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Datenarchiv

Als Grundlage des Projekts dient das bislang nicht publizierte umfangreiche Datenarchiv, das im Rah­men der Arbeiten zum unvollendeten Diccionario del español medieval (DEM) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Bodo Müller (Heidelberg, † 2013) mit finanzieller Unterstützung durch die DFG (1979–1984) sowie die Heidel­berger Akademie der Wissenschaften (1984-2007) und (ab 2005) in Kooperation mit dem Instituto de Estudios Medievales y Renacentistas (IEMYR) der Universidad de La Laguna (Teneriffa/Spanien) erstellt wurde. Wäh­rend das Datenarchiv alle Lemmata umfasst, konnten von dem gedruckten Wörterbuch, zwischen 1987 und 2005 insgesamt nur 2 Bände mit je 10 Faszikeln sowie weitere 6 Faszikel bis zum Lemma almohatac publiziert werden.

Für den DEM wurde zwischen 1979 und 2005 eine umfassende Textbasis von über 600 Werken bzw. Text- und Dokumentsammlungen aus der Periode vom 10. bis zum beginnenden 15. Jahrhundert ausgewertet. Daraus entstanden ca. 650.000 Belegkarten, auf denen die mittelalterlichen Wortformen mit ihrem jeweiligen Verwendungszusammenhang notiert sind. Es können sich dabei auch gleich mehrere dokumentierte Wortformen (Belege) auf einer Karteikarte befinden, so dass sich eine Summe von mehr als 1.000.000 Belegen ergibt. Neben der Fundstelle (Quellentext) und Datierung sind auf den Karteikarten z. B. Angaben zur Wortart (grammatische Informationen) und Bedeutungsangaben verzeichnet, darüber hinaus in einigen Fällen eine Sach­gebietszuweisung und Hinweise zur Wortgeschichte bzw. Etymologie. Diese Belege sind bereits einer Lemmatisierung unterzogen, so dass eine Liste von ca. 33.000 Lemmata generiert wurde. Das lexikalische Material wurde entsprechend alphabetisch in 376 Karteikästen sortiert. Außerdem gehören 104 Karteikästen mit „Sekundär“-Karten (Verweise auf etymologische und weitere Fachliteratur, bibliographische Daten u. a.) zu dem Datenarchiv.

Die breite thematische Fächerung (Literatur, Religion, Recht, Astronomie, Mineralogie, Medizin, Botanik etc.) ermöglicht es, bisher nicht erfasste Bestandteile des mittelalterlichen Wortschatzes zu beschreiben. Als Grundlagenwerk für die historische Sprachwissenschaft zur Erforschung der Herausbildung von Varianten und Bedeutungen, Arabismen und Hebraismen eröffnet das DEM-Datenarchiv einen Zugang zu wichtigen kulturhistorischen Einsichten. Ebenso ist es für das Verständnis aktueller Fragestellungen, z. B. zur Entstehung des amerikanischen Spanischen, des Judenspanischen oder von Kreolsprachen, unverzichtbar.

Beispiel aus dem Datenarchiv und dem dazugehörigen Faszikel

Die Universität der Informationsgesellschaft