Neuer­schein­ung: „Lernen zu Un­ter­richt­en – Ver­än­der­ungen in den Ein­stel­lungs­mustern von Lehramtsstud­i­er­enden..." (Fest­ner, Gröschner, Goller & Hascher, 2020)

Festner, D., Gröschner, A., Goller, M. & Hascher, T. (2020). Lernen zu Unterrichten - Veränderungen in den Einstellungsmustern von Lehramtsstudierenden während des Praxissemesters im Zusammenhang mit mentorieller Lernbegleitung und Kompetenzeinschätzung. In I. Ulrich & A. Gröschner (Hrsg.), Praxissemester im Lehramtsstudium in Deutschland: Wirkungen auf Studierende. Edition der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (S. 209-241). Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-24209-1_7

Abstract:

Lehramtsstudierende unterscheiden sich in ihren Einstellungen, wie das Lernen zu Unterrichten am besten gelingt und welche Lernaktivitäten und Formen der Emotionsregulation dazu nötig sind. In der Studie wurden die Einstellungsmuster von N = 512 Studierenden (2. Mastersemester) zu Beginn und gegen Ende des Langzeitpraktikums Praxissemester mittels dem Inventory Learning to Teach Process (ILTP) erhoben und mögliche Zusammenhänge mit der Lernbegleitung durch Mentor/innen sowie mit der individuellen Kompetenzeinschätzung geprüft. Entgegen der theoretisch angenommen Muster wurden drei Muster (Vermeidend, Praxisorientiert, Vielseitig) identifiziert. Die Studie zeigt, dass eine hochwertig eingeschätzte mentorielle Begleitung mit dem Beibehalt oder dem Wechsel in das Muster Vielseitig in Relation steht und dass Kompetenzeinschätzungen Zusammenhänge mit den Einschätzungsmustern aufweisen. So empfinden diejenigen Studierenden den höchsten Kompetenzzuwachs, die während des Praxissemesters in das Muster Vielseitig wechseln bzw. in diesem verbleiben. Den geringsten Kompetenzzuwachs verzeichnen die Studierenden, die nach dem Praxissemester dem Muster Vermeidend zugeordnet wurden. Implikationen für die weitere Forschung zur Bedeutsamkeit im Umgang mit heterogenen Lerngruppen werden diskutiert.

Student teachers differ in their attitudes towards learning to teach, in essential learning activities and regulation of emotions. A total of N = 512 student teachers (Master program, second semester) filled in a questionnaire at the start and the end of a long-term practical semester. The Inventory Learning to Teach Process (ILTP) instrument was used to identify patterns of learning-to-teach-orientations. We additionally tested if there is a relationship between these orientations and mentoring as well as self-perceived competence. In contrast to the theoretically assumed patterns, we identified the patterns avoiding, practice-oriented and versatile. Results further showed that high-quality mentoring at school ratings were related to remaining in or switching to the pattern versatile. In addition, there is a connection between self-perceived competence and learning-to-teach-patterns. That is, those student teachers who remained in or switched to the pattern versatile exhibited the highest increase in self-competence. In contrast, student teachers identified as avoiding showed the lowest increase in self-perceived competence at the end of the practical semester. Implications for research on dealing with heterogeneous learning groups are discussed.

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-24209-1_7