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Fakultät für Kulturwissenschaften

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Vortrag: Entwicklungspolitik und Dekolonisation

PEGASUS, die Studierendengruppe von „In der Philosophie zu Hause“, lädt auch in diesem Semester jeden Montag von 18 bis 20 Uhr zu philosophischen Interventionen ein. Den Auftakt bildet der Vortrag von Dr. Björn Freter (Independent Scholar, Knoxville, Tennessee, USA) zu Themen der Entwicklungspolitik und Dekolonisation am Montag, 10. Mai.

Interessierte können sich in die Veranstaltung mit der „Meeting ID“: 948 6911 3132 und der Zugangsnummer: 556617 in Zoom einwählen. Weitere Informationen zu der Vortragsreihe finden sich auf der Webseite go.upb.de/InDerPhilosophieZuhause.

Koloniale Gewalt ist nicht nur von denen zu überwinden, die diese Gewalt erlitten haben, sondern auch von denen, die sie ausgeübt haben. Diese Dekolonisierung, so die Annahme, hat zwei Komponenten: die Menschen, die die Gewalt erfahren haben, müssen wieder zu sich selbst kommen. Diese Komponente kann – in Anlehnung an den lateinischen Ausdruck „ad se redire“, übersetzt „zu sich selbst kommen“ – als „Adseredition“ bezeichnet werden. Diejenigen, die die Gewalt ausgeübt haben, müssen ihr Selbstverständnis und ihre Handlungen desuperiorisieren, was sich auf die Überlegenheit einer Gruppe von Menschen gegenüber einer anderen bezieht.

Die Komponenten der Dekolonisierung sollen in diesem Beitrag durch eine Gegenüberstellung des Kongolesischen „Manifeste de Conscience Africaine“ von 1956 und dem „New European Consensus on Development“ von 2017 untersucht werden. Es stellt sich heraus, dass sich auf afrikanischer Seite früh ein „adseredatives“ Verständnis entwickelt hat, während auf westlicher Seite immer vornehmlich „superioristisch“ gedacht und agiert wird.

Nach einem kurzen Impulsvortrag sind alle eingeladen, mitzudiskutieren über Themen, die sowohl gesellschaftspolitisch kontrovers diskutiert werden als auch Gegenstand philosophischer Untersuchung sind.

Die Universität der Informationsgesellschaft