
Das vorgestellte Dissertationsvorhaben bedient sich der theoretischen Zugänge der Arbeitssoziologie (Subjektivierungstheorien) und thematisiert die in der Kultur- und Musikszene entstehende Neuordnung von materieller und immaterieller Arbeit von Popmusiker*innen unter dem Einfluss der Digitalisierung, welche insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen langfristigen Folgen für die Musikbranche an erheblicher Bedeutung dazu gewinnt. Denn im Zuge der Corona-Pandemie verlagert sich „Arbeit“ von Musikschaffenden weitestgehend ins Digitale und forciert grundlegende gesellschaftliche Digitalisierungsprozesse sowie einen fortschreitenden Grenzzerfall von Öffentlichkeit und Privatheit (als Sphären sozialer Konstruktion).
Aus einer arbeitssoziologischen Perspektive soll im Rahmen des Forschungsvorhabens zwei zentralen Fragestellungen nachgegangen werden. Erstens soll ergründet werden, auf welche Bearbeitungsstrategien Musikschaffende im Umgang mit zunehmenden Subjektivierungsanforderungen durch digitale soziale Netzwerke, wie z.B. Instagram, zurückgreifen, um gesteigerte Widersprüchlichkeiten und Spannungspotentiale abzufedern. Zweitens soll der Frage nachgegangen werden, ob bzw. inwiefern es dadurch zu einer Neuordnung von Arbeitsbereichen kommt und welchen Einfluss dabei insbesondere die Corona-Pandemie nimmt.    
Die Beantwortung der beschriebenen Fragestellungen sollen mithilfe der Durchführung von qualitativen episodischen Leitfadeninterviews (Flick 2011) erfolgen. Ausgewertet wird das transkribierte Interviewmaterial mit strukturierenden qualitativen Inhaltsanalysen (Mayring 2010) mit dem Ziel, die erkennbaren Handlungsstrategien der Musikschaffenden in Bezug auf die zunehmenden Subjektivierungsanforderungen unter dem Einfluss der Digitalisierung zu klassifizieren (Typisierung). Die Ergebnisse der Dissertation können neben der Wirkungsermittlung auf das arbeitsbezogene Erleben von Künstler*innen durch digitale Prozesse auch Rückschlüsse darauf ermöglichen, inwiefern die Folgen der Corona-Pandemie die Arbeitsverhältnisse und -bedingungen eines gesamten, kreativen Arbeitsbereichs (Branche) dauerhaft und strukturell verändern.       
 

 

 

 

 Larissa Rieke
02/2020 - heute

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Allgemeine Soziologie an der Universität Paderborn

 

2018 - heute

Mitgestaltung des Soziologischen Salons

als kontinuierliche Debattierrunde zum wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Austausch für Bachelor- und Masterstudierende der Kulturwissenschaften.
Zusammen mit Dr. Hans-Ulrich Matina (Soziologie, Universität Paderborn).

02/2020 - 02/2021

Wiss. Mitarbeit im Forschungsprojekt "Care-Arbeiter*innen zwischen professioneller und privater Sorgearbeit" (Soziologie, Universität Paderborn)

Leitung: Dr. Lena Weber
Wiss. Mitarbeit: Larissa Rieke, M.A.
Laufzeit: 2020-2021

Projektbeschreibung:  
75% der Beschäftigten in 'systemrelevanten' Berufen sind Frauen und vor allem Sorgearbeiter*innen (Erzieher*innen, Pflegekräfte). Gleichzeitig leben viele dieser Frauen das 'modernisierte Ernähermodell', sie sind in Teilzeit angestellt und verheiratet mit einem Vollzeit erwerbstätigen Mann. In dieser Studie interessiert uns, wie weibliche Pflegekräfte die Zeit des Lockdowns erlebt haben, wie sie private Sorgebeziehungen und Ansprüche an professionelle Sorgearbeit in ihrem Alltag vereinbaren, auf welche Bearbeitungsstartegien dabei zurückgegriffen wird, um gesteigerte Widersprüchlichkeiten und Spannungspotentiale abzufedern und ob es gar zu einer Umkehrung bzw. Neuordnung geschlechtlicher Arrangements kommt.

10/2017 - 12/2019

Wissenschaftliche Hilfskraft (WHB) und Tutorin

Wissenschaftliche Hilfskraft (WHB) in der Soziologie für:
Prof. Dr. Birgit Riegraf
Dr. Annette von Alemann
Dr. Julia Gruhlich

Tutorin in der Soziologie für:
Prof. Dr. Bettina Kohlrausch
Dr. Annette von Alemann
Dr. Julia Gruhlich
 

10/2016 - 12/2019

Master Of Arts (M.A.)

Studium des 2-Fach-Master „Kultur und Gesellschaft“ mit den Fächern Soziologie: Gesellschaftliche Transformationen und Kulturtechniken sowie Geschlechterforschung/Gender Studies an der Universität Paderborn.

Absolvierung des "Master Of Arts" mit Auszeichnung am 15.01.2020. 

​Titel der Masterarbeit (im Fach Soziologie):
„Wie unternehmerisch ist die Universität?“ – Eine Diskussion aktueller Kapitalismusanalysen zum Themenfeld Wissenschaft und Universitäten.

Erstgutachten: Dr. Lena Weber
Zweitgutachten: Prof. Dr. Bettina Kohlrausch

05/2016 - 10/2017

Projektleitung "BINGO"

Studentische Mitarbeit (als Masterstudentin) beim Innovationsnetzwerk ‘OWL MASCHINENBAU e.V.‘, Bielefeld.

Das Innovationsnetzwerk OWL MASCHINENBAU e.V. in Bielefeld vertritt die Interessen von über 150 Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau und Produktion in Ostwestfalen-Lippe. Dieses Netzwerk unterstützt als Verein die Unternehmen in Themengebieten wie Personal- und Unternehmensentwicklung, Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung, Arbeit 4.0 und Digitalisierung sowie in vielen anderen Netzwerkthemen. Dazu bietet der Verein Arbeitskreise und Workshops, stellt Kooperationen her, organisiert Veranstaltungen und Vorträge.

Im Rahmen dieser Arbeitsstelle war ich vorwiegend in Projekt- und Bildungsarbeit zur Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern tätig. Hierzu habe ich das Projekt „BINGO“ (Berufsoffensive für INGenieur/innen in Ostwestfalen-Lippe), welches Jugendlichen ab Klasse 9 Projektangebote zur Berufsorientierung in technischen Berufen bietet, koordiniert und größtenteils selbstständig geleitet. Kooperationen zwischen Schulen und regionalen Unternehmen herzustellen oder organisatorisch zu arbeiten, waren dabei beispielsweise meine Aufgaben.

10/2011 - 09/2015

Bachelor Of Arts (B.A.)

Studium der Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Osnabrück. 

Titel der Bachelorarbeit (im Fach Erziehungswissenschaften): 
"Psychische Gewalt frühadoleszenter Mädchen. Eine Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischem Aggressionsverhalten Jugendlicher an Schulen."

Erstgutachten: Prof. Dr. Wassilis Kassis
Zweitgutachten: Stephanie Moldenhauer

Publikationen

A) Artikel in Fachzeitschriften
- Weber, L. & Rieke, L. (2021): Gender Studies in der unternehmerischen Universität: Wie viel ist digitale Lehre wert? In: Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien (fzg 27|2021). Schwerpunktheft zu Digitalisierung, Geschlecht und Intersektionalität. (Im Erscheinen).

B) Beiträge in Sammelbänden
- Weber, L. & Rieke, L. (2021): Digitalisierbar, substituierbar, systemrelevant. Neue Sozialordnung typischer Frauen- und Männerberufe durch die Digitalisierung? In: F. Apelt, L. Suhrcke, & J. Grabow (Eds.), Buzzword Digitalisierung: Kritische Perspektiven auf Digitalisierung im Kontext von Geschlecht und Vielfalt. Opladen: Barbara Budrich Verlag.

C) Public Relations
- Journal des Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW (Nr. 46/2020), S.31: "Digitalisierung in der Arbeit aus Sicht der Beschäftigten": https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/netzwerk_fgf_journal_46_f_web.pdf

- Stabsstelle Presse und Kommunikation der Universität Paderborn, Nina Reckendorf: Pressemitteilung vom 30.03.2020: "Digitalisierung in der Arbeit aus Sicht der Beschäftigten. Neues Forschungsprojekt an der Universität Paderborn": https://www.uni-paderborn.de/nachricht/93399/


(unveröffentlichte) Abschlussarbeiten
- „Wie unternehmerisch ist die Universität?“ – Eine Diskussion aktueller Kapitalismusanalysen zum Themenfeld Wissenschaft und Universitäten." (Masterarbeit, Soziologie - Universität Paderborn) 

- "Psychische Gewalt frühadoleszenter Mädchen. Eine Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischem Aggressionsverhalten Jugendlicher an Schulen."
(Bachelorarbeit, Erziehungswissenschaften - Universität Osnabrück) 

Vorträge

-  Lena Weber/Larissa, Rieke: Care-Arbeit und Geschlechterbeziehungen: Sorgebeziehungen zwischen systemvergessen und systemrelevant. Vortrag am 23.09.2020 auf dem 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), TU Berlin, 14.-24. September 2020.

-  Lena Weber/Larissa Rieke: Care-Arbeiter*innen zwischen professioneller und privater Sorgearbeit während der Corona-Pandemie. Vortrag am 16.12.2020 am Institut für Soziologie (IfS) der Universität Duisburg-Essen.

Die Universität der Informationsgesellschaft