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Bücher im Zentrum für Geschlechterstudien/Gender Studies

Foto: Julia Schlepphorst

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„Aktuelle Ungleichzeitigkeiten von Geschlechterkonzepten im Bildungsbereich – eine Gefahr für die Chancengleichheit?!“ (ABGESCHLOSSEN 2014)

Im Oktober 2013 lief das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Aktuelle Ungleichzeitigkeiten von Geschlechterkonzepten im Bildungsbereich – eine Gefahr für die Chancengleichheit?!“ unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Rendtorff an der Universität Paderborn an und wurde im September 2014 beendet. Ausgangspunkt des Projektes war die Beobachtung zweier gegenläufiger, sich widersprechender Tendenzen im Umgang mit Geschlecht insbesondere im Bildungsbereich. Während die eine Position entsprechend dem lange Jahre etablierten Konsens in erziehungswissenschaftlicher Theorie und pädagogischer Praxis weiterhin auf eine Entkräftung beziehungsweise Abmilderung traditioneller Geschlechterunterschiede zielt, ist auf anderer Ebene wiederum eine Tendenz zur stärkeren Betonung von Geschlechterunterschieden zu diagnostizieren.

Dieser vor allem von den Printmedien und dem populärwissenschaftlichen Bereich aufgegriffene und verbreitete Diskurs, oftmals mit Begriffen wie ‚Pinkifizierung‘ oder ‚Geteilte Kindheit‘ umschrieben, zielt auf eine starke Betonung der Verschiedenheit der Geschlechter mit dem vermeintlichen Ziel, der Besonderheit von Jungen und Mädchen gerecht zu werden.  Insbesondere im Bildungsbereich lässt sich daher in letzter Zeit ein Aufkommen spezieller geschlechterunterscheidender Unterrichts- und Lernmaterialen beobachten, in denen traditionelle Geschlechterstereotype angesprochen werden (Vgl. bspw. die mittlerweile wieder aus dem Sortiment genommene Buchreihe der Firma PONS „Mädchen lernen anders – Jungs auch!“ oder „Nur für Jungs!“). Dabei ist absehbar, dass die Adressierung entsprechender Stereotypen für die Entwicklungsspielräume der Individuen, die auf diese Weise erheblich eingeschränkt werden, auch langfristig nicht ohne Folgen bleiben wird.

Ziel des Projektes war daher eine differenzierte Analyse der aktuellen Ungleichzeitigkeiten von Geschlechterkonzepten im Bildungsbereich. Dabei sollten unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen zunächst die Ursachen und Faktoren dieser Sachlage in den Blick genommen werden. Da diese allerdings nicht nur für die erziehungswissenschaftlichen Debatten um Erziehung und Geschlecht von Relevanz sind, sondern vor allem auch das pädagogische Personal betreffen, kam der Vernetzung von Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen ein gesonderter Stellenwert zu. Dementsprechend wurden die Erkenntnisse abschließend im Rahmen eines großen Kongresses, der am 05.06.2014 im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn veranstaltet wurde, dem pädagogischen Fachpublikum zugeführt, das hier die Möglichkeit erhielt, einen differenzierten Einblick in die Thematik zu erhalten und sich durch den Besuch verschiedener Workshops fortbilden zu lassen. Einen Einblick in den Ablauf und das Programm des Kongresses erhalten Sie HIER.

Weitere Informationen

Projektbeschreibung
Rückblick: Gender-Kongress 2014
Publikation zum Projekt

Das Projekt wurde von Oktober 2013 bis September 2014 vom BMBF gefördert.

Die Universität der Informationsgesellschaft