Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Die Bereiche des Instituts

Foto: Yvonne Ruhose

Urbane Ethnographie intermedial: Feuilletonistische Städte- und Reisebilder der Weimarer Republik im Kontext von Bild-, Kommunikations- und Gebrauchsmedien

Fotografie des Bahnhofs Berlin Friedrichstraße, 1930

Das Projekt möchte die in der Ära der Weimarer Republik vielfach publizierten Artikel über Städte und Reisen in Illustrierten Zeitschriften, Zeitungen, Magazinen und Journalen erstmals im Kontext ihrer intermedialen Vernetzung analysieren. Ausgehend vom Befund der Epistemologie und Medialität der kleinen Form soll untersucht werden, wie Städte- und Reisefeuilletons der 20er und 30er Jahre Stadtwahrnehmung und Stadterfahrung lesbar machen, indem sie auf zeitgenössische Bild-, Kommunikations- und Gebrauchsmedien der Kürze und Plakativität reagieren, die im zeitgenössischen Diskurs des Reisens fest verankert sind und zu denen sie in eine produktive Konkurrenz treten. Dies sind im Kern Postkarte, Fotobuch, Reiseführer, Stadtplan und die Illustrierte Zeitung. Diese medialen Genres sind bildhaft und adressieren das sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausbildende Paradigma des Neuen Sehens, das den modernen Rezipienten angesichts sich dynamisierender Lebensverhältnisse und sich steigernder Mobilität in neue Wahrnehmungsweisen, Perspektivierungen und Koordinaten der Orientierung einübt. Das Projekt möchte untersuchen, inwiefern journalistische Städte- und Reisefeuilletons an dieser 'Schule des Sehens' partizipieren und aus der kreativen, zuweilen auch kritischen Auseinandersetzung mit Postkarte, Fotobuch, Reiseführer, Stadtplan und Illustrierter Zeitung eigene Schnittmuster einer urbanen Ethnographie generieren. Erst eine intermediale und kontextuelle Lektüre von Städte- und Reisefeuilletons im journalistischen Feld der Weimarer Republik wird deren medialen Ort zwischen Flüchtigkeit und Archivierung, ihre visuelle Qualität und die durch ihre Serialität generierte kultur- und gesellschaftspolitische Bedeutung sichtbar machen.

Kontakt

Prof. Dr. Claudia Öhlschläger

Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft > Komparatistik/Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft

Claudia Öhlschläger
Telefon:
+49 5251 60-3212
Büro:
H4.311

Sprechzeiten:

Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus finden bis auf Weiteres keine Sprechstunden statt. Bitte setzen Sie sich bei Bedarf per E-Mail mit mir in Verbindung.

Die Universität der Informationsgesellschaft