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Prof. Dr. Eva-Maria Seng und Studierende des Masterstudiengangs Kulturerbe vor Schloss Solitude, Stuttgart Bildinformationen anzeigen
Neues Museum, Berlin Bildinformationen anzeigen
Aufnahme von Corveyer Buchbeständen der EAB/Depositum Dechanei Höxter Bildinformationen anzeigen
Münsterplatz, Ulm, Steinmetzen bei der Arbeit, 1933 Bildinformationen anzeigen
Vortrag von Prof. Dr. Chen Chiyu (Tsinghua Universität Beijing) über Wechselbeziehungen chinesischer und westlicher Kunst im VolksbankForum Paderborn Bildinformationen anzeigen
Städel Museum, Frankfurt am Main Bildinformationen anzeigen
Ofrenda im Museum für Sepulkralkultur, Kassel Bildinformationen anzeigen

Prof. Dr. Eva-Maria Seng und Studierende des Masterstudiengangs Kulturerbe vor Schloss Solitude, Stuttgart

Foto: © Paderborner Bildarchiv

Neues Museum, Berlin

Foto: gemeinfrei

Aufnahme von Corveyer Buchbeständen der EAB/Depositum Dechanei Höxter

Foto: © Andreas Bartsch

Münsterplatz, Ulm, Steinmetzen bei der Arbeit, 1933

Foto: © Stadtarchiv Ulm

Vortrag von Prof. Dr. Chen Chiyu (Tsinghua Universität Beijing) über Wechselbeziehungen chinesischer und westlicher Kunst im VolksbankForum Paderborn

Foto: © Paderborner Bildarchiv

Städel Museum, Frankfurt am Main

Foto: © Strandgut87/Wikimedia Commons

Ofrenda im Museum für Sepulkralkultur, Kassel

Foto: © Christine Drah

Die Ausmalung der Abdinghofkirche von Ernst Christian Pfannschmidt (1868-1949)

Der Berliner Künstler und Akademieprofessor Ernst Christian Pfannschmidt erhielt im Jahr 1915 den Auftrag, das Langhaus der Abdinghofkirche der evangelischen Gemeinde in Paderborn auszumalen. Er schuf von 1916 bis 1919 sieben monumentale Wandbilder in Kaseinfarben mit alt- und neutestamentlichen Szenen. Im Jahr 1927 gestaltete Pfannschmidt außerdem den Chorraum des Gotteshauses mit Motiven aus der Passionsgeschichte. Als im März 1945 Bombentreffer die Abdinghofkirche teilweise zerstörten, nahmen auch die Malereien Schaden. In der Nachkriegszeit wurden sie vollständig entfernt, sodass das Werk in Vergessenheit geriet.

Ein Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe widmet sich diesem Beispiel einer protestantischen Sakraldekoration. Erste Ergebnisse – unter anderem eine detaillierte Auftragsgeschichte und kunstwissenschaftliche Einordnung – sind in dem Tagungsband „1000 Jahre Abdinghof“ (2016) nachzulesen. Daneben wurden zahlreiche Entwürfe, von der Farbskizze zum Karton, im Hinblick auf die Werkgenese analysiert. Eine Ausstellung in der Abdinghofkirche zeigte von Juli bis Oktober 2016 eine Auswahl dieser Vorstudien.

Im 19. Jahrhundert setzte im deutschsprachigen Raum eine Debatte über die Ausstattung evangelischer Kirchen ein. Die Ausmalung der Abdinghofkirche scheint am Ende eines langen Aushandlungsprozesses über den Nutzen und die Ästhetik religiöser Kunst im genannten Kontext zu stehen. Diese These gilt es in einer nächsten Projektphase durch eine breitere Untersuchung von Schriftquellen und Vergleichsbeispielen weiter zu untermauern. Hierbei soll auch hinterfragt werden, ob der Malstil von Pfannschmidt zwischen Historismus, Jugendstil und Expressionismus typisch für die beschriebene Art von Aufträgen ist. Eine monographische Veröffentlichung in der Reihe „Paderborner Beiträge zur Geschichte“ des Vereins für Geschichte an der Universität Paderborn ist geplant.

Ansprechpartnerin

Dr. Maria Harnack

Fakultät für Kulturwissenschaften > Historisches Institut > Materielles und Immaterielles Kulturerbe

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Maria Harnack
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+49 5251 60-5462
Büro:
W1.109
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