Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Die Bereiche des Instituts

Foto: Yvonne Ruhose

Veranstaltungen

Auf dieser Seite können Sie sich über wissenschaftliche Veranstaltungen unseres Fachbereichs informieren. Sie finden hier zunächst Hinweise auf unsere jeweils aktuellsten Veranstaltungen innerhalb und außerhalb Paderborns, Informationen zu zurückliegenden Veranstaltungen haben wir in unserem Archiv aufbereitet.

In gesonderter Form möchten wir auf zwei besondere Veranstaltungsformate der Paderborner Komparatistik hinweisen: auf unsere regelmäßig organisierten Ringvorlesungen zu aktuellen Themen der Vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft und unsere alle zwei Jahre stattfindenden studentischen Workshops.

Veranstaltungen in Paderborn

19.11.2019: Gastvortrag von Prof. Dr. Jörg Robert zum Thema "Aufklärung und Autonomie – Die andere Genealogie des Genies"
12./13.09.2019: Journée d'études "ZwischenSpielZeit. Das Theater der Frühaufklärung (1680-1730)"

Organisation: Prof. Dr. Jörn Steigerwald und Dr. Leonie Süwolto

Das detaillierte Programm steht hier zum Download zur Verfügung.

Alle Interessierten sind herzlich zu den Vorträgen und Diskussionen in Raum E5.333 eingeladen!

Die Journée d'études "ZwischenSpielZeit. Das Theater der Frühaufklärung (1680-1730)" nimmt erstmals systematisch das europäische Theater um 1700 in den Blick, indem sie sowohl die national differenten Ausprägungen als auch die unterschiedlichen Gattungen (Komödie, Tragödie, Musiktheater) exemplarisch analysiert. Die Veranstaltung wird freundlicherweise von der DFG gefördert und ist Teil des DFG-Projekts "Die Geburt des modernen Theaters in der Frühen Neuzeit (Frankreich 1630-1730)" von Prof. Dr. Jörn Steigerwald.

24.04.2019: Gastvortrag von Prof. Dr. Joachim Küpper zum Thema "Die zweite Geburt der Tragödie"

Veranstaltungen außerhalb Paderborns

29.09.-02.10.2019: Sektion "Die Erneuerungen der Tragödie in der Frühen Neuzeit, 1500-1700 (Frankreich, Italien, Spanien)" beim 36. Romanistentag (in Kassel)

Leitung: Prof. Dr. Jörn Steigerwald und Jun.-Prof. Dr. Hendrik Schlieper

Die Sektion fokussiert mit der Tragödie die Erneuerung einer einzigen, aber exemplarischen Gattung im 16. und 17. Jahrhundert in Italien, Frankreich und Spanien, um allgemein die Frage zu diskutieren, wie die Tragödie von ausgewählten AutorInnen in den verschiedenen romanischen Kulturräumen sowohl im Rahmen von Gattungstheorien als auch bzw. besonders im Rahmen der dichterischen Praxis erneuert wird. Hierzu werden zwei leitenden Überlegungen vorangestellt: 1. Die frühneuzeitliche Tragödiendichtung stellt eine in hohem Maße transnational vernetzte Literatur dar, so dass die jeweiligen, kulturell und/oder national auf je eigene Weise geprägten Tragödien stets in Konkurrenz zu anderen Modellierungen dieser Gattung gefasst werden. 2. Die latente Hybridität der frühneuzeitlichen Tragödie lässt sich produktiv wenden, insofern die bewusst weitgefasste Gattungsbezeichnung der spanischen comedia nach Lope de Vega oder die un- scharfe Trennung zwischen tragédie und tragi-comédie im Französischen als Kennzeichen für die kritischen Reflexionen über eine Erneuerung der Tragödie angesehen werden.

Die Sektion zielt darauf ab, die Erneuerung der Tragödie prozessual zu denken und danach zu fragen, welche spezifischen Modellierungen der Tragödie in einem Kulturraum - durchaus in Konkurrenz zu anderen Modellierungen des gleichen Raumes - ausgebildet werden. Zudem ist die Transnationalität der Tragödiendichtungen zu diskutieren, mithin der Frage nachzugehen, welche Konkurrenzen zwischen den kulturell spezifischen Modellierungen der Tragödien auszumachen sind und wie diese jeweils produktiv für die Erneuerungen der Gattung genutzt werden. Schließlich soll nach dem kulturell je charakteristischen Verhältnis von Gattungstheorie und -praxis sowie deren damit einhergehenden innerromanischen Dynamiken gefragt werden, die gerade vor dem Hintergrund der Reaktualisierung der antiken Dichtungstheorien seit der Renaissance von grundlegender Bedeutung sind. Damit verbunden sind die Fragen, wie sich die Tragödie zu anderen Gattungen verhält - etwa zum Epos -, und wie ebendieses Analogieverhältnis produktiv gewendet wird, um eine Erneuerung der Tragödie zu leisten.

22.-25.09.2019: Sektion "Zeit als Widerfahrnis: Ästhetik und Figuration passiv erfahrener Temporalität" beim 26. Germanistentag (in Saarbrücken)

Leitung: Prof. Dr. Claudia Öhlschläger und Dr. Antonio Roselli

In der neueren kultur- und literaturwissenschaftlichen Forschung lässt sich ein zunehmendes Interesse an verschiedenen Ausprägungen von Passivität beobachten. Mit ihnen artikuliert sich eine Skepsis gegenüber konventionellen Formen des Aktivseins (Können, Vermögen, Willenskraft, Handeln etc.), wobei die Bedeutungen "von der Passivität als Unterlassung oder Aussetzung des Handelns über die Passivität im Sinne von Rezeptivität und Sinnlichkeit, einschließlich ihrer gesteigerten Formen des Leidens oder der Leidenschaft, bis hin zu Unvermögen und Unmöglichkeit" reichen. (Busch 2013: 15) Zu den Effekten und Themen, die der Habitus der Passivität nach sich zieht, gehören "Müdigkeit", "Langeweile", "Zaudern", "Faulheit", "Willensschwäche", "Sensibilität" und "Affizierung" (ebd.). Diese und ähnliche Facetten der Passivität wurden in den letzten Jahren auch in den Literaturwissenschaften verstärkt diskutiert (vgl. u.a. Wellbery 2003; Gumbrecht 2011; Vogl 2008; von Koppenfels/Zumbusch 2016). Solche Phänomene verändern unser Nachdenken über 'Zeit', da sie deren zweckrationale Nutzung und Ökonomisierung - beides Effekte des Paradigmas der Aktivität - außer Kraft setzen. Diese Ein- bzw. Ausklammerung der ökonomischen Dimension ermöglich nicht nur ein anderes Verhältnis zur Zeit (Zeit als Gegenstand von Erfahrung), sondern auch eine andere Wahrnehmung von Welt (Zeit als Medium der Erfahrung).

Die vier Vorträge des Panels analysieren und diskutieren literarische Texte, die das Phänomen der Widerfahrnis von Zeit im beschriebenen Sinne sowohl ästhetisch wie formal figurieren - bis hin zur selbstreflexiven Wendung, bei der die spezifisch unökonomische Form der Zeitwahrnehmung als Bedingung für das Schreiben mitreflektiert und wiederum selbst beschrieben wird. Der einführende Vortrag von Antonio Roselli (Magdeburg) (Ohn-)Mächtige Subjekte: Bemerkungen zum Verhältnis von Passivität und Zeit untersucht die Zustände Ergriffenheit, Nachdenklichkeit und Müdigkeit, in denen das Subjekt von einer aktiven in eine passive Position rückt, um davon ausgehend den Gegensatz zwischen anti-ökonomischen und zweckrationalen Formen der Zeitwahrnehmung aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu reflektieren. Der Vortrag von Claudia Öhlschläger (Paderborn) Die Un-Zeit der Wiederholung in feuilletonistischen Städtebildern der Weimarer Republik wird Städtefeuilletons von Siegfried Kracauer hinsichtlich des Verhältnisses von Erinnerung und passiv erfahrener Temporalität untersuchen, wobei die Wiederholung als eine anökonomische Figur der raumzeitlichen Repräsentation von Vergangenem und Vergessenem im Kontext journalliterarischer Publikationsbedingungen profiliert werden wird. Doren Wohlleben (Marburg) skizziert in ihrem Vortrag Hieronymus im Gehäus. Sanduhrstimmung bei Dichter- und Denkerfiguren des 20. Jahrhunderts die (post-)moderne philosophische und literarische Rezeption von Albrecht Dürers - zeitgleich mit seiner "Melencolia" - entstandenem Kupferstich "Der heilige Hieronymus im Gehäus" (1514) bei Karl Jaspers, Ernst Jünger, Hans Blumenberg und Sibylle Lewitscharoff. Die existentialphilosophische Chiffer des Gehäuses als ein sich moderner Beschleunigung und Aktivität widersetzender Zeit-Raum soll zu dem literarischen Symbol der - stets halb abgelaufenen - Sanduhr in Bezug gesetzt werden, um die "Sanduhrstimmung" (E. Jünger) als eine ästhetische Eigenzeit produktiver Passivität zu konturieren. Iulia-Karin Patrut (Flensburg) untersucht in ihrem Beitrag Wi(e)der-Fahrnis im Zeitgehöft. Zur Temporalität in der späten Lyrik Paul Celans das 'Durchzittert-Sein' von der Zeit als Grunderfahrung in Paul Celans posthum erschienenem Zyklus "Zeitgehöft" und weiterer später Lyrik. Dabei zeichnet sie einen Bogen von dem 'Nirgend' und seiner opaken Temporalität über das 'Warten-Gelassen-Sein-Worden' bis zum 'Stein hinterm Aug', den sie als ambivalente Figur der Wiederholung und Widerständigkeit im Kontext passiver Erinnerung und Präfiguration zukünftiger Zeitlichkeit diskutiert.

Die Vorträge des Panels werden in einer der nächsten Ausgaben der Zeitschrift für Deutsche Philologie als Sonderheft zum Thema Zeit und Passivität erscheinen.

27.-29.06.2019: Nachwuchstagung "Intersections of Gender and Myth in Canadian Culture and Media" (in Kassel)

Vom 27. bis zum 29. Juni 2019 findet in Kassel die 16. Tagung des Nachwuchsforums der Gesellschaft für Kanada-Studien unter dem Thema "Intersections of Gender and Myth in Canadian Culture and Media" statt.

Organisiert wird die Veranstaltung von Ronja Hannebohm und Anda-Lisa Harmening der Universität Paderborn sowie von Maike Baumgärtner, Tamara Schmitt und Svenja Tregel der Universität Kassel. Unterstützt wird die Tagung durch die Gesellschaft und die Stiftung für Kanada-Studien, die Botschaft von Kanada in Deutschland, die Universität Kassel und die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Kassel, die Universität Paderborn und die Universitätsgesellschaft Paderborn.

Genauere Informationen zu den Inhalten der Nachwuchstagung sind dem Call for Papers zu entnehmen: Call for Papers (PDF-Format)

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden: Programm (PDF-Format)

Die Universität der Informationsgesellschaft