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Foto: Universität Paderborn, Daniel Kanthak

Freiheit als theologische Schlüsselkategorie. Eine Auseinandersetzung mit Libertarismus, Determinismus und Kompatibilismus

Das von der DFG geförderte Projekt hat als Ziel die Erarbeitung eines philosophisch verantworteten theologischen Freiheitsbegriffs. Es adressiert dabei folgende Themenfelder:

  • Kritische Analyse gegenwärtiger philosophisch-freiheitstheoretischer Diskurse im Spannungsfeld von Libertarismus, Determinismus und Kompatibilismus
  • Diskursive Vermittlung transzendental- und analytisch-philosophischer Denkformen zur Bestimmung eines Konzept von menschlicher Freiheit
  • Rekonstruktion und kritische Analyse theologischer Freiheitskonzepte der Gegenwart
  • Vermittlung und Fortbestimmung philosophischen und theologischen Freiheitsdenkens zur Entwicklung eines konsistenten theologischen Freiheitsbegriffs
Eine Zusammenfassung des Programms erhalten Sie hier.

Der Begriff Freiheit ist eine Schlüsselkategorie christlicher Dogmatik und Fundamentaltheologie. Die Reflexion dieses Begriffs ist darum eine ursprüngliche Aufgabe der Theologie, wenn sein spezifischer Gebrauch rational begründbar sein will. Genau diese Aufgabe wurde und wird jedoch im gegenwärtigen theologischen Diskurs häufig zu wenig oder gar nicht wahrgenommen und es erscheint unklar, ob und wie die verwendeten Freiheitsbegriffe und –konzepte einer fundamentalen Begriffsanalyse standhalten. Das Forschungsprojekt möchte diese Begründungslücke schließen und die theologische Verwendung des Freiheitsbegriffs philosophisch neu reflektieren. Dabei ist es erklärtes Ziel, freiheitstheoretische Konzepte aus transzendentaler Philosophie und Theologie mit den Erkenntnissen und Anfragen aus der analytischen Philosophie in ein Gespräch zu bringen, um damit eine breite und zugleich intensive Befassung mit Freiheitskonzepten zu ermöglichen, die bisher kaum Einzug in die theologische Reflexion des Begriffs von Freiheit erhalten haben. Auf Basis dieses Vorgehens scheint es möglich, den Gebrauch eines libertarischen Freiheitsbegriffs im Dialog mit und in Abgrenzung zu den in der Philosophie dominierenden Strömungen von Kompatibilismus, Physikalismus und Naturalismus zu begründen. Dieser freiheitstheoretische Entwurf soll dann in Bezug zu genuin theologischen Anwendungsfeldern wie der Verhältnisbestimmung von Offenbarung und Vernunft und der theologischen Gotteslehre gesetzt werden.    

Projektleiter:
Prof. Dr. Klaus von Stosch
Prof. Dr. Saskia Wendel

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Dr. Martin Breul
Dr. Aaron Langenfeld

 

Laufzeit des Projekts: 2015-2018/ Fördernde Institution: DFG

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