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Bücher im Zentrum für Geschlechterstudien/Gender Studies

Foto: Julia Schlepphorst

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Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen 1-4 (Vormittag)

AG 1
Zur Sozialpsychologie der Produktion und Reproduktion einer hierarchischen Kultur der Zweigeschlechtlichkeit
Rolf Pohl und Sebastian Winter

Die öffentlich immer wieder am Sexismus entzündeten Geschlechterdebatten scheitern regelmäßig, solange die Struktur und Dynamik kultureller Verankerungen geschlechtlicher Ungleichheitslagen weitgehend unangetastet bleiben. Wie entstehen und funktionieren diese kulturellen Verankerungen, wie werden sie in die Subjekte und ihre Konstitution eingeschrieben und wie werden sie intersubjektiv und intergenerationell als persistierende (affektgebundene) Einstellungs- und Wahrnehmungsmuster weitergegeben? Die Arbeitsgruppe wird sich diesen Fragen aus einer sozial-psychologischen und insbesondere subjekttheoretischen Perspektive anhand ausgewählter Beispiele und Konzepte annähern.

AG 2
Reproduktionstechnologien, Verwandtschaft und die Neukonfiguration von Geschlecht
Friederike Kuster und Katharina Liebsch

Die Reproduktionstechnologien sind auf dem Vormarsch und sie verändern das angestammte Selbstverständnis des familialen Gefüges und von Verwandtschaftsverhältnissen. Sie machen fraglich, was Väterlichkeit und Mütterlichkeit ausmacht, relativieren die Bedeutung von Leiblichkeit und Sexualität und verkomplizieren die sozialen Verhältnisse durch die reproduktionstechnischen Doppelungen von biologischer und sozialer Vater- und Mutterschaft.

AG 3
Sameness/Difference and Atemporalities in Gender Relations
Gabriele Griffin und Sabine Hark

Sameness and difference have been key concepts in feminist debates and theories about gender relations, essentialism, (post)structuralism and social constructionism, postcoloniality and diversity agendas, psychoanalysis and the new cognitive/neurosciences. As terms, however, they have fallen out of favour in a context where diversity has substituted for specific inequalities, but where, at the same time, their implications continue to be highly salient, for instance in the simultaneous emergence of trans and of new, large influxes of people from intensely patriarchal societies into European countries. How do we understand sameness and difference in these contexts? How might these concepts be theorized and refreighted in contemporary gender cultures?

AG 4
Wandel der Geschlechterverhältnisse und Demokratie(-fähigkeit)
Annette Henninger und Mechthild Bereswill

Gefragt wird nach dem Zusammenhang zwischen dem Wandel von Geschlechterverhältnissen und den Potenzialen und Gefährdungen von Demokratie im Kontext aktueller politischer Konflikte: Wie wirken politisch induzierte Prozesse der Liberalisierung von Geschlechterverhältnissen mit ‚politics of differenciation’ zusammen? Unter welchen Bedingungen werden Irritationen der gesellschaftlichen (Geschlechter-)Ordnung (nicht) als Bedrohungsszenario wahrgenommen? Welche demokratischen Verfahren erscheinen als besonders geeignet, politische Aushandlungsprozesse unter den Bedingungen zunehmender Individualisierung und Pluralität zu ermöglichen? Wie korrespondieren solche Verfahren mit (geschlechtsbezogenen) Subjektpotenzialen und Subjektivierungsweisen?

Arbeitsgruppen 5-8 (Nachmittag)

AG 5
Fürsorge-, Intim- und Geschlechterbeziehungen im Wandel
Beate Rössler, Sarah Speck und Sylka Scholz

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Umstrukturierungen der Fürsorge(-arbeit) sowie der in der kultur- und sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung viel diskutieren Transformation des Privaten beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit dem Wandel von Fürsorge-, Nah- und Intimbeziehungen. Dieser soll aus zwei Perspektiven untersucht werden: Zum einen mit einem Fokus auf der veränderten Umverteilung von Fürsorgearbeit in den privaten Lebensweisen, zum anderen ausgehend von neueren Phänomenen der Kommerzialisierung von Intimität und Nahbeziehungen im Übergang zu sexuellen und erotischen Dienstleistungen. Diskutiert wird, wie beide Phänomene zusammenhängen, inwieweit sie die Geschlechterbeziehungen verändern, und wie diese Veränderungen zu beurteilen sind.

AG 6
Neuordnung der Geschlechterverhältnisse im sozialen Wandel: Reproduktionskrise und/oder unvollendete Revolution?  
Heike Kahlert

In der Wohlfahrts- und Geschlechterforschung wird seit einiger Zeit darüber diskutiert, inwiefern der beobachtbare Wandel in den Geschlechterverhältnissen als ‚unvollendete (Geschlechter-)Revolution‘ beschrieben werden kann und was noch zu dessen Vollendung erforderlich wäre, oder ob der erreichte Status quo eine ‚Krise‘ der Reproduktion(sarbeit) reflektiert. Die beiden Positionen sollen in der AG vergleichend eingeführt und diskutiert werden. Der Fokus soll dabei darauf liegen, inwiefern von einer sich abzeichnenden Neuordnung der Geschlechterverhältnisse die Rede sein und wie diese theoretisch-konzeptionell begriffen werden kann.

AG 7
Persistenz von Geschlechterdifferenz und Geschlechterhierarchie
Mechthild Bereswill und Katharina Liebsch

Der Workshop fokussiert die Frage nach den Tiefenstrukturen geschlechtsungleicher Verteilung in bestimmten gesellschaftlichen Kontexten. Diese werden zumeist mit naturalisierenden Erklärungen und diversen Versionen von Letztbegründungen erklärt. Um diese Deutungsmuster nicht zu wiederholen, sollen ausgewählte empirische Befunde zur Persistenz von Geschlechterdifferenz genau betrachtet und reflektiert werden. Ziel ist eine Perspektiverweiterung auf die Analyse von Persistenz: Können wir möglichweise andere Fragen stellen? Sollten theoretische Ansätze modifiziert werden? Welche Ansätze, die außerhalb der Geschlechterforschung entwickelt wurden, erscheinen uns als weiterführend und anschlussfähig?

AG 8
Ökonomisierung von Diversität
Annette von Alemann und Kyoko Shinozaki

Diversity Management findet zunehmend Eingang in öffentlich-rechtliche Organisationen. Dadurch treten wirtschaftliche neben gleichstellungspolitische Interessen (und Diskurse) oder ersetzen sie. Diese Entwicklung wird in der Geschlechterforschung u.a. als Ökonomisierung von Heterogenität diskutiert. Dabei werden vormals defizitär konnotierte Heterogenitätsdimensionen als „Ressource“ umgedeutet. Neben Geschlecht und Care betrifft dies auch Ethnizität bzw. Mobilität, was unter dem Stichwort „Internationalisierung“ öffentlich beworben wird. Wir werden diese Ökonomisierungstendenzen am Beispiel von Hochschulen mittels Bild- und Textanalysen nachzeichnen und dabei auf die Ökonomisierung von Geschlecht, Care und Mobilität Bezug nehmen.

Die Universität der Informationsgesellschaft