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Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude Bildinformationen anzeigen
Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011) Bildinformationen anzeigen
Kupferstich von Matthäus Merian (1647) Bildinformationen anzeigen

Foto: CC BY SA Hans Weingartz/Wikicommons

Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude

Foto: Privat

Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011)

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Kupferstich von Matthäus Merian (1647)

Foto: http://www.zeno.org - Contumax GmbH & Co. KG

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Auszeichnung für die Dissertation von Johanna Sackel

Für ihre Dissertation mit dem Titel "Wem gehört das Meer? Debatten um marine Ressourcen im Rahmen der dritten Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen" erhielt Johanna Sackel auf dem Neujahrsempfang der Universität Paderborn den Preis des Präsidiums für herausragende Dissertationen.

Auszug aus der Laudation von Prof. Dr. Peter Fäßler:

Wem gehört das Meer? So schlicht und prägnant die Frage, so weitreichend und vielfältig die Konsequenzen ihrer Klärung. Schließlich geht es um Verfügungsrechte (property rights) am weitaus größten Lebensraum auf unserem Planeten und an den darin enthaltenen unermesslichen Ressourcen.

Johanna Sackel behandelt in ihrer Dissertation weniger die konkrete Antwort auf die Frage, wie künftig das Meer und seine Schätze zu nutzen seien. Sie liegt kodifiziert als UN-Seerechtskonvention vor. Vielmehr interessiert Johanna Sackel der vorgeschaltete Aushandlungsprozess, in den eine Vielzahl von Akteuren – Regierungsvertreter*innen, NGOs, Wirtschaftsverbände, Wissenschaftler*innen u.a.m. – ihre spezifischen Interessen einspeisten und mit unterschiedlichem Erfolg durchzusetzen vermochten. Die hierzu erforderliche Quellenrecherche führte sie u. a. in das UN-Archiv / New York und in das Archiv der Dalhousie University / Halifax. Letzteres beherbergt den Nachlass von Elisabeth Mann-Borgese. Die jüngste Tochter des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann trug als Meeresexpertin und zivilgesellschaftliche Aktivistin maßgeblich zum Gelingen der Verhandlungen bei.

Im Kern geht es in Johanna Sackels Dissertation also um die Etablierung dessen, was man als „global environmental governance“ bezeichnet, wobei dem Nord-Süd-Verhältnis besondere Bedeutung zukommt. Gekonnt verknüpft sie dabei Diskursanalyse, Mehrebenen- und Commons-Ansatz zu einem Analyserahmen, innerhalb dessen sie die komplexe Gemengelage von Akteur*innen, Interessen und Handlungspraktiken im Kontext der dritten UN-Seerechtskonferenz (1973-1982) einer überzeugenden Interpretation unterzieht. Mit ihrer die Global- und Umweltgeschichte zusammenführenden Untersuchung hat Johanna Sackel eine geschichtswissenschaftliche Pionierstudie vorgelegt. […]

Die Universität der Informationsgesellschaft