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Foto: Agentur Silberweiss, Salzkotten

Raum der Stille

Der Raum der Stille ist ein offenes Angebot für alle Angehörigen der Universität Paderborn zu meditieren, zu beten oder einfach Ruhe zu finden. Ob muslimisches Gebet, christlicher Gottesdienst oder Stille-Meditation - der Raum der Stille ist für alle offen, die einen Moment der Stille im alltäglichen Uni-Getümmel suchen. Auch kann er Begegnungen und Gespräche vor dem Raum zwischen gläubigen und nicht-gläubigen Menschen anregen.

Den Belegungsplan für den Raum der Stille im Wintersemester 2016/17 finden Sie hier.
Achtung: Das Angebot "Entspannungsübungen und kurze Tipps für das Stressmanagement" von Jörn Sickelmann (Zentrale Studienberatung) fällt am 30.01.2017 leider aus!

Nicht-gläubige und gläubige Studierende, Dozentinnen und Dozenten und auch andere Angehörige der Universität sind herzlich eingeladen diesen Raum zu nutzen. Wir bitten alle Besucher die Regeln des Raumes zu beachten. Diese Regeln finden Sie hier.

Der Raum befindet sich in N3.206.

Ansprechpartner zu Konzeption und Nutzung des Raums der Stille sowie für eventuelle Spenden sind:

Informationen

Fest zur Eröffnung des Raums der Stille

Am Mittwoch, den 11.05.2011 fand um 13 Uhr das Fest zur Eröffnung des Raums der Stille an der Universität Paderborn in ME0.220 statt. Statt wie geplant in dem kleinen Raum selbst wurde der Festakt aufgrund der knapp 200 Interessierten kurzerhand in den Flur des Studentenwerkes verlegt.

Dort lobten dann der Präsident der Universität Paderborn, Prof. Dr. Nikolaus Risch, der Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Volker Peckhaus und die Vertreter der Studierendengemeinden Matthias Surall  (Evangelische Studierendengemeinde Paderborn) und Anja Dirkes (Katholische Hochschulgemeinde) die Idee des Raums der Stille und den Einsatz Helga Kuhlmanns für ihn. Im stressigen Unialltag könnte er ein wohltuendes Gegengewicht werden. 

Prof. Dr. Helga Kuhlmann drückte ihre Freude darüber aus, dass sie für den Raum der Stille Unterstützung von vielen Seiten der bekommen habe, vom Präsidium und der Verwaltung der Universität, vom Dekanat der Kulturwissenschaftlichen Fakultät, von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften, aber auch von einzelnen, die sich ehrenamtlich für den Raum der Stille einsetzen. So hat beispielsweise die Mutter einer Studierenden 100 Überziehschuhe gespendet, damit auch diejenigen den Raum der Stille betreten können, die ihre Schuhe nicht ausziehen möchten.

Die Sprecherin des DMMK (Deutschsprachiger multinationaler Muslimkreis) Mariam Ben Chagra forderte eine analoge Vertretung der muslimischen Studierenden wie in den christlichen Hochschulgemeinden. Jörg Sickelmann von der psychosozialen Beratung der Universität Paderborn und David Martinez Leon (Kulturreferent des Asta Paderborn) betonten, dass viele diesen Raum an der Universität brauchen, um zur Ruhe zu kommen und Atem zu holen.

Anja Dirkes wünscht sich für den später eventuell im J-Gebäude vorgesehenen neuen Raum der Stille statt der derzeitigen hörbaren künstlichen Belüftung Fenster sowie ein ansprechendes Farbkonzept. Prof. Dr. Jutta-Ströter-Bender aus dem Institut für Kunst, Musik und Textil plant, mit Studierenden in einem Wettbewerb ein Konzept zur Gestaltung des Raums der Stille zu erstellen. 

Der Raum der Stille kann Modellcharakter für andere Universitäten und kulturelle Einrichtungen haben, so Prof. Dr. Helga Kuhlmann. Am Ende ihrer Rede drückte sie Hoffnung aus, dass aus der Gemeinsamkeit der schweigenden Präsenz unterschiedlicher Menschen und unterschiedlicher Gestalten der Stille, der Meditation und des Gebets später vor der Tür des Raums Gespräche entstehen und wachsen könnten, die Verständnis und weitere Begegnungen ermöglichen.

von Denise Groth

Die Universität der Informationsgesellschaft