Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Logo des Seminars für Islamische Theologie
Bildinformationen anzeigen
Ehrung von Hamideh Mohagheghi mit dem Bundesverdienstkreuz. Bildinformationen anzeigen
Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Seminars für Islamische Theologie (v. l.): Tuba Isik, Ufuk Topkara, Naciye Kamcili-Yildiz, Muna Tatari, Idris Nassery und Hamideh Mohagheghi. Bildinformationen anzeigen
Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Hilfskräfte des Seminars für Islamische Theologie (v. l.): Ufuk Topkara, Tuba Isik, Naciye Kamcili-Yildiz, Christian Janßen, Muna Tatari, Sabrina Strass, Idris Nassery, Esra Gümüs, Hamideh Mohagheghi und Lukas Wapelhorst. Bildinformationen anzeigen
Eine Koranstelle Bildinformationen anzeigen
Idris Nassery auf einer Tagung. Bildinformationen anzeigen
Muna Tatari auf einer Tagung. Bildinformationen anzeigen

Logo des Seminars für Islamische Theologie

Ehrung von Hamideh Mohagheghi mit dem Bundesverdienstkreuz.

Foto: Foto: Bundesregierung/Henning Schacht

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Seminars für Islamische Theologie (v. l.): Tuba Isik, Ufuk Topkara, Naciye Kamcili-Yildiz, Muna Tatari, Idris Nassery und Hamideh Mohagheghi.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Hilfskräfte des Seminars für Islamische Theologie (v. l.): Ufuk Topkara, Tuba Isik, Naciye Kamcili-Yildiz, Christian Janßen, Muna Tatari, Sabrina Strass, Idris Nassery, Esra Gümüs, Hamideh Mohagheghi und Lukas Wapelhorst.

Eine Koranstelle

Idris Nassery auf einer Tagung.

Muna Tatari auf einer Tagung.

Forschungsgruppe Prophetologie

Der Glaube an Gottes Gesandte ist ein zentraler Bestandteil in der islamischen Glaubenslehre und schlägt sich entsprechend in der Glaubenspraxis und Frömmigkeit der Muslime wieder. Im Glaubensbekenntnis folgt das Bekenntnis zu Muhammads Gesandtentum gleich der Vergewisserung auf den Monotheismus. Die Verehrung und Bedeutung Muhammads speist sich entsprechend aus seiner Dignität als „Siegel der Propheten“ und der verpflichtende muslimische Glaube an Gottes Gesandte hat sich in den unterschiedlichsten Bereichen der islamischen Gelehrsamkeit in zahlreichen Schriften über die Natur der Prophetie, das Leben der Propheten und Gesandten vor Muhammad und die Bedeutung der Propheten in der Heilsgeschichte niedergeschlagen. Angesichts dieser eminenten Bedeutung der Prophetologie für den muslimischen Glauben wird im Rahmen des Ausbaus des Seminars für Islamische Theologie eine Nachwuchsforschungsgruppe mit drei Promotionsstellen und einer Postdoc-Stelle durch das BMBF gefördert, die sich der Prophetologie mit verschiedenen Zugängen nähern.

Methodisch und programmatisch soll sich die Forschungsgruppe dem Thema der Prophetologie aus koranexegetischer, systematisch-theologischer, ökumenischer und religionspädagogischer Perspektive widmen. Der Glaube an die Gesandten und Propheten Gottes speist sich an erster Stelle aus dem Koran. Deshalb wird im Rahmen der Forschungsgruppe eine exegetische Profilierung der koranischen Prophetologie angestrebt. Dabei werden nicht nur die traditionellen Exegesewerke herangezogen, sondern eine historische-kritische Rekonstruktion der koranischen Prophetologie angestrebt: Welche Bedeutung und Funktion hatten prophetologische Diskurse der Spätantike im Christentum und Judentum und inwiefern haben diese den Kontext für die koranische Prophetologie gebildet? Welche Entwicklungstendenzen und Dynamiken lassen sich daraus für die koranische Lehre über die Propheten und deren Bezeichnung ableiten? Diese und weitere Frage bilden den koranexegetischen Schwerpunkt der Forschungsgruppe.

Auf systematisch-theologischer Ebene wird im Rahmen der Forschungsgruppe über die Frage geforscht, welchen Platz die Prophetologie insgesamt in der koranischen Theologie hat. Hierbei ist zu fragen, wie sehr die koranische Prophetologie auch wirkungsgeschichtlich die Reflektion über die Natur von Gesandten und Propheten beeinflusst hat: Welche Rolle spielen dabei einzelne Fragestellungen, wie die Sündlosigkeit von Propheten oder deren Beglaubigungswunder? Wie sehr haben diese Diskurse die Verehrung des Propheten Muhammad beeinflusst und stellen eine Herausforderung für eine moderne Anthropologie und für die komparativ-theologische Betrachtung biblischer Prophetie insgesamt dar?

Innermuslimisch wird die Forschungsgruppe sich auch der Frage widmen, welche Herausforderung  prophetologische Diskurse für den sunnitisch-schiitischen Dialog haben: Wie sieht eine Verhältnisbestimmung zwischen Propheten und Imamen aus? Welchen Ähnlichkeiten und Unterschiede gibt es zwischen einer Prophetologie und Imamologie und wie sehr beeinflussen diese die theologische Selbstverortung von Sunniten und Schiiten?

Die Forschungsergebnisse des Projektes sollen auch religionspädagogisch in Anschlag gebracht werden. Durch die exegetische, systematische und ökumenische Neuaneignung des Themas entstehen neue religionspädagogische Erschließungsmöglichkeiten. Leitende Fragen wird sein, wie diese Einsichten mit dem Horizont der Schülerinnen und Schüler vermittelt werden können.

Die Forschungsgruppe Prophetologie ist insgesamt einem interdisziplinären und komparativ-theologischen Ansatz verpflichtet und arbeitet in enger Kooperation mit bestehenden Vorhaben mit ähnlichen Fragestellungen vor Ort (Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften) und überregional.

Leiter

Dr. Zishan Ghaffar

Seminar für Islamische Theologie > Koranwissenschaften

Vertretungsprofessor für Koranexegese

Zishan Ghaffar
Büro:
N4.344

Mitarbeiter*innen

Nadia Saad

Seminar für Islamische Theologie

Nadia Saad
Telefon:
+49 5251 60-4285
Büro:
N4.344

Die Universität der Informationsgesellschaft