Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Slider aus zwei Bildern. Links Kind mit Teddybär in der Hand. Rechts: Auge mit Spiegelbild eines schreienden Kindes.

Foto: Alexas_Fotos, CC0 Public Domain, Quelle: pixabay

Curriculum Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung

Übersicht

Liebe Studierende,

in Anlehnung an das Modulhandbuch des akkreditierten Lehramtsstudiengang ‚Sonderpädagogische Förderung‘ haben wir für den Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung ein Curriculum erarbeitet, um daran aufzuzeigen, welche Themen Sie wann in Ihrem Studium behandeln werden, welche Themen sich immer weiter differenzieren und vertiefen, welche wann abgeschlossen werden und wann neue Themenschwerpunkte hinzugekommen, um Ihnen die Orientierung in Ihrem Studium zu erleichtern.

Beachten Sie hierbei bitte: auch so ein Curriculum ist immer im Entwicklungsprozess und sollte sich aktuellen Veränderungen und Bedarfen anpassen – nichts, was Sie also nachfolgend finden ist ‚in Stein gemeißelt‘.

Derzeit liegt der Schwerpunkt in den ersten Semestern zunächst auf der Auseinandersetzung mit möglichen Theorien zur Erklärung dessen, was im Rahmen der fachwissenschaftlichen Diskussion ‚Verhaltensstörungen‘ genannt wird. Dies macht insofern Sinn, als dass Sie – bevor Sie mit einem Gegenstand agieren – diesen kennen sollten. Diese Theorien werden im 2. Semester vertieft und bilden dann die Grundlage für alle weiteren Reflexionen bzgl. Diagnostik, Förderung, Didaktik, Beratung oder Beziehungsgestaltung. Ziel hinsichtlich der Auseinandersetzung ist, Sie mit unterschiedlichen Perspektiven bekannt zu machen, da es die Theorie – wie in allen anderen Bereichen – aus unserem Verständnis heraus nicht gibt, es also durchaus hilfreich ist, seinen eigenen Blick auf Verhaltensstörungen möglichst umfassend zu öffnen.

Den komplexen Bereich der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung lernen Sie über die Gesamtheit Ihres Bachelorstudiums kennen, immer wieder unter verschiedenen Aspekten (z.B. Selbstkonzept, Selbst- und Handlungskontrolle, Informationsverarbeitung) und mit der Hervorhebung von Erschwernissen (z.B. im Sozialisationsprozess) und spezifischen Problemlagen (z.B. Stigmatisierungsprozesse), wie Sie bei Kindern und Jugendlichen mit emotionalen und sozialen Entwicklungsschwierigkeiten häufig vorkommen.

Nach der Auseinandersetzung mit Theorien zur Erklärung von Verhaltensstörungen geht es in einem weiteren Schritt darum, diese auch zu erkennen. Das professionelle Er-Kennen bildet den gesamten Bereich der Diagnostik mit der Auseinandersetzung von Klassifikationen, diagnostischen Verfahren und Tests, um am Ende Erfahrungen in der sonderpädagogischen Diagnostik zu sammeln, die als Grundlage von zu entwickelnden Förderplänen in der pädagogischen Praxis fungieren.

In diesem Rahmen setzen Sie sich auch in ersten Annäherungen mit Förderkonzepten auseinander, die einen weiteren Schwerpunkt im Masterstudium erfahren.

Den Hauptschwerpunkt Ihres Masterstudiums bildet zu Beginn der Bereich der Didaktik, also der Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit emotionalen und sozialen Entwicklungsbedarfen in der Schule. Hier geht es darum konstruktive pädagogisch-didaktische Modelle, Konzepte, Unterrichtsprinzipien und Methoden kennenzulernen, die Ihnen eine professionelle Beziehungsgestaltung mit Ihren Schülerinnen und Schülern ermöglicht, um diese in ihren individuellen Entwicklungsbedarfen zu unterstützten. Dies geschieht auch im Hinblick auf Ihr Praxissemester, das Sie im 2. Mastersemester erwartet.

Da von Ihnen im Kontext inklusiver Schulentwicklungsprozesse in der Praxis Beratungskompetenzen gefordert werden, liegt hier ebenfalls ein Schwerpunkt im Masterstudium. Hierbei geht es nicht nur darum sich mit unterschiedlichen Beratungskonzepten auseinanderzusetzen, sondern auch Beratungstechniken zu lernen, die Ihnen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte oder auch Kolleginnen und Kollegen und weiteren Kooperationspartnerinnen und -partnern helfen können.

Um Ihre professionelle Handlungspraxis zu erweitern, werden wir uns zum Schluss Ihres Masterstudiums mit der professionellen Beziehungsgestaltung auseinandersetzen. Hier richtet sich unser Fokus primär auf die Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung erfahrener Stigmatisierungen, Macht- und Gewaltstrukturen oder Traumatisierungen, aber auch mit Blick auf die Schaffung eines unterstützenden ‚therapeutischen‘ Milieus.

 

Neben all den theoretischen Impulsen und der Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Positionen im Bereich der Sonderpädagogischen Förderung im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung ist es uns ein besonderes Anliegen mit Ihnen jederzeit in einen anregenden, respektvollen Austausch zu treten – immer auch in Vorausschau oder in Rückbezug auf Ihre praktischen Erfahrungen, die Sie im Rahmen Ihres Eignungs- und Orientierungspraktikums, Ihres Berufsfeldpraktikums und Ihres Praxissemesters machen werden bzw. gemacht haben.

Also: Fragen Sie, hinterfragen Sie, zweifeln Sie, reflektieren Sie, kritisieren Sie, staunen Sie, tauchen Sie ein in die Auseinandersetzung mit uns und gegenseitig.

 

Wir freuen uns darauf und wünschen Ihnen jederzeit ein spannendes Studium! 

Désirée Laubenstein und David Scheer

Bachelor-Studium

Hier finden Sie das Curriculum des Förderschwerpunkts Emotionale und Soziale Entwicklung für das Bachelor-Studium.

 

Master-Studium

Hier finden Sie das Curriculum des Förderschwerpunkts Emotionale und Soziale Entwicklung für das Master-Studium.

Die Universität der Informationsgesellschaft