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Dr. Christin Hansen

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Dr. Christin Hansen

Fakultät für Kulturwissenschaften > Historisches Institut > Neueste Geschichte

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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+49 5251 60-2438
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N4.119
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Sprechzeiten finden am Dienstag von 11-12 Uhr statt. Bitte melden Sie sich vorher per Mail an.

Besucher:
Pohlweg 55
33098 Paderborn
Forschungsinteressen und Arbeitsschwerpunkte
  • Historische Stereotypenforschung
  • Diskursgeschichte
  • Nationalbewegungen und Nationskonzepte
  • Kolonialgeschichte
  • Gendergeschichte
  • Spanischer Bürgerkrieg 
Forschungsprojekte

Dissertation (abgeschlossen, 2021 erschienen beim CampusVerlag)

Titel: "Wilde" im deutschen Identitätsdiskurs 1830-1870. Spuren des Exotischen im nationeln Denken und in kolonialen Bildern

Im Europa des 19. Jahrhunderts gewann zunehmend das exotisch Andere an Reiz und Aufmerksamkeit. Verschiedene Völkergruppen wurden als „wild“ oder „exotisch“ stigmatisiert. Dazu gehörten unter anderem die Beduinen, nordamerikanischen Indianer und Kosaken. Trotz der realgeschichtlichen Unterschiede zwischen den jeweiligen Gruppen lassen sich erhebliche Wahrnehmungsähnlichkeiten erkennen, die Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung und Identitätsbildung der Trägergesellschaft(en) hatten. Anhand von deutschsprachigen Reiseberichten und Romanen wurden die Stereotype untersucht und Rückschlüsse über die Form und Funktion von Exotik für die mental maps von Mitteleuropäern im 19. Jahrhundert gezogen. So konnte eine Entstehung des präkolonialen Denkens im deutschsprachigen Diskurs sowie einen Wandel der Begrifflichkeiten von zivilisiert vs. unzivilisiert nachgewiesen werden.

Aktuelles Projekt

Titel: Internationale Beteiligung von Frauen am Spanischen Bürgerkrieg: Konzepte und Praktiken weiblicher Partizipation in der Zwischenkriegszeit

Die Beteiligung von Freiwilligen aus anderen Ländern während Kriegen ist in der Geschichte kein neues Phänomen: In Kriegen des 19./20. Jahrhunderts übernahmen neben Männern auch Frauen aus dem Ausland verschiedene Funktionen, von denen vor allem die traditionellen wie Versorgung oder Krankenpflege erinnert werden. Jenseits dieser traditionellen Rollenbilder wurde die freiwillige Beteiligung von Frauen an bewaffneten Konflikten bisher jedoch erstaunlich wenig untersucht. Im Projekt dient der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) als Beispiel: In den ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Kommunismus vs. Antikommunismus und Faschismus vs. Antifaschismus konnten sich Frauen in bisher unbekannter Weise neu verorten und somit neue Handlungsfelder und Rollen im Kriegsgeschehen für sich erschließen. So ist es möglich, den rapiden Wandel der Geschlechterbeziehungen und -rollen der Zwischenkriegszeit vor dem Hintergrund radikaler ideologischer, kriegerischer und pazifistischer Auseinandersetzungen nachzuvollziehen. Der Spanische Bürgerkrieg wird im Projekt also als Raum verstanden, in dem sowohl der Einsatz der Frauen (und Männer) vor Ort als auch die Rezeption beziehungsweise die Bewertung dieses Einsatzes durch die Teilnehmenden selbst und ihre Herkunftsräume verhandelt werden.

Das Projekt leistet somit nicht nur einen Beitrag zur Geschlechtergeschichte, sondern eröffnet auch einen neuen Blickwinkel auf Krieg als Aushandlungsort von Partizipationsprozessen.

Dr. Christin Hansen
10/2021 - heute

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Neuere/Neueste Geschichte

01/2017 - 09/2021

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Geschichte (19. und 20. Jahrhundert) an der Universität Regensburg

07/2020

Promotion an der Universität Regensburg

10/2010 - 03/2016

Studium Geschichte/Germanistik an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg und der Universität Breslau

1. Monographien

„Wilde“ im deutschen Identitätsdiskurs 1830-1870. Spuren des Exotischen im nationalen Denken und in kolonialen Bildern, Frankfurt am Main 2021.

2. Aufsätze und Artikel

"Blow your Trumpets Gabriel" - Der Heavy Metal und die Frage des Satanismus, in: Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte – Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft 32/2 (2019), S. 264-276.

(gemeinsam mit Berit Pleitner): Vernünftige Deutsche, chaotische Griechen? Stereotype und historisches Lernen, in: Geschichte Lernen 192 (2019), S. 2-7.

Die Konstruktion des (deutschen) Indianers, in: Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 23 (2017), S. 355-376.

Die Universität der Informationsgesellschaft