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Fakultät für Kulturwissenschaften

Veranstaltung

Dienstag, 18.01.2022 | 11.00 Uhr - 13.00 Uhr | Hörsaal C1

Ringvorlesung „Literatur, Diversität, Demokratie: Der gegenwärtige Bildungsauftrag des Literaturunterrichts“ - Rassismuskritisches Geschichtslernen im Literaturunterricht der Grundschule – Überlegungen zum nicht-immersiven Lesen mit Kindern

Im Wintersemester widmet sich eine neue Ringvorlesung des Instituts für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn immer dienstags von 11 bis 13 Uhr den Themen Literatur, Diversität und Demokratie. In insgesamt zehn Vorträgen beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland ab dem 12. Oktober mit der Frage, welchen Bildungsauftrag der Literaturunterricht aktuell hat und wie dieser ausgestaltet werden kann. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zu den Veranstaltungen im Hörsaal C1 eingeladen. Für die Teilnahme ist ein 3G-Nachweis erforderlich.

Literatur und ästhetische Medien können dabei helfen, komplexe gesellschaftliche Fragen zu verstehen und regen so dazu an, nach neuen Erkenntnissen zu suchen. Wie kann dieses Potential genutzt werden, um im Schulunterricht Themen wie Diversität und Demokratie zu vermitteln und so für Bildungsgerechtigkeit zu sorgen? Welche Konzepte gibt es, um Literatur zu unterrichten? Wo stößt man auf Herausforderungen und wie sind diese zu bewältigen? Diese und weitere Fragestellungen werden bei der Ringvorlesung der Fakultät für Kulturwissenschaften diskutiert.

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Rassismuskritisches Geschichtslernen im Literaturunterricht der Grundschule – Überlegungen zum nicht-immersiven Lesen mit Kindern
Dr. Johanna Tönsing (Paderborn)

In didaktischen Überlegungen für einen rassismussensiblen Literaturunterricht wird vor allem „Standpunktreflexivität“ (Simon und Fareidooni 2020) sowohl in Bezug auf die Lehrperson als auch in Bezug auf die dargestellten Figuren gefordert. Dies hat Auswirkungen auf die Lektüreauswahl in den Schulen. Oberstes Ziel ist dabei oft auch die Erarbeitung einer dekonstruktiven Lektüre von stereotypen und rassistischen Darstellungen. Wie lässt sich diese Forderung speziell auf die Grundschule übertragen? Diese Frage ist bislang kaum diskutiert.
Bemerkt man als DeutschlehrerIn in der Grundschule, dass ein Text kolonial-rassistische Denkmuster vermittelt, ist es eine naheliegende Antwort, diesen schlichtweg auszusortieren. Doch auch die Beschäftigung mit Texten wie Fipps, der Affe (Wilhelm Busch 1879), Biene Maja und ihre Abenteuer (Waldemar Bonsels 1912) oder Hexe Lilli auf der Jagd nach dem verlorenen Schatz (Knister 2015) bieten Möglichkeiten, bei Kindern eine kritische Haltung gegenüber Rassismus zu initiieren.
Der Vortrag möchte antirassismusdidaktische Potenziale eines metaperspektivisch ausgerichteten, nicht-immersiven Lesens mit Kindern in den Blick nehmen.

Weitere Informationen und das komplette Programm gibt es auf der Webseite des Instituts

Kontakt

Iris Kruse

Prof. Dr. Iris Kruse

Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft

Zur Person

Die Universität der Informationsgesellschaft