Mit dem Semester ging auch unsere Vorlesungsreihe zu Elementare Ontologien und Medien zu Ende. Eine Lesegruppe gab den Anstoß zu einer Vortragsreihe rund um Fragen der Politisierung und Entpolitisierung durch Naturelles, Materielles, Elementares und dem nicht-Humanen. Vier Vorträge und ein Begleitseminar beschäftigten sich mit Kritik an herrschenden Wissenssystemen, ihren mögliche Alternativen und einem politischem Denken in Relationen, Differenzen und dem Dazwischen.
Unsere Gästinnen haben auf die neue Autorität der alten Natur geschaut, warfen einen Blick auf Natur als Gegenstand im Experimentalfilm; stellten anhand der Einbettung von Mensch, Technik, Umwelt, Wasser und Kunst dominante Epistemologien infrage und untersuchten historische gewachsene und im Digitalen weitergetragene Omnipräsenz rassisierter Formeln in westlichen Technologien und Kulturen anhand des Digitalen Blackfacing.
Diese kritischen Beiträge haben uns noch neugieriger auf alternative Denkrahmen, politische Handlungsrahmen und unbeachtete Seinsvorstellungen durch Pilze, Meere, Wälder, Einzeller, Memes und Umwelten gemacht. Einen Herzlichen Dank richten wir an Vortragenden Dr. Veit Braun, unsere Kolleg*innen der Filmsammlung des Instituts, Prof. Dr. Jire Gözen und Prof. Dr. Katrin Köppert.
Weiterführende Literatur:
Köppert, Katrin 2025: Meme(tische) Gespenster, in: TFMJ – Journal for Theater, Film and Media Studies, 68 (3-4), 2025.
Neimanis, Astrida. “Hydrofeminism: Or, On Becoming a Body of Water.” in Undutiful Daughters: Mobilizing Future Concepts, Bodies and Subjectivities in Feminist Thought and Practice, eds. Henriette Gunkel, Chrysanthi Nigianni and Fanny Söderbäck. New York: Palgrave Macmillan, 2012.
Schrader, A. (2010). Responding to Pfiesteria piscicida (the Fish Killer): Phantomatic Ontologies, Indeterminacy, and Responsibility in Toxic Microbiology. Social Studies of Science, 40(2), 275-306. doi.org/10.1177/0306312709344902 (Original work published 2010)